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Forscher denken über Umsiedelung der Eisbären zum Südpol nach

Jessica Hellmann ist Biologin an der University of Notre Dame in Indiana, USA. Sie denkt, dass man aufgrund der Klimaerwärmung darüber nachdenken müsse, wie man die Eisbären retten könne. Auf "wired.com" spricht man sich dafür aus, Eisbären am Südpol anzusiedeln.

Wenn die Prognosen über die Klimaerwärmung stimmen, würde der angestammte Platz für Eisbären am Nordpol schmelzen und die Tiere würden aussterben. Umsiedlungen von Tieren gelten in der Fachwelt jedoch als falsch, allerdings sterben die Arten zurzeit bis zu 1.000 Mal schneller aus als gewöhnlich.

Wahrscheinlich würden die Eisbären am Südpol ein Chaos anrichten. Die Seehunde und auch die Pinguine kennen dort keine Feinde. Das Ökosystem würde wohl bald zusammenbrechen. Jessica Hellmann verstehe die Sorgen, allerdings denke sie, nichts zu tun wäre schlimmer als die negativen Auswirkungen.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Eisbär, Südpol, Umsiedlung
Quelle: www.20min.ch

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.07.2008 17:35 Uhr von BuBu.exe
 
+14 | -0
 
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na Klasse: dann siedeln se die Eisbären um diese rotten dann die Robben UND die Pinguine aus. Eine Spezies gerettet, 2 vernichtet.

Sicher sollte man versuchen aktiv bedorhte Spezies zu retten aber ob das der richtige Weg ist wage ich zu bezweifeln. Was neue Lebewesen in einem bestehendem Ökosystem anrichten sieht man ja in Australien mit diesen dummen Fröschen da.
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18.07.2008 17:41 Uhr von Affengott
 
+5 | -10
 
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Ich bin zwar kein Biologe aber ich kann mir vorstellen das nur am Anfang etwas Chaos unter den Arten am Südpol herrschen würde.
Ich kenne jetzt zwar keinen Eisbären persönlich aber heißt es nicht immer das Tiere nur zum fressen töten und nicht aus Spaß? Naja mit der Zeit würde sicher jede Art ihre Nische am Südpol finden.
Außerdem muss man ja nicht alle umsiedeln, nur soviele das sie ihre Art erhalten können.
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18.07.2008 17:53 Uhr von uhlenkoeper
 
+3 | -0
 
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Wer mal darüber nachdenkt, wird schnell feststellen, wie massiv die Auswirkungen solcher Fremdansiedlungen (sog. Neozoen) sind.
Das schlimmste Beispiel neuerer Zeitrechnung stellt wohl die Einschleppung (bewußt und unbewußt) von Säugetieren auf dem Australischen Kontinent dar : dort gefährten diese Tierarten (und die mit ihnen eingeschleppten Krankheiten) direkt und indirekt die einheimischen Tierarten !
Das bekannteste Beispiel ist hier wohl das Kaninchen.

Allein in Deutschland sind heute fast 1200 Neozoenarten bekannt. Z.T. mit fatalen Begleiterscheinungen (z.B. der amerikanische Flußkrebs, die Reblaus, die pazifische Felsenauster, die spanische Wegschnecke, der Marderhund, die chinesische Wollhandkrabbe, die Wanderratte, Bisamratte, Waschbären, die Kastanienminiermotte etc.).

Wenn eine Biologin , die hinsichtlich solch einer Problematik eigentlich sensibilisiert sein sollte, ernsthaft so einen Vorschlag macht, dann sollte sie wirklich ihr Patent abgeben ! Oder sie lechzt um jeden Preis nach internationaler Aufmerksamkeit ....

Sinnvoller ist da auf jeden Fall, die Eisbären in Kernbereichen am natürlichen Standort zu retten und ansonsten die Bestände und Genpools in international unterstützten und geführten Tier- und Nationalparks (möglichst naturnah, z.B. in Alaska, Kanada oder Sibirien) anzusiedeln.
Aber sie an den Südpol zu verfrachten halte ich sowohl für die Eisbären als auch für die dort lebende Fauna für unverantwortlich.
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18.07.2008 17:55 Uhr von jbo166
 
+4 | -0
 
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Typisch Biologe: Dieser Biologin täte ein Blick in die neuere Klimageschichte der Erde gut. Dann würde sie nämlich ganz schnell feststellen, dass die Eisbären schon locker 20 andere Warmzeiten überstanden haben. Und auch dieses mal werden sie sicher nicht aussterben.
Gruß
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18.07.2008 17:57 Uhr von Ing.Tro
 
+2 | -0
 
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Umsiedeln: ist wohl das Letzte Mittel das man in erwegung ziehen sollte, einige Beispiele wären die Riesenkröten in Australien oder die Bieber auf den Falklandinseln. Ein in sich geschlossenes Ökosystem (also ohne Menschliches einwirken), funktioniert nur solange, solange man es in Ruhe lässt und es sich auch selbst regulieren darf. Ich fände es auch schlimm wenn Eisbären aussterben würden, aber wer ist daran Schuld das so viele Arten vom Aussterben bedroht sind? Sollten wir es nicht mal dabei belassen und nicht ständig den Samariter spielen? Es hat doch in der Vergangenheit noch nie funktioniert. Ob es nun um die Flora oder Fauna dieses Planeten geht, über kurz oder lang hat der Mensch es doch noch immer geschafft alles zu zerstöhren oder auszurotten.
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18.07.2008 17:58 Uhr von Jorka
 
+1 | -0
 
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Vollkommener Schwachsinn: dann sind vielleicht die Eisbären gerettet, aber die sensible antarktische Fauna zerstört.
Alleine schon die Pinguine wären dann wohl sehr bald ausgestorben.
Hoffentlich kommt keiner auf die Idee dieses Hirngespinst der Forscherin umzusetzen.
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18.07.2008 18:58 Uhr von vostei
 
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assisted migration: für englischsprachige etwas genauere ausführungen:

http://www.nytimes.com/...

und ihre page:
http://www.nd.edu/~hellmann/Site/Hellmann_Home.html
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19.07.2008 00:48 Uhr von Slaydom
 
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@affengott: auch Tiere töten zum "Spass"
Es würde ein Desaster geben, wenn die Eisbären am Südpol wären.
Ihre Population würde explodieren und die Pinguine würden binnen weniger Jahrzente aussterben.
Eisbären können übrigens auch Temperaturen knapp über 10 Grad überleben, sie würden sich halt nur anpassen, sowas nennt sich Natur, dann würde es keine Eisbären mehr geben, die wir heute kennen sondern welche die vielleicht anders aussehen, sich aber angepasst haben.
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19.07.2008 08:44 Uhr von datenfehler
 
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Verlagerung des Problems Zudem ist eine klimatische Veränderung am Südpol auch schon im Gange und daher ist noch nichteinmal sicher, dass hier die Tierarten überleben können.

Wie wäre es mit Hirn?
Nachenken?
Dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass es doch sinnvoller wäre, die Treibhausgasproduktion etwas einzuschränken.
Achso... wir sind hier in Deutschland. Das Land derer, die lieber sterben würden, als aufs Auto, mit fossilen Brennstoffen betrieben, zu verzichten... Ich sehe schon China in ein paar Jahren mit allen möglichen Alternativen herumtuckern, wo deine deutsche Marke hierzulande den neusten SUV herausbringt. Er bringt 3 Tonnen auf die Waage, sieht aus wie eine extrem gekonnte Mischung aus Hummer, Ferrari und luxuriöser Limosine, verbraucht NUR 15 Liter auf 100km - im Vergleich zum Vorgänger, der 25 Liter verbraucht hat, ist hier dem Hersteller ein Meilenstein in der Geschichte des Automobilbaus gelungen! Und die Leute machen was? SIE FINDENS TOLL! Damit könnte man dann ja schließlich einen Eisbären vom Nordpol zum Südpol fahren, damit er überleben kann.
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20.07.2008 15:02 Uhr von DerBibliothekar
 
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Wenn ich mich recht entsinne: Gibt es Pinguine nur auf der Südhalbkugel, weil es auf der Nordhalbkugel nunmal Eisbären gibt

Und ausserdem sind Eisbären evolutionär noch sehr Jung, die können sich noch mit Braunbären paaren und sich anpassen.

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