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Ein Gen erhöht das Risiko einer HIV-Infektion

Amerikanische Forscher konnten in einer Langzeitstudie eine Genvariante nachweisen, die das Risiko einer HIV-Infektion erhöht aber gleichzeitig die Lebenserwartung der erkrankten Menschen verlängert. Die Variante des Gens kommt bei 40 Prozent der afroamerikanischen Bevölkerung vor.

In dem Gen ist die Information für ein Eiweiß enthalten, das auf der Oberfläche roter Blutkörperchen anzufinden ist und für Chemokine als Rezeptor tätig ist. Bei der gefundenen Genvariante funktioniert die Entzündungsreaktion nicht, die normalerweise das Immunsystem auf den Plan rufen würde.

Die Genvariante konnte sich vermutlich ausbreiten, weil sie früher Schutz vor einem tödlichen Malariastamm geboten hat. Durch die Erkenntnisse erhärtet sich die Vermutung, dass genetische Unterschiede der Virenträger für die oft hochunterschiedlichen Krankheitsverläufe verantwortlich sind.


WebReporter: newsticker2002
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Risiko, Erhöhung, HIV, Gen, Infektion, Infekt
Quelle: www.wissenschaft.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.07.2008 17:26 Uhr von newsticker2002
 
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Wenn man vorher annahm, das die hohe Volarität der HIV-Virenstämme für die stark unterschiedlich ausgeprägten Krankheitsverläufe verantwortlich waren, so glaubt man jetzt, dass es an der genetischen Veranlagung des jeweils Erkrankten liegt.
Inwieweit man die Wirkung des veränderten Gens in der Medizin und somit zur Bekämpfung von HIV verwenden kann, wird in dem Bericht nicht behandelt. Aber es ist sicher von Vorteil, noch mehr über die Wirkungskreisläufe dieser Infektionskrankheit zu erfahren.
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18.07.2008 02:08 Uhr von Seelenkrank
 
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vielleicht: gehört es ja nicht dazu: aber was ist mit der frau aus afrika, die sich, aus welchem grund auch immer, nicht mit hiv infizieren kann?
ich glaub das ist 2-3 jahre her, das sich das gelesen habe.
war das ein gerücht oder ist das wirklich wahr?

tolle news übrigens 5 sternchen =)
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18.07.2008 08:49 Uhr von newsticker2002
 
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@Seelenkrank: Danke für die 5 Sterne, das freut mich sehr.

Es gibt jedenfalls einen Mann, soviel ich mir bekannt, der HIV infiziert ist, bei dem aber kein AIDS ausgebrochen ist, und wohl auch nie ausbrechen wird. Es ist also Virenträger, wird aber nicht krank davon.

Seine Genetik ist höchstinteressant für die Wissenschaft, da die Hoffnung das aus den Erkenntnissen Medikamente für Infizierte Menschen erwachsen könnten recht hoch ist.

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