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Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch: Längere Krankenhausaufenthalte

In Krankenhäusern muss immer mehr gespart werden, daher müssen Patienten schneller ihr Krankenlager verlassen. Das gilt zum Beispiel für Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, nicht aber bei psychischen Erkrankungen. Eine Ersatzkasse führte eine jetzt veröffentlichte Studie durch.

Es wurde festgestellt, dass die Behandlungsdauer bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten um über 40% gesunken, bei psychischen Erkrankungen hingegen um 37% gestiegen ist. Dabei entfallen nur zehn Prozent aller Diagnosen auf psychische Krankheiten, 25% dagegen auf Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Die Behandlungsdauer bei den psychischen Erkrankungen beruht auf der intensiven Therapie, welche von Gesprächen und Verlaufskontrollen geprägt ist. Bei dieser Studie fällt auch ein Zusammenhang zwischen Behandlungsdauer und Berufsgruppe auf. Den Gegensatz bilden Ingenieure und Arbeitslose.


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Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krank, Krankenhaus, Erkrankung, Vormarsch
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.07.2008 01:24 Uhr von cookies
 
+0 | -0
 
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Es lassen sich nicht alle Erkenntnisse aus der Originalquelle hier darstellen. Lest den Artikel selbst. Die Ergebnisse liegen aber auf der Hand, psychische Leiden lassen sich nicht in kurzer Zeit beheben, konkrete organische Krankheiten bieten konkretere Behandlungsziele.
Auch den Vergleich der Berufsgruppen sollte man sich ansehen. Da weiß man doch sofort, wieso die Techniker Krankenkasse von Haus aus eine bessere Patientenstruktur hat als die AOK, die schon immer alle aufsammeln musste.
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17.07.2008 10:58 Uhr von miguelrego
 
+2 | -1
 
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stationäre Psychiatrien: Vielleicht liegt die längere Behandlungsdauer bei psychischen Krankheiten auch einfach in der Tatsache begründet, das diese Stigma-Diagnosen unwiderlegbar sind und die Ärzte über deine "Entlassung"(Freilassung) befinden.

Jeder Tag kostet, und jeden Tag wird am Aufenthalt verdient.
Wir leben halt im Kapitalismus, ne?!
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17.07.2008 11:55 Uhr von Loxy
 
+1 | -1
 
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Wenn weiterhin die Mechanismen des Kapitalismus Einzug in das Gesundheitssystem halten, dann Gnade uns allen!

Zumal sich gerade beim Gesundheitssystem unglaublich viele einen großen Teil vom Kuchen abschneiden wollen... oder schon haben *grmmml*
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17.07.2008 12:01 Uhr von SystemSlave
 
+3 | -1
 
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Kein wunder: Bei dieser Kaputten gesellschaft und sie macht sich immer wieter selbst kaputt, selber schuld wenn man den am end ein der Klapse landet.
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17.07.2008 13:20 Uhr von Jean-Dupres
 
+6 | -0
 
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Ihr werdet euch noch wundern wie viele Menschen: unter euch bereits psychisch vorbelastet sind bzw. an einer psychischen Störung erkranken werden.
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17.07.2008 13:50 Uhr von finalcp
 
+1 | -0
 
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die Klinikbetreiber freuts: Schon jetzt planen mehrere Klinikbetreiber, ihre Kapazitäten im Bereich Psychotherapie stark zu erweitern.

Die Doppelmoral vieler Politiker, Konzerne und Amtsträger, der steigende Ertragsdruck in den Unternehmen (Produkt der unseligen Globalisierung) und der in diesem Zusammenhang vielen eingegangenen faulen Kompromisse und Widersprüche machen die Menschen zunehmend krank. Nicht viel Neues.

Neu sind immer nur die drastisch steigenden Erkrankungszahlen und die Kosten für die Gesellschaft, viel wichtiger sind aber die vielen Schicksale der Betroffenen, die in keiner Satistik auftauchen (ohh Mann, wie ich Statistiken hasse, *glaube keiner, die du nicht selbst gefälscht hast*), und die sich in harten Therapien aus ihren Ängsten und Depressionen herauskämpfen müssen.

Sowas kann mit wenigen Aussnahmen (Möllemann) unserer "Oberschicht" natürlich weniger passieren, fett abgesichert verlangen sie vom einfachen Volk Verzicht (schon haben wir die Doppelmoral vor Augen).

So verstrickt sich unser so demokratisches System immer weiter in selbst verursachte Widersprüche, die es nicht in der Lage ist, zu lösen. Denn dafür müssten alle Seiten ehrlich miteinander umgehen und die wahren Baustellen in unserem System gemeinsam anpacken. Wenn ich mir in diesem Zusammenhang unsere jetzige Regierung anschaue, allen voran Mutter Merkel, die lieber Herrn Sarkozy und seine Mittelmeerunion feiert, statt die nationalen Probleme ernsthaft und mit den geeigneten Mitteln anzugehen (das hat sie sich augenscheinlich von Herrn Sarkozy abgeschaut), wundert mich nichts mehr.
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17.07.2008 14:00 Uhr von aquarius565
 
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Niemand: ist gesund, und viele schuften sich krank. Wenn sie erst mal Stimmen hören dann ist die Psychiatrie nicht mehr weit.
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20.07.2008 21:49 Uhr von NachtElfIrokese
 
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Ich denke mal: daran ist hier auch das Wetter schuld. Solangsam kann ich den Regensommer hier auch nicht mehr sehen.

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