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Göteborg: Unglück auf Schaukel mit 30 Verletzten

In einem Vergnügungspark im schwedischen Göteborg brach die beliebte Besucherattraktion "Rainbow Ride" zusammen. Bei dem Unfall des großen Pendels mit offener Fahrgastkabine wurden mehrere Gäste aus der Gondel geschleudert.Dabei wurden am Dienstag Abend mindestens 30 Personen verletzt.

Es handelt sich aber nicht um schwere Verletzungen, so die Sprecherin der Rettungskräfte.Das Fahrgeschäft war sehr beliebt und war auch zu diesem Zeitpunkt mit 40 Personen voll besetzt. Auch Kinder fuhren gerne mit.

Als Ursache vermutet man einen Defekt an einem Kugellager. Bei der letzten Überprüfung des Fahrgeschäftes gab es keine Beanstandungen.


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Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Verletzung, Verletzte, Schau, Unglück
Quelle: www.spiegel.de

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17.07.2008 09:39 Uhr von Sniper77
 
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Zu Spät: Leider passiert sowas in letzter zeit wieder häufiger das irgendwo Fahrgeschäfte und attraktionen auseinanderfallen oder gondeln sich selbstständig machen da würd ich sagen Hat der Tüv Grundsätzlich versagt oder es wurde ordentlich gepfuscht materialfehler aber bei solch großen belastungen sollte eh mehrmals tüv gemacht werden wie jetzt
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17.07.2008 09:57 Uhr von tpxtron
 
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In Schweden gibt´s keinen TÜV. Da gibt es zwar eine ähnliche Organisation, es gelten jedoch andere Vorschriften als in Deutschland. In Deutschland gilt der TÜV Süddeutschland als "härtester TÜV" was die Abnahme von Fahrgeschäften in Freizeitparks und auf Kirmessen angeht.
Das soll nicht heißen, dass Fahrgeschäfte im Ausland prinzipiell unsicher sind - Man kann zumindest in Europa ruhigen Gewissens in so ziemlich alles einsteigen. Allerdings sollte da auch der gesunde Menschenverstand eine Rolle spielen.
Die Attraktion heißt "Rainbow" und der Freizeitpark heißt "Liseberg". Er ist einer der größten Freizeitparks in europa und der wohl bekannteste schwedische Freizeitpark. Der Park selbst - so wie auch die Fahrgeschäfte - wird städtisch betrieben und hat keinen privaten Eigentümer oder eine kommerzielle Betreibergesellschaft im Rücken.
Der "Rainbow" wurde im Jahr 1983 eröffnet und stammt vom deutschen Hersteller Huss Maschinenbau (Bremen). Dieser Fahrgeschäftstyp besteht auch heute noch die TÜV-Prüfungen und entspricht heutigen Sicherheitsstandards.
Baugleiche Anlagen findet man im Heide Park (Soltau, Deutschland), Walibi World (Biddinghuizen, Niederlande), und zahlreichen anderen Freizeitparks in Europa und den USA.
Fahrtablauf: Die Gondel wird mittels eines großen Arms im Kreis bewegt, ohne sich dabei zu überschlagen. Um den Überschlag der Gondel zu verhindern, befindet sich im Arm eine Kardanwelle, welche die Achse der Gondel abhängig von der Armposition immer gerade hält.
Ursache für den Unfall scheint - nicht wie im Bericht angegeben wurde - wohl eher eine gebrochene Kardanwelle zu sein.
Das Fahrgeschäft selbst war vermutlich nicht in voller Fahrt sondern fuhr relativ langsam.
Weitere (sachliche) Informationen ohne Sensationscharakter über bisherige Unfälle in Vergnügungsparks werden übrigens unter http://www.rideaccidents.com/ gesammelt.
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17.07.2008 13:38 Uhr von AKraft
 
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Liseberg: ist definitv NICHT der bekannteste schwedische Freizeitpark, zumal er auch nicht der Älteste ist. Der Bekannteste ist "Gröna Lund" in Stockholm, der auch deutlich älter ist. Liseberg wurde gegründet 1923. Dagegen wurde Gröna Lund schon 40 Jahre früher von einem Deutschen namens Schultheiss gegründet.
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17.07.2008 19:57 Uhr von tpxtron
 
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@AKraft: Über den Bekanntheitsgrad von Liseberg lässt sich natürlich streiten. Tivol Gröna Lund ist auch in der Tat der Ältere von Beiden.
Aber ist schon ein komisches Gefühl, zu wissen, dass man den Rainbow bei seinem letzten Besuch in Liseberg vor knapp einem Monat noch gefahren ist...
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22.07.2008 09:46 Uhr von tpxtron
 
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Update: Mittlerweile ist die Ursache bekannt: Die Kardanwelle, welche die Gondel waagrecht halten soll, ist gebrochen.
Diese wurde im Jahr 2003 durch den Hersteller, die Huss Maschinenfabrik Bremen, ausgetauscht und hat eine Lebensdauer von mindestens 5000 Betriebsstunden, bevor Sie durch den Hersteller erneut überprüft und ggf. ausgewechselt werden muss.
Die Kardanwelle liegt nicht im Wartungsbereich des Parks, da die Parktechniker nicht über das Know-How und die notwendige Ausrüstung dafür verfügen.
Die Attraktion hatte seit 2003 jedoch nur ca. 3500 Betriebsstunden "auf dem Buckel", was eigentlich noch genügend Spielraum bis zu einem vorhersehbaren Verschleiss gelassen hätte.

Der Park will nun rechtliche Schritte gegen den Hersteller einleiten, da dieser für den Schaden aufkommen muss. Die Polizei untersucht nichtsdestotrotz die Unfallursache weiterhin in Zusammenarbeit mit Spezialisten.

Huss hat bereits sämtliche Freizeitparks und reisenden Betreiber von Rainbow´s über den Unfall informiert und eine Sonderprüfung der Fahrgeschäfte angekündigt.

Quelle: Pressemitteilung Liseberg

Eine derartige Überprüfung wurde auch vor einigen Jahren von Huss bei den Fahrgeschäften des Typs "Frisbee" durchgeführt, nachdem bei einer Attraktion Unregelmäßigkeiten (frühe Verschleissanzeichen eines tragenden Teils) festgestellt wurden. Hier ist es nicht zu einem Unfall gekommen, da die Techniker des Betreibers bei den täglichen Wartungsarbeiten diese Unregelmäßigkeiten festgestellt haben.

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