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Magnetare - Rätsel für die Astrophysik-Wissenschaft

Eine Supernova ist das Ende eines Sterns und der Anfang eines Magnetars, anders gesagt sind Magnetare die Leichname extrem massereicher Sterne. Eine Supernova bezeichnet das Ende eines Sterns, er exploriert und übrig bleibt ein kleiner Neutronenstern mit extremer Dichte und Anziehungskraft.

Magnetar SGR 1900+14 ist einer von zwölf bekannten Magnetaren, er hat ein Magnetfeld von einem Petagauss. Das ist zwei Billiarden mal mehr, als das Feld der Erde, das nur 0,5 Gauss hat. Dabei hat der Magnetar einen Durchmesser von nur 20 km im Vergleich zu 12.800 km Durchmesser der Erde.

Ein Teelöffel Materie des Magnetars würden auf der Erde zehn Millionen Tonnen wiegen. Wissenschaftler erhoffen sich von der Erforschung der Magnetare elementare Erkenntnisse über die Grundlagen von Materie und Energie. Dazu scheint gerade "SGR 1900+14" besonders gut geeignet zu sein.


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WebReporter: newsticker2002
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Wissen, Rätsel, Magnet, Astrophysik
Quelle: www.pm-magazin.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.07.2008 14:21 Uhr von newsticker2002
 
+1 | -0
 
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Die Originalnews ist erheblich umfangreicher und aus meiner Sicht sehr lesenswert. Dort sind auch die Umstände beschrieben, warum gerade dieser Magnetar ein aussichtsreicher Kandidat für weitere Forschungen ist.
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16.07.2008 15:15 Uhr von Hans403
 
+12 | -1
 
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Super News! Danke dafür. Mal was lesenswertes!
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16.07.2008 15:21 Uhr von EduFreak
 
+3 | -1
 
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besteht so ein magnetar aus reinen neutronen oder wie soll ich mir das vorstellen?
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16.07.2008 15:53 Uhr von S-Lost
 
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Die Dichte ist unglaublich: ~10^12 Neutronen pro cm^3...

ich hätte gerne solch ein Magnetfeld für Kernspinresonanz-Messungen: ;-)
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16.07.2008 16:24 Uhr von seehoppel
 
+3 | -2
 
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und wo: ist das rätsel? ;-)
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16.07.2008 16:24 Uhr von Sven_
 
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hmm: Hier ein Magnetar, dort ein Pulsar... mords Strahlung. Und da machen wir uns sorgen wegen ein paar Handymasten :D
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16.07.2008 16:28 Uhr von Novae
 
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Magnetare entstehen aber nur relativ selten nach einer Supernova. Es gibt viele weitere möglichkeiten für eine Sternleiche (weiße Zwerge, brauen Zwerge, Pulsare,...) In der News liest es sich so als würde aus einer Supernova immer ein Magnetar entstehn. Es muss ja nicht mal immer ein Neutronenstern entstehen, und unter diesen gibt es dann auch wieder verschiedene Arten. Aber Magnetare sind eh meine Lieblinge! :)

Ich hab mal einen schönen Vergleich zur Stärke der Anziehungskraft gelesen: Befände sich ein solcher Winzling etwas so nah an der Erde wie der Mond würde er uns sämliches Kleingeld aus den Taschen ziehen. Bei der Hälfte der Entfernung würde er Güterzüge aus den Schienen heben.
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16.07.2008 17:00 Uhr von Tomoko
 
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Das hier finde ich auch interessant.

Am 27. Dezember 2004 um 22:30:26 MEZ wurde ein spektakulärer Strahlungsausbruch („Superflare“) des Soft Gamma Repeaters SGR 1806-20 beobachtet, der sich in der Nähe des galaktischen Zentrums der Milchstraße in 50.000 Lichtjahren Abstand befindet. Die auf der Erde eintreffende Leistung von harter Gammastrahlung übertraf für etwa 0,1 s die des Vollmondes im sichtbaren Spektralbereich. Damit handelte es sich hinsichtlich der Strahlungsleistung um das hellste Objekt außerhalb des Sonnensystems, das jemals beobachtet wurde. Innerhalb von 0,1 s wurde soviel Energie abgestrahlt, wie die Sonne in 100.000 Jahren umsetzt. Diese Energie war etwa hundertmal stärker, als die aller Magnetar-Ausbrüche zusammen, die in der Milchstraße jemals beobachtet wurden. Nach etwa 0,2 s ging der Gamma-Blitz in weiche Gamma- und Röntgenstrahlung über. Hätte sich dieser Ausbruch in einem Abstand von 10 Lichtjahren ereignet, hätte er auf der Erde ein Massensterben oder Massenaussterben auslösen können.
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16.07.2008 17:41 Uhr von FredII
 
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Gauss ist keine international: anerkannte Maßeinheit (mehr) für die magnetische Flussdichte, sondern Tesla (T).
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16.07.2008 17:56 Uhr von bizzinho
 
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hier auf der erde? überall würde ein TL Materie 10 Megatonnen wiegen.. die Masse von Materie ist unabhängig von der Gravitationskraft die auf sie wirkt. Im Gegensatz zum Gewicht.
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16.07.2008 23:35 Uhr von Shedao Shai
 
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@bizzinho: für den teelöffelvergleich wurde mit sicherheit nur die dichte benutzt um es etwas anschaulicher zu machen. es wären also überall 10 megatonnen, nur dass die waage das eben nur anzeigt, wenn sie auf die entsprechende gravitationskraft geeicht ist.
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17.07.2008 12:34 Uhr von Il_Ducatista
 
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fragen über fragen: ist somit ein magnetar ein 5 dim objekt, bei dem die gravitation die starke und die schwache kernkraft überwindet? wie steht es dabei mit der raumkrümmung? schickt sowas eine gravitationswelle ab welche die lichtgeschwindigkeit ändern kann?
hat somit kaluza / klein recht?
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17.07.2008 12:58 Uhr von Novae
 
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Gravitationswellen gibt es bisher noch nicht, sie sind genau wie Wurmlöcher eher ein rein rechnerisches Modell und bis jetzt noch nicht nachgewiesen. Also gehe ich mal davon aus das Magnetare keine aussenden. Sie senden aber alle mögliche an Strahlung ab, vor allem natürlich ein gigantisches Magnetfeld. Vermutet werden Gavitationswellen auch eher bei schwarzen Löchern o.Ä..
Die Raum und Zeitkrümmung entspricht wie bei allen anderen Objekten auch hier ihrer Masse.
Und ja, für einen Neutronenstern ist es üblich das die normalen Kernkräfte überwunden werden. Die Elekrtonen werden in den Kern gepresst und verbinden sich mit den Protonen zu Neutronen.
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17.07.2008 19:10 Uhr von Shedao Shai
 
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@Il_Ducatista: "ist somit ein magnetar ein 5 dim objekt, bei dem die gravitation die starke und die schwache kernkraft überwindet?"

wieso 5 dimensional? der magnetar besteht immer noch aus neutronen, das heißt die gravitationskraft war nicht stark genug um den entartungsdruck zu überwinden. ob man bei schwarzen löchern von einer überwindung der kernkräfte sprechen kann würd ich auch nur vorsichtig sagen. das pauli-prinzip wird überwunden. die energiedichten, die man bräuchte um die gravitationskraft in ihrer stärke derart anzuheben übersteigt soweit ich weiß sämlichte möglichen mechanismen des universums (ausgenommen urknall, aber da war schon nach was weiß ich wie wenig trilliardstel sekunden schluss mit dem spaß).

"wie steht es dabei mit der raumkrümmung? schickt sowas eine gravitationswelle ab welche die lichtgeschwindigkeit ändern kann?"

die raumkrümmung ist die eines normalen neutronensterns, also einfach eines objektes mit ca. 1,5 sonnenmassen bei 20km durchmesser. mehr auch nicht. da kann das magnetfeld nix dran rütteln. gravitationswellen entstehen nicht bei einzelnen objekten. einander umkreisende neutronensterne oder schwarze löcher könnten sie generieren, allerdings ist es extrem schwer sie nachzuweisen. bisher sind sie lediglich postulat der allgemeinen relativitätstheorie und somit auch garantiert unterhalb der lichtgeschwindigkeit (wieso auch drüber?)
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17.07.2008 22:06 Uhr von Il_Ducatista
 
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ganz einfach: wenn der Zusammenbruch eines Sterns zu so einem Monster stattfindet, gibt es eine schockartige Veränderung der Raumzeit. Der Lichtstrahl läuft laut Uncle Albert auf einer 4 dimensionalen Geodäte welche durch eine Veränderung der Raumzeit verändert wird; dh es verändern sich die Zeitkoordinate und Oder die Raumkoordinaten. Also könnte es so sein. dass das Licht durch gestreckte oder verbogene 4dim Raumgebiete läuft und somit c die Gelgenheit zur Veränderung gemäss uncle Albert bekommt ?!
WEITERHIN:
aufgrund der unterschiedlichen gravischen Kraft gegenüber den anderen 3 Kräften kann man man das Graviton als Anteil eines 5 dimensionalen Kontinuums ansehen welches eine geringere quantenmechanische Aufenthaltswahr-scheinlichkeit in unserem bloss 4 dim Unterraum oder in unserer bloss 4 dim Hypersphäre hat. Somit ist spätestens das schwarze Loch ein 5 dim Volumen welches aus unserer Hypershäre ausgeschlossen ist.
Ich frage ob mit derartigen Modellen zB die Frage nach den magnetischen Monopolen geklärt werden könnte. Ausserdem wird man in den neuesten Theorien einmal die Existenz einer "Zeit"koordinate beweisen, welche zB orthogonal auf unserer eigenen Hyperfläche steht und den Ablauf von kosmogischen Inflationsmodellen ehrlich beschreibt.
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17.07.2008 22:32 Uhr von Shedao Shai
 
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@Il_Ducatista: "Also könnte es so sein. dass das Licht durch gestreckte oder verbogene 4dim Raumgebiete läuft und somit c die Gelgenheit zur Veränderung gemäss uncle Albert bekommt ?!"

nach deiner theorie ist c trotzdem konstant ;) es folgt dem wie auch immer gearteten raumgebiet immer mit genau c. es kann höchstens von außen betrachtet zu solchen effekten kommen, die annehmen lassen, c hätte sich verändert (gleiches prinzip wäre beim warpantrieb der fall). außerdem vergisst du, dass das licht immer gestauchten UND gestreckten raum durchfliegt. eine äußerliche veränderung würde genauso wieder aufgehoben werden. ausnahme, wenn das licht "auf der welle reitet" (die sich auch nur mit c ausbreitet^^).

ich glaub ich hab mal ähnliche artikel übers graviton gelesen wie du^^ halt was die schwäche der gravitation betrifft etc. das gebiet ist schon sehr spannend, vor allem die schon sehr weit fortgeschrittene string-theorie. möglicherweise schafft der lhc etwas klarheit in dem wust an "weltformel" anwärtern...
kann dir da folgende filmreihe empfehlen:
http://www.pbs.org/...
(onlinestream, englisch, gratis^^)

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