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Reinhold Messner über tote Zugspitz-Läufer: "Wie die Lemminge in eine Dummheit gelaufen"

Nach Ansicht von Bergsteiger Reinhold Messner sind die Opfer des Zugspitz-Berglaufes (SN berichtete) "wie die Lemminge in eine Dummheit gelaufen". Sowohl Läufer als auch Organisatoren tragen die Verantwortung für das Unglück, so der Extrem-Alpinist.

Auch allgemein übt der Südtiroler Kritik an Bergläufen auf hohe alpine Gipfel: "Sicherlich kann man diese Bergläufe auf Hügeln bei München machen, aber nicht auf richtig hohe Berge", so Messner.

Beim Zugspitz-Berglauf vom vergangenen Sonntag nahmen 600 Menschen, teilweise in kurzer Bekleidung, teil. Während des 16 Kilometer langen Laufes über 2.100 Höhenmeter starben infolge eines Wetterumschwunges zwei Teilnehmer (41 J., 45 J.) aus Deutschland an Unterkühlung.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Dummheit, Läufer, Reinhold Messner
Quelle: www.focus.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.07.2008 10:00 Uhr von meisterallerklassen
 
+32 | -0
 
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Also wo er Recht hat hat er Recht!
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16.07.2008 10:05 Uhr von Yuggoth
 
+20 | -1
 
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Nicht das Dummheit gleich mit dem Tot bespraft werden muss aber in dem Fall passt es.
Eigentlich wären es Anwärter für den Darwin Award
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16.07.2008 10:19 Uhr von macrohb
 
+18 | -5
 
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wer da in kurzen klamotten hochrennt ist meiner meinung nach auch selbst schuld, wenn das schief laeuft. ich wuerd das als natuerliche selektion bezeichnen. is schon wie in der urzeit: nur die einen tick schlaueren ueberleben und pflanzen sich fort....

und nun lasst die minuspunkte rieseln :-D
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16.07.2008 10:22 Uhr von trance33
 
+6 | -10
 
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die Schuld liegt meiner Ansicht nach eher beim Betreiber. Wenn ich so ein Event organisiere, dann spiel ich doch jedes auch noch so unerdenkliche Szenario durch und wenn auch nur der Hauch einer ernsthaften gefahr besteht, überleg ich mir eine andere Lösung. Klar, die Läufer sind leicht bekleidet hochgelaufen, aber dass dieses Event in dieser Form stattfand, suggeriert doch gerade unerfahrenen Läufern, dass es sicher ist...
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16.07.2008 10:31 Uhr von macrohb
 
+5 | -1
 
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@trance33: mh, wieso die betreiber? is jetzt vllt auch ein etwas weit hergegolter vergleich, aber wenn ich in einer mir unbekannten stadt bin, spring ich doch nicht nackt auf ne vielbefahrene grosse kreuzung und schau mal, was passiert...

die haetten sich durchaus mal selbst informieren koenen, was alles passieren kann. es waren ja schliesslich keine kinder im alter von 10 jahren
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16.07.2008 10:38 Uhr von Subzero1967
 
+3 | -0
 
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In dem Alter: kann ich mir nur vorstellen das sie etwas Beweisen wollten.Ob sich selbst oder jemand anderem ist egal.Echt Schade das es so ein Ende genommen hat.Die Schuldfrage würde ich dem Veranstallter in vollem Umfang zusprechen.Der Teilnehmer muß sich darauf verlassen das alles Menschenmögliche getan wird um sein Leben zu schützen.Er selbst ist bei solchen Extremen Bedingungen nicht mehr in der Lage.Ich könnte mir Vorstellen das Sie nur das Ziel hatten zu Siegen.Ist ein wenig wie beim Boxen auch hier gab es schon Tote.
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16.07.2008 10:53 Uhr von RupertBieber
 
+4 | -0
 
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sämtliche Extremsportarten: sind, wenns man genauer betrachtet komplet unnötiger Dummfug und dienen eigentlich nur zur Erhaltung und Stabilisierung des eigenen Egos und Selbswertgefühls - sich selbst wieder mal bewiesen zu haben, dass mans durchsteht.

Marathonläufe und Ultralangstreckenläufe in flachem Gelände, wo die Risiken überschaubar bleiben kein Problem...

Der *Marathon des Sable* ist auch so was für Spinner und Masochisten. 270 km in 7 Tagen bei über 50°C im Schatten durch die glühende Sahara...aber die Leute machens trotzdem...
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16.07.2008 10:54 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -0
 
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Als Betreiber dieses Laufs hätte ich jeden Teilnehmer ein Blatt Papier unterschreiben lassen, dass er erklärt, dass er über die richtige Kleidung, den Gefahren usw. aufgeklärt wurde - inklusive einer gesundheitlichen Selbsterklärung. Und auf diesen Zettel hätte ich nochmal alle Gefahren draufgeschreiben und nochmal unterzeichnen lassen.
Ich würde als Betreiber aber beim Start die Kleidung kontrollieren - und entsprechend Kleidung noch anbieten - ansonsten Startverbot.

Wird er mit Sicherheit in Zukunft so ähnlich machen.
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16.07.2008 10:55 Uhr von yogibaer73
 
+4 | -2
 
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hmm Für jemand der sich selber schon mehrmals in große Gefahr gebracht hat redet er ziemlich leichtfertig, ich mein einen 8000-er zu besteigen ist auch nicht gerade ein Kindergeburtstag.
Außerdem hat er auch seinen Bruder in große Höhe verloren, ich weis nicht ob er dann nicht lieber still sein sollte.
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16.07.2008 10:56 Uhr von RupertBieber
 
+5 | -3
 
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...und ich sags nochmal man kann den Veranstalter nicht für die Ignoranz und die Dummheit gewisser *Läufer* verantwortlich machen.

himmelarschnochmal....

JEDER LÄUFER WEISS GENAU, AUF WAS ER SICH EINLÄSST.

JEDER LÄUFER WIRD IM VORFELD DES BERGLAUFS AUF DIE RISIKEN HINGEWIESEN

JEDER LÄUFER IST SELBSTVERANTWORTLICH FÜR DIE EIGENE GESUNDHEIT

JEDER LÄUFER MUSS ENTSPRECHEND DER EIGENEN MÖGLICHKEITEN VORBEREITEN UND SICH ENTSPRECHEND VERHALTEN.

wer schon mal an einem Marathonlauf mitgemacht WEISS das sehr genau.

Aber auch unter Läufern gibt es Spinner und Verrrückte, die grenzenlos überschätzen...weil sie gemerkt haben, dass sie drei Stunden am Stück laufen können, ohne dabei müde zu werden.

Punkt aus...es nervt mich tierisch...
weil man jetzt offensichtlich nur noch damit beschäftigt ist einen Schuldigen zu finden, auf dem mans abladen kann...

wenn es offensichtlich Läufer gibt, die auftretende Warnsignale Missachten und ausblenden....

tja dann....Dummheit und Ignoranz wird bestraft...grausam aber wahr...

und fürs Wetter kann der Veranstalter nix...denn jeder Läufer weiss, in welcher Region er sich befindet...
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16.07.2008 10:58 Uhr von vostei
 
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Gruppendruck: An die, die dem Veranstalter gerne die schuld in die Schuhe schieben wollen:

Würdet ihr als Fußballschiri das Endspiel eines Jugendturniers vor ca 100 zusehenden Eltern wg eines aufziehenden Gewitters abpfeifen?

Es wäre brandgefährlich - ohne Frage - aber auch für den Schiri.... ;)

(war selber Zeuge solchen Geschehens und dachte schon die Eltern lynchen den armen Mann, dabei hatte er nur die Sicherheit derer Kinder im Sinn)

Die Läufer haben eine Haftungserklärung unterschrieben, dass sie sich der Gefahren im Hochgebirge bewusst sind - das einzige, was man dem Veranstalter anlassten kann ist eine gewisse Blauäugigkeit - ob das strafbar ist, weiß ich nicht.
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16.07.2008 11:09 Uhr von Belzebuebchen
 
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Es war definitiv fahrlässig vom Veranstalter. Aber wir reden hier von erwachsenen Menschen, die ansich selber die Gefahren einschätzen können! Und Bergläufer sind ein eigenes Völkchen, da (Zugspitzlauf) macht nicht einer mit, der das noch nie gemacht hat!
Sicher ist es einfach alles auf den Veranstalter zu schieben, aber sowas ist nicht richtig, vorallem (wie mein Vorredner Vostei) wenn sie eine Athletenerklärung unterschrieben haben. Und wenn dann noch die Läufer, die das Wetter sicherlich beobachtet haben die letzten Tage, dann immernoch in kurzen hosen und einem ärmellosen T-Shirt da hoch laufen, dann fehlen mir die Worte!
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16.07.2008 11:16 Uhr von Gloi
 
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Veranstalter trift wenig Schuld: "Läufer Michael Strackerjan sagte SPIEGEL ONLINE, bereits beim Start habe der Veranstalter vor dem Wetter gewarnt und mehrmals wiederholt, man möge mit Regenjacke, Mütze und Handschuhen laufen (mehr...). "
http://www.spiegel.de/...

"Läufer Stefan Semerias sagte dem Fernsehsender N24, dass auf einem Zettel an der Startnummernausgabe auf das Wetter hingewiesen worden sei. Als letzter Satz und doppelt unterstrichen habe dort „Zieht euch warm an“ gestanden."
http://www.welt.de/...

Einige Teilnehmer sollen sogar mit Schadenersatzklagen gedroht haben falls der Veranstalter den Lauf abgebrochen hätte. Die Unvernunft mancher Menschen ist halt grenzenlos.
Wie gefährlich die Wetteraussichten einzustufen waren, kann ich nicht beurteilen. Möglicherweise hätte man den Lauf absagen müssen. Die Hauptverantwortung müssen die Teilnehmer aber bei sich selbst suchen.
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16.07.2008 11:43 Uhr von FAC223
 
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Der Lauf gilt als Extremsportart, was dachten die denn? Es wird eine nette Kaffeefahrt? Es ist doch vorher klar, wenn ich sowas mache, dass es Risiken gibt und die Zugspitze kein plattes Land ist.
Der Veranstalter oragnisiert es, aber er zwingt doch niemand mitzumachen. Und wenn bei einem Marathonlauf jemand vom Blitz getroffen wird, kann ich doch auch nicht sagen, der Veranstalter hätte es wissen müssen.
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16.07.2008 12:07 Uhr von Hebalo10
 
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@RupertBieber, warum schreist Du hier so rum?

Kurz und bündig gesagt, hast Du in vielen Punkten recht! Allerdings ist auch klar, dass sich ein Veranstalter für gewisse Geschehnisse wärend seiner Veranstaltung verantworten muss.
Ein Flugfest wird z.B. niemals bei schlechtem Wetter stattfinden, jeder Schiedsrichter bricht ein Spiel bei Schlechtwetter ab, usw.!
Wenn ich also zulasse, dass diese Sportler in falscher Kleidung in einer Region unterwegs sind, die für plötzliche Wetterumschwünge bekannt ist, muss ich mir Ermittlungen des Staatsanwaltes wohl gefallen lassen.

Ein Abbruch aber hätte mit Sicherheit Geld gekostet, also wurde gestartet, nach dem Motto: es wird schon gut gehen!
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16.07.2008 12:33 Uhr von vostei
 
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@nessel: Mit Gruppendruck meinte ich zwei Dinge: zum einen den Druck, den die Läufer auf den Veranstalter ausübten (da war gestern was @TV zu sehen lt. eines Teilnehmers)

Und dann eben diese Lesitungsgeschichte und Euphorie, in die manch Menschen dieser Klientel verfallen und dann sämtliche Vernunft und Warnzeichen ihres Bodies ignorieren - eine Art Sucht...

Natürlich kann man das nicht machen - aber die Veranstalter standen auch unter Druck - eben durch manch weit angereiste Leistungsfreaks - und der Hinweis auf warme Klamotten und die Haftungsbefreiung, damit fühlte sich der Organisator wahrschl.auf der sicheren Seite...

Nächste Frage an dich: wer genehmigt dem Veranstalter den Wettbewerb, hätte derjenige nicht darauf hinweisen müssen, dass korrekte Klamotte gecheckt werden MUSS???

;) Man kann den schwarzen Peter, wenn es um Sicherheit und gesunden Menschenverstand bis weiland Pontius weiterreichen....

mir tuen jedenfalls vor allem die Retter leid.
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16.07.2008 12:51 Uhr von Artemis500
 
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Wenn der Veranstalter drauf hingewiesen hat, dass warme Kleidung vonnöten ist, dann sind die verstorbenen Läufer wohl wirklich Anwärter auf den DarwinAward.

Allerdings - der Veranstalter hätte damit rechnen können, dass die menschliche Dummheit keine Grenzen kennt, und einige Läufer sich durch warme Kleidung wahrscheinlich in ihrer Geschwindigkeit behindert fühlen...
Dumm gelaufen.
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16.07.2008 13:08 Uhr von Hady
 
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Wenn ich mir Schlittschuhe kaufe und dann beim ersten Fahrversuch hinfalle und mir den Arm breche, dann kann ich ja wohl auch schlecht den Hersteller der Schlittschuhe verklagen. Oder den Betreiber der Eisbahn.
Ein gewisses Maß an gesunder Selbsteinschätzung sollte jeder Mensch besitzen. Wer darüber nicht verfügt, fällt eben - wie in diesem Fall - der natürlichen Selektion zum Opfer.
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16.07.2008 13:10 Uhr von Rainer080762
 
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ich: ich sage nur ein sport ist mord
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16.07.2008 13:17 Uhr von konfetti24
 
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ja genau da macht genau der Richtige den Mund auf. Wer ist den im Fernsehn gesessen und hat behauptet dass es Jedimenschen gibt? Und dass er ihn sucht bis er ihn gefunden hat! Aber irgendwann kam nichts mehr davon in die Öffentlichkeit. Die Läufer nun als Lemminge bezichtigen. Aber selber aber ein behaarter, 3 Zehen Lemming sein.

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