15.07.08 15:12 Uhr
 16.360
 

Notarzt kam 45 Minuten zu spät - 37-Jährige tot

In Berlin ist ein 37-jährige Frau gestorben, weil der Notarzt erst mit 45-minütiger Verspätung eintraf.

Die Frau brach bewusstlos zusammen. Rettungsversuche der Ersthelfer vor Ort scheiterten. Erst nach dreimaligem Anruf bei der Rettungsleitstelle traf der Notarzt ein - zu spät.

Die Angehörigen haben nun den Notdienst wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt.


WebReporter: andreaskrieck
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Minute, Notarzt
Quelle: www.rtl.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Saarbrücken: Lehrer rufen in Brandbrief um Hilfe
IS-Poster mit blutigem Messer zeigt Wien als nächstes Terrorziel
Düsseldorf: Mann masturbiert bis zum Orgasmus in S-Bahn

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

39 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
15.07.2008 15:28 Uhr von shortcomment
 
+35 | -9
 
ANZEIGEN
Kein Verständnis: Ich kann es einfach nicht verstehen. Warum wird nun der Notarzt angeklagt? Es ist einfach so dass es bei Ärzten zu Engpässen kommt. Der Arzt wird da nicht viel dafür können. Ich glaube nicht dass er mutwillig zu spät kommt sondern einfach zu viele Notrufe eingingen.
Kommentar ansehen
15.07.2008 15:38 Uhr von Darknostra
 
+25 | -4
 
ANZEIGEN
Vermutlich: wird hier die Leitstelle und nicht der Notarzt verklagt.

Weil der kann ja nix dafür wenn er keine Info bekommt.
Kommentar ansehen
15.07.2008 15:38 Uhr von Fetzo
 
+37 | -37
 
ANZEIGEN
Unmöglich das der Rettungsdienst angezeigt wird. Ich hoffe diese Leute müssen das ganze bezahlen, absolute Frechheit sowas. Sind doch nicht die einzigen Leute auf der Welt. Der NA hat gar nicht die Befugnis seine Einsätze selber zu koordinieren, der arbeitet das ab, was ihm der Disponent vorsetzt, WENN ÜBERHAUPT kann man gegen den vorgehen ....
Kommentar ansehen
15.07.2008 15:47 Uhr von osirisone
 
+16 | -35
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
15.07.2008 15:50 Uhr von KleinMatthias
 
+18 | -1
 
ANZEIGEN
hmm: Also es gibt eine gesetzlich vorgeschriebene Response-Time, die bei etwa 15 Minuten liegt (wenn mich nicht alles täuscht). Innerhalb dieser Zeit muss gewährleistet sein, dass ein Rettungsteam (nicht notwendigerweise ein NA) vor Ort ist.

Wenn alle Fahrzeuge jedoch am anderen Ende der Stadt unterwegs sind und so eine Versorgungslücke entsteht, dauert die Anfahrt länger als erlaubt. Das Problem könnte in dem Falle der Disponent sein (der z.B. seine Fahrzeuge aus einem Gebiet abzieht ohne dieses Loch zu stopfen) oder aber es könnten gleichzeitig so viele andere Notrufe eingegangen sein, dass alle RTW/NAW unterwegs sind oder aber - und das würde mich überhaupt nicht wundern - der Kostendruck hat den Betreiber des Rettungsdienstes dazu gezwungen, die Wachen in Minimalbesetzung zu betreiben. Wenn dann auch nur die kleinste "Ungewöhnlichkeit" auftritt, sind alle Fahrzeuge beschäftigt und Rettung kommt zu spät.

Mal abgesehen davon bin ich positiv überrascht, dass in diesem Falle sogar Ersthelfer da waren, die geholfen haben. Das passiert sonst fast nie. Die Regel sind Gaffer und besserwissende Idioten, die Patienten vor ihren eigenen Augen verrecken lassen statt zumindest mal irgend etwas zu unternehmen.
Kommentar ansehen
15.07.2008 15:58 Uhr von dc1979
 
+23 | -6
 
ANZEIGEN
So NICHT! Egal ob die Angehörigen Recht bekommen oder nicht! Wenn niemand etwas tut wird sich nichts ändern. Ich komme aus Berlin und in den armen meines Bruders und mir ist fast ein Radfahrer gestorben weil der Rettungswagen die Straße nicht gefunden hatte. Die gesuchte Straße war die Prenzlauer Allee (Eine riesige Straße - bekannt wie der Broadway in New York). Das Krankenhaus war 5 minuten zu Fuß entfernt :-(

Ich hätte genau das gleiche getan wie in diesem Fall die betroffenen. Wer dannach Ärger bekommt wär mir ehrlich gesagt egal - wichtig ist, dass so etwas NICHT passieren darf!

und @ fetzo

Bis du in so einer Lage bist und vergeblich auf Rettung wartest!!!!

Unmöglich sind hier nur die Ansichten einiger von euch in Hinsicht auf solch ein Tragisches und sehr wohl vermeidbares Problem. Ob der Arzt hätte helfen können oder nicht steht hier nicht zur Diskussion. Sehr wohl aber der Fakt, dass selbst wenn nur ein Hauch einer Chance übrig ist, das Kämpfen um ein Menschenleben lohnt.
Kommentar ansehen
15.07.2008 15:59 Uhr von Wixx0r
 
+9 | -2
 
ANZEIGEN
@osirisone: Es ist ja nicht so, dass der Notarzt ansich überfordert ist, sondern eher, dass er schlichtweg keine Zeit hat. Er kann eben nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein. Und wenn wegen Sparmaßnahmen eben nicht so viel Notärzte unterwegs sind, dann kann soetwas eben mal passieren. Die arbeiten ja schon auf Hochdruck, was die an Stunden schieben, das will sich kein normaler Arbeitnehmer zutrauen.
Und soweit ich weiß, ist es tatsächlich so, dass Reanimationen (ich geh jetzt hier einfach mal von nem Atemstilstand aus) nur sehr geringe Aussichten auf Erfolg haben, von dem her kann es schon sein, dass der Notarzt nichtmehr hätt helfen können, stell dir vor, sowas gibt es. Ärzte sind eben auch keine Wunderheiler, sondern nur Menschen.
Kommentar ansehen
15.07.2008 16:04 Uhr von Spez
 
+2 | -4
 
ANZEIGEN
das erinnert mich an comedystreet, wo simon und kollege als notärzte verkleidet im cafe sitzen und gemütlich pause machen während dauernd notrufe über funkgerät kommen ;)
Kommentar ansehen
15.07.2008 16:07 Uhr von osirisone
 
+8 | -19
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
15.07.2008 16:21 Uhr von Wixx0r
 
+6 | -4
 
ANZEIGEN
@osirisone: Hallo, wo lebst du denn? Ich hab nichts gesagt von wegen, dass das richtig war, natürlich ist das Sch...., aber sowas kann halt passieren, ich wünsch es garantiert keinem, hab auch erst gestern der Krankenwagen für nen Freund gebraucht. Aber wenn der Notarzt eben keine Zeit hat, was soll er denn dann deiner Meinung nach tun? Der "Pisser" kann sich eben nicht zweiteilen, keine Zeit heißt keine Zeit. Außerdem darfste auch nicht vergessen, dass es sich bei sowas um Ausnahmefälle handelt. Im Übrigen sind ein ganzer Haufen Leute vom Roter Kreuz und Konsorten auch ehrenamtlich, da zahlste nix dafür, die machen sowas absolut freiwillig, und trotzdem sind sie teilweise drastisch unterbesetzt.
Aber das ist dir herzlich egal, du denkst dir einfach, dass das gefälligst zu funktionieren hat, egal welche Probleme die Leutchen selber haben, gell?
Und irgendjemand zu verklagen ist in diesem Fall auch ganz sicher die Methode, irgendetwas zu verbessern, das noch als Anmerkung zur News.
Kommentar ansehen
15.07.2008 16:33 Uhr von osirisone
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Hmmm Das Verklagen ist da jetzt die Frustreaktion der Angehörigen und verständlich finde ich. - Aber wenn der Disponent, der die Fahrten plant und weitergibt, nicht korrekt schaut, das es zeitlich vllt. etwas knapp wird, dann sollte er so schlau sein, es an einen anderen zu übergeben, machen wir bei uns in der Dispo nicht anders, nur das es bei uns nicht um Menschenleben geht. Natürlich kann es sein, das in diesem Moment alle Wagen die Berlin hat unterwegs waren... ist halt Deutschland.. sparen sparen sparen, egal ob ander, in dem Fall Patienten/Opfer drunter leiden... Friede sei mit dir Wixxor ;)
Kommentar ansehen
15.07.2008 17:08 Uhr von salixx
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Hilfsfrist: Hallo zusammen,

ein schlimmer Fall der sich hier Darstellt. Leider sehe ich aber an den Kommentaren so einiger Hier daß, Sie mal wieder keine Ahnung haben wie unser Rettungsdienst funktioniert. Erstmal zum Thema Hilfsfrist. Die Festlegung der Hilfsfrist ist Ländersache und liegt in Deutschland je nach Land zwischen ca. 10 und 15 Minuten. Die Hilfsfrist ist jedoch in erster Linie ein theoretischer Wert. Es gibt dem Betreiber des RD z.B, vor wie weit Rettungswachen auseinander liegen dürfen, und wieviele Fahrzeuge und Besatzungen er bereitstellen muß um ein übliches Einsatzaufkommen abzudecken. Über die Anfahrtsdauer im Einzelfall sagt die Hilfsfrist praktisch nichts aus, sie sollte nur in der Mehrzahl der Einsätze nicht überschritten werden. Was leider mal wieder vollkommen verschwiegen wird, ist wie genau der Notruf war und wir gut oder wie schlecht der Einsatzort zu finden war. Ich habe schon mehr als einmal wichtige Minuten damit verbracht nach Hausnummern zu suchen, die richtige Klingel zu suchen weil der falsche Name dran steht oder den versteckten Eingang im Hinterhof zu finden. ALSO TIPP AN ALLE: Wenn möglich stellt einen Einweiser an die Strasse, der die Rettungskräfte zum Opfer führt. Und überprüft mal wie es mit euren Hausnummer, Klingelschildern oder ähnlichem steht. Vor allem auch wie sind diese Nachts zu erkennen!!!
Kommentar ansehen
15.07.2008 17:24 Uhr von salixx
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Reanimation: Gleich mal zu nächsten. Leider schaut es mit den Erfolgsaussichten bei einer Reanimation mehr als schlecht aus. Leider ist es nicht wie in vielen schlechten Serien/Filmen, das der Herr Doktor 1 oder 2mal den Patienten defibrilliert und dieser wacht vollkommen Gesund wieder auf. In der Realität sieht es so aus, daß es uns bei bestenfalls 10% der Patienten die wir mit einem Herzstillstand antreffen gelingt, durch unsere Maßnahmen wieder ein halbwegs stabiler Kreislauf herzustellen und diese Patienten ins Krankenhaus transportiert werden können. Von diesen Patienten versterben mehr als 90% innerhalb der nächsten 3 Tage ohne noch einmal das Bewusstsein zu erlangen. Von den Patienten die länger überleben, sind ein Großteil (ich würde mal wieder schätzen mehr als 90%) Schwerstpflegefälle bzw. liegen im Wachkoma aufgrund der Gehirnschäden durch die Sauerstoffunterversorgung (das Gehirn beginnt nach etwa 5Min ohne Sauerstoff abzusterben ---> soviel zur Hilfsfrist). Zusammenfassen kann ich sagen das etwa einer von 1000 Patienten die im RD Reanimert werden zumindest soweit ins Leben zurückkehren, daß man sich wieder mit Ihnen unterhalten kann... In 10 Jahren RD durfte ich leider persönlich einen solchen Fall noch nicht erleben. Das heißt nicht, daß man nicht um jedes Leben kämpfen muß. Aber etwas mehr Realismus wäre schon angebracht....
Kommentar ansehen
15.07.2008 17:55 Uhr von absolut_namenlos
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
Es ist gut dass jemand verklagt wird. Wer letztendlich verklagt wird ist gar nicht so wichtig. Wichtig ist nur dass sich ein Gericht mit dem Fall befasst und herausfindet wer letztendlich Schuld an der Sache ist. Wenn man weiss wo genau die Fehler passieren kann man diese beheben so dass soetwas nie wieder passiert.


Ähnliches habe ih allerdings auch schon erlebt. Angefangen beim Firmenbrand bei dem es 30 Minuten dauerte bis die Feuerwehr da war (und komplett unterbesetzt) bis hin zu enem Unfall wo ich mich 17 Minuten um das Opfer kümmern musste bis der Notarzt eintraf. Als Ersthelfer ist es auch nicht leicht zu warten. 17 Minuten dauerte es hier weil der Unfall genau auf der "Zuständigkeitsgrenze" passierte und man sich zuerst nicht sicher war wer zuständig sei.
Kommentar ansehen
15.07.2008 18:06 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@dc1979: Nicht egal! >Ich hätte genau das gleiche getan wie in diesem Fall die betroffenen. Wer dannach Ärger bekommt wär mir ehrlich gesagt egal - wichtig ist, dass so etwas NICHT passieren darf!<

Denn den Ärger bekommt immer das schwächste Glied in der Kette, nicht aber der, der die Schuld auch wirklich hat. Und ändern tut sich gar nichts, denn der Ist-Zustand liegt am Geld, und das wird nicht dadurch mehr, dass eine Beschwerde eingeht.

Um was zu ändern, muß man sich an die Politik wenden bzw. selber dort aktiv werden, und DORT die Prioritäten ändern.



Zur News an sich:
Nur weil es für Berlin als Stadt ungewöhnlich ist, heisst das nicht, dass so etwas mal passieren kann. Sicher ist das tragisch, aber sofern man nicht mehr Steuern zahlen möchte, absolut möglich.
Hier auf dem Land wäre so etwas bspw. völlig normal.
Kommentar ansehen
15.07.2008 18:14 Uhr von Schwertträger
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
@orisonne: Und wenn dieser "Pisser" als Reaktion auf so eine Beschimpfung oder gar Klage seinen Job hinschmeisst, dauert es nächstes Mal sogar noch länger!

Denn Notärzte sind jetzt schon rar gesät.






Und Du zahlst für "diese Pisser" ?
Dann zahl mal etwas mehr und dann gibt´s auch wieder mehr Notärzte und Fahrzeuge dafür.
Aber wie sagtest Du doch so schön? Du bist wahrscheinlich auch eher einer, der sich im Internet großzügig gibt, um dann letztendlich doch sein Fleisch beim Aldi zu kaufen und in Schen Steuererhöhung den Wehleidigen zu markieren.







Ach ja, warum arbeitest DU eigentlich am Abend nicht ehrenamtlich als Nothelfer?
.....nur, um mal zu zeigen, dass ich genauso polemisch schreiben kann wie Du.
Kommentar ansehen
15.07.2008 18:16 Uhr von Bongolus
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Rettungsdienst: ist Ländersache, hier in SH dürfen keine 12min zwischen Notruf und Ankunft vergehen. In Berlin sollen nicht mehr als 15min vergehen usw.

http://www.rechnungshof-hessen.de/...

Also ist die Anklage auf jeden Fall gerechtfertigt. Denn warum es zu dieser Verzögerung gekommen ist, und wer daran Schuld hat, muss ein Richter entscheiden.

Was mich allerdings wirklich interessieren würde ist, was passiert wenn es wirklich an Einsparungsmaßnahmen lag. Wer bekommt dann die Schuld?
Kommentar ansehen
15.07.2008 18:23 Uhr von Tille2000
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@ Bongolus: 15 Min in Berlin? 7-8 Min. sollten die Berliner es mit dem RTW schaffen. Haben ja nicht nur eine Leitstelle. Ich denke mal auch, dass der RTW innerhalb der Zeit beim Patienten war, nur der NA hat auf sich warten lassen.

Warum, wieso, weshalb der NA erst so spät kam, kann ich nicht sagen. Aber passieren darf es nicht, es gibt ja nicht nur ein NA in Berlin.
Kommentar ansehen
15.07.2008 19:08 Uhr von httpkiller
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Daher bin ich auch dafür dass in jedem Auto ein Beatmungsbeutel Pflicht wird. So viel kosten die nicht.

Die Changen mit einer Beatmung und Herzmassage jemanden durchzubringen (besonderst bei Laien) sind zwar so gut wie 0 aber es währe schon mal ein Anfang.

Auch ein regelmäßiger Erstehilfekurs währe Angebracht da sich da ja öfters mal was ändert. Gerade bei der Wiederbelebung gibt es immer mal wieder neuere bessere Methoden (Anzahl der Beahtmungen etc.)
Kommentar ansehen
15.07.2008 19:27 Uhr von Bongolus
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@Tille: Das nen Gesetz, Gesetze ham i.a. wenig mit der Realität zu tun.

Da die Quelle leider mehr als dürftig Informationen ausgibt, würde ich doch aufgrund der wenigen Infos sagen, dass mit NA eben NA und RTW gemeint sind:
Die Frau brach bewusstlos zusammen (nicht tot), also wird se wohl auch noch ne Zeitlang gelebt haben, vllt. sogar die 15min. Wenn ein RTW da gewesen wäre, dann hätten die Sanis die Frau auf jeden Fall stabilisieren können. So schnell stirbt man nun auch nicht.

Naja, das geht dann aber doch mehr in den Bereich der Spekulation. Der Punkt bleibt, es wurde ein Gesetz übertreten und eine Frau ist tot. Also muss diese Sache von nem Richter beurteilt und entschieden werden.
Wenn der NA sagt, er war im Einsatz und hat das der Leitstelle auch gesagt, ist er vom Hacken. Wenn der NA sagt, er musste noch sein Kaffee austrinken, dann soll er auch wegen unterlassener Hilfeleistung bestraft werden.
Kommentar ansehen
15.07.2008 19:28 Uhr von Mediacontroll
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
jaja: Einige haben sich wohl zum Arzt gemacht und haben auch schon die Ursache des Todes nur durch diesen Bericht beurteilen können... WOW solche Ärzte brauchen wir !!


Also hopla hop ein Medizinstudium sofort !!


Bei einer Reanimierung ist nur ZEIT ein wichtiger Faktor man hat nach einem Stillstand etwa 10-15 min. um so geringer die Zeit um so weniger stehen die Chancen zu überleben...

Aber es gibt immer noch ein VERSUCH und dieser ist hier wichtig ! Der NA ist zuspät egal wieso ! Jetzt muss überprüft werden wieso !

Und auch wenn einige meinen er hätte nicht viel tun können da will ich mal hoffen ihr seid auch bei eueren Angehörigen so stark !!

PS: Wieso hat der RA nicht intubiert ? Ich dachte die dürfen solche Maßnahmen durchführen wenn der NA nicht rechtzeitig erscheint und für den Patienten keine andere Möglichkeit mehr besteht wie in diesem Fall laut denn Kommentaren wohl gemerkt.. ???
Kommentar ansehen
15.07.2008 19:48 Uhr von Johnny Cache
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Schlimm aber das werden wie hier bei uns in der Gegend in Zukunft vermutlich noch öfters erleben dürfen, zumindest wenn wir nicht diejenigen sind welche die Hilfe benötigen.

Gerade wurde bei uns die Schließung des Krankenhauses zu Gunsten eines neuen in einer anderen Stadt beschlossen. Dummerweise ist diese selbst unter Mißachtung aller Verkehrsregeln mindestens 15min entfernt, während man im Berufsverkehr selten weniger als 40min braucht... wo es dann auch Rettungswagen wohl kaum unter 25min schaffen werden.
Richtig Glück haben dann die Leute die auf den ganzen Dörfern wohnen und noch bis zu weitere 20min entfernt wohnen. Die können sich gleich begraben lassen...

Wenn ich solchen Irrsinn höre komme ich nicht umhin den Verantwortlichen am Ende der Welt die allerschönsten Unfälle zu wünschen.
Niemand erwartet ernsthaft daß das Versorgungsnetz dichter werden soll, aber Krankenhäuser zu streichen und Reaktionszeiten jenseits 30min in Kauf zu nehmen ist eine Sauerei die kaum zu überbieten ist.
Kommentar ansehen
15.07.2008 19:54 Uhr von Carry-
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
was mich wundert: "Unterdessen kämpfen die Angehörigen" es waren anscheinend nichtmal sanitäter da!?
Kommentar ansehen
15.07.2008 20:04 Uhr von uhlenkoeper
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
RTL hat mal wieder: ganz schön an Infos gespart ! Da erweckt dann die Schlagzeile einen ziemlich verzerrten Eindruck der Geschichte.

In der Berliner Morgenpost stand der Artikel ausführlicher :
http://www.morgenpost.de/...

Demnach war die Frau schon bewußt-, wenn nicht sogar leblos, als die Mutter am Unfallort eintraf. Die Schwester der nun Toten hat dann mit der Reanimation begonnen.
Der Unglücksort liegt in Großziethen in der Nähe von Schönefeld (außerhalb Berlins) , der RTW wurde in Köpenick angefordert. Wer jemals in diesem Bereich gefahren ist weiß, wie lange man da braucht ! Wenn dann noch irgendwo mal wieder die Straßen durch Falschparker blockiert sind (was viel zu häufig vorkommt), dann kann auch kein RTW in 10 Minuten vor Ort sein. Auch scheint es so zu sein, dass die Rettunssanitäter die Hausnummer erst suchen mußten (auch keine Seltenheit, dass die Hausnummern nicht deutlich sichtbar sind !). Anders als bei der Aussage der Mutter ist aus den aufgezeichneten Daten der Leitstelle zu entnehmen, dass der RTW nicht erst nach 45 Minuten, sondern nach 12 Minuten in der Siedlung war, dann die Sanitäter aber das Haus nicht finden konnten.
Da frage ich mich: warum geht nicht eine der Frauen (oder ein zur Hilfe gerufener Nachbar) zur Straße und fängt den RTW ab ?

Der Pathologe hat nach der Obduktion angegeben, dass die Tochter an einem Herzstillstand gestorben ist.
Sorry, das ist mein Vater auch und bei dem war der Notarzt nach 2 Minuten da und konnte nichts mehr machen (der sog. Sekunden-Herztod ist irreparabel). Auch mein Vater hatte keine Vorerkrankungen , war im Gegenteil bei einem großen Gesundheitscheck 10 Tage vor seinem Tod noch als "kerngesund" attestiert worden.

Unerklärlich bleibt allerdings, warum die Rettungswache nicht einen RTW aus näher gelegenen Wachen geschickt hat, statt den Wagen aus Berlin-Köpenick zu ordern ...
Das ist der einzige Punkt, den ich in generali zu bemängeln hätte: die stetige Aushöhlung der Rettungsbesatzungen und die Verringerung der Flächendichte.

Insgesamt drängt sich mir aber der Eindruck auf, dass da eine Familie mit dem Tod eines Familienmitgliedes verständlicherweise nicht klar kommt und händeringend nach "Schuldigen" sucht. Was durch den mehr als geschmacklosen und unbedachten Umgang der Behörden mit den Hinterbliebenen nicht grade entkrampft wurde.
Kommentar ansehen
15.07.2008 20:08 Uhr von uhlenkoeper
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Tille2000 und Bongolus : Richtzeiten: Wie schaut die Richtzeit (Meldung -> Eintreffen am Unglücksort) denn in Brandenburg aus ?
Soweit ich informiert bin lag der Unfallort in Brandenburg, nicht in Berlin.
Gibt es Übereinkommen zwischen Brandenburg und Berlin in dieser Hinsicht ?

Refresh |<-- <-   1-25/39   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Japanisches StartUp investiert 90 Millionen Dollar für Werbung auf dem Mond
TU München: Uni-Dozent wird fast von Tafel erschlagen
Saarbrücken: Lehrer rufen in Brandbrief um Hilfe


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?