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Tote und Bewusstlose: Zugspitz-Extremlauf geriet außer Kontrolle

Beim diesjährigen Extrem-Berglauf von Ehrwald auf die Zugspitze verloren zwei Läufer nach einem Schlechtwettereinbruch ihr Leben, weitere verloren das Bewusstsein und mussten reanimiert werden.

Die Todesfälle ereigneten sich in einer Höhe zwischen 2.700 und 2.800 Metern, nachdem eisiger Wind und Schneefall für extreme Wetterverhältnisse sorgten. Zwei 41 und 45 Jahre alte Männer brachen durch Erschöpfung und Kälte zusammen und starben.

Doch auch andere Sportler waren durch die extremen Bedingungen überfordert. Reihenweise wurden Zusammenbrüche und Unterkühlungen gemeldet, viele Läufer mussten während des Großeinsatzes der Rettungskräfte reanimiert werden, sechs wurden durch Helikopter ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Kontrolle
Quelle: www.focus.de

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14.07.2008 05:03 Uhr von Nesselsitzer
 
+0 | -0
 
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Wie in der Quelle zu lesen ist, wurde der Wetterumschwung von den Organisatoren angekündigt. Offenbar haben viele unerfahrene „Flachlandläufer“ diese Gefahr nicht ernst genommen, nachdem der Straßenlauftrend sich zur Zeit auch auf die Berge verlagert. Wer die Strecke u. das Wettersteingebirge kennt, der weiß, wie töricht es ist sich kurz bekleidet - im Vertrauen auf mögliche Helfer - auf diese Strecke zu begeben. Andererseits hätten die Organisationen diese Läufer schon am Start stoppen müssen.
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14.07.2008 09:37 Uhr von Hier kommt die M...
 
+10 | -1
 
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So ist es: Wenn dem Veranstalter der Wettereinbruch bekannt war, hätte er den Lauf abbrechen müssen.

Das wird anderswo auch gemacht und das aus viel weniger dramatischen Gründen.
Einen Berglauf in dieser Höhe bei drohendem Schneefall zu veranstalten ist grob fahrlässig.

Gerade weil dieser Lauf seit vielen Jahren stattfindet, hätten die Veranstalter wissen müssen, dass viele unerfahrene Läufer dort starten, die mit solchen veränderten Bedingungen keine Erfahrung haben.

Und da das Ganze erst passiert ist, als die meisten Läufer wohl schon kurz vor dem Ziel waren, hatten diese auch keine andere Möglichkeit, als weiterzugehen. Schließlich gibt es dort nicht jeden Kilometer eine Schutzhütte und dort würden auch nicht Hunderte von Menschen reinpassen.

Ich bin gespannt, ob der Veranstalter trotz der "Teilnahme auf eigene Gefahr"-Klauseln bei der Anmeldung trotzdem zur Verantwortung gezogen wird..imo wäre das in diesem Fall wirklich angebracht.
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14.07.2008 09:45 Uhr von eldschi
 
+11 | -4
 
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Hoffentlich müssen diese Vollidioten: die Kosten für die Einsätze und alles weitere aus eigener Tasche zahlen
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14.07.2008 10:03 Uhr von Hier kommt die M...
 
+14 | -1
 
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"Die Sportler waren gegen 9.00 Uhr im österreichischen Ehrwald bereits bei Regen gestartet. Bei zunehmender Höhe gingen die Niederschläge allmählich in Schnee über. Hinzukam ein eisiger Wind."

"Die Sicherheitskräfte nannten es leichtsinnig, bei derart schlechtem Wetter das Rennen nicht abzusagen."

"Die Veranstalter machten am Sonntag sogar selbst auf das schlechte Wetter aufmerksam. Sie sprachen im Internet von Gewitterneigung und Schneeschauern, auch Böen wurden angekündigt. Dies hinderte aber offensichtlich die Teilnehmer nicht am Start. Vielleicht reizte sie der Hinweis des Veranstalters: "Gerade aufgrund dieser unvergleichlichen Besonderheiten des Laufes in einer traumhaften Bergwelt wird jeder, der eines der Ziele erreicht, ein Sieger sein.""


Ich würde sagen, die "Vollidioten" sind eindeutig auf beiden Seiten zu finden.

http://www.n24.de/...
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14.07.2008 10:33 Uhr von Barman666
 
+2 | -0
 
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@ nesselsitzer: "Beim diesjährigem Extrem-Berglauf von Ehrwald auf die Zugspitze verloren zwei Läufer nach einem Schlechtwettereinbruch ihr Leben, weitere verloren das Bewusstsein und mussten reanimiert werden."

Meines Erachtens nach, muss man nur Leute reanimieren bei denen ein Herz-Kreislauf-Stillstand diagnostiziert wird, oder liege ich mit meinen Gedanken da falsch! Also etwas unpassend geschrieben dieser Satz!
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14.07.2008 13:35 Uhr von RupertBieber
 
+3 | -0
 
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das ist tragisch: gerade eben lese ich die letzte News über den Hergang der Ereignisse und so wie es aussieht kann man den Veranstalter nur bedingt dafür verantwortlich machen und fürs Wetter schon gar nicht.
Jeder Läufer WEISS, wo er sich befindet.
Jeder Läufer muss sich entsprechend seinen Möglichkeiten darauf vorbereiten.
Jeder Läufer bekommt genug Informationen im Vorfeld des Laufs, wie er sich zu verhalten hat.
Auch unter Läufern gibt es verantwortungslose Spinner, die glauben, weil sie eine Marathonstrecke unter drei Stunden rennen können, dann unbesiegbar sind. Meines Erachtens ist die ganze Tragödie nur durch grenzenlose Selbstüberschätzung entstanden.
Die News sagt weiter, dass die Läufer den Lauf jederzeit abbrechen und sich in Sicherheit hätten bringen können...haben sie aber nicht getan. Sogar von Streckenposten wurden sie teilweise aufgefordert abzubrechen...haben sie aber nicht getan....
und warum? Jeder Läufer gerät ab einer gewissen Laufzeit in den sogenannten Endorphinrausch. Du spürst kaum mehr Schmerzen, die Pumpe läuft optimal, die Atmung geht optimal und du fühlst dich wie in Trance...(eigene Erfahrung)...und nichts und niemand kann dich jetzt noch vom Ziel abbringen...da schlägt dann einfach auch noch das Läufer-Ego voll durch....und wenn dann noch diverse unberechenbare Faktoren hinzukommen, dann nimmt die Tragödie ihren Lauf....
...und übrigens, dass Leute an Marathonläufen plötzlich umkippen und reanimiert werden müssen oder gleich sterben ist gar nicht so selten...
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14.07.2008 19:31 Uhr von Carry-
 
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zum veranstalter: warum sollte er das rennen absagen? anscheinend haben es ja läufer mit der richtigen ausrüstung geschafft. ausserdem hat der veranstalter auf das wetter hingewiesen. wer solche hinweise und warnungen ignoriert, ist selber schuld.
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14.07.2008 22:28 Uhr von Hier kommt die M...
 
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weil der Veranstalter auch eine: gewisse Verantwortung hat, wenn er sowas ausrichtet?

Übrigens ermittelt inzwischen die Staatsanwaltschaft noch gegen Unbekannt, es wird aber wohl auch geprüft, ob man gegen den Veranstalter wegen fahrlässiger Tötung ermittelt muss.

Und inzwischen ist auch klar, dass der Veranstalter letztes Jahr den Lauf vor dem eigentlichen Ziel aus Witterungsgründen abgebrochen hat und deswegen diverse Teilnehmer Regressansprüche gestellt hatten. Ich vermute, dass man diesen Regressansprüchen dieses Jahr aus dem Weg gehen wollte und deswegen keinen offiziellen Laufabbruch in Erwägung gezogen hatte, sondern die Entscheidung den Läufern überlassen hat.^^

Fragt sich nur, was jetzt unangenehmer ist...
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15.07.2008 04:01 Uhr von cyrus2k1
 
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Sie wollten EXTREM: sie haben EXTREM bekommen! So einfach ist das, auch wenn es tragisch ist.

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