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70-Jähriger bekam wegen sexuellem Missbrauch an Enkelin in Berufung geringere Strafe

Ein 70-jähriger Mann hatte seine Enkelin sexuell missbraucht und wurde in erster Instanz zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Dagegen legte der Mann aus Vilshofen (Niederbayern) Widerspruch ein, sodass vor dem Landgericht in Passau der Fall erneut verhandelt werden musste.

Da er zwischenzeitlich die Tat bereute und Einsicht zeigte, senkte das Gericht das Strafmaß. Zwischenzeitlich gebe er ihr noch Schmerzensgeld.

Der Richter sah das ganze unter Berücksichtigung der Zugeständnisse als strafmildernd an und verurteilte den 70-Jährigen jetzt zu 27 Monaten Haft. Der Richterspruch hat bereits Rechtskraft.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Sex, Strafe, Missbrauch, Beruf, Enkel, Berufung
Quelle: www.unserradio.net

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.07.2008 18:17 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
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Wie alt die Enkelin war spielt eigentlich keine Rolle. Aber das nachträglich noch durch Einsicht und Zahlung eines Schmerzensgeldes, die Haftstrafe verringert werden kann, wird nicht alltäglich sein.
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12.07.2008 19:09 Uhr von Noseman
 
+7 | -2
 
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??? @jsbach: Selbstverständlich spielt das Alter des Opfers eine erhebliche Rolle.

In den ersten Lebensjahren werden Kinder entscheidend geprägt. Nach so einer Tat wird ein Kleinkind niemals mehr im Leben sowas wie Vertrauen entwickeln können.

Das ist viel schlimmer, als wenn einem sowas als 16jährige, die charakterlich schon gefestigt ist passiert (Wobei das selbstverständlich schon übel genug ist).

Und was den Täter angeht: Er hat hier besonders verwerflich gehandelt (Mißbrauch Schutzbefohlener).

27 Monate Haft sind lächerlich. Nicht das Alkter des Opfers ist egal, sondern das des Täters, der hätte 27 JAHRE Haft verdient und als Schmerzensgeld sollte er sein gesamtes Vermögen der Enkelin zahlen müssen.
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12.07.2008 19:36 Uhr von Gloi
 
+11 | -1
 
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Erbärmlich: Manchmal verstehe ich unser Rechtssystem oder besser die ´Entscheidungen der Richter nicht mehr.
Das Strafmaß wurde zwar nur um 25% reduziert, aber nachvollziehen kann ich die, nachträglich geheuchelte, Reue als Strafmildernden Grund nicht.
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12.07.2008 22:21 Uhr von Janina 2000
 
+2 | -1
 
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@an den Autor: Doch, es ist gang und gäbe in Deutschland, dass nachträglich noch durch Einsicht und Zahlung eines Schmerzensgeldes, die Haftstrafe verringert wird.
Gehe mal als Zuschauer in Gerichtssäle beim Landgericht, dann wirst du es beobachten.

Die Taktik der Verteidiger ist ganz logisch:
Zunächst soll der Täter die Aussage vor Gericht verweigern um sich nicht in Widersprüche zu verwickeln.
Kann man ihm die Tat nicht nachweisen, so wird er freigesprochen.
Kann man ihm die Tat nachweisen, und er wird bestraft, dann geht er in Berufung.
In der Berufungsverhandlung legt er sofort ein Geständnis ab. Das MUSS laut deutschem Gesetz erheblich strafmildernd gewertet werden. Und schon erhält er oft statt einer Haftstrafe eine Bewährungsstrafe und braucht nicht in den Knast.

Eine ganz üble Ungerechtigkeit !!
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13.07.2008 00:10 Uhr von Borgir
 
+3 | -0
 
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sowas ist unglaublich: da wird ein bisschen reue geheuchelt und schon wird die strafe gemildert....sowas ist ein skandal.
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13.07.2008 00:18 Uhr von Hated_One
 
+4 | -1
 
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genau darum: habe ich mein jura-studium abgebrochen!
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13.07.2008 08:34 Uhr von Rapunzel99
 
+3 | -1
 
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Missbrauch an Enkelin: Das Alter ist sch....egal. Die Strafe muß wehtun.
Selbst 3 Jahre sind ein Witz.
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29.07.2008 13:53 Uhr von Deniz1008
 
+1 | -0
 
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@ Gloi gesetze werden von politheinis gemacht die keine ahnung von gesetzen haben....

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