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Evangelische Kirche: Homosexueller möchte Bischof werden - Es regt sich Widerstand

Horst Gorski aus Hamburg (51 Jahre) ist schon seit längerer Zeit Probst in der evangelischen Kirche. Seit über zwanzig Jahren ist bekannt, dass der 51-Jährige schwul ist. Dies war bisher auch kein Problem.

Jetzt möchte Gorski Bischof werden und es regt sich Widerstand. Einige konservative Geistliche, die zur Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis (KSBB) gehören, sind mit diesem Ansinnen nicht einverstanden.

Nach Meinung des KSBB kann der schwule Probst "den Ansprüchen an einen Bischof nicht genügen". Ein Bischof muss für alle da sein und für eine einheitliche Kirche sorgen, so heißt es weiter. Die Wahl findet am heutigen Samstagnachmittag statt.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Sex, Kirche, Homosexualität, Bischof, Widerstand, Evangelische Kirche
Quelle: www.focus.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.07.2008 13:45 Uhr von mr_bob_dobalina
 
+11 | -17
 
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wie kann er nur? Wie kann er gleichzeitig Bischof werden wollen und Blasphemie betreiben? Natürlich passt das nicht zueinander.
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12.07.2008 13:55 Uhr von Sandkastengeneral
 
+16 | -8
 
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Möge der bessere Bischof die Wahl gewinnen: interessant das im Jahr 2008 des an den Kreuz genagelten immer noch so viel geschiß um so etwas gemacht wird.
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12.07.2008 14:04 Uhr von Gloi
 
+12 | -8
 
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Immerhin: Im Gegensatz zur rückständigen katholischen Kirche kann man in der evangelischen Kirche als Schwuler Pfarrer wenigstens Probst werden. Was auch immer ein Probst ist :-)

In gewisser Weise kann ich die Bedenken aber auch nachvollziehen. Homosexualität ist in unserer Gesellschaft noch keine Selbstverständlichkeit. Ablehnung und auch Gewalt gegen Schwule sind keine Ausnahmen. Wenn man prominent ist wie ein Wowereit, kann man als Schwuler sicher ganz gut Leben, dass gilt aber sicher nicht in alle.
Und ein Manager (Pabst) der evangelischen Kirche muss natürlich auch für die Mehrheit der Kundschaft akzeptable sein. Man will ja seine Schäfchen nicht verlieren. Das ist leider so.
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12.07.2008 14:19 Uhr von Daniel_Klarer
 
+13 | -5
 
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Mich stört´s nicht Seine sexuelle Orientierung hat definitiv keine Auswirkung darauf, ob er ein guter Bischof wäre.
Und wenn er Bischof wird, dann wäre das durchaus ein gutes Beispiel für den Fortschritt in Sachen Integration von Schwulen.
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12.07.2008 14:28 Uhr von Blackybd2
 
+12 | -5
 
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@writinggale: An z.b. dir merkt man wunderbar, wie zurückgeblieben die Welt auch heute noch ist. Nur weil er schwul ist, wird er sofort auf seine Sexualität reduziert. Du reduzierst einen Menschen (den du nicht einmal kennst) auf ein einziges Charaktermerkmal, holst alle Vorurteile heraus, die du darüber kennst, und machst dich darüber lustig.

Egal ob das witzig sein sollte, es ist einfach nur arm, engstirnig und dumm.
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12.07.2008 14:42 Uhr von Raizm
 
+7 | -3
 
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ähmm "Nach Meinung des KSBB kann der schwule Probst ´den Ansprüchen an einen Bischof nicht genügen´. Ein Bischof muss für alle da sein und für eine einheitliche Kirche sorgen, so heißt es weiter. "

Heißt das also im Umkehrschluß,dass heterosexuelle Bischöfe nicht für homosexuelle Gläubige geeignet sind?!
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12.07.2008 14:58 Uhr von Borgir
 
+9 | -5
 
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die katholische: kirche ist immer intollerant, die protestantisch gibt vor, tolerant zu sein, wird aber genauso intolerant, wenn es zu solchen themen kommt. kirche halt, mehr muss man dazu nicht sagen.
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12.07.2008 15:25 Uhr von artemi
 
+11 | -4
 
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wann werden alle religionen mal verboten...
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12.07.2008 15:27 Uhr von artemi
 
+3 | -0
 
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@daniel_klarer: "ein gutes Beispiel für den Fortschritt"..wäre, wenn das geschieht, was du überhalb dieser nachricht liest.
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12.07.2008 15:33 Uhr von Montrey
 
+3 | -11
 
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Schaut doch nur nach: Berlin da ist ein schwuler Bürgermeister..................... KOTZ
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12.07.2008 15:58 Uhr von Moritz.14
 
+3 | -1
 
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Wie engstirnig ist eigentlich die KSBB Ich will nich die ganze Kirche verteufeln, es geht um die KSBB,aber das war echt mal wieder typisch. er kann den Ansprüchen an einen Bischof nicht genügen. Die evangelische Kirche macht doch sonst nicht so einen Zirkus wenn es um homosexuelle Geistliche geht. Es gibt doch sogar die HuK (Homosexuelle und Kirche). Außerdem ist seit über 20 Jahren bekannt, das er gay ist, er verheimlicht also nichts und geht damit offen und ehrlich um. Ich finde die sollten das nicht daran aufhängen, wie er sexuell gestrickt ist, sondern ob er für das Amt des Bischofs geeignet ist. Soviel ich weiß werden doch die Bischöfe vom Papst ernannt.Die fordern, daß der Bischof für alle da sein muß, das ist er doch, ich versteh nicht was das das damit zu tun hat.Wenn er der richtige dafür ist, wünsch ich ihm das er zum Bischof ernannt wird.
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12.07.2008 16:30 Uhr von Sandkastengeneral
 
+4 | -1
 
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Gerade gefunden: Propst Gerhard Ulrich (57) ist zum neuen evangelischen Bischof für Schleswig und Holstein gewählt worden. Für ihn stimmten im Schleswiger Dom 77 von 136 anwesenden Mitgliedern der Nordelbischen Synode. Auf seinen Gegenkandidaten Horst Gorski (51) entfielen 56 Stimmen. Angriffe kirchenkonservativer Christen auf den homosexuellen Propst Gorski hatten vor der Wahlentscheidung für Wirbel gesorgt. Die Entscheidung zwischen Ulrich und Gorski fiel im ersten Wahlgang. Es gab drei Enthaltungen.„Gerhard Ulrich wird uns als echter Nordelbier ein guter Bischof sein“, sagte Synodenpräsident Hans-Peter Strenge unmittelbar nach der Wahl.
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12.07.2008 16:55 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
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tja schade dass die spinner diesmal scheinbar erfolg hatten.
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12.07.2008 17:23 Uhr von In extremo
 
+6 | -1
 
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@Borgir: Nicht nur die Kirchen sind intollerant, im Fußball gibts auch kaum Spieler die offiziel zugeben, dass sie schwul sind.
Tja Homosexuelle werden scheinbar von unserer Gesellschat tolleriert, aber in Wirklichkeit doch nicht.


Auf der andern Seite mal was ganz allgemeins zu Tolleranz: Kommentare wie die von artemi zeigen mir, dass auch nicht Christen ganz schön intollerant sind. (ich geh mal von dem Kommentar her aus, das artemi nicht Christ/in ist. Wenn ich falsch liege entschuldige ich mich gerne).
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12.07.2008 17:45 Uhr von Obersalzberg
 
+4 | -6
 
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Kann ich verstehen: Ehrlich gesagt wundert es mich das ein Homosexueller überhaupt ein Amt in einer christlichen Kirche hat. Und dann möchte er auch noch Bischof werden? Wie legt er denn dann die Bibel aus, wo es doch eindeutig heißt das Homosexuelle Gottes Königreich nicht ererben werden (z.B. 1. Korinther 6:9,10).
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12.07.2008 19:10 Uhr von Blackybd2
 
+5 | -1
 
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@writinggale: Wenn du es doch schaffst, vernünftige Kommentare zu verfassen, was sollte dann dieser dämliche homophobe Müll da oben?
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12.07.2008 19:52 Uhr von Aktos
 
+4 | -0
 
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Schade: dabei hatte ich die Evangelisten den Katholiken immer vorgezogen. Naja, "Einige konservative Geistliche" gibt es leider nicht nur bei der katholischen Kirche.
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12.07.2008 19:59 Uhr von vostei
 
+7 | -0
 
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"Ein Bischof muss für alle da sein und für eine einheitliche Kirche sorgen"

Der Logik dieser Argumentation gegen einen Homosexuellen folgend müsste der Idealkandidat dann bi sein...
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13.07.2008 07:10 Uhr von denksport
 
+1 | -1
 
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Exkommunizieren oder halt normal alle Ämter bis hinauf zum Papst machen dürfen.
Billige Wahlkampfdreckschleuderskandaldiskussion.
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13.07.2008 13:08 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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Passt doch Hört sich vieleicht böse an, aber in letzter Zeit hab ich feststellen müssen, dass gerade in solchen Positionen viele seltsame Menschen vertreten sind, sie predigen vom Guten, von Recht und Ordnung und haben auf ihrem Rechner Kinderpornos usw.

Pervers sind sie doch alle irgendwie, also da muss man keine Schwulen ausschliessen *hüstel* :)
So lange der sich nicht an den Kindern vergreift, ist doch alles Ok.

Nö, ich hab nix gegen die Kirche....
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13.07.2008 16:05 Uhr von Jean-Dupres
 
+2 | -0
 
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Interessante Aussage von der Kirche "für alle...": "Ein Bischof muss für alle da sein und für eine einheitliche Kirche sorgen, ..."

Wenn ein Homosexueller nicht für alle da ist (nur weil sein sexuelles Anliegen auf Männer ausgerichtet ist), was ist dann ein Heterosexueller (der sexuell nur auf Frauen ausgerichtet ist) ?!?

Der Logik nach müsste jeder Bischof (nur über die sexuelle Orientierung definiert, denn das stört die Kirche ja anscheinend) dann BI-SEXUELL sein !!!
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13.07.2008 19:40 Uhr von cheetah181
 
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writinggale: Mal davon abgesehen, dass "homosexueller Bischof/Priester/Pfarrer" für mich wie "Ausländer bei den Republikanern" klingt (wie schizophren kann man sein?):

Was ist Homosexualität denn bitte für eine "philosophische Disziplin"?

"Oder man müßte das gesamte Christentum auf den Kopf stellen. Willst ausgerechnet Du den Christen der Welt das zumuten?"

Ja, so wie die Abschaffung des geozentrischen Weltbilds oder die Evolution (wobei, das dauert bei einigen ja noch). Hätte man auch besser lassen sollen, die Welt der Christen so auf den Kopf zu stellen.

"Das Christentum fußt nun mal absolut auf der monogamen Ehe von Mann und Frau."

Deshalb sind auch alle Kirchenorgane verheiratet, vor allem der Papst.

Aber mal eine Frage am Rande: Fällt deine Astrologie-Gläubigkeit die du ja in der anderen News unter Beweis gestellt hast nicht unter Götzendienst? Oder schwarze Magie? Weißt du denn nicht, was das Christentum bedeutet?!

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