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Porsche hat bald das Sagen bei VW

Porsche wird ab Anfang September die Kontrolle über VW übernehmen. Am gestrigen Mittwochabend kündigte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an: "Am 2. September haben wir die absolute Mehrheit in der Hauptversammlung."

Rechtzeitig zur Hauptversammlung wird Porsche weitere fünf Prozent der VW-Stimmrechte übernehmen. Die EU-Kommission wird bis zum 23. Juli bekannt geben ob sie die Übernahme ablehnt oder ihr zustimmt.

Porsche will seinen Stimmanteil bei VW auf über 50 Prozent erweitern, sobald das Okay von den Kartellbehörden vorliegt. Für dieses Unterfangen sind laut Porsche mehr als zehn Milliarden Euro vorgesehen.


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WebReporter: weg_isser
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: VW, Porsche
Quelle: www.capital.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.07.2008 12:48 Uhr von weg_isser
 
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Da haben sich die Zuffenhausener ja was vorgenommen. Ich bin mal gespannt wie das weiter geht und was bzw. ob sich was bei VW ändern wird.
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10.07.2008 13:07 Uhr von xjv8
 
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Sollte: er so erfolgreich sein, wie bei Porsche kann VW nichts besseres passieren. Ich halte viel von ihm und schätze ihn auch. Ein Chef wie man sich ihn wünscht.
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10.07.2008 14:01 Uhr von Onkeld
 
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@nesselsitzer: du bist dir sicher, was du schreibst mit "anstatt in den Lohntüten der Belegschaft." frag mal nen porschemitarbeiter was der von seinem weihnachtsgeld hält. bin mir sicher der freut sich wie schmidts katze.
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10.07.2008 15:26 Uhr von Doc1899
 
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@Nesselsitzer: Wenn es VW damals so gut ginge, hätte Prosche niemals soviele Aktien gekauft, dies wurde soweit ich mich erinnere(auch zu faul zum suchen) in Absprache mit dem Bundesland Niedersachsen gemacht um VW zu retten und eine Übernahme ausländischer Autobauer zu verhindern. Zudem besitzt Niedersachsen, glaube auch der Bund, noch einen gewissen Prozentsatz an Aktien von VW, die auf bedarf auf über 25% erhöht werden kann(VW-Gesetz) um eine Sperrminorität sicherzustellen.
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10.07.2008 17:31 Uhr von no_trespassing
 
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Es ist nicht verkehrt: VW ist eben Piechs Erbe.
Und es ist mehr als ehrenhaft, das Erbe zu mehren und zu bewahren, anstatt es zu verkratzen. Ein Unternehmer, der einen emotionalen Bezug zum Unternehmen hat, führt meiner Meinung nach besser.

Die großen Autobauer haben schwere Zeiten vor sich, wenn es wirklich zu einer Energiekrise kommen sollte.

Deshalb ist es gut, wenn man einen loyalen Großaktionär hat, der in schwierigen Zeiten, dem Konzern den Rücken stärkt.
BMW hat die Quandts, Toyota die Toyodas, VW und Porsche die Piechs und Porsches.
Die Konzerne, die dem Kapitalmarkt ausgesetzt sind, haben ein Problem, wenn es an der Börse zu heftigen Turbulenzen kommt.

GM, Chrysler und Ford trifft es gerade am ärgsten. Die französischen Autobauer werden notfalls vom Staat subventioniert, egal, was die EU dann sagt. Daimler muß zusehen, daß sie nicht wieder aufs Glatteis gehen, wie mit Chrysler.

Insbesondere die Briten haben es nie verwunden, daß sie ihre gesamte Autoindustrie preisgegeben haben. Rover ist von BMW übernommen worden und ging später pleite. LandRover ging in Ford auf und die Flaggschiffe Rolls-Royce und Bentley gingen in deutsche Autokonzerne. Das hat man auf der Insel nie verwunden. Aus diesem Grund wollte man wohl auch Investoren zusammenziehen, die planten VW anzugreifen, um den Konzern dann zu zerlegen. Es gab Planspiele, wonach Audi dann eigenständig an die Börse gebracht werden sollte, SEAT abgespalten, usw.

Piech und Porsche haben das erkannt und quasi im letzten Moment ebenfalls zugekauft, bevor die Preisspirale sich rasant nach oben drehte. Britische Zeitungen fühlten sich abermals pikiert, titelten "aufgeschoben ist nicht aufgehoben", aber glücklicherweise gelang es danach nicht mehr, irgendwelchen Einfluß zu gewinnen.

Der VW-Konzern ist eine Industrieperle sondergleichen und hat viel bewirkt. Selbst Scania hat man hinzugewinnen können, um die LKW-Sparte zu stärken. Durch die Kontrolle ist VW auf jeden Fall in ruhigerem Fahrwasser, als es bei einer Hedge-Fonds-Schlacht der Fall gewesen wäre.

Hoffentlich schafft sich Daimler ebenfalls eine starke Position, die auch bei nicht-rosigen Zeiten dem feindlichen Einfluß irgendwelcher Kapitalmarkt-Akteure trotzt.
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10.07.2008 17:48 Uhr von Claus1221
 
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Was ich hoffe ist sowas wie "Ikea für Autos", also praktisch Design für die Masse, bloß günstiger als die Originalen Porsches.
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10.07.2008 18:22 Uhr von jcknthbx
 
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Wenn man bedenkt, dass ein vermeindlich kleiner Sportwagenhersteller einen solchen Einfluss auf den größten Automobilkonzern Europas ausüben kann...(mir ist durchaus bewusst, dass Porsche eine Holding ist und sich nicht nur auf das Produzieren von Automobilen konzentriert)
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10.07.2008 18:30 Uhr von Slippy01
 
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Ihr: seht das alles aus der Sicht von VW. Klar ist es für VW besser. Aber wer tätigt denn hier die Aktion? Porsche natürlich. Und die machen das nicht nur aus reiner Nächstenliebe. Die bisherige Kooperation reicht Porsche ganz einfach nicht mehr.
Porsche braucht die Technik von VW! Beispielsweise die neuen Diesel-Motoren bei Porsche.
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10.07.2008 19:27 Uhr von Related72
 
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@no_tresspassing: Piech hat VW doch schon geleitet. Souverän und gut war aber das aber meiner Meinung nach nicht.
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10.07.2008 20:26 Uhr von Capalpha1
 
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@nesselsitzer: Naivität kann einem nicht vergehen. Das ist leider eine Eigenschaft, die EINIGEN mit in die Wiege gelegt wurde...
=)

Ich denke auch, dass es mit VW nur aufwärts gehen kann!
Hoffe nur, dass es nicht NOCH enen Golf geben wird. ( I - XIII ??)

Die Leute wollen NEUES ! Hybrid, Elektro und Wasserstoff !
Wedekind hätte jedenfalls die Mittel !
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10.07.2008 20:27 Uhr von no_trespassing
 
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@Related72: Er hat halt ein Faible für Autos.
Und Prestigeprojekte wie der Phaeton sind zwar nicht der Absatzbringer geworden, aber trotzdem eine Bereicherung für den Automarkt.
Auch der Zukauf von Bugatti und dessen Pflege sind betriebswirtschaftlich umstritten, aber das ist eben der Vorteil von börsenunabhängigen Konzernen, die nicht von Quartal zu Quartal denken müssen.
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11.07.2008 08:25 Uhr von Slippy01
 
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@Capalpha1: Wie sollte es nicht noch nen Golf geben?
Eine erfolgreiche Reihe lässt man doch nicht auslaufen.

Übrigens sogar dieses Jahr gibts noch nen Golf 6.

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