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EU-Kommission: Deutsche Telekom soll VDSL-Netz für Konkurrenz mit ausbauen

Die EU-Kommission hat nun den Beschluss gesetzt, dass ehemalige Monopolunternehmen, wie Deutsche Telekom, France Télécom oder Telefónica, ihr selbst ausgebautes Glasfaser-Netz (VDSL) auch ihren Mitbewerbern zur Verfügung stellen müssen.

Damit die betroffenen Unternehmen jedoch auch weiterhin in ihr Highspeed-Netz investieren, gestattet man ihnen, ihren Mitnutzern Investitionsprämien auf die Durchleitungsgebühren zu erheben.

"Wenn wir heute die Netze der Zukunft für die Breitbandkommunikation sinnvoll planen wollen, geht das nur gemeinsam mit dem Ex-Monopolisten, der heute immer noch technisch 98 Prozent der Endkundenanschlüsse realisiert und kontrolliert", heißt es bei VATM. Endgültig beschlossen wird im September.


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WebReporter: chriz82
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, EU, Telekom, Netz, Konkurrenz, Kommission, EU-Kommission
Quelle: www.teltarif.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.07.2008 19:49 Uhr von chriz82
 
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Also ich muss schon sagen, die Telekom kriegt es echt drauf - von allen Seiten. Zum einen wird ihr von der Bundesnetzagentur verboten, billiger als die Konkurrenz anzubieten - solange, bis genügend Kunden abgesprungen sind. Dann erlaubt man den Wettbewerbern durch ein "risikoloses Rosinenpicken", die in den vergangenen Jahren geleisteten Milliardeninvestitionen in das Netz schlagartig zu entwerten. Ob das alles so korrekt ist? Irgendwie schmarotzerisch ...
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09.07.2008 21:05 Uhr von tutnix
 
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@autor: tja das sind eben die risiken wenn man monopolist ist, besonders schade finde ich das nicht. besonders wenn man guckt, mit was für vorrausetzungen die telekom in die privatwirtschaft entlassen wurde.
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09.07.2008 21:25 Uhr von evil_weed
 
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von mir auch kein mitleid: die bestellvorgänge von VDSL in verbindung mit einem anbieterwechsel zur telekom sind schon fast ein fall für den verbraucherschutz.

da wird einem 1 woche vor dem wechseltermin mitgeteilt, dass man jetzt erst mal vollkommen ohne breitband flatrate ist, bis dann VDSL geschaltet würde. wäre ja kein problem, wenn das ein paar stunden oder tage dauert. allerdings dauert das teilweise wochen und monate. das wurde bei der bestellung mit keinem wort erwähnt. man bekommt dann plötzlich nen 12 monatsvertrag über nen telefonanschluss für 35,95 obwohl man 24 monate *DSL für 59,95 bestellt hat.

und bis man da jemanden erreicht, der zuständig ist, das kann schonmal mehrere tage dauern. bei mir bis jetzt 3 tage.

kann nur jedem davon abraten, wegen VDSL zur telekom zu wechseln. hofft lieber dass diese EU entscheidung erfolg haben wird. lasst sie ausnahmsweise mal was sinnvolles tun ;)
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09.07.2008 22:26 Uhr von partybear
 
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Vielleicht etwas zu allgemein: aber ich finde die Infrastruktur unseres Landes hat und wird durch die anhaltende Privatisierung immer mehr "Schaden" nehmen.
Schaden vor allem in dem Sinne, dass die Bürger über den Tisch gezogen werden.
Die Konzerne kassieren Riesengewinne und es wird trotzdem teurer und Leute werden entlassen.
Der Telekom gehört wie in der News steht fast das komplette Telefonnetz, von daher wäre ich an deren Stelle auch sauer, wenn ich meine Investitionen für geringes Geld an andere abgeben muss, aber das ist halt das Schicksal eines Monopolisten.
Bleibt abzuwarten wie sich die Marktsituation in den nächsten Jahren/Jahrzehnten(?) entwickelt.
Ich selber habe wie meine Eltern meinen Anschluss auch vom Marktführer und bisher NIE Probleme gehabt, mag Zufall sein, mag aber auch dem Durchschnitt entsprechen. Wenigstens habe ich alles aus einer Hand (Festnetz, Internet, TV, Handy) und natürlich das beste vom besten wie ich finde (VDSL, EDGE, HSDPA etc.), da bezahle ich lieber mehr Geld, als für weniger Geld keinen passenden Gegenwert zu erhalten.
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10.07.2008 01:09 Uhr von Der_Alte
 
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Stimmt nicht so ganz! Nur die Netze, die nach der Privatisierung erneuert / neu angelegt wurden, gehören der Telekom! Das alte Netz gehört dem Staat und wird durch die Telekom verwaltet. Daher auch die Reglementierung durch die Bundesnetzagentur.
Eine Zumutung durch die neue Verordnung ist es auch nicht, da die Telekom wie auch die anderen genannten Monopolisten mit Staatsmitteln erst so groß wurde!
Von daher ist also auch das Rosinenpicken nicht als solches zu betrachten, sondern nur das Nutzen von durch den Staat erzeugtes Allgemeingut!
Im Übrigen ist Privatisierung nicht immer nur Verteuerung, siehe TV! Die Privaten sind besser und kosten mich nichts und die Öffentlichen verschleudern ohne Ende GEZ-Gelder in nicht benötigte Spartenkanäle, die bei privater Nutzung schon längst Pleite wären!
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10.07.2008 10:20 Uhr von StaTiC2206
 
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wenn die anderen Anbieter VDSL anbieten wollen: dann sollen sie entweder ihr eigenes VDSL Netz aufziehen oder sich eben an dem Ausbau beteiligen?

Wenn ich mir ein Hausbaue dann muss ich auch keine Fremden menschen umsonst mit drin wohnen lassen oder?
Die Telekom hat wie jedes große Unternehmen seine Fehler, teilweise auch ziemlich heftige. Aber was mit der T-Kom abgezogen wird, ist unter aller sau.

und die EU Kommision soll die klappe halten, die haben in Deutschland nichts zu melden.
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10.07.2008 11:28 Uhr von Borgir
 
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finde auch: dass sich die anderen anbieter am ausbau beteiligen oder selbst ausbauen sollen. warum soll die telekom für die anderen zahlen? ich bin kein telekom-freund, aber das ist wirklich nicht gerecht-
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10.07.2008 14:28 Uhr von Der_Alte
 
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Umsonst? Es ist doch nicht so, dass T-Com & Töchter nichts daran verdienen! Siehe original-News! Investitionsbeteiligung von den anderen Nutzern zu fordern ist doch erlaubt!
Und ohne diese Reglementierung hätten wir noch lange keinen so freien Telefonmarkt! Wer hat ne Flatrate und kann DE-weit umsonst telefonieren? Sag ihm mal, wegen der "armen" Telekom soll er wieder schön jedes Gespräch einzeln zahlen oder wie früher für ne Flatrate 99,- Euro zahlen!
Auch bauen die anderen Anbieter ebenfalls Netze auf, die wiederum die Telekom benutzt - siehe z.Bsp. die Kabelnetzbetreiber! Also bitte alles von beiden Seiten und von der Kundenseite - also uns - betrachten und für und wieder abwägen - grübel - ich persönlich finde es OK!
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10.07.2008 16:00 Uhr von StaTiC2206
 
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@der_alte: rat mal was passiert wenn die telekom direkt ihr netz öffnet.
die preise fallen und fallen und fallen, da die abgaben reglementiert sind und die konkurrenzunternehmen durch das fehlen von kompetenten servicepunkten/mitarbeitern und technikern (letzteres ist ja sache der telekom) jede menge kosten sparen. dadurch wird die telekom gezwungen mit zuziehen.

ist natürlich gut für den kunden, aber da die telekom den dumpingpreisen folgt und demnach etwas weniger gewinn erwirtschaftet braucht es um einiges länger die investion wieder reinzuholen und dadurch wird der ausbau verlangsamt oder gestoppt. mal abgesehen davon muss das netz auch gewartet werden, was der telekom zusätzlich kosten verursacht.
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19.07.2008 20:34 Uhr von Daemiel
 
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wer hat´s denn wirklich bezahlt? damit meine ich die gelegten Leitungen...
Es war mal ein staatliches Unternehmen...
VDSL ist zwar neuer, sie bauen dafür den DSLAM in die Kabelverzweiger direkt ein, und meine "kritische Leitungslänge" ist dann nur noch die bis zu diesen grauen Kästen, allerdings wird am Grossteil der TAL nichts gemacht.
DIe Leitungen haben wir bezahlt, entweder durch Steuern oder durch zu hohe Gebühren.

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