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Allgäu: Jäger verunglückt tödlich, als er Fangschuss abgeben will

Ein 67 Jahre alter Jäger hatte am Dienstag auf ein Reh geschossen, das Tier aber nur verwundet. Also lief er dem Tier nach, um ihm den Fangschuss zu geben. Dabei rutschte er jedoch aus.

Bei dem Sturz an einer Bachböschung zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Er verstarb noch an Ort und Stelle. Ein Suchtrupp fand den leblosen Mann am Abend in dem Bach liegend.

Die Suche hatte mehrere Jagdreviere umfasst, da man ihn nicht in seinem Revier gefunden hatte.


WebReporter: JustMe27
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Jäger, Allgäu
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.07.2008 16:04 Uhr von kleiner erdbär
 
+12 | -11
 
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hmmm ich hoffe, das reh ist nicht allzu schwer verletzt & kann sich wieder erholen...!!!





(wer anderen eine grube gräbt, ....... !!!)
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09.07.2008 16:11 Uhr von Dierk Uhlig
 
+2 | -2
 
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wahr wohl die chancengleichheit gegeben.
trotzdem ne traurige geschichte für die angehörigen des jägers.
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09.07.2008 16:21 Uhr von Tzimisce
 
+5 | -2
 
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@ kleiner erdbär: Dir ist schon klar, dass es in unseren Wäldern nicht wirklich viele "Beutegreifer" gibt, um den Rehbestand zu regulieren?
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09.07.2008 16:30 Uhr von S0u1
 
+6 | -2
 
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danke dem menschen brauchen wir jäger: wie haben die natürlichen Feinde des wildes bei uns stark dezimiert / ausgerottet ... also muss der mensch auch dafür gradestehen und das alles regulieren ...

btw.:
Treffen sich 2 Jäger im Wald ... beide tot ... :-P
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09.07.2008 17:23 Uhr von kleiner erdbär
 
+5 | -2
 
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Hawtin / Tzimisce: @ Hawtin
doch, gelegentlich (wenn auch eher selten) esse ich fleisch, warum?
bist du der meinung, wenn jemand fleisch isst, dann muss er es gut finden, wenn das angeschossene reh noch tagelang durch den wald irrt, ehe es qualvoll verendet, oder wenn es den rest seines lebens eine behinderung oder schmerzen hat?
und davon abgesehen - auf einem teller ist dieses reh sowieso nicht gelandet ... also was soll die frage?

da wohl niemand mehr da war, der ihm einen gnadenschuss hätte geben können, würde ich ihm wünschen, dass es sich schnell erholt & keine folgeschäden davonträgt ... was genau ist denn daran verwerflich???

der jäger ist eh tot, da kann man nix mehr dran ändern, also beschränken sich meine genesungswünsche hier eben mal auf das (andere säuge-) tier...


@ Tzimisce
doch, mir ist das schon klar, aber dem reh wird dieses argument wohl ziemlich schnurz sein - ich bin mir sicher, dass das reh (genauso wie der jäger) gerne noch ein bisschen weiter leben wollte / will... meinst du nicht auch?
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09.07.2008 17:59 Uhr von Fleischor
 
+2 | -2
 
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@Tzimisce: Und Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß alle Jäger nur einen "Überbestand" oder kranke Tiere schießen...

Ich bin der festen Überzeugung daß die meisten Tiere als Trophäe enden und nur der Jagdlust wegen der Natur entzogen werden.
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09.07.2008 18:21 Uhr von Tzimisce
 
+3 | -1
 
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@Fleischor: Ich glaube, dass es bei den Jägern (wie auch überall sonst) ebenso schwarze Schafe gibt.
Ein "über den Kamm scheren" sämtlicher Jäger lehne ich allerdings ab.
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09.07.2008 18:32 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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@Fleischor: Jein: Ein guter Jäger schiesst nur den Überbestand und/oder kranke Tiere.
Ein schlechter Jäger schiesst gar nichts, oder mehr bzw. was anderes, als er sollte/müsste.

Das die geschossenen Tiere dann als Trophäe enden, ist ja nicht verwerflich, solange sie zu den oben angesprochenen Sollgruppen gehören.

Was evtl. zu kritisieren wäre, ist das Anfüttern, wenn es in einem Maße geschieht, dass es auf Grund dessen zu einem Plus an Jungtieren kommt, die dann erst für vermehrten Überbestand sorgen.



@kleiner erdbär: Völlig korrekte Argumentation, völlig korrektes erstes Posting im Thread. (Noch dazu schwarzhumorig witzig, habe geschmunzelt).
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09.07.2008 18:58 Uhr von uhlenkoeper
 
+3 | -1
 
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@Fleischor: >>Und Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß alle Jäger nur einen "Überbestand" oder kranke Tiere schießen...

Ich bin der festen Überzeugung daß die meisten Tiere als Trophäe enden und nur der Jagdlust wegen der Natur entzogen werden.<<


Na, dann will ich mal aufklären :

in Deutschland gibt es durch die Landkreise (überwacht durch die Landesministerien) feste Vorgaben für den Abschuß jedes einzelnen Jagdrevierinhabers: die sog. Abschußpläne.
Diese legen fest, welche Tierarten in welcher Anzahl und in welchen Altersklassen geschossen werden dürfen.
Beispiel:
bei Rehen müssen 50% der erlegten Tiere weiblich sein, was das Argument der Trophäenjagd schon mal ad absurdum führt, da Ricken keine Trophäe besitzen.
Darüber hinaus müssen je nach Bundesland 60-70% der Abschüsse in der Jugendklasse (bis 2 Jahre) getätigt werden. Trophäen müssen vorgewiesen werden (wer das nicht tut riskiert den Entzug seines Jagdscheines). In der Regel kennen die Nachbarreviere den Bestand und markante Einzeltiere in den Nachbarjagden ziemlich genau und kontrollieren sich auch gegenseitig. Jagdneid nennt sich so etwas ziemlich unschön, ist in der Praxis aber ein sehr gutes Kontrollinstrument. ;-)

Überbestände gibt es zudem massiv.
Beispiel Wildschweine : bei Sauen liegt die Reproduktionsrate derzeit aufgrund der milden Winter, der energiereichen Futterquellen (zunehmend Mais, Wintergetreide, exzellente Eichelmast im Winter, etc.) und der ungewöhnlich frühen "Rausche" der Tiere (es werden schon 10monatige Jungsauen, die sog. Überläufer, gedeckt) liegt die Reproduktionsrate pro Sau derzeit bei 360% !!!
Die Konsequenz ist, dass in den Wildschweinpopulationen massiv angehalten wird, einzuschreiten. Rechne Dir mal aus, wie die Populationen nach 3-4 Jahren ausschauen ...
Trophäen gibt es übrigens bei Wildschweinen nur bei sehr alten, schweren Tieren und die sind wie bei Hirschen nur in geringer Anzahl freigegeben und werden genauestens kontrolliert.

Ein wenig Information wäre nicht schlecht, bevor man "alle Jäger" über einen negativen Kamm schert.
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09.07.2008 19:09 Uhr von Fleischor
 
+1 | -0
 
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Ich glaube: ich sollte meinen ersten Comment ein wenig erklären:

Ich wollte keineswegs alle Jäger über einen Kamm scheren, noch wollte ich behaupten daß es keinen Überbestand an Wild gäbe.
Was ich mit meinem Kommentar sagen wollte, war einfach daß es einem Aussenstehenden nunmal so vorkommt als ob die meisten Tiere die geschossen werden letztlich bei jemandem an der Wand hängen.

Leider muss ich auch gestehen daß mein Bild über Jäger von den Medien geprägt ist und diese sicher nicht wirklich objektiv berichten.
Wenn dann allerdings ein Bericht im TV kommt, wo 20 JägerInnen gemeinsam in den Wald ziehen und dann vor der Kamera kommentare fallen wie "Ich hole mir Heute etwas hübsches fürs Esszimmer" oder ähnliches, dann darf man sich nunmal nicht darüber wundern wenn ein verzerrtes Bild in der Öffentlichkeit vorherrscht.

Ich hoffe das war nun eindeutig genug erläutert - Asche über mein Haupt ;)
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09.07.2008 19:15 Uhr von Dierk Uhlig
 
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was: ist aber mit den blödmännern die mit viel geld und schweren schießzeug nach africa oder sibierien aufbrechen um dort die letzten löwen/bären zu erlegen? die sind dann aber mit sicherheit auf trophäen aus.
ich will aber um gotteswillen nicht die obige ausführung anzweifeln da ich davon ausgehe das unsere normalen jagtgenossen einen ordentlichen job machen wobei es ja um die pflege des revieres in absprache mit dem entsprechenden revierförster geht, wozu die hege des wildes, also auch der abschuß, mit dazugehört.
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09.07.2008 21:34 Uhr von Hawkeye1976
 
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So ist der Mensch, erst durch seine Jagdlust und Regulierungswut das natürliche Gleichgewicht stören und dann sein Fehlverhalten durch Jagdmördereien zu regulieren, anstatt zu versuchen, das natürliche Gleichgewicht dauerhaft wiederherzustellen, indem er z.b. die natürlichen Feinde wieder bei uns heimisch macht und ihnen ihren Lebensraum zurückgibt.

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