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Frankreich: IP-Logging ist illegal - Filesharer freigesprochen

Ein französisches Gericht hat nun entschieden, dass die IP-Adresse als Beweis für einen Urheberrechtsverstoß sogar rechtswidrig ist. Viele Kanzleien beauftragen sogar Logging-Firmen, die jene IP-Adressen abspeichern und sammeln.

Das Gericht hat nun entschieden, dass eine IP-Adresse als "private Information" anzusehen ist und die Erhebung jener einen Rechtsverstoß darstelle. In der Schweiz geht man derzeit gar gegen eine Anti-Piracy-Firma wegen solcher Verstöße vor.

Über ein Jahr dauerte diese Entscheidung des Gerichts. Solange mussten die bereits vorher verurteilten Filesharer auf ihre Freilassung warten. Ihnen wurde vorgeworfen, Musik im Internet zur Verfügung gestellt zu haben.


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WebReporter: chriz82
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frankreich, legal, illegal, Filesharer
Quelle: www.gulli.com

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2008 21:23 Uhr von Slaydom
 
+22 | -0
 
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@hei: die Freilassung hat ncihts mit Knast zu tun, sondern eher die Zahlungsforderung die sie angehen sollten...
Die Logging Programme laufen richtig fehlerhaft, zählt bei vielen Gerichten aber nicht.
Ich finde das Urteil nur richtig, endlich wurde mal wieder etwas mehr Freiheit geschenkt.Wir werden noch früh genug ein Überwachungskontinent...!
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08.07.2008 21:26 Uhr von ray83
 
+17 | -0
 
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"In der Schweiz geht man derzeit gar gegen eine Anti-Piracy-Firma wegen solcher Verstöße vor."


na wer wird das wohl bloß sein...
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08.07.2008 21:43 Uhr von Great.Humungus
 
+20 | -7
 
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und in Deutschland laufen leute die Rentner tot fahren bis zur Verurteilung frei rum (und danach auch)
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08.07.2008 22:05 Uhr von NetCrack
 
+5 | -1
 
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Polarisiert auf der einen Seite ist das Urteil natürlich höchst begrüßenswert und auch absolut richtig, auf der anderen Seite bin ich schockiert das Filesharing bei den Franzosen offenbar als so schweres Verbrechen angesehen wird, dass die gleich im Knast sitzen!
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08.07.2008 22:24 Uhr von partybear
 
+7 | -0
 
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Na endlich: Hab eigentlich darauf gewartet, dass die minderwertige Industrie, die sich selber durch solche Verfahren ein Armutszeugnis ausstellt, weil ihre "Crapmusik" niemand kaufen will, mal wieder einen vor den Bug bekommt.

Dass die tollen IP-Scanner und so weiter Müll sind, weiss man spätestens, wenn man das hier liest:
http://www.chip.de/...
Have Phun ;)
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08.07.2008 22:29 Uhr von Cimarron
 
+5 | -0
 
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Freilassung ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck.
Evt. ist nicht ganz bekannt was `Bewährung´ bedeutet ?

Zitat aus der angegebenen Quelle:
Der Prozess des ersten Betroffenen hatte bereits im März 2007 begonnen und endete mit einer 3-monatigen Bewährungsstrafe.

Zum Thema: Nu zu wünschen das dies auch Auswirkungen auf den Rest der Welt hat.
Wie stark ist die Lobby?
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08.07.2008 23:33 Uhr von Chriz82
 
+2 | -1
 
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@wok: heißt es ja auch in der überschrift. im text is mir wohl ein missverständnis unterlaufen. sorry dafür.
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09.07.2008 00:00 Uhr von CHR.BEST
 
+8 | -1
 
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Frankreich, Schweiz und was ist mit Deutschland?
Hierzulande überlegen sich unsere Volkstreter eher, wie sie der (Musik-)Industrie noch tiefer ins Rektum kriechen können.
Ich denke auch, daß ohne Filesharer viele Schrottsongs überhaupt keine Verbreitung fänden und stattdessen wie Blei im Regal lägen.

Tja, abrechnen ohne Leistung zu erbringen ... das kennen wir in Deutschland doch sehr gut *hust* Strom *hust* Telekom ...
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09.07.2008 01:37 Uhr von Evil0Dead
 
+4 | -2
 
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@CHR.BEST Telekom Die Telekom würde sicherlich gerne mehr Leistung bringen (können) jedoch durch die tolle EU und deutsche Volkszertreter wird sie jeglicher Möglichkeit beraubt.
Vor kurzem erst wurde es der Telekom gestattet niedirgere Preise zu machen.
Nur wer sich schonmal gefragt hat, wer das Netz aufrecht halten soll bzw. es auch noch ausbauen soll wird ziemlich sicher auf die Telekom stoßen.
Diese darf (leider) nicht allzuhohe durchleitungsgebühren für Reseller (Arcor,1&1 etc.) verlangen, im Gegenzug diese Anbieter von der Telekom aber horrende Summen.
Wenn ich jetzt einem mittelhohen Verantwortlichen aus unserem Kreis glauben schenken darf, dann reichen die Durchleitungsgebühren gerade mal so aus um das Netz stabil zu halten, jedoch ist dann noch kein Arbeiter bezahlt... und jetzt sag du mir mal wie die Telekom etwas besser machen soll...

b2t:
Gute Entscheidung der Richter in Frankreich.
Klar Schaden wird durch Filesharing verursacht, jedoch kaufen Fans und andere Platten die gut sind - und das sind wenige Geworden...
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09.07.2008 01:53 Uhr von CHR.BEST
 
+3 | -2
 
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@Evil0Dead: Ich hab meine Erfahrungen mit der Telekom schon gemacht und die waren durchweg schlecht. So wurde mir (und tausenden anderen) ein doppelter DSL-Anschluß angerechnet, obwohl ich immer nur einen einzigen haben wollte und dies der Telekom auch mitteilte. Als ich mich weigerte, 2x für eine Leistung zu bezahlen, flatterte mir (genauso wie tausend anderen) sogleich ein Schrieb der berüchtigten Kanzlei Seiler & Kollegen in´s Haus.
Zeitweise hatte ich auch garkein DSL und mußte mich für teuer Geld per Modem ins Internet wählen.
Vom stundenlangen, sinnlosen Rumhängen in irgend einer Warteschleife will ich garnicht reden.

Ich für meinen Teil habe daraus die Konsequenzen gezogen und werden recht bald auch noch das letzte Überbleibsel des ehemaligen Monopolisten (den Telefonanschluß) kündigen.
An mir wird die Telekom in Zukunft keinen Cent mehr verdienen.
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09.07.2008 06:50 Uhr von Hinkelstein2000
 
+4 | -1
 
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@ CHR.BEST: tja, und ich habe mit einigen privaten (freenet, Alice etc.) ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Warum hat die Telekom als einziges Unternehmen sich verpflichtet, Störungen (gerade auch im Bereich DSL) binnen 24 Stunden zu beheben? Bei Alice z.Bsp. habe ich damals fast 14 Tage drauf warten müssen - seitdem zahle ich lieber ein bisschen mehr, aber mein Anschluß läuft zuverlässiger...
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09.07.2008 09:11 Uhr von Deniz1008
 
+1 | -0
 
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Frankreich contra Deutschland kommt ja einem ziemlich spanisch vor, weil die eu-nachbarländer des öfteren urteile zu gunsten vermeintlicher filescharer sprechen, während in deutschland genau das gegenteil der fall ist.
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09.07.2008 11:19 Uhr von Borgir
 
+3 | -0
 
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filesharer: sind scheinbar echt die größten verbrecher von allen. wieso sonst sitzt der im knast und killer laufen frei rum
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09.07.2008 14:27 Uhr von heliopolis
 
+1 | -1
 
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Das wird ein Problem: Wenn es irgendwann einen EU-Verfassung oder vergleichbare Vereinbarung geben sollte, wird das ein Problem werden. Jetzt hat Frankreich durch nationalen Spruch geldgeilen Anwälten einen Riegel vorgeschoben. Gleichzeitig kündigt die EU aber verschärfte Gesetze gegen Lizenzverletzer und Filesharer. Das ist ein Rechtswiderspruch und wird garantiert zum Problem.
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09.07.2008 18:35 Uhr von Gloi
 
+0 | -0
 
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Gut: Auch wenn ich die Höhe des Strafmaßes nicht bedenklich finde, das suchen nach Beweisen wurden zu Recht kritisiert.
Wer 23.000 urheberrechtlich geschützte MP3s und Videos anderen Verfügbar macht, darf sich nicht wundern wenn er zu 3 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt wird. Ich finde die Strafe in Ordnung. Gleichzeitig begrüße ich es das IP-Adressen und das wahllose Scannen nach Usern im Internet als Verstoß gegen den Datenschutz betrachtet werden soll.
Insofern finde ich die Entscheidung des Gerichts gut.

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