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Medikamententester stirbt nach Zusammenbruch

Ein Teilnehmer einer Testreihe eines neuen Arthritis-Medikaments der Firma Medigene ist nach einem Zusammenbruch gestorben. Bei ihm wurden Herzprobleme beobachtet, daraufhin wurde er stationär behandelt, dann aber entlassen. Einige Tage später kam es zum Zusammenbruch.

"Bisher ist unklar, ob ein Zusammenhang zwischen diesem tragischen Vorfall und der Einnahme des Medikaments besteht", ließ Medigene verlauten. Die Aktie des börsennotierten Unternehmens brach jedoch nach Bekanntgabe um 20 % ein.

Bei den rund 80 anderen Testern sind bisher nur leichte Nebenwirkungen aufgetreten, die Testreihe wurde dennoch abgebrochen. Medigene teilte mit, dass trotz dieses Vorfalles weiter an dem Medikament geforscht wird.


WebReporter: Amerilion
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Medikament, Zusammenbruch
Quelle: www.n-tv.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2008 19:13 Uhr von Amerilion
 
+0 | -0
 
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Wenn ich sowas lese weiß ich immer warum ich solche Tests nicht machen möchte, auch wenn ich als Student das Geld gut brauchen könnte. In der Quelle stand leider nicht ob die Polizei ermittelt, ich kann mir aber denken das eine gründliche Überprüfung folgen wird.
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08.07.2008 19:52 Uhr von Chriz82
 
+9 | -5
 
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Unterschrift: ich denke, die haben sich vorher gut abgesicht. im kleingedruckten wird das sicher drin stehen, dass, wenn man dabei erkrankt oder stirbt, keine rechtsansprüche mehr an den pharmakonzern hat. ok, wenn man dabei stirbt is das sowieso schwierig. aber dafür bekommen die ja auch das geld. wer sowas macht, weiß, womit er zu rechnen hat.

pharmakonzerne sind übrigens nicht besser als die zigarettenindustrie, die waffenindustrie oder google :)
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08.07.2008 20:22 Uhr von TheOrigin
 
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Während meines Studiums: habe ich auch so ein Angebot bekommen und ernsthaft darüber nachgedacht. 6000€ für 3 Monate sind viel Geld für einen zeitlich gebundenen Studenten. Allerdings habe ich mich dann dagegen entschieden, nachdem ich mich über alle Risiken und Nebenwirkungen informiert hatte. Die testenden Unternehmen sind dabei 100%ig abgesichert, da der Tester sehr genau darüber bescheid weiss, das es risikoreich ist und auch dafür unterschreiben muss keinerlei Regressansprüche zu haben bei einem eventuellen Problem. Traurig aber sowas passiert.
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08.07.2008 20:28 Uhr von XxSneakerxX
 
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Ist doch trotzdem rechtens seitens des Pharmaunternehmens. Ich heiße solche Tests zwar auch nicht für gut & würde trotz Geldmangels diese niemals in Anspruch nehmen, weil es mir das Risiko nicht wert ist. Diese "Probanden" haben dennoch ihr Einverständnis gegeben, dass im Falle einer gesundheitlichen Verschlechterung, Nebenwirkungen oder gar des Todes das Unternehmen nicht angeklagt werden kann. Ich denke er wusste Bescheid über etwaige mögliche Konsequenzen...
Jeder sollte sich im Klaren sein, ob man dieses Risiko eingeht oder eben nicht.
Neue Medikamente sind nunmal sehr risikoreich und potenziell gefährlich...einfach aus dem Grund, da sie erst getestet werden müssen. Was bringen schließlich tausende von Tests an Tieren, wenn diese Organismen anders reagieren als der Mensch?! Der Mensch spielt hier das Versuchskaninchen & da passieren solch Zwischenfälle.
Seitens des Pharmaunternehmens eine gute Entscheidung die Testreihe abzubrechen. Das ist Forschung....nicht optimal, aber unumgänglich (zur Zeit...).
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08.07.2008 21:25 Uhr von Great.Humungus
 
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@ Sneaker: Ich bin mir recht sicher das der Proband sich über die Risiken im klaren ist/war aber eingige Leute, z. B. Studenten wissen am ende nicht wo sie das Geld für die Miete her kriegen oder sonst was und sind so förmlich gezwungen auf solche Angebote einzugehen.
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08.07.2008 22:53 Uhr von Davtorik
 
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hmmmm ob da ein Zusammenhang zwischen Arthritis und Herzproblemen besteht wage ich zu bezweifeln... Ich weiß nicht, wie genau die Patienten vor dem Testlauf durchgecheckt wurden.... das Geld, dass man dabei verdienen kann lockt eben viele
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08.07.2008 23:23 Uhr von Ich_bins_wieder
 
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nun stellt: euch einmal vor es kommt heraus, dass der Proband nur ein Placebo bekommen hat... (was durchaus auch möglich ist denn so und so viele Tester bekommen eins).
Ach als Student bekommt man öfters mal die Gelegenheit (?) sowas mit sich machen zu lassen. Hätte erst kürzlich mich eine Röhre stecken lassen können, mit Lauten Geräuschen und Bildern; dann hätte ich entweder eine Nährlösung oder ein Stresshormon bekommen [60€ für eine Sitzung von 2 Stunden, war mir dann aber auch nicht so ganz geheuer]
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08.07.2008 23:44 Uhr von NetCrack
 
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Nunja, ich meinte er hat ja gewusst worauf er sich einlässt wenn er ein neues Medikament freiwillig testet. Nichts desto trotz wäre unser Leben ohne Menschen die sich für sowas bereit erklären wahrscheinlich wesentlich kürzer und weniger angenehmer, insofern meinen Respekt, gerade da ich es sicherlich nicht machen würde, egal für welches Geld und meine Anerkennung. Ich nehme nicht an das die Herzprobleme preexistent waren, da zu solchen Studien für gewöhnlich nur Kerngesunde Menschen zugelassen werden.
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09.07.2008 11:02 Uhr von ZTUC
 
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ohne Tests geht´s nicht: Medikamente müssen getestet werden, auch am Menschen sondern wären die ersten Patienten die Testpersonen und das kann man nicht zulassen.

Solche Test sind also sinnvoll und die bekommen ja auch nicht wenig Geld für sowas.
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09.07.2008 13:44 Uhr von cyrus2k1
 
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Studenten - Die neuen Sklaven: Es ist doch erschreckend was Studenten inzwischen alles machen um an Geld zu kommen, arbeiten als Versuchskarnikel, gehen auf den Strich, verkaufen Drogen oder machen die menschenunwürdigsten unterbezahlten Jobs. Alles eine Folge der tollen Uni-Gebühren.
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10.07.2008 00:38 Uhr von Blue_Crystal
 
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Man man man warum müssen die, die keine Ahnung haben, immer am lautesten schreien?! Wer von euch kommt aus der medizinischen Forschung? Ihr stellt euch das so einfach vor...!?

Das Medikament wurde nicht einfach so verabreicht, sondern war sogar bereits in Phase 2 erfolgreich, dort allerdings in flüssiger Darreichungsform. Lediglich die Form wurde von flüssig auf fest geändert und man ist damit nochmals in die klinische Phase 1 gegangen.

Das sind alles Phasen, die man nicht mal so eben abhakt, da wird schon übervorsichtig vorgegangen, vor allem auch, weil bereits sehr viel Geld in die vorherigen Forschungsphasen geflossen ist.

Der Tod des Mannes kann auf eine genetische Besonderheit zurück zu führen sein oder unabhängig vom Medikament passiert sein, man weiß noch nichts Genaueres.

Pharmaforschung mit Zigaretten- oder Waffenindustrien zu vergleichen ist echt armselig.... *kopfschüttel*

PS: Und negative Bewertungen stören mich auch nicht - eher die Bewerter die Wahrheit.
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10.07.2008 15:02 Uhr von bigpapa
 
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Genau die Tests sind RICHTIG und WICHTIG: und wenigstens Riskieren die Menschen dort ihr Leben unter bestmöglicher Aufsicht und nicht um irgend ein Kick zu bekommen.

Sie helfen das andere Menschen länger + vielleicht besser Leben können. Die Kohle da ist eigendlich ein besseres Taschengeld (2000 Euro /Monat). Das ist nix mehr als ein sehr gut bezahlter JOB.

Gruß

BIGPAPA
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10.07.2008 15:55 Uhr von kyr
 
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Die Alternativen: Die Alternativen um solche Vorfälle zu vermeiden sind a) Medikamente nicht testen (viel mehr Kranke/Tote durch Nebenwirkungen) oder b) keine Medikamente zu entwickeln (viel mehr Kranke/Tote mangels Medikamente). Solche Tests sind also völlig in Ordnung und notwendig, außerdem sind Versuche an Menschen ja eine der späteren Phasen.
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10.07.2008 23:23 Uhr von jsbach
 
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Da fallen mir immer: die Werbebanner von den Arzneimittelfirmen ein. X-Tausend Euro für testen von..XY oder in den Laufbändern von N24 oder n-tv ein.
Am lebenden menschlichen Objekt, würde ich das nicht für viel Geld machen.
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12.07.2008 11:33 Uhr von george_kl
 
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risiken sind immer drin! So ein Tester verdient bestimmt nicht schlecht und die Risiken sind bestimmt dieser Person bewusst gewesen, denn anders kann ich mir das gar nicht vorstellen.

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