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Uni-Professor: Neue Jobs durch steigende Dieselpreise?

Der Professor Bernd Noche von der Universität Duisburg-Essen sieht in dem steigenden Dieselpreis neue Chancen für den Standort Deutschland. Die hohen Energiepreise seien keine Gefahr für die deutsche Wirtschaft.

Er argumentiert, dass durch die höheren Transportkosten wieder mehr kleinere Logistiklager statt wenigen großen Zentrallagern entstünden, was für neue Jobs sorge. Außerdem würden mehr Firmen wieder in Deutschland produzieren, weil dies dann rentabler sei.

Auch die Transportbranche sieht er nicht gefährdet, da die Bahn keine echte Alternative sei. Letztendlich warnt er die Politik davor, sich in diese Entwicklung einzumischen. Der Schaden könnte sonst höher als der Nutzen sein.


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WebReporter: RecDC
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Job, Diesel, Uni, Professor
Quelle: www.wdr.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2008 17:18 Uhr von RecDC
 
+0 | -0
 
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Ich finde die Argumentation ja ganz schlüssig und fände es auch besser, wenn unsere Produkte wieder bei uns und nicht in China produziert werden würde, aber bis es soweit ist wird bestimmt noch eine lange Zeit dauern. Bis dahin werden viele unter den hohen Spritkosten leiden und sogar ihren Job verlieren.
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08.07.2008 18:02 Uhr von Mi-Ka
 
+3 | -0
 
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Werften: Das kann man sich fast gar nicht vorstellen aber es lohnt sich neue Containerschiffe zu bauen, damit man die Flotte mit langsamerer Durschnittsgeschwindigkeit fahren lassen kann und auf diese Weise so viel Treibstoffkosten spart.
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08.07.2008 18:05 Uhr von mueppl
 
+3 | -1
 
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Klingt schlüssig aber unserer Wirtschaftslobby fällt bestimmt noch etwas viel schlüssigeres ein.
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08.07.2008 18:09 Uhr von Pistensau96
 
+3 | -1
 
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Licht und Schatten: Naja, es hat alles seine Vor- und Nachteile.
Vorteile sehe ich zum Beispiel bei Tiertransporten, die sich vielleicht nicht mehr lohnen. Man muss auch nicht unbedingt für eine Woche Urlaub ans Ende der Welt fliegen.
Die Nachteile spürt man dann eben direkt beim Tanken oder wenn man Heizöl kauft.
Insgesamt hält es sich aber denke ich die Waage...
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08.07.2008 18:14 Uhr von Thingol
 
+5 | -2
 
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Wirtschaftsangst: Wir sollten uns vllt auch alle nicht so vereinnahmen lassen. Ich habe es satt, wenn alle so hysterisch werden, weil die Wirtschaft gerade nicht so gut läuft. Klar, jeder merkt es, dass alles teurer wird, und ich als Student habs auch nicht dicke, doch ich versuche das beste drauß zu machen. Große Zukunftsangst hab ich nicht. Die Horrorzahlen, die sie einem im TV immer um die Ohren schlagen mögen zwar stimmen, oder vielleicht auch nicht,... aber ich leb einfach so weiter, wie ich es vorher auch gemacht habe. Blicke positiv in die Zukunft und lass mich von allen Missmachern (von denen wir ja hier in D ja genügend haben) nicht die Laune kaputt machen. Irgendwie muss es ja weitergehen. :-)
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08.07.2008 18:15 Uhr von CHR.BEST
 
+2 | -0
 
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Immerhin sorgen die höheren Transportkosten daß die Straßen nicht mehr so stark als Läger für Just-In-Time-Unternehmen mißbraucht werden.

Sobald allerdings wieder eine günstige Energiequelle gefunden wird, geht das Hin- und Hergekarre von Krempel und Südfrüchten wieder von vorne los.
Da hat man es im Star-Trek-Universum auch wieder besser. Ware wird einfach in Lichtgeschwindigkeit ins Hochregallager gebeamt, kein LKW, keine Container und keine Zwischenläger. Logistiker würden da feuchte Augen bekommen, wenn es sowas in real gäbe ;-)
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08.07.2008 18:34 Uhr von Onkeld
 
+6 | -0
 
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warum: hab ich nur das komische gefühl, daß der gute mann recht hat? mein komisches gefühl besteht darin, daß mehr kleine lager entstehen die dann 400eur jobber übernehmen.
nur sehe ich einen solchen job nicht als arbeitsplatz.

mag mir wer das gefühl nehmen?
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08.07.2008 18:39 Uhr von certicek
 
+1 | -0
 
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Für mich ist das nicht schlüssig Theoretisch würde es bedeuten, daß wir Minus machen.

Ok. Das mit den Lagern ist einleuchtend: Also werden wir mehr Lagerarbeiter haben. Auch ein Erfolg :-))

Das Unternehmen standortnah zu ihren Kunden produzieren glaube ich auch. Mit der Auslagerung von Industriearbeitsplätze sieht man es ja.
Die Frage wäre jetzt aber, ob der Produktionspreis pro Stück in China oder Indien oder sonstwo plus Transportkosten nach Deutschland günstiger sind als die Produktion in Deutschland?
Wenn dem so wäre, was macht die Wirtschaft?

PS.: Es gibt viele ausländische Transportfirmen, die billiger sind als deutsche.
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08.07.2008 18:45 Uhr von Slippy01
 
+1 | -0
 
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Da durch: die steigendene Diesel/ Benzin-Preise alles andere teuerer wird (Bsp: Lebensmittel, Stahl, etc), fallen die Personalkosten einfach nicht mehr so ins Gewicht. Der Vorteil der Schwellenländer wie China wird geringer.
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08.07.2008 19:08 Uhr von certicek
 
+0 | -1
 
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@Slippy01: Ich habe von Produktionspreis pro Stück plus Transportkosten geschrieben ... Der ist wesentlich umfassender als die Personalkosten. Denk mal drüber nach.
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08.07.2008 20:10 Uhr von MisterTorture
 
+2 | -3
 
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Ja nee... is klar Is ja schliesslich logisch.
Höhere Kosten im Allgemeinen haben ja in der Vergangenheit sooo viele Arbeitsplätze geschaffen...

Ich glaub der Herr Professor leidet unter Realitätsverlust...

Ich bin der Meinung, dass das steigen der Kraftstoff- bzw. der Energiepreise im Allgemeinen nur einem dienen: Einer schnellen Inflation.

Wird doch eh immer alles auf den Endverbraucher abgewälzt....

Ich finds aber beeindruckend mit welchem Optimismus dieser Herr Professor solch eine Aussage macht...
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08.07.2008 22:48 Uhr von jsbach
 
+2 | -1
 
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Für mich sind diese Aussagen: des Gelehrten fast ein Widerspruch in sich.
Kleiner Läger ..ergo mehr Jobs...aber was für welche?
Bahn keine Alternative? Sollen noch mehr Autobahnen gebaut werden, und können das heutige Verkehrsaufkommen schon nicht mehr verkraften.
Will er dann mit Zeppelinen die Frachtgüter durch die Lüfte transportieren?
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08.07.2008 23:26 Uhr von NetCrack
 
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Na klar, wer 6000€ oder mehr im Monat verdient kann über den hohen Dieselpreis ruhig ein bisschen Klugscheißen. Dass dieser sich direkt und bei jedem im Geldbeutel bemerkbar macht weil der Löwenanteil der deutschen Transportwirtschaft nunmal mit Dieses-LKWs arbeitet und sich das sofort und quasi unmittelbar z.B. auf die Lebensmittelpreise niederschlägt verschweigt der Mann. Mal davon abgesehen, bis alle großen deutschen/europäischen Logistiker ihre Netze auf ein dezentraleres System umgestellt haben steht der Dieselpreis soweit unter der Decke, dass die Einsparungen durch eine Umstrukturierung wahrscheinlich nur noch marginal sind.
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09.07.2008 12:39 Uhr von Ulan
 
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Sehr logisch: Höhere Dieselkosten mit höhere/n/m Kosten/Mehraufwand auffangen. Das klappt bestimmt.
Wieder mal ein Beispiel für überbezahlte akademische Realitätsferne.
Ich hingegen prophezeie gratis einen rasanten Aufschwung der Rikschabranche.
Zu dem wird der Wolldeckenabsatz in ungekannte Höhen aufbrechen.
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09.07.2008 15:11 Uhr von ari99
 
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Aaargh Dieser Mensch kann uns sicher auch beweisen das Licht langsamer als Schall ist und das Universum sich um die Sonne dreht...

schließlich ist er Professor.....
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09.07.2008 19:12 Uhr von Montauk
 
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Neue Jobs durch steigende Dieselpreise? sicher!

wers glaubt, leidet unter ähnlichen realitätsverlust wie der prof.

und nochmals, wie bereits an anderer stelle, wir haben keine inflation.

inflation setzt vorraus, dass sich arbeit verteuert (löhne und waren steigen im preis).

jedoch haben wir genau den umgekehrten fall.
die löhne stagnieren oder fallen sogar, für neueinsteiger und zeitarbeiter.

hingegen steigen die monopolpreise, dinge, die von der arbeitskraft/wertschöpfung abgekoppelt sind, teilweise bedingt durch mangel.

zeiten der stagflation/deflation waren noch nie von wachstum, dem ausbau von kapazitäten geprägt.

eine inflation wäre das wesentlich kleinere übel, wo kapazitäten ausgebaut werden würden.

die finanzlobby (zentralbanken) würden sich ja ins eigene fleisch schneiden (haben die noch nie getan), würden sie bei einer inflation günstige kredite verteilen, und die schuldner regelrecht die kredite/geld schenken.

erklärung:
http://www.miprox.de/...


ansonsten bekommen mit der zeit bei steigenden dieselpreisen, höchstens die pferdezüchter und fahrradhändler hochkonjunktur.

firmen die fahrräder herstellen, sind in china, wegen dem kostendruck.

die lüge, auch wenn sie tausend mal in den medien rauf und runter gebetet wird, das wir unter einer inflation leiden, wird dadurch nicht wahrer.

der professer kommt medial nur deshalb zu wort, weil er entweder keine ahnung hat, oder mutwillig desinformation betreibt.
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10.07.2008 13:46 Uhr von xerxes100
 
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Neue Jobs durch höhere Energiepreise???? Diesem Professor sollte man schleunigst die Lehrbefugnis entziehen oder er sollte seine Finger vom Alkohol lassen.
So ein Schwachsinn habe ich lange nicht mehr gehört.
Folgt man Gedanken des Professors, würde das bedeuten, das bei einem Spritpreis von € 10,00 je Liter, die Vollbeschäftigung in Deutschland vorhanden wäre.

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