08.07.08 13:36 Uhr
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Neues Antibiotikum verhindert Resistenz der Bakterien

Wissenschaftler der Rockefeller Universität haben ein Antibiotikum entwickelt, gegen das Bakterien keine Resistenz entwickeln können.

Das Präparat mit Namen Ceftobiprole zielt direkt auf das Gen, das bei multiresistenten Bakterienstämmen die Resistenz verursacht und schaltet dieses aus. Bei den bisher durchgeführten Versuchen an multiresistenten Stämmen lag die Erfolgsquote bei 100%.

Laut Angaben der Entwickler sei das Medikament so erfolgreich, weil es den Abwehrmechanismus der Bakterien effektiv austrickse.


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WebReporter: T.Castor
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Bakterie
Quelle: www.sciencedaily.com

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2008 13:47 Uhr von Theex
 
+4 | -13
 
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Und was genau bedeutet das jetzt für die weitere Forschung? Welche Krankheiten können damit dauerhaft geheilt werden? Kann man damit eine neue Generation an Impfstoffen entwickeln?
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08.07.2008 14:00 Uhr von E-Woman
 
+4 | -1
 
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@Theex: da die Leute bei jeder Kleinigkeit Antibiotika schlucken, helfen diese dann unter Umständen nicht mehr bei schweren Erkrakungen.

lies das mal hier, könnte aufschlussreich sein:

http://www.uni-koeln.de/...
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08.07.2008 14:13 Uhr von Theex
 
+4 | -2
 
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wunderbar danke,, das ist mir jetzt irgendwie nicht in den Sinn gekommen.. wohl was verwirrt heute
hehe
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08.07.2008 15:08 Uhr von nettesMädel
 
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interessanter Ansatz: In der Genetik werden solche Antibiotika schon länger eingesetzt, aber interessant, dass die Pharmaindustrie mittlerweile es zu weiterentwickelt haben, dass es scheinbar tatsächlich eingesetzt werden kann.

Allerdings wäre das Problem mit den Resistenzen erst gar nicht aufgetreten, wenn man nicht bei jeder kleinsten Infektion gleich Antibiotika schlucken würde. Mein (neuer) Hausarzt hat mich im Winter mal damit überrascht, als er bei mir ne Grippe diagnostiziert hatte und dann gefragt hat, ob ich Antibiotika möchte...ich hab dann mit nein geantwortet, weil ich ein wenig von Mikrobio verstehe und weiss, dass bei Viruserkrankungen das nun mal nix hilft....aber der Arzt meinte, dann das viele Patienten das wünschen, weil sie sich dann besser fühlen würden. Ich hab die Grippe mit viel Tee, Kamillendampf und ätherischen Ölen auch so in einer Woche bekämpft.....
Vielleicht sollte hier auch mal wesentlich mehr Aufklärung betrieben werden....
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08.07.2008 15:17 Uhr von seto
 
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alles interessant und gut: wer hätte nicht angst vor solchen erregern und will geheilt werden..aber die natur hat die krankheiten nicht umsonst geschaffen und wird auch hier nen ausweg finden
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08.07.2008 19:47 Uhr von Der Erleuchter
 
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Da glaub ich nicht dran. Auch wenn sich der Wirkstoff als sehr wirksam erweist, ist es nur eine Frage der Zeit bis eine Resistenz entsteht.
Mich würde interessieren woher der Autor der Quelle weiß, dass das Gen für die Resistenzbildung betroffen ist und gibt es ein solches überhaupt???
Ich konnte keine Quellen finden, die so etwas behaupten. Cephalosporine greifen in den Mechanismus der Zellteilung ein - ich seh da also keinen Zusammenhang.
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08.07.2008 20:22 Uhr von Der Erleuchter
 
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Anscheinend gibt es: ein Gen das Resistenzen gegenüber Cephalosporinen vermittelt, nämlich das ß-Lactamase-Gen. D.h. das Antibiotikum hat eine mehrfache Wirkweise - anders kann ich mir das nicht erklären.
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08.07.2008 21:31 Uhr von Webmaster01
 
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Das wird wohl unser ewiger Kampf bleiben. Mal sind wir schlauer..mal die Bakterien...
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08.07.2008 22:39 Uhr von Jean-Dupres
 
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Genau nach solchen Mitteln sucht: die Pharmaindustrie weltweit.

Die vollständige Resistenz gegen Antibiotika durch Bakterien wird in ca. 30 Jahren erreicht sein, bei der derzeitigen Verabreichungspraxis von Antibiotika (auch ohne die Massenanwendung bei jeder Kleinigkeit) !

Ohne neue Entwicklungen in diesem Bereich, so wie dieses vermeintliche Medikament, könnte zukünftig jeder Infekt tödlich enden !
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08.07.2008 23:41 Uhr von Ich_bins_wieder
 
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schön: dann gibt es wenigstens mal was evtl. gescheites gegen die jetzige Generation von Bakterien. Aber es wird sicher so sein wie es Webmaster01 schreibt, ein ewiges Gerangel.

Das letzte mal als ich so "Keule" zu mir genommen habe [vor mehr als einem Jahr], hatte ich ne Entzündung, bei der mir mein Hausarzt nahe gelegt hat ich solle es mal nehmen (habe danach den Körper wieder ausreichend gestärkt und eine leichte Diät gehalten, dann geht das ganze ja mal).
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08.07.2008 23:45 Uhr von KingPR
 
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Jean-Dupres: Hast du etwa "Die Schönheit jener fernen Stadt" gelesen?^^

Nette Erfindung jedenfalls. Wenn es durch die Massenfertigung günstig wird, brauchen wir z.B. keine speziellen Antibiotika zur Behandlung von gewissen Tuberkulosestämmen mehr, wodurch jede Menge Geld gespart und jede Menge Leben in armen Ländern gerettet werden können. Und Tuberkulose ist nur ein Beispiel.
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09.07.2008 00:55 Uhr von CHR.BEST
 
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Cool: Ich wußte nicht, daß diese Multiresistenz von Bakterien von nur einem einzigen Gen abhängt und dieses auch noch bei allen Bakterienarten dasselbe ist.

Das ist ein Riesenfortschritt. Hm, schade daß man noch immer keine guten Mittel gegen AIDS, Krebs, Astma und andere Geiseln der Menschheit gefunden hat.
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09.07.2008 12:29 Uhr von Zeak
 
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Resistenzen: gegen Antibiotika "lagert" so ein Bakteium häufig nicht direkt im eigenen Genom, sondern als kleinen DNA-Ring (Plasmid). das gemeine daran ist, dass viele Bakterien freizügig ihre unterschiedlichen Plasmide an andere weitergeben und ihre eigenen um neue Resistenzen erweitern.
ich vermute einfach mal, dass dieses neue Antibiotikum in irgendeiner weise verhindert, dass solche Plasmide zwischen den Bakterien ausgetauscht werden.

zum thema Grippe und Antibiotika:
grundsätzlich stimmt es: die Grippe ist ein viraler Infekt und Antibiotika wirken nicht gegen Viren.
Allerdings gibt es bestimmte Bakterienarten, die Viren durch Spaltung bestimmter Oberflächenproteine infektiöser machen als diese von natur aus wären. so können die viren sich dann noch schneller ausbreiten und schwerere sympthome auslösen. durch Antibiotika werden diese Bakterien abgetötet und die Viren weniger infektiös.
ob man allerdings auch bei jedem grippalen infekt gleich Antibiotika nehmen sollte, wage ich zu bezweifeln
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09.07.2008 13:47 Uhr von DerBibliothekar
 
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Es ist das R-Plasmid: Das da Angegriffen werden muss, dieses Plasmid ist überall gleich, sogar die Reihenfolge der Gene für bestimmte Resistenzen ist immer Gleich.
Man kann sagen, dass das Konzept machbar ist.
Nur ist das Problem von Genverändernden substanzen immer dasselbe: Durch Zufall kann ne ganze Menge passieren.

UND: Alle Arten von Bakterien sind in der Lage, ihr r-Plasmid zu Kopieren und an andere Bakterien weiterzugeben (sogar an Artfremde und durch Zufall kann es zur Übertragung von Resistenzen in Virale DNA kommen)
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12.07.2008 11:38 Uhr von george_kl
 
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Ein Ende der Bakterien? Kann ich mir schwer vorstellen...
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12.07.2008 13:38 Uhr von Jean-Dupres
 
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@george_kl: Die Bakterien gehen davon noch lange nicht ein, schließlich soll das Mittel ja nur davor bewahren an der Infektion zu krepieren.

Und da zusätzlich das Medikament nicht weltweit verfügbar sein wird, wird immer irgendwer den Erreger erneut einschleppen.

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