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Bundeswehr kämpft mit "Kündigungswelle" bei Piloten und Ärzten

Die Bundeswehr kämpft im Moment mit vielen Kündigungen. Vor allem Ärzte und Piloten verlassen die Armee, um andere Stellen in der freien Wirtschaft zu belegen.

Die Bürokratie und die zunehmende Anzahl an Auslandseinsätzen macht den Soldaten das Leben schwer und lässt sie den Dienst quittieren.

Die Bundeswehr, die diese Entwicklung als kritisch betrachtet, möchte das Problem durch erhöhte Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel das Schaffen von Kindertagesstätten, lösen.


WebReporter: L.Berto
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arzt, Bundeswehr, Pilot, Kündigung
Quelle: de.news.yahoo.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.07.2008 18:18 Uhr von L.Berto
 
+0 | -0
 
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Ich kann die Leute verstehen. Ich denke gerade Hochqualifizierten wird dort einfach zu wenig geboten. Die einzigen, die länger beim Bund bleiben sind oft Menschen mit niedrigem Abschluss, die sonst keine Möglichkeiten mehr haben.
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07.07.2008 19:10 Uhr von peppie2k
 
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07.07.2008 19:16 Uhr von Raptor667
 
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gemeint sind wohl Berufssoldaten.Und die können sehr wohl Kündigen.
Aber zu dem Kommentar vom Autor....hast Du nachgedacht als Du Deinen Kommentar geschrieben hast oder weißt du es einfach nicht besser?
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07.07.2008 19:28 Uhr von auRiuM
 
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warum auch nicht: 15 jahre bundeswehr, wärend der ausbildung/studium gut bezahlt werden und danach denn in der freien wirtschaft das dreifache verdienen...ich würde das nicht anders machen.

der einzige nachteil ist, dass man in trimestern studiert beim bund.
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07.07.2008 19:51 Uhr von TheOrigin
 
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während meines Grundwehrdienstes: habe ich mich nur gewundert wie es so lange möglich ist so ein aufgeblähtes Verwaltungsorgan so lange am Leben zu halten ohne dabei Pleite zu gehen. Alleine in meiner Kompanie hätte ich zig Verbesserungsvorschläge gehabt um besser arbeiten zu können. Das Problem ist nur das sich dann ein paar "Alteingesessene" in ihrer Kompetenz beschnitten fühlen und somit alles im Keim ersticken, bevor das Wort "Effektivität" fällt.

Bund ist ein Körper von der Größe einer Erbse mit einer Verwaltung in Form eines Wasserkopfes in Melonengröße.
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07.07.2008 19:58 Uhr von Onkeld
 
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@theorigin: der größte feind is die bürokratie. dazu kommen noch die dickschädel. ist schade und noch trauriger.

und der werte herr autor, kann und weis es mit sicherheit nicht besser.
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07.07.2008 20:01 Uhr von TheOrigin
 
+3 | -3
 
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@Onkeld: Meine Rede, ich habs nur versucht etwas "bildlich" darzustellen ;)
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07.07.2008 20:03 Uhr von In extremo
 
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@TheOrigin: "Bund ist ein Körper von der Größe einer Erbse mit einer Verwaltung in Form eines Wasserkopfes in Melonengröße."

Als wäre das irgendwo im bürokratischen Deutschland anders :P
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07.07.2008 21:04 Uhr von aaargh
 
+3 | -0
 
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Abwanderung stoppen ;): Das ganze wäre schnell zu stoppen, vor allem bei den Piloten: Einfach marktüblich bezahlen (nicht ganz so einfach: Ein vernünftiges Arbeitsumfeld schaffen).
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07.07.2008 21:16 Uhr von Onkeld
 
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piloten: können sich in sachen arbeitsumfeld ja nicht beschwern, nur in sachen bezahlung höchstwarscheinlich.

nur geht nen pilot mal eben 2-3 wochen nach afghanistan, das zwar öfters im jahr, dafür ist ja länger bei der familie.
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07.07.2008 22:08 Uhr von cookies
 
+5 | -0
 
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jetzt erst merken viele Arbeitgeber dass hoch qualifizierte Arbeitnehmer sich umorientieren, wenn die Bedingungen nicht stimmen. Die letzten Jahre haben sich die "Guten" noch zurückgehalten. Jetzt aber , wo es mehr Möglichkeiten gibt, hagelt es die Kündigungen.

Das ist aber nicht nur bei der Bundeswehr so, sondern in allen schlecht bezahlenden Branchen wie auch z.B. im Handel!
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07.07.2008 22:22 Uhr von Alxy
 
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tolles thema: also ich bin aktiver soldat, der mittleren führungsebene mit verantwortung über gerät welches mehrere millionen euro kostet...

und ich kann nur eins sagen...

in einer gesellschaft, geprägt von nintendo, mtv und taliban wird sich in zukunft keiner mehr hinstellen und sich vom muslimischen top-terroristen die birne in pusemuckel wegsprengen lassen und das für 1300 euro netto...

es wird nicht funkionieren, da man als soldat uneingeschränkt mobil sein muss. die familie nur am we sieht. einen enormen wirtschaftlichen aufwand betreiben muss um zur arbeit und nachhause zu kommen (stichwort spritpreise - ich hatte die letzten 4 monate 600€ spritkosten/monat).
die arbeitszeiten sind nicht human genug. die wochenenden, das heiligste gehen flöten wenn etwas vollkommen unwichtiges, wichtig gemacht wird..
ich sage euch, es wird in den nächsten 10 jahren ein problem mit dem nachwuchs geben.

und spätestens dann, werden sich die schlauen köpfe etwas einfallen lassen müssen, wie sie die leute rekrutieren.
heutzutage kannste keinen mehr hinterm ofen hervorlocken mit argumenten wie "dem land einen dienst erweisen" - in einer moralisch so verkommenen gesellschaft, in zeiten von youporn und co, ist es vollkommen hirnrissig nicht mit geld zu ködern.
aber selbst das schaffen die nicht.

wenn man umrechnet, wieviel man im monat verdient und was man an ausgaben hat, kommt der soldat immer schlechter weg, auch wenn er evtl ein paar hundert euro mehr verdient.

das arbeitsumfeld ist ein riesen problem. wer will sich denn noch bitte den arsch aufreißen? wer möchte denn noch bei -20 grad draußen im zelt pennen?
nur individualisten und chancenlose..
in einer zeit, wo 90% der schulabgänger solch bequeme berufe wie bürokaufmann, einzelhandelskaufmann, großen-außenhandelskaufmann oder sowat lernen möchte, wo das größte risiko besteht, sich am papier zu schneiden kann man keinen mehr damit ködern, das man beim bund abenteuer und spaß erlebt.
findet man draußen nichts, geht man eben zum bund.
dementsprechend spiegelt dieser trend auch die qualität an arbeitseifer, berufsverständniss und motivation wider - im klartext - viele leute sind muschis die garnicht wissen warum sie zum bund gehen und irgendwelche bilder gestellt bekommen, die nicht im geringsten wahr sind. nach ein paar monaten/jahren kommt dann das böse erwachen..

wenn manche wüsste, mit was für kloppis man sich hier manchmal rumschlagen muss, dann brauch man sich nicht wundern wenn 95% froh sind wenn sie nach 9 monaten den laden verlassen können.

und ein soldat kann selbstverständlich kündigen. es ist kein problem einen verkürzungsantrag auszufüllen.
ob dieser dann durch geht, ist eine andere frage.
grundsätzlich kann jeder soldat die bundeswehr sofort verlassen, egal ob oberfeldwebel oder major solange ein dienstliches interesse besteht - sprich - wenn für die entsprechenden personen keine dienstposten vorhanden sind.

desweitern gibt es immer eine möglichkeit auszuscheiden. ob man die schiene über charakterliche nichteignung durch zb fehlverhalten gehen möchte, ist natürlich eine andere frage.

es wird noch schlimmer für uns. der einzigste grund, in den einsatz zu gehen, sind die "noch" relativ guten zulagen, die man bekommt. ich meine wenn man überlegt was ein amerikanischer soldat bekommt, kann man bei uns nur lachen. soviel wie wir insgesamt bekommen, zahlen die grade mal an lohnsteuer aber egal. dort muss man auch mit ganz anderen risiken rechnen.

spätestens wenn die ersten leichen aus südafghanistan nachhause kommen, wird ein aufschrei durch die medien gehen, dass es so nicht weiter gehen kann.

wir brauchen mehr geld. egal wofür. die bundeswehr muss weiter verkleinet und spezialisiert werden.
kein mensch braucht noch kriegs oder massenvernichtungswaffen. dennoch sind diese weiterhin in der truppe vorhanden.

anderes beispiel: ein oberfeldwebel,28 jahre, der feldjägertruppe, geht im jahr durchschnittlich 2 mal für 2-3 monate in den einsatz. manche auch nur wochenweise, dafür aber 6-8 mal im jahr. wenn man das einer frau erklärt, stößt man zum größten teil auf unverständniss...
warum man solange, so weit weg wäre.. wofür man das alles machen würde und wieso man sich mit dem bisschen geld zufrieden gibt.... das sind alles fragen, die ständig gestellt und beantwortet werden müssen.

ich könnte noch stundenlang über dieses thema philosophieren, aber ich würde mich nur wiederholen..

gruß
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08.07.2008 00:13 Uhr von kosh
 
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kenn ich: ich hatte auch das "vergnügen" mit dem bürokratiemonster bekanntschaft machen zu dürfen. war 15, realschüler und auf lehrstellensuche. habe mich beim bund beworben mit verpflichtung als soldat auf zeit. war im zentrum für nachwuchsgewinnung süd. ergebniss "sie sind nicht als UO geeignet." okay eine andere lehre gemacht. dann musterung. war zu diesem zeitpunkt schon bei der freiwilligen feuerwehr. haben die aufgrund meiner ausbildung gesagt "wollens ned zu uns kommen, als offizier?" da hab ich mir das erste mal gedacht "bisserl schizophren seids scho, oder?" habe dann 4 jahre im kat-schutz zugebracht. aufgrund einer sportverletzung am knie konnte ich die letzten jahre ned mehr ableisten. also antrag auf nachmusterung, mit dem ziel wehrdienstunfähigkeit gestellt. 5 mal bei denen gewesen, bis ich den gewünschten brief bekommen habe.

letztes jahr war ich mit meinen kleinen brüdern auf der games convention in leipzig. dort war auch ein stand vom bund. zum spaß mal gefragt, wie meine karrierechancen bei denen auschauen (habe inzwischen studiert). habe denen auch meinen kompletten lebenslauf aufgezählt inklusive ausmusterung. der beratungsoffizier hat gemeint, "kein problem." er hat mir sogar eine begründungsklausel genannt, wie ich bei einer bewerbung beim bund den katastrophenschutz und meine ausmusterung rechtfertige.

vor 3 wochen habe ich meinen kleinsten bruder zur muster reingefahren. das wartezimmer war im gegensatz zu meiner musterung jetzt vollgepflastert mit anwerbeposter von fallschirmspringer angefangen, über gebirgsjäger zu den kampfschwimmern.

einfach nur herrlich, da hab ich endgültig begriffen, dass der bund leute wie sonst was sucht.
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08.07.2008 08:17 Uhr von StaTiC2206
 
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tja mich wollten sie nicht haben. ich wollte jet pilot werden wurde mir schon bevor ich angetreten bin verweigert
und ich hätte nicht angefangen zu flennen, wenn ich dann wirklich mal in den einsatz muss.

aber nein y-tours wollte andere touristen haben.
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08.07.2008 09:13 Uhr von Acronis
 
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@ Autors Meinung: Der Bund nimmt schon lange nicht mehr jeden... außerdem brauch man sogar bei der Bundeswehr mittlerweile fast über all MINDESTENS ein sekundarabschluss 2 ... daher ist der Bund nicht nur ne absteige für minderqualifizierte
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08.07.2008 11:32 Uhr von Gloi
 
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@ Acronis: So hoch sind die Anforderungen an Bildung bei der Bundeswehr längst nicht.

"Sie haben die Hauptschule erfolgreich abgeschlossen oder die Vollzeitschulpflicht erfüllt? Dann stehen Ihnen bei uns zwei abwechslungsreiche Laufbahnen in verschiedenen Berufen offen:
In der Laufbahn der Mannschaften sind Sie mit Erfüllung der Vollzeitschulpflicht willkommen....
Hochmoderne Streitkräfte benötigen gut ausgebildete Spezialisten. Besitzen Sie den Willen und die schulische oder berufliche Qualifikationen, eine solche Spezialistin oder ein solcher Spezialist zu werden? Dann ist mit einem Hauptschulabschluss die Laufbahngruppe der Fachunteroffiziere des allgemeinen Fachdienstes für Sie die richtige Entscheidung. ..."
http://mil.bundeswehr-karriere.de/

Abitur oder Fachabitur brauchst du nur für die Offizierslaufbahn. Die Bundeswehr nimmt tatsächlich nicht jeden, aber besonders hoch liegen die Anforderungen im mittleren Dienst auch nicht. Und auch in der Offizierslaufbahn werden Bewerber mit schlechten Noten genommen, wenn sie die anderen Tests in der Offizierbewerberprüfzentrale erfolgreich absolvieren. Ich kenne selbst jemand mit sehr schlechten Noten, der jetzt glaubt er gehört zu den "Führungskräften" der Bundeswehr :-)
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08.07.2008 19:26 Uhr von kosh
 
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@ Gloi: prinzipiell hast du recht, aber

man braucht ja ned mal unbedingt abi/fachabi für die offizierslaufbahn.

realschulabschluss mit einer lehre reicht sogar für die fachlaufbahn.

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