07.07.08 16:24 Uhr
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Google beginnt deutsche Straßen zu fotografieren - Privatsphäre noch sicher?

In Berlin, Frankfurt und München hat Google jetzt damit begonnen, die Straßenzüge für eine virtuelle Stadtrundfahrt zu fotografieren. Dazu fahren mit hochauflösenden Kameras bestückte Wagen die Straßen ab. Die Bilder werden hinterher zusammengefügt und können auf Google Street View betrachtet werden.

Doch Datenschützer üben bereits Kritik an dem Projekt. Denn außer den Straßen selbst werden auch sämtliche Passanten und Fahrzeuge, die gerade zufällig anwesend sind, mit abgelichtet. Dabei kann es für manche Personen sehr peinlich werden.

Beispiele aus den USA zeigen, dass dort Passanten beim Nasenbohren, Pinkeln an der Straßenecke oder auch beim Verlassen eines Bordells fotografiert wurden. Auch wenn Google verspricht, alle Gesichter unkenntlich zu machen, reicht dies meist nicht aus, um doch von Freunden erkannt zu werden.


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WebReporter: zorro007
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Deutsch, Google, Sicherheit, Straße, Privatsphäre
Quelle: computer.t-online.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.07.2008 16:32 Uhr von Ixxion
 
+22 | -9
 
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Privatssphäre: Also wenn es danach geht, dann müsste man doch Fotografieren und veröffentlichen selbiger Fotos generell verbieten.

Man kann es auch übertreiben!
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07.07.2008 16:46 Uhr von proof3000
 
+12 | -1
 
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US und A: In der USA ist "Google Street View" fast in jeder stadt verfügbar.
Schon interessant mal durch die Städte zu fahren aber mich würds glaube auch stören wenn man mich beim pinkeln fotografieren würde
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07.07.2008 16:52 Uhr von StaTiC2206
 
+7 | -2
 
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@lxxion: es ist durchaus verboten in andere häuser zu fotografieren.
ich glaub sowas wird über das grundgesetz "unverletzlichkeit der wohnung" geregelt.

selbst wenn nicht. wenn du ein klassenfoto machst und hintendran ein offenes fenster mit ner anderen person drauf ist, dann ist es 1. kleiner rahmen und 2. ist die person in der regel nicht erkenntlich.
google hingegen betreibt es flächendeckend im großen stil mit hochauflösenden kameras und das verletzt durchaus die privatsphäre.

absolut legim wäre es, wenn google fotografiert, alle bilder durchcheckt und bei personen, welche auf dem foto erkennbar sind um erlaubnis fragt. aber momentan ist es ne sehr dunkle grauzone
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07.07.2008 16:55 Uhr von Borgir
 
+17 | -6
 
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klassischer: fall von pech gehabt, wenn man in der öffentlichkeit pinkelt oder nase bohrt.
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07.07.2008 17:09 Uhr von Ixxion
 
+8 | -1
 
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@Static: Ja das kann ich ja noch verstehen, aber die fahren ja nicht hin und stellen sich vor das Haus um Fotos zumachen, sondern wollen den Straßenzug nachstellen.

aber anderweitig habe ich schon gelesen, das die vorhaben die Leute unkenntlich zu machen.

Aber wenn man das Geschrei bei Google bedenkt, warum regt sich dann keiner über Paparrazzis auf?
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07.07.2008 17:14 Uhr von Totoline
 
+8 | -2
 
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Quark: Bei unserer derzeitigen Regierung mache ich mir mehr Sorgen um meine Privatssphäre als bei google und Co.. Traurig, aber wahr - google und selbst M$ gehen sorgsamer mit Daten um als unsere eigene Regierung.
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07.07.2008 17:44 Uhr von J_Frusciante
 
+4 | -3
 
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ach: komm die datenschützer... solln se lieber was gegen den bundestrojaner oder sschäuble unternehmen als google zu untermauern ...
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07.07.2008 17:59 Uhr von weg_isser
 
+2 | -0
 
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@ J_Frusciante: Du hast die RFID -Technologie vergessen! Darauf freue ich mich am meisten! :( *kopfschüttel*

Goodbye Privacy!!!
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07.07.2008 18:53 Uhr von Judo1900
 
+4 | -8
 
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google: übertreibt langsam! was haben die eigentlich vor. sitzen da pinky und der brain im vorstand die mal wieder versuchen die weltherrschaft an sich zu reissen?
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07.07.2008 19:09 Uhr von J_Frusciante
 
+4 | -1
 
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ich verstehe: euch nicht ganz...

wieso soll google so böse sein?

bloß weil sie alle daten auf ihren servern haben, genau auf uns abgestimmte werbung machen und fotos von städten, straßen und dem all machen?

....
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07.07.2008 19:15 Uhr von artefaktum
 
+2 | -0
 
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Nach deutschem Recht darf man auf öffentlichen Plätzen und Strassen alles filmen und fotografieren. Selbst wenn jemand seine Wohnungstür öffnet, darf das gefilmt, fotografiert und veröffentlicht werden. Was nicht geht, ist durch Wohnungsfenster reinzufilmen oder zu fotografieren. Insofern verstößt Google da meines Erachtens gegen keine Gesetze.
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07.07.2008 22:40 Uhr von datenfehler
 
+4 | -0
 
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solche: "Pinkeln an der Straßenecke" Scheine gehören auch an den Pranger! :) Wer sich in der Öffentlichkeit nicht ordentlich benehmen kann, muss damit rechnen, dass ihn jemand dabei sieht. Das hat nichts mit Privatsphäre zu tun, wenn man auf der Straße steht. Die Kameras ziehen einem ja nicht die Kleidung aus...
Mal wieder völlig übertriebene Paranoia...
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07.07.2008 22:50 Uhr von PingCheater
 
+3 | -0
 
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tolle Sache: Die Datenschützer sollen lieber mal beim Hr. Schäuble mal ein Bisschen auf die Finger guken- die Straßenansicht von Google ist ne total coole Funktion, man klann sich viele Sachen vorher angucken, bevor man hin fährt, so dass man schon weiß, wie die Straßen aussehen und nciht ganz verloren ist.
Und wenn einer aus dem Bordell raus kommt, kann es genauso gut passieren, dass er von einem Bekannten auf der Straße gesehen wird, die Gefahr ist genauso groß, also bitte, die Argumentation ist lächerlich!
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07.07.2008 23:00 Uhr von PingCheater
 
+1 | -0
 
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@artefaktum: noch was, artefaktum hat natürlich Recht, nach deutschem Recht darf man so lange unbeteiligte Personen, auch in ihren Wohnungen fotografieren, und muss sie nciht um Erlaubnis fragen, solange sie nur Beiwerk und nicht das wichtigste im Bild sind. Das heißt solange Google ein Bild von der Hauptstraße auf der sich auch ein Bordell befindet macht, muss es keinen um Erlaubnis fragen. Erst wenn es ein Foto von Hr. Schmidt wäre, der grade das selbige verläßt, dann müssten sie fragen. Ergo, solang die Menschen nur zufälliges Beiwerk auf den Bildern sind, ist es gesetzlich völlich unbedenklich.
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08.07.2008 00:05 Uhr von stephanB1978
 
+2 | -0
 
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@ping: soweit es um fotos in der oeffentlichkeit geht hast du recht. als anhaltspunkt kann man sagen, hat das bild auch ohne die abgebildete person noch dieselbe aussage ist es gestattet. bestimmte diese abgebildete person das bild ist es nicht. ausnahmen stellen bilder von personengruppen da.

beim fotografieren einer fremden wohnung waere ich jedoch vorsichtig, mit deiner aussage. die hier die privatsphaere eines menschen direkt betroffen ist.
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08.07.2008 01:42 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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@PingCheater: Völlig unterschiedliche Wahrschein- lichkeiten !!

Wenn man aus einem Bordell kommt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass gerade in dem Moment ein Bekannter vorbeigeht/vorbeifährt, relativ gering.
Wenn dieser Vorgang aber fotographisch festgehalten und veröffentlich wird, steht er praktisch zeitlich unbegrenzt zur Verfügung, was die Chance der Entdeckung in ungeahnte Exponenten steigert.
Dies besonders, da es Zeitgenossen gibt, die gezielt nach solchen Bildern suchen.

Also von daher....


Der Nutzen von Googles Streetview ist, so wie von den Entwicklern angedacht und von Dir korrekt aufgenommen, sicher vorhanden und das Ganze prinzipiell keine schlechte Sache, aber wie immer ist das nur eine Seite der Medaille.

Und abgesehen von prestigeträchtigen Hauptstrassen und Touriorten möchten manche Leute gar nicht, dass irgendjemand in ihre Gegend kommt, der nicht Postbote oder Heimfrostfahrer ist, auch nicht virtuell. Einsiedler nennt man die.
Und zwischen Hardcore-Einsiedler bis zu jemandem, der sein Leben öffentlich im TV ausbreitet, gibt es viele Zwischenschritte, ab derer Hälfte man erst von einer Akzeptanz einer Veröffentlichung von Teilaspekten aus der persönlichen Umgebung ausgehen kann.

Das muß man einfach mal so akzeptieren.









Sicher ist es nicht verboten, im öffentlichen Raum zu fotografieren, aber als Bürgermeister würde ich vielleicht auch der Verwendung der Bilder widersprechen, wenn ich wüsste, dass es die Anonymität ist, die meine Bürger an dem Örtchen schätzen, wo ich ihr gewählter Vertreter bin.

Und: Es besteht ein riesengroßer Unterschied zwischen jährlich hundert Touristen, die ziellos in der Gegend herum fotographieren und deren Bilder im heimischen Album vermodern, und dem zig tausend-, wenn nicht gar millionenfachen Abruf lückenloser Rundumfotos, die ein professioneller Vermessungswagen schiesst..
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08.07.2008 07:13 Uhr von Fetzo
 
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Ich erinnere mich da nur an das Bild, wo irgendwo in einer amerikanischen Straße ein Gangster ein Kleinkind mit einer Waffe bedroht, ich habe es mit eigenen Augen auf Google gesehen, finde den Link aber leider nicht mehr.
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08.07.2008 11:12 Uhr von Miem
 
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Unkenntlich machen sehr schlau. Es gibt heutezutage Software, mit der man die Personen ganz aus dem Bild wischen kann und nur die Straßen zeigen - und genau das will Google doch auch?

Vielleicht sollte man Google mal ein gutes Bildverarbeitungsprogramm anbieten ....
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08.07.2008 13:14 Uhr von Onetruth
 
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Na und? Ihr habt Probleme.

Ich finde das nur lustig, sich mal die Strassen anschauen zu können.
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08.07.2008 13:32 Uhr von fanbarometer
 
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wieso ist es schlimm: aus einem puff zu kommen?
ist reingehen nicht viel schlimmer?

wir werden die entwicklung nicht aufhalten können -
ausserdem ist der wagen mit der kamera so auffällig,
da kann omi schnell ihr fenster zu machen, wenn sie nicht mit auf das bild will...
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08.07.2008 13:53 Uhr von Gloi
 
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Recht am eigenen Bild: Google Street View ist sicher eine schöne Sache. Aber ich habe auch Bedenken gegen die zunehmende Digitalisierung meines Lebensraumes. Google wird hier hoffentlich die Rechtslage in Deutschland beachten und auch auf die Bedenken der Datenschützer eingehen. Ich möchte mich dort in jedem Fall nicht erkennbar wiederfinden egal in welcher Situation.

Und zum Thema Bildnisrecht hier mal einige gute Hinweise/Fallbeispiele zum Thema.
http://www.lehrer-online.de/...
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08.07.2008 16:04 Uhr von brezelmann
 
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Wieso wieder großer Trara bei Google? Bei Microsoft hat es auch keinen gestört, die haben schon vor langem angefangen mit Fotografieren aus dem Auto heraus, inklusive eines Laser 3D Scans der Umgebung.

Die Herren Datenschützer suchen nur wieder etwas über das sie sich künstlich aufregen können.....
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08.07.2008 16:28 Uhr von Schwertträger
 
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@Onetruth: Wie kann man sich nur Onetruth nennen, und sich nciht mal Gedanken darüber machen, dass andere Standpunkte durchaus ihre Berechtugung haben.

Du hast ja nicht mal einen, sondern findest es nur "lustig" virtuell durch die Strassen wandern zu können.
(Was daran LUSTIG ist, wirst Du bestimmt erklären können).

Nützlichkeit sehe ich ja ein (wie weiter oben schon geschrieben), aber "lustig" ?
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29.12.2008 00:33 Uhr von Harry Traber
 
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Ich kann: die Aufregung über die Datenschützer nicht verstehen.Immerhin herrscht ja Panoramafreiheit in Deutschland.Solange sie nicht in die Fenster hinein fotografieren geht es doch.Auch wenn Personen nur Beiwerke und nicht Hauptmotive sind geht es.Ich bin selber praktizierender Hobbyfotograf und weiß was ich darf und was nicht.Und wer nicht geknipst werden will dann akzeptier ich es.Aber es kann nicht angehen,das irgendein Spießer meint das knipsen ganz zu verbieten.Das regt mich auf.Wahrscheinlich haben die Leute alle was zu verbergen wenn sie selbst nicht als Beiwerke aufgenommen werden wollen.Vielleicht steckt auch nur der Neid dahinter,das nicht jeder eine teure DSLR wie ich leisten kann.So Leute gehen mir echt am meinem Hinterteil vorbei.Eben halt typisch deutsch.Da hab ich mich immer echt geschämt ein Deutscher zu sein.Dann sollte man doch Fotoapparate und Filme ganz verbieten.Sowas ist echt nicht nachvollziehbar!

Harry

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