06.07.08 20:07 Uhr
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Kriegsbefürworter nach Selbstversuch: Waterboarding ist Folter

Der neokonservative Journalist und Autor Christopher Hitchens setzte sich freiwillig dem Waterboarding aus, einer sogenannten weißen Foltermethode, die dem Opfer das Gefühl gibt, zu ertrinken.

"Das Einatmen sog die feuchten Tücher dicht an meine Nasenlöcher, als wäre mein Gesicht von einer riesigen, feuchten Pranke plötzlich umschlossen, um mich zu töten." Nach wenigen Sekunden schon brach Hitchens den Selbstversuch durch ein vorher arrangiertes Signal ab.

Die offizielle Darstellung, dass man nur das Gefühl hat zu ertrinken, ist seiner Meinung nach eine Lüge. Abschließend sagte er, dass er nach weiterer Folter zu jeder beliebigen Aussage bereit gewesen wäre.


WebReporter: BastarDt.
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krieg, Folter, Selbstversuch
Quelle: www.vanityfair.com

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35 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.07.2008 20:00 Uhr von BastarDt.
 
+0 | -0
 
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Er hat mein Respekt, dass er sich dem Waterboarding aussetzt, auch wenn es die realen Umstände nicht wiedergibt (Dauer + Heftigkeit) Sein Statement macht deutlich, wie heftig allein schon diese "harmlose" Art der Folter ist und wie die Aussagen der Gefangenen in Guantanamo wohl zustande kommen. hier der Link zu dem Video http://www.dailymotion.com/...
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06.07.2008 20:20 Uhr von Xajorkith
 
+33 | -4
 
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Dann wissen die USA ja was sie verbieten sollten.
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06.07.2008 20:21 Uhr von chazy chaz
 
+53 | -4
 
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von solchen Leuten brauchen wir mehr: die ausprobieren, was sie beschließen und befürworten, mit anderen durchzuführen!
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06.07.2008 20:25 Uhr von BastarDt.
 
+35 | -4
 
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leider: handelt es sich hier nicht um einen Politiker, der das Gesetz beschlossen hat sondern "nur" um einen Journalisten, der das ausprobiert hat.

Trotzdem lobenswert. Ja, es sollten mehr Amerikaner auf die Idee kommen, sich mal die Schattenseite des Staates anzuschauen.
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06.07.2008 20:46 Uhr von atomik
 
+15 | -5
 
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harte sache: hab bisher nur davon gelesen, aber nie was gesehen ... ich glaub ich würd nach so einer folter alles gestehen, egal was -_-´
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06.07.2008 20:47 Uhr von Dohnny
 
+16 | -5
 
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Respekt: Alle Achtung, dass dieser Journalist sich das getraut hat. Ich fühle mich in meiner Haltung gegenüber solchen Foltermethoden durch das Verhalten von Herr Hitchens sehr gestärkt :-)
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06.07.2008 21:00 Uhr von CHR.BEST
 
+18 | -2
 
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Waterboarding hört sich auch so harmlos an ganz anders, als eine mittelalterliche Foltermethode, bei der der Gefolterte auch sterben kann.

Ich verstehe die Amerikaner nicht, daß sie fast völlig widerspruchslos zulassen, welche Verbrechen ihre Regierung in ihren Namen weltweit verübt.
Das Problem ist wohl daß viele Kritiker (in den USA genauso wie in vielen andern Ländern) von ihrer Regierung mit dem Totschlagargument "unpatriotisch" mundtot gemacht werden.
In Wahrheit sind jedoch häufig gerade diese Kritiker jene Patrioten, die noch für freiheitliche Werte und Menschenrechte eintreten.

Und wenn man garnichtmehr weiter weiß kann man sich immer noch an eine einfache Binsenweisheit halten: Was du nicht willst, das dir man tut, das füg auch keinem anderen zu.
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06.07.2008 21:12 Uhr von Thingol
 
+25 | -2
 
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@lochmann: Ja, und Du bist natürlich ganz anders drauf. Wenn Dich die CIA foltern würde, Du würdest nicht mit der Wimper zucken und alles über Dich ergehen lassen. "Geständnis ablegen? Ich lach euch ins Gesicht!" Biste so einer? Respekt!
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06.07.2008 21:19 Uhr von lopad
 
+18 | -2
 
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Herr Bush sollte auch mal solch einen Selbstversuch machen.
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06.07.2008 21:27 Uhr von Vladimir.Danilov
 
+10 | -16
 
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ich hab das mal: in nem porno der "etwas härteren art" gesehen, da wurde das mit der weiblichen primärprotagonistin gemacht, sieht schon ziemlich heftig aus. aber daran sieht man auch wie unterschiedlich menschen ticken: die einen benutzen das als üble folter, die anderen macht das unheimlich geil...

verrückte welt!
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06.07.2008 21:45 Uhr von bpd_oliver
 
+8 | -2
 
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@lopad: Dann aber ohne Abbruchsignal...
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06.07.2008 21:51 Uhr von klaus_juergen
 
+13 | -2
 
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Mensch @lochmann Du bist offensichtlich ein absoluter Held ^^

...wahrscheinlich rufst Du als erster nach Mama und Papa wenn man Dir ein nasses Taschentuch auf die Nase legt...


Hut ab vor dem Selbstversuch!
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06.07.2008 22:04 Uhr von casus
 
+8 | -5
 
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@Vladimir.Danilov: > ich hab das mal in nem porno der "etwas härteren art" gesehen,

NEIN, das hast Du nicht!!!

Waterbording [ http://de.wikipedia.org/... ] ist Folter.

Das hat nichts mit einer filmisch umgesetzten Darstellung im sexuellen Pornokontext zu tun. Oder glaubst Du wirklich die Folteropfer selbst denken hier an sexuelle Handlungen?

Das hat auch nichts mit einer, nicht ganz ungefährlichen, sexuellen Spielart mit dem Namen Atemkontrolle [ http://de.wikipedia.org/... ] zu tun, die freiwillig und zum sexuellen Lustgewinn für beide Partner ausgelebt wird.

Wenn ich so sehe, das jemand eine Pornofilmdarstellung mit Waterbordingfolter gleichsetzt oder auch nur auf die Idee kommen kann hier Vergleiche zu ziehen, dann bekomme ich sehr, sehr starke bedenken.
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06.07.2008 22:42 Uhr von Artemis500
 
+8 | -1
 
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@casus: Es gibt Kinderpornos, es gibt Pornos in denen Frauen vergewaltigt werden...glaubst du wirklich, dass es keine Pornos gibt in denen Leute auf andere Art und Weise gefoltert werden?
Dein Optimismus ist beneidenswert, ich kann ihn leider nicht teilen. Mich würde es nicht im geringsten wundern, wenn Waterboarding in einigen Pornofilmen vorkäme.
Es gibt sicher genug Perverse, die sich an sowas aufgeilen können. Jede noch so widerwärtige Perversität hat ihre Fans -so ist die Menschheit leider.



Hut ab vor dem Journalisten - bevor man etwas befürwortet sollte man es ausprobieren.
Daran sollten sich die Politiker mal ein Beispiel nehmen.
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06.07.2008 22:53 Uhr von cheetah181
 
+3 | -2
 
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Iochmann: Hmm ja, CIA-Agenten die das an sich getestet haben, haben durchschnittlich 14 Sekunden durchgehalten, aber das ist nichts gegen einen wie dich der harte Comments bei Shortnews schreibt!
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06.07.2008 23:23 Uhr von TheDent
 
+1 | -2
 
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Neokonservativ? weiß nich ob das zutrifft bei Hitchens. Scheint ja Trend zu sein bei Journalisten sich geisseln zu lassen:

http://www.youtube.com/...
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06.07.2008 23:24 Uhr von Bleifuss88
 
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Es ist immer ein Unterschied: ob man daheim vom sicheren Schreibtisch aus etwas propagiert, wovon man gar keine Ahnung hat, oder es am eigenen Leib zu spüren bekommt. Jedenfalls hat dieser Mann auch meinen Respekt, dass er sich zu diesem Selbstversuch entschlossen und seine Meinung gründlich überdacht hat.

Wie gesagt, es ist so einfach vom eigenen Schreibtisch aus die Awedung von Folter, Kriege, Massenttungen etc. zu rechtfertigen, wenn man selbst davon nicht betroffen ist.
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07.07.2008 01:59 Uhr von schaltbert
 
+1 | -3
 
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Mit einem Handtuch: lässt sich das ganze selbst nachvollziehen, ist eben jedem seine Sache wie lange er es aushält - es ist ohne Frage Folter sollte dieses nicht freiwillig passieren und ehrwürdig vom Journalisten!
Wer der Meinung ist dies wäre lustig der sollte sich doch bitte mal selbst ein nasses Handtuch vor die Atemwege halten!

Zu dieser Pornogeschichte hier im Thread:
In meiner Ausbildung zum Versicherungskfm. musste ich auch die Leistungsabteilung durchlaufen, sprich ich war unmittelbar mit Todesfällen in Beührung. Der spektakulärste Fall hierbei war ein Doppeldoktor der Medizin der im Selbstversuch eine Professorarbeit (keine Ahnung wie das wirklich heisst) zum Thema "Autoerotik" schrieb und sich hierzu eine Schlinge um den Hals lag, sich an der Decke baumeln liess, wieder halt auf der kleinen Leiter fand, onanierte und das mehrmals fortsetzte bis er in Panik die Leiter umtritt und naja,... so wurde er eben zum Versicherungsfall....

In seinem Video (ja das ganze nahm er auf) )wurden auch andere Foltermethoden erwähnt welche sexuelle Stimulationen zur Folge haben, bei wem auch immer - also soooo abwegig ist das ganze auch nicht, auch wenn hier nicht von Folter die Rede sein kann da dies hoffentlich freiwillig geschieht.
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07.07.2008 09:09 Uhr von froggerdirk
 
+1 | -1
 
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Da wundert es doch niemanden: wenn einige Staaten sich nicht von den USA diese Art der "Freiheit und Demokratie" bringen lassen wollen.
Das da kein Aufschrei durch das amerikanische Volk und die ganze Welt geht,ist verdammt traurig.
Folter hat selten zur Wahrheit geführt,da alles mögliche gestanden wird,Hauptsache,die Qual hat ein Ende!

Wer bei solchen Methoden wegschaut,darf sich nicht wundern,wenn er selbst eines Tages Opfer hiervon wird.
Diese Selbstversuche müßten im TV zur besten Sendezeit übertragen werden,damit das gleichgültige Volk einen Eindruck davon bekommt,was in seinem Namen mit Gefangenen gemacht wird!

Nicht vergessen - vor ein paar hundert Jahren hat man durch Folter herausgefunden,das Frauen mit dem Besen durch die Luft geflogen sind und nackt mit dem Teufel getanzt haben
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07.07.2008 09:16 Uhr von Rainer080762
 
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USA: Haben die Folter wurde auch in Nam Eingeätzt auch wieder der CAI
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07.07.2008 09:19 Uhr von seto
 
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@xarjokith: ja die sollten sich selbst verbieten

@CHR.BEST:

das land ist einfach zu groß um es zu kontrollieren ;)

ich erinnere mal an das TTK...


mtg
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07.07.2008 09:38 Uhr von snafu23
 
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Das sollten die mit ALLEN machen: Inklusive den Muppets in der amerikanischen, israelischen, deutschen, französischen, iranischen, afghanischen, russischen, koreanischen, chinesischen Regierung. Weiterhin täte das auch den Gestalten von Bilderberg, CFR, RIIA, ECFR und der Trilateralen Kommission gut.
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07.07.2008 10:44 Uhr von StaTiC2206
 
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am besten wäre es: wenn man solche selbstversuche beim präsidenten, den cia, nsa und fbi chefs "freiwillig zwangsweise" durchführt.

wie heißt es so schön,
was du nicht willst, dass man dir tut, dies füg auch keinem andern zu.
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07.07.2008 10:54 Uhr von OskarL
 
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Alternativen? 1.Gibt es die Möglichkeit einen humanen Krieg gegen den Terror zu führen?

2.Gibt es Terroristen, die in einem "pädagogischen Dialog" Informationen über einen bevorstehenden Anschlag preisgeben?

3.Was würden sie tun, wenn sie in Verantwortung für die Sicherheit eines ganzen Landes stehen und sich religiösen Fanatikern gegenüber sehen würden,denen jede Vernunft fern ist? (Stuhlkreis,Sozialtherapie,Integration durch Bildung)?

Zsf.:Menschenwürde ist ein hohes Gut, aber sie ist auch potentiellen Opfern gegeben.Dies soll kein Plädoyer für Folter sein , sondern nur etwas Abstand von Vereinfachungen und Pauschalisierungen ermöglichen.
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07.07.2008 12:06 Uhr von Mi-Ka
 
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OskarL, schon mal auf den Gedanken gekommen, dass solch ein Verhalten der "zivilisierten" Welt den Terrorismus so stark gemacht haben könnte.
Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass ein Gefolterter das gesteht, was von ihm verlangt wird.
(Kannst ja mal nachschauen, was das promineteste Folteropfer der USA und Präsidentschaftskanditat dazu sagt)

Oder ganz pragmatisch:
Wann hat es mehr Terroristen gegeben?
Vor oder nach Irak und Guantamo?

Ah ja,
und Verhörspeziallisten sind der Meinung, dass man in einem "pädagogischen Dialog" (natürlich nicht so, wie du es meinst) mehr aus einen Menschen rausbekommt als mit Folter. Es gibt genut "intelligente" Verhörmethoden.

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