06.07.08 18:00 Uhr
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Standardisierte Patientenverfügung schließt Organspende nicht aus

Wer mittels Patientenverfügung eine lebenserhaltende Therapie ablehnt, kann trotzdem damit rechnen, dass seine Körperfunktionen zur späteren Entnahme eines Organs vital gehalten werden. Es handelt sich dabei nicht um eine lebenserhaltende Maßnahme, sondern um einen technischen Akt der Organerhaltung.

Eine Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs bei einem Hirntoten sei daher nicht widersprüchlich zu einer zu Lebzeiten schriftlich abgefassten Verfügung, die längerfristige lebensverlängernde Maßnahmen ablehnt, erklärte der kaufmännische Vorstand der Deutschen Stiftung für Organspende.

Wer dennoch sicher gehen möchte, dass seine Körperfunktionen nach einem medizinisch festgestellten Hirntod nicht zur Erhaltung seines Lebens aufrecht erhalten werden, sollte schriftlich festhalten, dass jegliche Erhaltung der Vitalfunktionen nur einer Organspende wegen fortgeführt werden dürfen.


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WebReporter: FredII
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Patient, Stand, Organ, Standard, Organspende, Patientenverfügung
Quelle: www.aerztezeitung.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.07.2008 17:51 Uhr von FredII
 
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Patientenverfügungen haben immer noch ihre Tücken. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte sich von Medizinern beraten lassen. Eine Rechtsberatung durch seinen Hausnotar ist ebenfalls zu empfehlen. Das Gleiche gilt für die Erwägung eines Organspenderausweises.
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06.07.2008 18:17 Uhr von Pyromen
 
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so ein mist: sogar die organe zocken sie einen noch ab.
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06.07.2008 18:24 Uhr von Sonny61
 
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Kontrolle: Prima - da steht dann drin was bei Dir alles gutes zu holen ist und dann kommst Du auf eine organisierte Abschussliste.
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06.07.2008 18:48 Uhr von DerBibliothekar
 
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Irgendwie: Ist das doch logisch: Nach deinem Ableben (Hirntod) sind es ja keine Lebensverlängernden Maßnahmen mehr und da man bei der heutigen Organknappheit nicht sonderlich lange mit der explantation wartet....
Man sollte froh sein, wenn man einer derartige "Therapie" bekommt, da zu diesem Zeitpunkt das selbstgesteckte Ziel des schnellen Ablebens bereits erreicht ist.
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08.07.2008 12:52 Uhr von Wxyz.de
 
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Verwirrend: Absatz 1: "Es handelt sich dabei nicht um eine lebenserhaltende Maßnahme, sondern um einen technischen Akt der Organerhaltung."
Absatz 3: "... sollte schriftlich festhalten, dass jegliche Erhaltung der Vitalfunktionen nur einer Organspende wegen"

Ähm, wenn jetzt trotz Verfügung meine Vitalfunktionen nach dem Hirntod für eine Organspende noch aktiv bleiben, dann brauch ich das nicht nochmal schriftlich festhalten!?

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