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Wegen Pestiziden: Männliche Kröten haben weibliche Merkmale

Ein Forscherteam um die amerikanische Biologin Krista McCoy fanden heraus, dass Krötenmännchen, die in stark landwirtschaftlich genutzten Gebieten leben, oft verweiblichen. Pestizide beeinflussen wahrscheinlich das Hormonsystem der Kröten, jedoch nur bei den Männchen.

Das Forscherteam sammelte innerhalb von zwei Jahren an fünf Plätzen Floridas jeweils mindestens 20 Agakröten. Die Gebiete im Umkreis von 1,3 Kilometern um die Fundstelle der Kröten befanden sich zu 97 Prozent in landwirtschaftlicher Nutzung. Die restlichen Prozente waren Vorortbebauungen.

Etwa 40 Prozent der Männchen wurden als "intersex" eingestuft. Sie hatten eine weiblichere Färbung, zierlichere Arme, kaum Brunftschwielen und zusätzlich zu den verkümmerten Hoden Eierstöcke. Ihr Testosteronspiegel lag im Schnitt 75 Prozent unter dem der Vorortkröten.


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WebReporter: Knochenmann
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Pestizide, Männlichkeit
Quelle: umwelt.scienceticker.info

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.07.2008 17:57 Uhr von Knochenmann
 
+0 | -0
 
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Die Quelle hält noch einige Informationen mehr bereit. Wen es also interessiert, der sollte sich besser nochmal die Quelle durchlesen.
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04.07.2008 18:27 Uhr von S-Lost
 
+3 | -1
 
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Daran sind aber nicht nur die Pestizide schuld, sondern auch das weibliche Sexualhormon Ethinylestradiol, welches bei der Einnahme der Anti-Baby-Pille über den Urin teilweise wieder ausgeschieden wird. Das Problem für die Tierwelt besteht darin, dass die verweiblichten Tiere in den meisten Fällen zeugungsunfähig sind und damit den Fortbestand der Art nicht mehr sichern können.

Der Mensch greift leider viel zu oft (auch unbeabsichtigt) in natürliche Kreisläufe ein und zerstört damit unwiderbringlich den Lebensraum von Lebewesen.
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04.07.2008 18:31 Uhr von d3v
 
+0 | -1
 
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Jaja der Mensch beansprucht wie immer den Lebensraum für sich...
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04.07.2008 18:47 Uhr von noctua
 
+2 | -1
 
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Nun bekomme ich das Bild von Kröten mit weiblichen Brüsten nicht mehr aus dem Kopf!

Aber ernsthaft.. Gut ist das nicht dass sich die Natur durch irgendwelche Giftstoffe nachhaltig verändert.
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04.07.2008 19:16 Uhr von mcdead
 
+1 | -1
 
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australien? ist das nicht die gleich art die in down under das ökosystem
zerstört? dann hätten die aussies endlich eine wirksame
waffen gegen die plage
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04.07.2008 19:24 Uhr von JCR
 
+1 | -0
 
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Naja, die Australier werden dem Aga-Kröten nicht nachtrauern.

Aber auch an andern Stellen treten derartige Phänomene auf.

In manchen Region der USA laichen z.B. die Muscheln alle gemeinsam ab, weil durch den hohen Konsum von Antidepressiva bestimmte Botenstoffe ins Wasser gelangen.
Der Mensch hat auch unbewusst erheblichen Einfluss auf seine Umwelt.
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04.07.2008 21:52 Uhr von chitah
 
+2 | -0
 
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Da bin ich jetzt mal direkt froh: das sie das bei uns erstmal nur mit Gesetzen und Verordnungen versuchen. Wie man sieht, ist die Krötenemanzipation da schon deutlich weiter.^^

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