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Sprachvirtuose und Gefangener: Zum 125. Wiegenfest Franz Kafkas

Inhaltlich zeichnen sich die Werke Franz Kafkas durch ihr surreales Moment aus, sprachlich hingegen wagte der vor nunmehr 125 Jahren, am 3.7.1883, geborene Prager keine Experimente: Stilistisch zeigt sich das Deutsche in Kafkas Werk von seiner vorbildlichen Seite.

Die Sprache, die der Sohn eines tschechischen Kaufmanns (abseits von der Sprache der großen tschechischen Masse) in seinen Werken kultivierte, steht in der Folge Goethes, Kleists und Stifters; das Schreiben und die Sprache wurden für ihn dabei zu einer Art "Nicht-Ort" abseits des Alltagslebens.

Die Beschäftigung mit Literatur vermittelte Kafka eigenen Aussagen zufolge eine sonst ungekannte Sicherheit. Dennoch scheute er nie vor Kritik zurück: "Aber jeden Tag soll zumindest eine Zeile gegen mich gerichtet werden", verlangte der Autor, der am 3. Juni 1924 verstarb.


WebReporter: OscarWilde
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Gefangene, Franz Kafka
Quelle: www.sueddeutsche.de

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04.07.2008 13:01 Uhr von OscarWilde
 
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Für viele ist Kafka nicht zuletzt dank seiner "Verwandlung" ein Gräuel, das noch aus der Schulzeit bekannt ist. Eine genauere Beschäftigung mit seinem Werk zeigt jedoch die Wirkungskraft seiner Sprache, die bis heute unerreicht bleibt.

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