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Bei Amazon werden Rezensionen gefälscht - missverstandenes Guerilla Marketing?

"Die Schokospalte", eine Sammlung erotischer Geschichten, gelangte in die Bestsellerliste von Amazon - vermutlich aufgrund manipulierter Rezensionen. Denn auffällig viele Rezensenten hatten nur eine Bewertung geschrieben. Unerwünschte Rezensionen ließ man löschen (via "unzumutbar"-Button).

Der Artikel stellt auch die Frage, wie die Bestsellerliste bei Amazon zustande kommt und ob dabei außer den bloßen Verkaufszahlen noch weitere Daten einfließen.

Nachdem in der Vergangenheit bereits Kritik geäußert wurde, versuchte Amazon das Problem zu entschärfen, indem sie "Realnamen" einführten. Der Artikel zeigt jedoch ein Beispiel, in dem ein User mit dem Realnamen "Sparda Bank" das Erotik-Buch "Nachts sind alle Katzen geil" rezensiert.


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WebReporter: sundstroem
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Marke, Amazon, Marketing, Market, Rezension
Quelle: bestseller-romane.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2008 22:42 Uhr von sundstroem
 
+0 | -0
 
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Ich frage mich zur Zeit, ob solche Fälle zunehmen - kämpft in der Ellbogen jeder mit zunehmend härteren Bandagen? Solche Fälle mutmaßlichen Betrugs stoßen mir jedenfalls sauer auf.
Worauf der Artikel übrigens nicht eingeht, ist der auffällig ähnliche Stil, in dem viele der positiven Bewertungen geschrieben sind. Das wäre sicherlich auch mal eine Analyse wert, die Autorin des BoD-Buchs, die sich selbst in höchsten Tönen lobt, schreibt nämlich auf dem Niveau einer Neuntklässlerin.
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04.07.2008 11:59 Uhr von RonStoppable
 
+9 | -0
 
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Neu? Vielleicht neu, dass es an die Öffentlichkeit kommt, aber sowas ist doch wohl schon lange üblich.

Ich verlasse mich bei Amazon meistens auf die 2- oder 3-Sterne-Rezensionen. Meistens etwas längere und kritische Rezensionen, in denen das Negative und das Positive erwähnt ist.
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04.07.2008 13:21 Uhr von Johnny Cache
 
+1 | -4
 
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Is doch egal: Wer sucht denn schon nach den Empfehlungen der "Kunden"?
Bestenfalls lese ich die Rezessionen wenn ich mir ein Produkt ausgesucht habe und wissen möchte ob es wirklich was taugt, aber irgendwelche Bestenlisten würde ich mir niemals ansehen.

Und wenn ich mir so die Rezessionen von dem Film "Sunshine" so ansehe, kommen mir schon einzige Zweifel am Geisteszustand einiger Leute. Da braucht es noch nicht einmal gefälschte Rezessionen...
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04.07.2008 13:44 Uhr von seto
 
+2 | -0
 
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@johny_cache: danach such ich nun mal ^^

naja also wenn ich ein buch haben will dann weiß ich auch obs gut ist von anderen realen personen und nicht von iwelchen rezensionen. da gehts mir eher darum mal nen kurzen blick drüber zu werfen als wirkliche meinungen anzuhören...

amazon is einfach ein einfaches bestellsystem für bücher für mich ;)
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04.07.2008 14:58 Uhr von Schwertträger
 
+3 | -0
 
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Man lese immer zuerst die negativen Kritiken! Wenn die dort erwähnten Punkte für einen selber auch wichtig sind, dann mache man einen geistigen Vermerk.

Dann lese man die mittleren Kritiken. Werden die geistig vermerkten Punkte auch dort erwähnt, ist die Chance hoch, dass sie zutreffend sind.
Die ebenfalls erwähnten positiven Punkte vermerke man sich wieder im Geiste. Wenn sie einem wichtig sind, kann man sie gegen die bekannten schlechten abwägen.

Nun die guten Bewertungen.
Rezensionen, die keinen einzigen kritischen Satz enthalten, oder zumindest einen, der mögliche Kritikpunkte anführt, aber hinzufügt, dass sie nach Meinung des Rezensenten nicht greifen, kann man als schlechte Rezensionen ansehen, egal, ob es nun gefakete Jubel-Kritiken, oder welche von echten Käufern sind.

Aus all dem zusammen kann man sich dann ein Bild machen. Hat man nicht so viel Zeit, lässt man die 5-Stern-Bewertungen ganz weg. :-)


Und Verkaufsränge, .... Verkaufsränge sind was für Dummies.
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04.07.2008 15:50 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@kommentarabgeber: Nix Studenten ! :-): Das sind Dienstleistungsunternehmen, die für viel Geld Listenplätze garantieren, oder Umfragewerte.

Die beschäftigend dann in der Tat Heerscharen bzw, arbeiten mit Vervielfältigungsmechanismen, um ihr Ziel, für das sie bezahlt werden, zu erreichen.

Ist ähnlich wie die Online-Accountpusher bei Spielen in China.
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04.07.2008 19:04 Uhr von Zwiebeljack
 
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uninteressantes buch: hab gerade nachgeschaut, geht gar nicht um schokolade...
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05.07.2008 18:17 Uhr von Slaydom
 
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deswegen: immer bei mehreren Seiten Informieren und mal in Foren sich erkundigen...
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06.07.2008 13:42 Uhr von 1337-kr3w
 
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lol: wie geil, "die schokospalte" <(^^,)> hahaha ich lieg am boden^^
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07.07.2008 14:26 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@Slaydom: In Foren ist es doch dasselbe! Die von mir erwähnten Agenturen melden sich auch in Foren an, um dort dem vom Kunden gewünschten Produkt das nötige Gewicht zu verschaffen.

Es gab doch damals z.B. bei Sunflowers den grossen Skandal, als es um die Mehrspielerfähigkeit von 1503 ging. Da haben die USer mehrere Lohnschreiber enttarnt, die so verdächtig unkritisch und allzu positiv waren.

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