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NRW: Vermeintlicher Tierquäler bewirkt Unterlassungsklage gegen Tierschützer

Ein 68-jähriger Rentner, der Frösche mit seinem Rasenmäher malträtiert haben soll, wurde von seinem Nachbar beobachtet, der die Misshandlungen der Frösche mit dem Fotoapparat festhalten wollte. Der vermeintliche Missetäter rief daraufhin das Gericht an, weil er sich in seinem Privatleben gestört fühlte.

Das Gericht gab dem Kläger mit seiner Unterlassungsklage Recht. Ein Berufungsverfahren wurde verworfen. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass nicht der Nachbar für Recht und Ordnung zuständig sei, sondern die Behörden.

Die Verletzung des Persönlichkeitsrechtes durch das Fotografieren des Nachbars bei verschiedenen Gelegenheiten liege vor. Ursache des Nachbarschaftsstreits sei Angaben zufolge der Froschlärm gewesen.


WebReporter: FredII
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Tierquäler
Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2008 21:23 Uhr von Dierk Uhlig
 
+3 | -8
 
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wie: ist das wenn ich rasen mähe und ich erwische dummerweise eine Blindschleiche, was ja passieren kann, muss ich mich dann selbst anzeigen?
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04.07.2008 07:18 Uhr von diehard84
 
+3 | -2
 
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der rentner soll sich doch mit dem rasenmäher meinetwegen die beine abfahren...scheiss tierquälergesocks

und wenn man sowas noch dokumentiert ist man am ende noch der dumme....scheiss drecksstaat mit seinem maroden und korrupten justizsystem...
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04.07.2008 07:58 Uhr von Bokaj
 
+6 | -3
 
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ACHTUNG !!!! Aha, falls ein Kind gequält und getötet wird, bitte nicht eingreifen -> Polizei rufen!!!
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04.07.2008 08:09 Uhr von S8472
 
+4 | -5
 
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@Bokaj: Äpfel - Birnen
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04.07.2008 08:26 Uhr von Bokaj
 
+5 | -2
 
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@S8472: Nein, finde ich nicht. Auch Tiere sind Lebewesen, die nicht aus "Spaß" gequält und getötet werden dürfen. Wenn man es sieht, soll man laut Begründung, die Polizei rufen und nicht die Privatphäre des Täters stören.
Ich wollte mit meinem Vergleich nur überspitzt auf die Denkweise der Richter hinweisen.

Denn hat der Zeuge nur Beweisphotos gemacht. Diese Rechtssprechung finde ich nicht in Ordnung.
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04.07.2008 09:59 Uhr von bigpapa
 
+3 | -1
 
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Urteil ist RICHTIG: Ich finde das Urteil mit begründung RICHTIG, obwohl einige mit Ihren teilweise krassen Bespielen auch Recht haben.

Aber man muss bitteschön zwischen "Unterlassender Hilfeleistung" und eine Eingriff durch normale Bürger in das Privatleben andere unterscheiden.

Hier geht es um einen Nachbarschaftsstreit. Also Privatschnüffelei um den "Feind" ein reinzudrücken. Mann stelle sich mal vor, das jeder der ein nicht leiden kann einen ausspioniert um irgendwelche "Beweise" zu sichern die im schlimmsten Falle eine Ordnungsstrafe bringen.

Und ich behaupte mal JEDER Mensch hat irgendwann sollche "Verfehlungen" gemacht. Sei es "bei rot über die Strasse gelaufen" oder "zu jemand eine Beleidigung gesagst z.b. A*****L**** ". Wenn sowas dann von Leuten die ein nicht leiden können mit "Beweisen" dokumentiert wird, überlasten die Gerichte (Die sich eh schon mit jeden Dreck beschäftigen müssen) völlig.

Und Echte Verbrecher kommen straffrei aus.

Gruß

BIGPAPA
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04.07.2008 10:11 Uhr von Bokaj
 
+1 | -1
 
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@bigpapa: Ich habe erst nach deinem Beitrag die Quelle gelesen. Okay, das Urteil ist in Ordnung. Denn es waren ja nicht die ersten Photos von diesen Zeugen, sondern er hat ihn schon fast mit seinem Photoapperat überwacht, um ihn ja irgendwann einmal bei einem Vergehen zu photographieren.

Es geht hier einfach um zwei Nachbarn, die sich zu schaden versuchen. Die Tiequälerei ist zwar trotzdem nicht in Ordnung, aber die Photos waren wohl nicht der Grund für das Urteil.
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04.07.2008 10:57 Uhr von Bokaj
 
+1 | -1
 
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Diese News ist durch das Kürzen der Nachricht falsch!

Es geht nicht nur um die Photos von der Tierquälerei bei diesem Urteil.

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