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Neues Eherecht lässt auch rein kirchliche Trauungen zu

1875 wurde in Deutschland die Zivilehe eingeführt. Seitdem war es Priestern verboten, eine kirchliche Trauung durchzuführen, ehe auf dem Standesamt die Ehe besiegelt wurde.

Diese Regelung wurde nun gekippt. Ab dem 1. Januar 2009 ist es Paaren nun möglich, sich erst oder nur kirchlich trauen zu lassen. Im Jahr 2006 kam es in Deutschland zu 373.681 Ehen, davon ließen sich ca. 105.000 kirchlich trauen.

Laut dem Familienrechts-Professor Dieter Schwab hat eine rein kirchliche Trauung allerdings auch Nachteile. Es gibt kein Erbrecht, keinen Steuerfreibetrag und auch keinen Zugewinnausgleich. Geht die Ehe in die Brüche, so entfällt der Unterhalt und andere Schutzvorschriften für den Schwächeren.


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WebReporter: ZTUC
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Trauung
Quelle: www.spiegel.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.07.2008 09:12 Uhr von ZTUC
 
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Ich finde diese Entwicklung bedenklich, denn entweder ist man in meinen Augen ganz oder gar nicht, sprich zivilrechtlich, verheiratet.
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03.07.2008 10:54 Uhr von CallToPower
 
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ich finde, man sollte sich erst einmal standesamtlich trauen, und wenn man dann noch möchte, kirchlich, quasi nur, um es "schöner" zu machen.
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03.07.2008 10:58 Uhr von MiefWolke
 
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Also die 100euros für die Standesamtliche Trauung sollte man schon investieren, da man ja nur vorteile davon hat.

Muss ja nicht gross sein und auch keine Feier usw.
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03.07.2008 11:12 Uhr von Sven_
 
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sehr bedenklich: man hat Kirchen immernoch nicht abgeschafft? Ich bin schockiert.
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03.07.2008 11:24 Uhr von 08_15
 
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Ihr wollt doch wirklich keine Gefühle Diskutieren, Es gibt Menschen, denen ist die Ehe vor Gott heiliger als jede Unterschrift.

Sollen die Paare doch selber entscheiden was sie wiollen. Bedenklich wäre es wohl nur wegen Erbrecht und so weltlichem Kram. Das ist aber nichts, was man nicht schriftlich regeln könnte. Das mit dem Steuerfreibetrag wird auch noch gekippt, da bin ich mir sicher.

"Einen Menschen lieben heißt einzuwilligen mit ihm alt zu werden" (Albert Camus)

Ehen die vor Gott geschlossen werden halten in der Regel etwas länger. Ich war grad auf der Goldenen Hochzeit meiner Schwiegereltern. Die haben diese 50 Jahre auch wieder in der Kirche gefeiert.

Nebenbei bemerkt: Ich bin nicht getauft und sehe auch keinen Anlass dazu. Ich habe da so meine Probleme mit dem Bodenpersonal. Trotzdem respektiere ich eine Ehe die vor Gott geschlossen wird. Ohne "wenn und aber"!

Eine emotionale Bindung kann ich aus dem Gefühl heraus nicht vor einem Beamten schliessen ... das ist ein Widerspruch in sich. Der Beamte mag auch noch so bewegt sein, kann er doch nie die "Gemeinde" und das soziale Umfeld, sowie den Rückhalt dessen vermitteln. Das macht aber die Kirchengemeinde und das Gefühl. Dann bedarf es auch keiner Vertraglichen und gesetzlichen Vorschrift.

Wie gesagt: Das Steuerrecht wird schon noch gekippt, denn ein bischen schwanger gibt es nicht.

Munter bleiben
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03.07.2008 11:33 Uhr von CallToPower
 
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@08_15: ich habe nicht gesagt, dass ich das nicht gutheiße, ich habe gesagt, dass es sicherlich schöner ist, in der kirche zu heiraten (auch wenn ICH dies niemals tun werde), jedoch wäre es sinnvoller, erst standesamtlich zu heiraten...
btw. SUPER "trennung" von kirche und staat hier...
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03.07.2008 11:44 Uhr von 08_15
 
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@call: ich denke nicht das ich hier auf irgendeinen kommentar bezug genommen habe.

das muss jeder für sich entscheiden. die möglichkeit begrüße ich, wie schon begründet (mehr wert als unterschrift)

ich habe auch nicht kirchlich geheitratet, ebenso benannt.

für mich war der heiratsantrag und der wille mit der "susseligen kuh" (Ekel Alfred) alt zu werden viel wichtiger als der krempel drum herum. wir haben nu auch fast 10 jahre auf dem buckel und ich möchte keinen tag missen ... ob vor gott, vor dem beamten ... das ist mir total egal .... wichtig ist mir ihr wort und mein wort. der rest kann mich mal.

ok?
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03.07.2008 11:55 Uhr von alicologne
 
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Mhm die frage ist, gilt dies denn auch für juden, moslems, buddisten etc. denn dadurch würde ja bei moslems die vielehe durch die hintertür geöffnet werden.. denn wie will der staat prüfen mit wievielen frauen sich ein kerl bei einem hinterhofmufti verheiratet, denn eine frau kann man melden und die anderen verschweigen..

oder denke ich wieder zu quer? was meint ihr?
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03.07.2008 12:02 Uhr von CallToPower
 
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mmh: 1. @08_15 klar versteh ich das (auch wenn ich nicht weiß, was du mit susseliger Kuh bzw. ekel alfred meinst ;)

2. @alicologne ich denke, dass bezieht sich AUSSCHLIEßLICH auf standsamt und evang./kath.KIRCHE, oder heiraten moslems etc. auch dort ? ^^
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03.07.2008 12:09 Uhr von alicologne
 
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@CallToPower: Schwer vorzustellen das dies nur für Christliche Kirchen gelten soll, denn die anderen annerkannten Religionsgemeinschaften könnten das gleiche Recht für sich einklagen. Der Staat als Laizistisches gebilde darf sich da nicht Parteiisch geben.. (rein Theoretisch..lol)

Im übrigen gibt es auch Christliche Glaubensgemeinschaften die die Vielweiberei kennen, das gleiche gilt auch für sie.. *g*
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03.07.2008 12:19 Uhr von CallToPower
 
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wie gesagt, ich weiß es nicht so genau: vll gilt es auch bei moslems etc., dass sie dort heiraten dürfen, wo sie wollen.
Das Problem mit der "Vielweberei" ist natürlich ein Problem, müsste man nachschauen, wie man das geregelt hat!
Also für mich klingt das so, als ob die kirchl. Ehe nicht so viel wie die Standesamtl. wert ist (verständlich-keine gesetze etc.) so ist es also vorstellbar, dass man auch mehrmals heiraten kann, wenn auch nicht kirchlich, sondern...da wo man es kann, die kirche ist ja eigtl. dagegen!
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03.07.2008 12:26 Uhr von FredII
 
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Das gibt der Kirche Gelegenheit, sich gesellschaftlicher Umwälzungen anzupassen und um neue Schäfchen einzufangen - in einer Zeit, wo Kirchenaustritte schmerzen. In einer Zeit, wo jede 2. Ehe gesetzlich geschieden wird und in einer Zeit wo es selbstverstänlich ist, ohen amtlichen Trauschein zusammen zu leben. Der eine oder andere würde somit zu Gott finden oder seiner Beziehung ein schönes I-Tüpfelchen aufsetzen können. Ich denke, dass viele Paare davon Gebrauch machen werden. Eine schöne Nachricht!
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03.07.2008 12:31 Uhr von FredII
 
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@Ali: Das Gestz gilt allgemein. Das heißt, jeder hat das Recht sich kirchlich trauen zu lassen ohne vorher im Standesamt gewesen zu sein. Dieses Recht beinhaltet nicht die Pflicht gegenüber Kirchen, dass sie eine Trauung vornehmen müssen. Dies obliegt immer noch den religiösen Gepflogenheiten der verschiedensten Kirchen. Ich kann mir vorstellen, dass eineige streng konservative Kirchen von diesem Recht nicht Gebrauch machen wollen und Trauungen ablehnen.
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03.07.2008 12:45 Uhr von Falkone
 
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Ehen, die vor was geschlossen werden ???? Ehe ist ja schon fast überflüssig in der heutigen Zeit.
Als Kerl lässt man da ja auch seine Hosen runter.

Aber dann Eheschließung in alten kalten Steingemäuern,
- keine Ahnung was das soll.


http://www.kirchenopfer.de
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03.07.2008 13:59 Uhr von cyrus2k1
 
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Weltweit annerkant? Ist diese Ehe dann auch weltweit anerkannt, oder nur in Deutschland gültig?
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03.07.2008 14:46 Uhr von kidneybohne
 
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beides: oder gar nicht, das ist meine meinung.
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03.07.2008 14:57 Uhr von 08_15
 
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@all für wen gilt das: für eingetragene glaubensgemeinschaften.

kath/ev und ich glaub das auch die Bilderbuchträger (Zeugen jh) sowas sind. Musleme können das nach dem Grundgesetz nicht, da eine Trennung von Gesetz und Kirche zwingend wäre.

Näheres solltet ihr Euch dann googlen, das nen mächtiges Thema, was anerkannt ist.

So 8 Frauen und so Zeug geht nicht, ausserdem auch nicht Muselmann Zwangsehen mit Kindern.Das benenne ich mit Wissen so, da das für mich verkappte Kinderficker sind.
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03.07.2008 15:01 Uhr von 08_15
 
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@cyrus: klar anerkannt ... in anderen Ländern ist das schon lange so.

@KidneyBohne

Das ist Deine Meinung, das ist auch OK so. Meine Meinung ist: So wie es gefällt und der eigenen Ansicht entspricht. Ich hoffe das Du das selbe meinst.

mfg
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03.07.2008 16:58 Uhr von supermeier
 
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Und wieder: ein Schritt zurück richtung Mittelalter.

Andererseits ideal um nach einiger Zeit den Partner kurzerhand abzuschieben und ihn ohne jegliche Sicherheit im Regen stehen zu lassen.

Ganz toll.
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03.07.2008 18:08 Uhr von 08_15
 
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@supermeier: dem kann man sich durch einen Ehevertrag entgehen.

Wer aber sich für eine Ehe vor Gott entscheidet, ist sich dessen bewusst.

Ich hatte auch eine Ex die erstmal 8 Monatze nen anderen Kerl getestet hat und sagte "ich muss doch wissen ob er der bessere Vater ist"

Ich habe die Hörner aufgehabt und sicher auf der Schiene die besseren Karten gehabt. Im Interesse der Kinder (der erste ist eh nicht meiner) habe ich die Flucht ergriffen und ein neues Leben begonnen ... ohne das ich täglich belogen werde.

Dahingehend finde ich eine solche Ehe für gut, denn die kommt sicher von Herzem.

Wie gesagt, ich bin in keiner Religion organisiert und für mich ist es OK wenn wer vor seinem Gott das "ja" gibt.

Es ist hier nicht die frage zu begründen warum und wie .... es ist ein wenig Freiheit für die, die sich das Ehegelöbnis vor Gott geben wollen. Ich denke das es OK ist für die im Grundrecht festgeschriebene Glaubensfreiheit.

Nein, ich bin nicht religiös, habe aber Respekt!

mfg
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03.07.2008 18:43 Uhr von alicologne
 
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@08_15: Das Wort "Kinderf*cker" in so einem Forum zu benutzen sagt einiges über dich aus.

"kath/ev und ich glaub das auch die Bilderbuchträger (Zeugen jh) sowas sind. Musleme können das nach dem Grundgesetz nicht, da eine Trennung von Gesetz und Kirche zwingend wäre."

Sorry aber hier wiedersprichst du dir.. Denn der Laizismus gilt nicht für eine nur für eine Glaubensgemeinschaft. Denn wenn es bei Muslimen gegen den Laizismus verstoßen würde, dann auch für Christen.

Vor allem sagst du selbre ja schon: Trennung von Staat und Kirche (und nicht Moschee)

Aber egal, ich finde die art wie du schreibst "putzig"

Mach weiter!
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03.07.2008 18:53 Uhr von Artemis500
 
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Ja, was denn nun Ist das dann eine gültige Ehe, wenn man sie in der Kirche schließt, oder ist die nur vor der jeweiligen Kirche gültig?

Dagegen, dass man ohne standesamtliche Eheschließung eine Zeremonie abziehen darf hab ich nix - dagegen, dass man dann trotzdem vor dem Gesetz als verheiratet gilt hab ich ne ganze Menge.
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03.07.2008 19:52 Uhr von cookies
 
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siehe JOHN5: Der Artikel lässt auf eine Ehe "zweiter Klasse" schließen, d.h. mal vermählt sich symbolisch, hat aber nicht die gleichen Rechte wie ein standesamtlich getrautes Paar. Wie soll man Ehepaare noch unterscheiden, die einen heiraten nur amtlich, die anderen kirchlich. Gibt es dann einen Namenszusatz in Klammern wie bei der Unterscheidung von Uni-Abschlüssen ("univ" vs. "FH")?

Das Handling ist doch irre. Dann sollen doch lieber alle Ehen gleich wert sein!
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03.07.2008 20:36 Uhr von supermeier
 
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@08_15: "dem kann man sich durch einen Ehevertrag entgehen."

Da rechtlich nicht gültig weil es keine Ehe ist, kann es auch keinen Ehevertrag geben, käme dann wohl eher einem Arbeitsvertrag gleich. Drei mal Wäsche = 100€ Taschengeld, oder so.

"Wer aber sich für eine Ehe vor Gott entscheidet, ist sich dessen bewusst."

Konnte man bisher auch, nur eben auch rechtsgültig.

Es geht nicht um die kirchliche Trauung an sich, nur um dieses neue Verfahren.
Wenn deine (kirchlich angetraute) Frau im Krankenhaus liegt, darfst du nichts entscheiden, denn du bist rechtlich gesehen kein Angehöriger.
Eure Kinder mußt du adoptieren, denn rechtlich gesehen bist du nur der biologische Vater. Also die gleichen Nichtrechte wie bei einer wilden Ehe.

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