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Sicherheit in AKWs: Niederlage für die Politik

"Ohne konkrete Gefahrenlage" brauchen Betreiber von Atomkraftwerken die Anlagen nicht vom Netz zu nehmen, urteilte jüngst das Bundesverwaltungsgericht. Damit erhält das Bundesumweltministerium im Streit um das AKW Philippsburg eine empfindliche Niederlage, obwohl das Gericht Einschränkungen aussprach.

So müssen die AKW-Betreiber bei einem Verdacht auf eine Störung sofort die Atomaufsicht informieren. Im Jahre 2005 war in einem Fall monatelang diskutiert worden, bevor über den Störfall informiert wurde. Greenpeace und der Bund sehen das Urteil sehr kritisch und bemängeln den Weg dorthin.

Baden-Württemberg habe die "Auflagen nicht weiter konkretisiert" und so das Urteil erst möglich gemacht, so Greenpeace. Der Bund sieht die Interessen der Betreiber vor der "Sicherheit der Bevölkerung" gestellt. Da die Behörden sich zufrieden über das Urteil zeigten, vermutet Greenpeace "Absicht" dahinter.


WebReporter: tomeck
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Sicherheit, Niederlage
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.07.2008 19:01 Uhr von Tschoui
 
+6 | -3
 
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bei günstigen Windbedinungen ist es völlig egal, wo ein AKW hochgeht. Obs in Frankreich, Tschechei oder sonstwo um Deutschland ist, mit dem richtigen Wind sind wir mit unserer tollen Lage mit dabei.
Siehe Tschernobyl.
Außerdem kann niemand bestreiten, dass Atomenergie immer noch die Energie ist, die am saubersten von allen ist.
Und was ist,wenn wir alles in Wind und Solarenergie umwandeln, und es mal keinen wind gibt und die Sonne mal nicht scheint? Dann muss der Stromverbrauch auf etwas anderes mit draufgelegt werden. Die einzigen Energielieferanten, die zu so ewtwas in der Lage wären und noch dazu am zuverlässigsten sind, sind nunmal AKWs.

Und solange die anderen Länder in Europa und der Welt, genauso wie beim CO² Ausstoß nicht mitziehen, find ich nicht, dass wir es mitmachen sllten und den Strom dafür teuer von Frankreich oder waonders beziehen.

P.S. man entschuldige die Grammatik, ich steh unter Zeitdruck^^
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02.07.2008 19:01 Uhr von SK_BerSerKer
 
+0 | -1
 
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überaschung überaschung: damit hät ich NIE gerechnet *sarkasm OFF*

is doch klar das die machn was sie wollen, das is echt nix neues.

denen ist schon seid langem das geld lieber als die bevölkerung
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02.07.2008 19:31 Uhr von tomeck
 
+4 | -2
 
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@ tschoui: mit der windrichtung im falle eines unfalls hast du natürlich recht.

was die umweltfreundlichkeit von atomstrom betrifft, eher nicht: die entsorgung von uran ist erstens teuer, zweitens umweltschädlich und drittens auch noch gefährlich.

und dass aus wind und sonne keine energie gewonnen werden kann, wenn es mal windstill oder regnerisch ist, ist nun wirklich längst überholt.

und -last but not least- das argument "wenn die anderen nichts machen, sollten wir auch nichts machen" ist eher kindlich-trotzig als konstruktiv.

wenn in allen ländern menschen erschossen würden, weil sie linkshänder sind, wäre das doch für mich noch lange kein grund zu sagen: tja, wenn die das machen, dann mach ich das halt auch.
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03.07.2008 11:22 Uhr von Andreas-Kiel
 
+1 | -0
 
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ohne konkrete Gefahrenlage: brauchen Betreiber von Atomkraftwerken die Anlagen nicht vom Netz zu nehmen. Ist natürlich die Frage: Was ist eine konkrete Gefahrenlage?
Die Sicherheit muß natürlich immer Vorang haben (es darf einfach kein Reaktor mehr explodieren), aber falls es wirklich Kleinigkeiten sind, die immer unter Kontrolle sind, ist es doch wie mit Kanonen auf Spatzen, wenn man den Reaktor sofort herunterfährt.

Und wenn hier schon die algemeine Atomdiskussion beginnt, möchte ich da gerne auch etwas anmerken.

Man braucht ja immer sogenannte Grundlastkraftwerke (Atomkraftwerk, Kohlekraftwerk, Wasserkraftwerk etc.), die immer laufen und eben die große Grundlast garantieren können. Weiterhin braucht man aber auch Spitzenlastkraftwerke (Gasturbinen, kleinere Kraftwerke verschiedener Technik), die eben kurzfristig geplant oder ungeplant hochgefahren werden können, wenn Spitzen auftreten oder Kraftwerke ausfallen. Solar- oder Windkraftwerke können natürlich keinen Strom garantieren, insofern kann man sie immer nur ergänzend einsetzten.

Was ich aber völlig "pervers" finde, ist, daß bei Hamburg ein neues Kohlekraftwerk gebaut werden soll, was ja logischerweise einen deutlich größeren CO2 Ausstoss als z.B. Kernkraftwerke hat und gerade CO2 sollen wir ja gerade begrenzen!
Außerdem ist es doch schon so, daß wir aus unseren Nachbarländern schon Strom importieren (Frankreich, Schweden) und der ja größtenteils auch mit Atomkraft hergestellt wird. Also warum sollen wir langfristig unsere mit am sichersten Atomkraftwerke ohne jeglichen CO2 Ausstoss abschalten und dann wohl noch mehr Strom importieren müssen, da die Alternativen ja noch fehlen. Dafür bauen wahrscheinlich unsere Nachbarn (Polen, Russland) noch mehr AKW´s und bei uns steigen die Strompreise. Ob im französichen oder polnischen Grenzgebiet oder direkt bei uns ein AKW hochgeht, ist von der Wirkung relativ gleich für uns, aber mir sind deutsche Kraftwerke mit unseren scharfen Gesetzen und Kontrollen deutlich lieber, als sich auf die Kontrollen anderer Länder zu verlassen.

Aber viel wichtiger ist natürlich die Forschung an alternativen Energiequellen und ich denke da hauptsächlich an die Kernfusion. Leider wird diese Forschung in D von einschlägigen Gruppen gerne blockiert (Rostock) und ist jetzt nach Frankreich verlegt worden, wo mit deutscher Hilfe ein Versuchsreaktor entsteht. Wikipedia: "Nach dem Vorbild der Sonne wird bei der Kernfusion Wasserstoff zu Helium verschmolzen. Dabei setzt ein Gramm Wasserstoff etwa die selbe Menge Energie frei wie die Verbrennung von acht Tonnen Erdöl oder elf Tonnen Kohle."

Wasserstoff gibt es genug und strahlende Atomabfälle gibt es auch nicht mehr.
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06.07.2008 01:09 Uhr von Borgir
 
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beim kleinsten: anzeichen sollte man das werk runterfahren.....wenn was passiert ist das geschrei dann wieder groß...unfassbar

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