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Niederlande: Hat Mediziner Klanggeheimnis der Stradivari-Geigen entdeckt?

Ein Mediziner der Universität Leiden hatte jahrhundertealte Stradivari-Geigen mit einem Computertomografen gescannt, um das Geheimnis der berühmten, für mehrere Millionen Euro gehandelten Violinen zu entlüften. Die Holzdichte spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Das Forschungsergebnis deutet auf eine gleichmäßigere Dichte der für Stradivaris verwendeten Hölzer hin. Die im modernen Geigenbau verarbeiteten Holzarten weisen diese mehr kontinuierlichen Strukturen nicht auf.

Eine gleichmäßige Dichte im Holzgefüge beeinträchtige die Vibration des Holzes und damit den Ton. Mit dieser Erkenntnis erhofft man sich den bisher nie erreichten Klang einer Stradivari-Geige kopieren zu können.


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WebReporter: FredII
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Entdeckung, Niederlande, Medizin, geheim, Geige, Stradivari
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.07.2008 11:27 Uhr von FredII
 
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Es wäre schade, falls sich diese Studie bewahrheitet, wobei Wissenschaftler und Techniker es möglich machen könnten, die einzigartige Tonwiedergabe einer Stradivari zu reproduzieren. Aber egal, unter den Liebhabern bleibt nur eine Stradivari eine Stradivari.
Alles andere wäre nur eine Kopie.
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02.07.2008 12:35 Uhr von vostei
 
+10 | -3
 
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Hat er imho nicht -: Weil die struktur des werkstoffs von der art und weiße der lagerung, von deren länge und die art der behandlung abhängt - und da streiten sich immer noch die gelehrten.

der arzt doktort sozusagen am krankheitsbild rum, weiß aber immer noch nicht wie sie entstanden ist.
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02.07.2008 14:03 Uhr von FredII
 
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Puristen gibt es halt in allen Lebenslagen, und der Glaube versetzt bekanntlich Berge ;-)
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02.07.2008 14:15 Uhr von Noseman
 
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Also: ich fände es zwar im Gegensatz zum Autor super, wenn es stimmen würde. Ich würde mir nämlich künftig mehr gute Klänge erhoffen und ich bin prinzipiell immer pro Wissenszuwachs.

Aber ich kann die gegenteilige Haltung auch gut verstehen, so wie sie begründet ist.
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02.07.2008 14:42 Uhr von wolfinger
 
+4 | -1
 
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alter hut? hä aber das is doch schon länger bekannt, dass die aufgrund der damaligen klimatischen verhältnisse holz hatten, was es heute garnicht mehr gibt... ich mein ne gleichmäßige dichte hinzukriegen sollt wohl nicht das problem sein Oo
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02.07.2008 18:43 Uhr von kyr
 
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@bonsaitornado1: Es gibt viel mehr Geigenspieler als Stradivari-Geigen, und wenn diese Geigen den besten Klang haben besteht imho berechtigtes Interesse daran, zu verstehen warum das so ist und wie man das reproduzieren kann.
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02.07.2008 19:33 Uhr von kidneybohne
 
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hui: das steht am ende sogar was ich mir beim lesen gedacht hatte "jetz kann man die bestimmt nachbasteln" ich bleib gespannt ob dazu noch weitere news kommen.
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02.07.2008 22:32 Uhr von Xan
 
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Holz wär eine Sache: der Lack die andere...

Es ist bekannt, daß der Lack einen ganz erheblichen Einfluß auf die Klangfarbe hat. Stradivari hat nur leider sein Rezept für den Lack mit ins Grab genommen...

Es gibt/gab jemanden der das mal versucht hatte, zu reproduzieren:

http://www.schleske.de/... akustik5holzulack3akustlack.shtml
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03.07.2008 00:10 Uhr von kyr
 
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@bonsaitornado1: Was verstehst du unter "würdig sein"? Genug Geld haben, um sich so eine Geige leisten zu können (oder so gut zu sein, dass jemand anderes einem diese Geige finanziert)? Das erübrigt sich ja mehr oder weniger, wenn wieder Geigen in Stradivari-Qualität produziert werden können und sie somit nicht mehr selten (und damit wertvoll) sind. Ich wüsste nicht, warum durchschnittliche Spieler keine guten Instrumente benutzen dürfen sollten.
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03.07.2008 09:55 Uhr von Moppsi
 
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Und wieso war das Holz von damals so dicht? Wegen der sogenannten "Zwischeneiszeit" von 1645-1715,
in der aufgrund der Kälte die Pflanzen nur relativ langsam wuchsen und somit eine höhere Dichte bzw. Kompaktheit aufwiesen!
Warum wird dieser wesentliche Punkt in der News nicht erwähnt?
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03.07.2008 11:18 Uhr von CallToPower
 
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ich: find das gut, warum nur die reichen in den genuss einer solchen geige bringen, soll doch jeder einen solchen Klang erleben und wenn man kann, sogar selbst spielen!
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03.07.2008 12:24 Uhr von Schwertträger
 
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@kyr: Durchschnittliche Spieler sollen schon gute Instrumente besitzen dürfen, aber Spitzeninstrumente benötigen sie nicht.

Es gibt sehr, sehr gute Geigen, die für einen durchschnittlichen Spieler, wie Du ihn im Sinn hast, schon verflixt hoch hängen. Sie werden von guten Profis benutzt.

Und dann gibt es eben Stradivaris, wo es ruhig auch einen Spitzen-Ausnahmespieler brauchen sollte, der sie spielt.

Es muss ja auch ein Ziel geben.




Der "Luxus für alle"-Gedanke ist nicht zielführend, glaub mir!
(Und ich kann mir nicht mal eine gute Geige leisten).
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08.07.2008 15:13 Uhr von luthier
 
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spielt uns die psychoakkustik einen streich? diese ewige diskussion über den angeblich "bisher nie erreichten klang einer stradivari" ärgert mich mittlerweile schon, da eine neugebaute geige,die gut eingespielt wurde einen mindestens genausoguten klang hat.es gab bereits versuche, bei denen mehrere geigen (neugebaute und 1 stadivari) hinter einem vorhang gespielt wurden und die zuhörer erkennen mussten, welche die stad war.niemand erkannte sie und alle hielten die neugebauten für eine strad.spielt uns hier nicht die psychoakkustik einen streich? wenn ich sage: "ich spiele nun eine sonate von bach",findet der zuhörer das zwar schön, aber nicht außergewöhnlich; aber wenn ich sage ich spiele diese sonate auf einer strad würden alle zuhörer
automatisch genauer zuhören und den klang als besser empfinden.
herr stradivari war ohne zweifel ein meister seines handwerks und hat ein in sich perfekt funktionierendes system entwickelt, aber er war auch nur ein mensch, den es nicht geschert hat wie dicht das holz ist.ein weiterer zu erwähnender faktor (der anscheinend immer wieder vergessen wird)ist auch, das die stradivaris bereits 300 jahre alt sind und wer weiß schon, ob eine neu gefertigte geige nicht in 300 jahren noch "besser" klingt als eine strad heute?
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08.07.2008 16:33 Uhr von Schwertträger
 
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@luthier: Gute EInwände :-): Allerdings, .... einen Punkth abe ich anzumerken:
Stradivari könnte das dichte Holz auch unwissentlich verwendet und es einfach als "gutes Holz" eingekauft haben. Das es besonders dicht war, muss er nicht gewusst haben.

Dennoch bekomt man solches Holz heute nur schwer, so dass Stradivari einen Vorteil hatte.

Aber der Wert einer Stradivari ist zu 90% ein ideeller, denke ich. Und das ist gut so.

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