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Ab heute sind in Deutschland Killerspiele für Jugendliche verboten

Am heutigen Dienstag tritt das überarbeitete Jugendschutzgesetz in Kraft. Mit dem Gesetz sollen Kinder und Jugendliche vor medialer Gewaltdarstellung geschützt werden, Mitte Juni wurde das Gesetz vom Bundesrat verabschiedet.

Laut dem Gesetz herrscht in Deutschland für Spiele, die ausgesprochen grausame, realistische, und reißerische Gewalt beinhalten, Werbe-, Abgabe- und Vertriebsverbot. Bisher waren nur Computerspiele verboten, die krieg- oder gewaltverherrlichend waren.

Es landen nun Titel auf dem Index, "in denen Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird".


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WebReporter: noflowers
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Jugend, Jugendliche, Killer, Killerspiel
Quelle: www.heise.de

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94 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2008 11:23 Uhr von smile2
 
+67 | -6
 
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Verbot Und ein weiterer Schritt in die falsche Richtung ...
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01.07.2008 11:24 Uhr von vostei
 
+32 | -5
 
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am Besten sollte man noch das Fur***: kriminalisieren - es belastet die Atmosphäre und trotzdem tuts jeder...
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01.07.2008 11:24 Uhr von MiefWolke
 
+38 | -9
 
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Nimm mal den scheiss Titel raus.

Wenn dann Gewaltspiele/Mordspiele/Metzelspiele und nicht Killerspiele....
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01.07.2008 11:28 Uhr von blub
 
+11 | -164
 
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01.07.2008 11:29 Uhr von Vanson
 
+15 | -2
 
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@MiefWolke: Und was ist jetzt der Unterschied zwischen Mordspiel und Killerspiel?
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01.07.2008 11:30 Uhr von vostei
 
+22 | -5
 
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@blub: lol

der war gut ^^
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01.07.2008 11:30 Uhr von koelschgirl
 
+11 | -5
 
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Heute ist übrigens Dienstag Montag war gestern. ;)
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01.07.2008 11:37 Uhr von koelschgirl
 
+10 | -8
 
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und schon ist´s verbessert: :)
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01.07.2008 11:40 Uhr von Scopion-c
 
+12 | -0
 
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Ab heute bin ich wieder ein jugendlicher: Denn jetzt geht es wieder los mit an die Info Tigern und sagen:"Guten Tag, haben sie auch Spiele die auf dem Index stehen?" Verkäufer:"Nein, tut mir leid die werden zu wenig gekauft, deswegen haben wir sie nicht im Angebot". Ich hab das schonmal durch. Ich find das ganz toll das man ich jetzt wieder in Österreich bestellen darf.

Ich hätte ja als Alternativ vorschlag mal das durchsetzen des jugendschutzgesetztes. Denn mein erstes FSK18 Spiel hab ich mit 16 gekauft und das geht heute auch noch.

@blub
GTA ist für jugendliche schon nich erhältlich. Jetzt dann allerdings auch für Erwachsene ;).
Aber ich muss dich enttäuschen CSS wird sich sicher auch nicht vor einem neuen Indizierungsantrag retten können, jede wette spätestens wenn der nächste Amokläuft...
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01.07.2008 11:41 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+22 | -0
 
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"Bisher waren nur Computerspiele verboten, die krieg- oder gewaltverherrlichend waren."
Wobei in meinen Augen die neue "Definition" nur eine ausführlichere Umschreibung des Begriffs "gewaltverherrlichend" ist.
"[...]ausgesprochen grausame, realistische, und reißerische Gewalt beinhalten, [gilt ein] Werbe-, Abgabe- und Vertriebsverbot.[...]"

War das nicht ohnehin schon immer so?

Aber: Wenn dem so ist, können wir dann in der "Ab 18"-Abteilung dann endlich ungeschnittene Spiele erwerben?

Und warum zum Henker muss man hier ein Verbot verabschieden? Saktionen für fehlende Ausweiskontrollen an der Kasse hätten völlig ausgereicht. Im Kaufland wird das beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren schon seit Monaten vorbildlich durchgeführt. Warum nicht auch im Einzelhandel bei Filmen und Spielen? Warum ein Verbot???

Vielleicht, damit die Abmahnanwälte mehr Einnahmen haben, da derartige Titel nun noch häufiger illegal über Tauschbörsen organisiert werden?

Datenschutz wird aufgeweicht, und ist bald nicht mehr existent. (Teils unsinnige) Verbote schränken das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit immer weiter ein. Das Bildungssystem so wie Einrichtungen zur Kinderbetreuung lassen mehr und mehr zu Wünschen übrig. Wo ist denn die so hoch gepriesene Demokratie hin? Gibt es überhaupt so etwas wie "vernünftige Politiker"? Die DDR galt zwar offiziell als Demokratie, letzten Endes sprachen die über 90% Stimmen für die SED dann doch eine eindeutig andere Sprache. Mittlerweile sind es zwar keine 90% Stimmen für eine Regierungspartei mehr, dafür eine Wahlbeteiligung weit unter 50%, und eine Politik, bei der man kaum noch zwischen SPD und CDU, um nur die Extreme zu nennen, unterscheiden kann.

Dieses Verbot hier ist wieder ein neuer Beweis dafür, wie man mehr oder weniger geschickt um die eigentlichen Ursachen für Probleme (Amokläufe) herum regiert.

Du bist Deutschland. Armes Deutschland.
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01.07.2008 11:43 Uhr von vostei
 
+8 | -2
 
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@owner: primär wäre´s wichtig: den Kids den Unterschied zwischen Schein und Sein beizubringen - wäre zwar kontraproduktiv für manche Sparte der Werbewirtschaft, aber zumindest der bessere Ansatz...
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01.07.2008 11:44 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+4 | -0
 
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Nachtrag: Naja, bald werde ich wohl noch wegen zur Schau stellen verfassungswidriger Symbole verhaftet: http://gamestar.de/...
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01.07.2008 11:46 Uhr von vmaxxer
 
+2 | -3
 
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ehm: was ist daran neu ?
Solche benannten Spiele waren doch eh erst ab 18 in deutschland zu kaufen (theoretisch) ... Was ist daran jetzt anders ?


Und was ist mit dem Fernsehen ? Darf da sowas jetzt auch nicht mehr gezeigt werden ? Oder mit Büchern ?
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01.07.2008 11:51 Uhr von derSchmu
 
+13 | -1
 
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Keine Gewalt auf dem Screen keine Kippen mehr in der Kneipe...
demnaechst noch ein Verbot fuer freies Denken und Alkoholkonsum und ich fuehl mich richtig sicher, wei der Staat sich so um mich sorgen macht und ich mich um nix kuemmern muss...
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01.07.2008 11:53 Uhr von platino62
 
+8 | -2
 
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Warum: verbietet man uns nicht auch einfach zu Leben.
Wäre doch auch ne Maßnahme!!!!
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01.07.2008 11:54 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+11 | -1
 
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@vmaxxer: Das ist für mich so oder so ein Paradoxon.
Bei Spielen wird geschnitten, zensiert und verboten, was das Zeug hält, aber bei Filmen wie z.B. "Hills have eyes" wird völlig selbstzweckhafte Gewalt nicht entfernt. Die DVD steht bei Mediamarkt und Saturn bei den anderen DVDs herum, nur durch einen schönen großen "FSK 18"-Aufkleber gekennzeichnet.

Warum wird mit zweierlei Maß gemessen?
Klar, es ist eine reine Geschmacksfrage, ob einem soetwas gefällt, oder nicht. Ich für meinen Teil sehe mir gern Horrorfilme oder ähnlich es an. Das gleiche gilt auch für Spiele. Allerdings würde ich nie im Leben auf die Idee kommen, das im realen Leben "nachzuspielen".

Wie vostei schon richtig bemerkte ist es viel wichtiger den Kindern sen Umgang mit derartigen Filmen und Spielen zu vermitteln. In meiner Generation (80er) dürfte das weniger ein Problem sein, da wir mit Spielen aufgewachsen sind, und wissen wie man damit umgehen sollte. Älteren Semestern ist diese Sichtweise allerdings oft verschlossen. Für viele Ältere sind Computerspiele ein Buch mit sieben Siegeln. Medienkompetenz zu fördern, das wäre richtige Ansatz. Nicht ein Verbot.
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01.07.2008 11:59 Uhr von Jorka
 
+16 | -1
 
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Ich bin 100% dafür: das sogenannte Killerspiele (was für ein beklopptes Wort eigentlich!) Jugendlichen unzugänglich gemacht werden, ABER ich bin dagegen mir als mündigen Erwachsenen reinreden zu lassen, welche Spiele ich nicht zu spielen habe.

GTA verbieten? Wieso?
Weil einige den teilweise genialen Humor des Spieles nicht verstehen oder was?
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01.07.2008 11:59 Uhr von platino62
 
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Also ich bin auch Älteres Semester (60er) und ich hab keinProb mit solchen Spielen, im gegenteil spiele die auch ab und an mal ganz gerne um auf andere Gedanken zu kommen. Meine Söhne (18+16) spielen auch oft CSS und die sind mit Sicherheit nicht Gewaltbereit nur weil Sie diese Games zocken.
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01.07.2008 12:07 Uhr von Yes-Well
 
+17 | -0
 
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Diablo, C&C, Die Siedler und Schach alles Böse -.-: Bei allen muß man den Gegner plattmachen um zum Ziel zu kommen. Man kann mittlerweile gut ranzoomen um alles zu erkennen.

Vor allem wird hoffentlich bald das rassistische Schach verboten. Es gibt nur wenige starke Leitfiguren und jede menge Bauern die man oft opfert für einen guten Spielzug. Außerdem werden in diesem Spiel nur schwarze und weiße bevorzugt. Wenn dann dürfte es nur noch eine 4 Spieler variante geben. Schwarz, weiß, gelb, rot, damit sich keine bevölkerungsgruppe
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01.07.2008 12:08 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
+8 | -0
 
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@platino62: Deshalb habe ich ja auch "viele Ältere" und nich "alle Älteren" geschrieben. Ich kenne selbst einige "Ältere", die teilweise sogar erst mit 50 angefangen haben am PC zu spielen, und denen das Spaß macht. Mein Vater z.B. Und diese Leute stehen zu den wirren Verboten ebenso wie die Jüngeren.

Fakt ist leider, dass eben viele in deinem Alter ein Problem mit den neuen Medien haben. Früher war es das böse böse Fernsehen, dann kam die Rockmusik, und jetzt sind es eben "Killerspiele" (was für ein reißerischer Begriff). Trautig ist nur, dass diese Angst vor dem Neuen, Unbekannten besonders stark bei unseren Politikern vorhanden ist, die, seien wir ehrlich, auch nicht mehr die Jüngsten sind.

Was ich allerdings nie verstehen werde ist, warum laut Beckstein die "Killerspiele" schlimm, ein Schützenverein aber gut sein soll. Lerne ich den Umgang mit einer Waffe am PC mit Maus oder doch eher im Schützenverein an der Waffe?

"[...]Meine Söhne (18+16) spielen auch oft CSS und die sind mit Sicherheit nicht Gewaltbereit nur weil Sie diese Games zocken.[...]"
"Terminator" (ungeschnitten) sah ich zum ersten Mal mit 13(!), und trotz allem war ich noch nicht an einer Schlägerei beteiligt, geschweige denn dass ich eine anfangen würde, oder zu Schlimmerem im Stande wäre.

Wie gesagt: nach meiner bisherigen Erfahrung bist du leider nur eine der wenigen Ausnahmen, die die Regel bestätigen.
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01.07.2008 12:16 Uhr von platino62
 
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Killerspiele: gestern war ier schonmal so eine News, da hat ein Kommentator (ich find die News gerade nicht) einen sehr guten Kommentar dazu abgegeben. " Es gibt keine Killerspiele, hat schonmal jemand ne Spielepackung aufgemacht und das Spielt hat dich angegriffen?"
Ich fand den Kommentar zu diesem Saudummen Wort (es sollte das Unwort des Jahres werden) einfach nur zu gut.
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01.07.2008 12:20 Uhr von Kepas_Beleglorn
 
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Killerspiele: Der Begriff wird gern als bedrohlich empfunden, weshalb er von Politikern vermutlich nur allzugern verwendet wird.
Hier ist eine Seite, die sich sehr sachlich mit dem Thema auseinandersetzt. Auch eine Begriffserklärung ist enthalten:
http://www.stigma-videospiele.de/...

"Der Begriff "Killerspiel" ist ein medialer Kunstbegriff, und keine Bezeichnung für ein Spiel (-genre). Da er oftmals von Unkundigen verwendet wird, ist sein Inhalt gänzlich unbestimmt.[...]"

Wobei die Betonung hier sicherlich auf dem Begriff "Unkundige" liegt.
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01.07.2008 12:20 Uhr von Scopion-c
 
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Natürlich wird mit zweierlei maß gemessen: auf der einen seite die Filmindustrie mit Millionen von Euro die sie gerne in Deutschland lassen würden und einer riesigen Lobby Arbeit.

Und auf der anderen ein paar Programierer die a) keine Ego Shooter machen und b) keine Lobby haben.

Na wer wird da wohl mehr zu sagen haben?
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01.07.2008 12:29 Uhr von Loxy
 
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Wilder Aktionismus ersetzt halt immer häufiger geistige Windstille!

Wer solche Spiele verbietet muss auch Krimis verbieten mMn. Ich finde zum Beispiel die realistische Darstellung einer Vergewaltigung im Fernsehen vieeeeeel verstörender als Zombieschnetzeln. Auch wenn man dabei kein Blut oder so sieht, so ist es für mich in meiner Vorstellung weitaus realistischer und beängstigender als ein Pixel-Massaker.

...ach ja, wann werden eigentlich reale Kriege und die Produktion von deutschen Waffen verboten? ...einfach nur schitzophren das alles! PC-Spiele werden verboten, während es Schützenvereine gibt und täglich mit deutschen Waffen irgendwo auf der Welt gemordet wird.

Warscheinlich sitzt es sich nicht so bequem in Aufsichtsräten einer Computerspielschmiede. Politiker bevorzugen Energie-, Versicherungs- und Autokonzerne was das angeht.
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01.07.2008 12:44 Uhr von Loxy
 
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Der Begriff "Killerspiele" erfüllt mMn nur einen Zweck: Im Rahmen des sog. Agenda Settings (http://de.wikipedia.org/...) die Masse der Leute direkt, durch einen kurzen und prägnanten Begriff für dieses Thema zu sensibilisieren und durch die bewusst negative Einfärbung des Begriffs auch schon eine Meinung vorzufertigen.

Der Begriff "Killerspiele" hat direkt diesen Alarmeffekt... ähnlich wie "Glaskorrosion", "Gefrierbrand" und andere lustige Wortschöpfungen aus der Werbung zum Beispiel. Wer "Killerspiele" sagt hat im Prinzip alle Meinungen auf seiner Seite, wenn er diese verbieten will bei der dummen, uninformierten Masse.

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