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CO2-Speicher im Testlauf

Ketzin/Potsdam: Am gestrigen Montag wurde ein früherer Erdgasspeicher mit CO2 vollgefüllt. Die Wissenschaftler möchten durch diesen Test Überwachungsmethoden erforschen. Daraus soll sich dann herauskristallisieren, welche für große Endlager am besten sind.

Die Filterung sowie die Speicherung von Kohlendioxid aus Industrieabgasen wird in Bezug auf den Klimaschutz als Schlüsseltechnologie gehandelt. Erfahrungen konnte man für die unterirdische Lagerung von Kohlendioxid bis jetzt noch nicht sammeln. Daher soll diese Wissenslücke geschlossen werden.

Aus diesem Grund wurden drei Kanäle mit je 800 Meter Tiefe ausgehoben. Einer davon dient zur Befüllung des CO2, während die anderen zwei nur für Messungen verwendet werden. Durch Sensoren soll unter anderem festgestellt werden, wie groß die Temperaturunterschiede sind.


WebReporter: Do-28
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Speicher, CO2
Quelle: www.focus.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.07.2008 09:04 Uhr von flugine
 
+7 | -1
 
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und dann? Wir speichern das CO2 also unter der Erde, und dann? Soll es dort ewig bleiben? Dann ist die Erde bald auch unterirdisch voll mit dem Mist und wir haben wieder ähnliche Probleme?
Meiner Meinung nach wäre es doch viel sinnvoller, Technologien weiter auszubauen, bei denen wenige, vieleicht sogar gar kein CO2 mehr entsteht.
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01.07.2008 09:04 Uhr von seehoppel
 
+7 | -4
 
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schwachsinn! So einen Schwachsinn gabs schon Jahrhunderte nicht mehr!

Die Umweltschützer sind also gegen Atomkraft, weil die Abfälle gelagert werden müssen. Immerhin strahlen die ja 10000 Jahre. Soweit ist das nachvollziehbar, auch wenn ich die Meinung nicht teile. Nicht mehr nachvollziehbar ist, dass statt dessen überall Pläne zum Bau von Braunkohlekraftwerken entstehen. Und jetzt wollen die auch noch das CO2 "endlagern"!!

Man stelle sich das einmal vor:
10000 Jahre sind zu lange für radioaktive Abfälle. Aber CO2, das keine Halbwertszeit hat, sich nicht abbaut, das wollen die lagern. Gegen die UNENDLICHKEIT, in der das CO2 bestehen bleibt sind die 10000 Jahre garnichts!

Und was machen die wenn so ein CO2-Speicher mal plötzlich undicht wird? Klar, kann sein dass das nie vorkommt. Kann es bei Atommüll aber auch ;-)
Und sein wir mal ehrlich: Mir ist es lieber wenn irgendwann mal ein einzelner Behälter mit zwei Brennstäben undicht wird, als dass irgendwann dieser Speicher undicht wird und Milliarden Tonnen CO2 auf einmal in die Atmosphäre gelangen. Dann freuen sich zwar die Pflanzen, aber es wäre schlagartig das Aus für jedes(!) tierische Lebewesen auf unserem Planeten.

Jetzt noch zu den Umweltschützern die sagen sowas kommt nicht vor: am 30. Juni 1908, also vor 100 Jahren und einem Tag, gab es in Sibirien eine riesige immer noch nicht vollständig geklärte Explosion. 2000 Quadratkilometer Wald wurden zerstört durch verbrennen oder durch pures Umknicken der Bäume. 65km weiter gingen Fensterscheiben durch die Druckwelle kaputt. Mittlerweile nimmt man an, dass eine Erdgaslagerstätte "undicht" wurde und das ausgetretene Gas von einem Blitz entzündet wurde. Jetzt kann sich jeder selbst ausmalen wie viel Gas da ausgetreten sein muss und was passiert wäre, wenn das nicht "nur" Erdgas mit einem Kohlenstoffanteil von 20%, sondern pures CO2 gewesen wäre!
Wer mir nicht glaubt, guckt bitte bei wiki nach "Tunguska-Ereignis"

Danke fürs lange lesen ;-)
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01.07.2008 09:30 Uhr von SirMcDeath
 
+5 | -0
 
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@seehoppel: Seit wann brennt CO2...und wieso sollte das explodieren.
CO2 entsteht bei Verbrennung.

Wenn damals CO2 ausgetreten wäre, wäre quasi gar nix passiert.

Nichtsdestotrotz finde ich eine CO2 Lagerung unter der Erde auch total bekloppt. Total SChwachsinnige Idee.
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01.07.2008 09:42 Uhr von Daemiel
 
+0 | -1
 
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CO2 - tja: vielleicht sollte man auch auf getränke ohne sprudel umstellen -berücksichtigt das überhaupt jemand? da is die kohlensäure als konservierungsmittel drin.
ausserdem ist doch die beste möglichkeit, co2 loszuwerden, mehr pflanzen lebensraum zu beschaffen - stelle mir da so efeu am fernsehturm u.a. vor :)
ausserdem sollten wir alle weniger atmen. aus diesem grund bin ich auch ein totaler sportgegner...
in fitnessstudios hätten die betreiber jahrelang die chance gehabt, die sinnlos vergeudete energie an den geräten mit dynamos aufzufangen...
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01.07.2008 17:16 Uhr von seehoppel
 
+1 | -0
 
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@SirMcDeath: Du hast da wohl was falsch verstanden!
Wäre CO2 ausgetreten, dann hätte das einen sehr nachteiligen Effekt auf die Zusammensetzung der Luft gehabt. Es ist "nur" Erdgas ausgetreten. Erdgas ist Methan, es setzt sich aus einem Kohlenstoff-Atom und vier Wasserstoff-Atomen zusammen. Es entsteht also nur um über den Daumen gepeilt 1/5 des CO2 im Vergleich zu einem Austritt von purem CO2.
Mit dem Vergleich meinte ich nur, dass es erhebliche Auswirkungen auf die Luft gehabt hätte, wenn da CO2 ausgetreten wäre.
In der normalen Luft die uns umgibt ist ca. 0,05% CO2 enthalten. Du kannst mir nicht erzählen, dass "nix" passiert wäre, wenn der Anteil mal schlagartig auf 5% oder 10% oder 15% ansteigt...
Und für die die es immer noch nicht erkannt haben: Mit steigendem CO2-Anteil in der Luft senkt sich der Sauerstoffanteil rapide. Normalerweise haben wir einen Sauerstoffanteil von 21%. Unter 12% siehts schon schlecht aus...
Das heißt wenn unter Druck CO2 entweicht und nach dem Ausdehnen auf Normaldruck locker mal 100 Kubikkilometer(!) erreicht, dann stirbst du selbst bei optimaler Durchmischung mit weiteren 100 Kubikkilometern Normalluft. Und nicht nur du stirbst, sondern auch alle Menschen und Tiere, die sich in dieser Luft aufhalten.
Ich hoffe ich hab mir nicht umsonst die Mühe gemacht und das erklärt und das war jetzt deutlich genug...
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01.07.2008 17:31 Uhr von seehoppel
 
+2 | -0
 
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nachtrag: Der von gutmensch genannte Nyos-See enthält gelöstes CO2-
In dem Wasser lässt sich aber viel weniger lösen als man unter Hochdruck in die Erde pusten kann.
Bei einem Gewicht von 2kg pro Kubikmeter CO2 entsprechen diese 1,7M Tonnen bereits 0,85 Kubikkilometer...
Den Wert hab ich euch gerade ausgerechnet. Wenn ihr wollt könnt ihr euch ja selbst mal ausrechnen wie viel das bei einer Milliarde Tonnen wäre.
Und noch eine Rechnung: Wenn das CO2 unter Druck aus dem Boden austritt, kriegt es durch die Entspannung eine ziemlich tiefe Temperatur verpasst. Somit ist es auf jeden Fall schwerer als die Luft die eigentlich da ist. Mal angenommen es breitet sich sogar bis auf 100 Meter Höhe aus (was für diesen Fall ziemlich viel ist), dann reichen die 0,85 Kubikkilometer aus um 8,5 Quadratkilometer Land mit CO2 zu fluten. Nach der Durchmischung sinds dann 17 Quadratkilometer an denen noch ein zu niedriger Sauerstoffanteil ist um zu atmen.
Bei 1,7 Milliarden Tonnen wäre das das 1000-fache, also 17000 Quadratkilometer auf denen schlagartig alles tierische Leben getötet wird.
Zum Abschluss ein Vergleich: 17000 Quadratkilometer ist etwas mehr als die Fläche Thüringens...

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