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Frankreich: Versehentlich echte Munition bei Militärübung - 16 Verletzte

In Carcassonne (Südfrankreich) sind letzten Sonntag bei einer Militärübung 16 Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Militärs sind 15 Zivilisten unter den Verletzten. Es gibt elf Schwerverletzte, drei befinden sich noch in Lebensgefahr, darunter auch ein Kind.

Das Unglück geschah bei einer Demonstration eines Sturmangriffes zur Befreiung von Geiseln. Dabei hat ein Soldat versehentlich echte Patronen statt Übungsmunition verwendet. Man berichtet von einem verhängnisvollen Fehler.

Der Präfekt Bernard Lemaire hat für diesen Unfall bisher noch keine Erklärung, er lässt allerdings prüfen, ob der Soldat sich strafbar gemacht hat. Der französische Präsident Sarkozy verlangt deutliche Konsequenzen aus diesem Unglück.


WebReporter: RecDC
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frankreich, Verletzung, Verletzte, Militär, Versehen, Verse, Munition
Quelle: www.tagesspiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.06.2008 08:42 Uhr von RecDC
 
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Es dem Radio hab ich gehört, dass die Kaserne am Sonntag einen Tag der offenen Tür hatte. Daher waren auch Zivilisten auf dem Gelände. Als ehemaliger Soldat kann ich darüber nur mit dem Kopf schütteln. Bei aller Routine, die sich beim Umgang mit Waffen einschleicht: Ich hab immer geprüft welche Munition ich in der Waffe hab. Jede einzelne Patrone hatte ich in der Hand.
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30.06.2008 09:34 Uhr von StaTiC2206
 
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kann man das wirklich unterscheiden? also ich hatte leider nicht das privileg zum bund gehen zu dürfen, daher kann ich es schwer beurteilen ob man scharfe von übungsmunition unterscheiden kann.
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30.06.2008 09:39 Uhr von Onkeld
 
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direkt entlassen: aus dem aktiven dienst. sowas MUSS man sehen und KANN man auch sehn, daß es scharfe munition ist.
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30.06.2008 09:44 Uhr von RecDC
 
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@StaTiC2206: Bei der Bundeswehr ist Übungsmuniton aus Plastik und deswegen leicht zu erkennen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, aber dort ist die Munition speziell markiert. Eigentlich dürfte man garnicht so leicht an scharfe Munition herankommen. Beim Bund wird Muniton nur abgezählt herausgegeben und muss später zurückgegeben werden, falls nicht verbraucht. So wird sichergestellt, dass man nur Munition hat, wenn man sie auch benutzen will. In Frankreich wird es scheinbar lascher gehandhabt. Mit entsprechenden Folgen. Ich bin immer noch fassungslos.
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30.06.2008 09:47 Uhr von Onkeld
 
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nachtrag: eine famas ist ein rückstoßlader, müsste nicht theoretisch die auch ein mpg drauf haben, wie unser g36?

ich mein bei übungsmunition, ist der rückstoß doch wesentlich geringer.
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30.06.2008 09:51 Uhr von Onkeld
 
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@recdc: die plastikmun wird atm nach und nach aufgebraucht/absichtlich die bestände verschossen. soweit ich weis liegt daß daran, da ich noch die alten mpg´s hatte, die plastikmun starke ladehemmungen hinterlassen hat. jetzt wird nur noch messingmun angeschafft.
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30.06.2008 10:15 Uhr von SchmuseTigger
 
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Na, wenn man ein MPG drauf hat und Scharf schießt fliegt einem das Ding normalerweise um die Ohren.. Vielleicht hat das MPG schon die ganzen Leute verletzt?

Aber ja, man kann das sehen, alleine weil die Übungsmunition anders markiert ist. Bei Plastikmunition ja eh auf den erstne Blick.
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30.06.2008 10:17 Uhr von SchmuseTigger
 
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Nachtrag: Aus der Quelle:

Die Zuschauer wurden von den Kugeln selbst oder von Splittern getroffen

--------------------

Das würde ja drauf hinweisen, das er ein MPG drauf hatte am Anfang, weil das Splittert sicher extrem wenn da eine scharfe Kugel durch gejagt wird.

Dazu der kam aus dem Einsatz zurück. Wer die Jungs da kennt bei Elite Einheiten im Einsatz, bei denen wird nicht jeder Schuss gezählt, die haben alle Munition rumfliegen..
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30.06.2008 10:18 Uhr von MeisterH
 
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16 oder 17? Man man...
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30.06.2008 10:22 Uhr von whitechariot
 
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@ RecDC: Das stimmt so nicht ganz. Zu meiner Bundeswehrzeit (vor über 10 Jahren) wurde auch schon teilweise metallene Übungsmunition verwendet, vor allen Dingen bei MGs). Die kann man aber dennoch deutlich von scharfer Munition unterscheiden. Außer natürlich, man schaut gar nicht erst in´s Magazin...
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30.06.2008 10:24 Uhr von RecDC
 
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Quelle ist mittlerweile geupdatet worden: Die Quelle ist mittlerweile geupdatet worden und hat nun noch mehr Details parat:
- Die Zahl der Verletzten wurde auf 17 erhöht.
- 5 Kinder sind unter den Verletzten
- Schütze war ein erfahrender Elitesoldat mit Auslanderfahrung
- Die Übungsmunition hat eine andere Farbe und eine andere Form, der Soldat hätte den Unterschied also erkennen müssen.
- Der Unglücksschütze wurde festgenommen
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30.06.2008 12:21 Uhr von Jonny.L
 
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In der BW hatte man unser Mun auch vertauscht: Als wir im Grundwehrdienst zu einem Übungsbiwak waren, hatte man uns auch eine grosse Kiste Munition geliefert. Gefordert waren Platzmun geliefert aber scharfe Mun. Zum Glück haben unsere Vorgesetzten den Unterschied bemerkt, wir kannten den Unterschied ja noch nicht. Unserer Truppe wäre nichts passiert, aber die Angreifer wären massig tödlich verletzt worden ( G3 auf schmarle Bäume ergibt einen tödlichen Kugel- und Splitterhagel)
Wir sollten dann halt alle "Peng" rufen, nur "starb" dann keiner, weil alle ihr "Peng" vorhergehört haben. Aber alle Parteien kringelten sich zum Schluss vor Lachen. Vorallem die MGs klangen super: P-P-P-P-P-P-Peng.
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30.06.2008 13:18 Uhr von Pfennige500
 
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Traurige Sache, aber Ich nehme an die Zivilisten stellten die Geiseln dar und trotzdem wurden sie getroffen?! o.O
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30.06.2008 13:54 Uhr von EIbo
 
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Man kann die Munitionsarten unterscheiden: Denn scharfe Munition hat ein Geschoss, Übungsmunition nicht.
Und da das bei der Bundeswehr für alle "kleineren" (=Tragbare Waffen) Kaliber gilt, und die Munition NATO-norm ist, gilt es definitiv auch in Frankreich. Vorallem hat das Geschoss einen deutlichen Farbcode. Das kann man nicht übersehen.
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30.06.2008 13:55 Uhr von EIbo
 
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Geschoss=Projektil: Ich meinte natürlich ein Projektil...ist nu bisschen Wortklauberei, aber bevor irgendwer Klugscheißt *g*
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30.06.2008 14:15 Uhr von SchmuseTigger
 
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@ Pfennige500: Ja die Zivilisten (die alle Angehörige der Soldaten waren..) stellten die Geiseln.

Die Eliteeinheit hat Feuerstöße / Salven benutzt. In der Quelle steht dazu "weil es sich beeindruckender anhört", nicht wie in echt einen Einzelschuss. Mit so einer Voll Automatiksalve streut man schon ganz schön.

Dazu hatte er (wahrscheinlich) vorne auf der Waffe ein so genanntes MPG (Manöver Patronen Gerät), das ist ein Stück Metall, das vorne auf den Lauf kommt, und den Durchmesser massiv verengt, damit die Patrone ausgeworfen wird und ein höherer Druck im Rohr herscht (eine Gefechtspatrone hat ganz schön Druck, so eine Platzpatrone nicht). Wenn durch das Metallteil das ja über der Mündung ist ein Geschoss durchschlägt mit knapp unter 1000 m/s dann kannst du dir vorstellen das da vorne ein haufen Metallfragmente rumfliegen und die werden alles getroffen haben was vor dem Gewehr stand.

So in etwa wie ein Schrot Geschoss. Was die vielen Verletzten erklärt.

--> Aber wie gesagt, das ist die Theorie. Mehr net.
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30.06.2008 21:59 Uhr von KillA SharK
 
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Komm zur Armee, treff´ nette Menschen: gilt bei solchen Übeungen nichgt das check, check, double-check Prinzip?

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