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Weniger als fünf Euro Stundenlohn sittenwidrig - Aber Einzelhandel setzt auf Minijobs

Es gibt immer mehr Niedriglöhne im Einzelhandel. Wie der "Spiegel" meldet, verdienten im Jahr 2006 von den Einzelhandelskräften zwölf Prozent unter fünf Euro in der Stunde. Die Zahlen stammen vom Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) in Essen.

"Unter 6,50 Euro in der Stunde gibt es im Einzelhandel so gut wie nichts", entgegnete Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels. 7,50 Euro pro Stunde werden nach wenigen Berufsjahren gezahlt. Der "Spiegel" meldet, dass rund ein Drittel nur 7,50 Euro erhalte.

Immer mehr Minijobber werden eingesetzt. Es gäbe bereits über 900.000 Billigkräfte, deren Lohn maximal 400 Euro im Monat betrage, so der "Spiegel". Laut Pellengahr sei das die Folge der verlängerten Ladenöffnungszeiten, die mit Aushilfen besetzt werde.


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WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Stunde, Einzelhandel, Stundenlohn, Minijob
Quelle: www.n-tv.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.06.2008 18:03 Uhr von Sir.Locke
 
+52 | -2
 
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willkommen amerikanische verhältnisse: eine person - drei jobs - und immer noch nicht genug zum leben.
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29.06.2008 18:18 Uhr von artefaktum
 
+29 | -2
 
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Arbeitskraft für die Unternehmer, Kosten für die Allgemeinheit. Willkommen in der neuen asozialen Marktwirtschaft. Ein neuer "Unternehmersozialismus" diesmal ganz ohne Mauer.
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29.06.2008 18:32 Uhr von Animefreak
 
+12 | -3
 
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Diese Entwicklung: geht schon seit Jahren so voran.

Mit den verlängerten Ladenschlusszeiten, wurde diese Thema erst "richtig" aktuell.

Jedoch ist es so, dass der Kunde dies ja meist so möchte, bzw. er seinen Teil dazu beiträgt.

Selbstbedienung in Geschäften, die Geschäfte sollen länger geöffnet habe (warum auch immer....), alles soll billiger werden...

Das Produkte günstiger sein können ist ja verständlich, aber wenn halt alles günstiger, oder halt billiger wird, müssen bestimmte Unternehmen halt schauen, wo sie ihr Geld verdienen können, bzw. einsparen können. Da in Deutschland halt die Arbeitskosten sehr hoch sind, wir meist dort gespart.
Verlangt der Kunde weniger Service, braucht man auch folglich nicht so viele Festangestelle. Diese werden entlassen und durch Aushilfen ersetzt. Dann wird aber wieder die "Servicewüste Deutschland" genannt...

@Sir.Locke

Genau meine Meinung
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29.06.2008 18:44 Uhr von Sonny61
 
+22 | -0
 
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Aufgedeckt: Die rund 900000 Billigkräfte sind halt nicht mehr Arbeitslos und somit gut für die "Schwindelstatistik" dieser Regierung. Dazu kommen ja noch viel mehr andere die rausgerechnet werden.
Leute denkt mal darüber nach und lasst Euch nicht verarschen.
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29.06.2008 19:00 Uhr von Irminsul
 
+19 | -0
 
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...und der Einzelhandel beschwert sich über weniger Konsum ?
Wovon sollen den eure 900.000 Billigabreitskräfte denn auch was einkaufen?
Und diese Lohnpraktik findet ja nicht nur dort statt.
Es ist so offensichtlich woran Deutschland wirklich krankt, an gewinnsüchtigen Raffzähnen, an seelenlosen internationalen Konzernen... hauptsache der Aktienkurs steht.
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29.06.2008 19:07 Uhr von mueppl
 
+4 | -7
 
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Von der Wirtschaft gewollt also legal.
Was ist dann daran sittenwidrig?
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29.06.2008 19:11 Uhr von homer456
 
+17 | -2
 
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aber passieren wird nix mit den deutschen kann man doch alles machen geht doch sowieso keiner auf die straße ich sage nur öl die tankstellen sind genau so voll wie früher
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29.06.2008 19:30 Uhr von Gorxas
 
+10 | -0
 
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tja und ich gehöre dazu... mit nem stundenlohn von 5,20 €.. und wenn ich kündige, dann gibts ärger vom staat =/ hoffentlich klappts bald mit ner richtigen arbeitsstelle -.-
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29.06.2008 19:33 Uhr von kobban
 
+8 | -1
 
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der Staat schaut nur zu: egal, Hauptsache Merkel und Steinbrück kassieren die Millionen in ihre Taschen.
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29.06.2008 19:38 Uhr von IYDKMIGTHTKY
 
+2 | -5
 
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tja: das liegt auch daran dass der staat gut absahnt daran. deswegen kann sich der einzelhandel keine "richtige" arbeitskraft mehr leisten. weil seine gewinnmage ey schon klein ist und höhere preise ebenfalls nicht möglich sind weil die kundschaft ebenfalls wenig in der tasche hat weil der staat dort auch gut zugreift.

wir arbeiten für den staat.
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29.06.2008 21:12 Uhr von jsbach
 
+1 | -9
 
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Dann sucht auch mal eine: Eaunpfkegering und bietet der fünf Euro in der Stunde -schwarz -. Diese Person möchte ich mal sehen, die das Macht. Aber dür etwas mehr als fünf Euro due Srunde, den Tag im Supermarkt verbringen?
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29.06.2008 21:43 Uhr von Metal_Invader
 
+13 | -3
 
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Sittenwidrig? Finde die Aussage etwas komisch. Letztlich will der Kunde alles billiger, den wie wir wissen ist Geiz ja geil aber gleichzeitig wollen wir nen guten Lohn. Passt nicht zusammen.
Ich mein solange es Leute gibt die sich für 5€ in der Stunde 20 Stunden die Woche FLEXIBEL ausbeuten lassen, so lange werden die Unternehmen auch nicht mehr zahlen.
Klar kotzt mich das System an und wen es mehr Leute für einen Umsturz des Systems geben würde, ich wäre dabei aber bis dahin wird noch ausgebeutet, was der Markt hergibt.
Ich bin im moment auch in Zeitarbeit beschäftigt. Als Facharbeiter in der Elektrobranche. Ich bekomme bei gleicher Arbeit, weniger Urlaub und keiner Betriebsrente zirka 300-400€ weniger Lohn. Zum Glück mache ich das nur bis zum Studium aber trotzdem regt mich das derbe auf.
Wie soll man bei knapp 1000€ im Monat jemals ne Familie gründen?
Sollte ich mein Studium nicht packen und dann Zeitarbeit machen müssen, dann gibt es drei Möglichkeiten.

a) Mit allen Mitteln das System bekämpfen.
b) Kinderlos (zu teuer) versuchen sich durch das Leben zu quälen.
c) Auswandern und für doppelten Lohn in Dänemark arbeiten.

Es ist eigentlich wieder an der Zeit, dass die Masse sich gegen die Obrigkeit erhebt.
Für unsere heutigen Rechte sind Millionen Menschen im Kampf gestorben und wir schauen wie die blöden zu, wo uns nach und die Butter vom Brot geklaut wird.
Millionen lassen sich von paar hundert Geiern ausbeuten. So kann es nicht sein. Globalisierung ist keine Ausrede.
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29.06.2008 23:35 Uhr von conny2436
 
+3 | -1
 
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dazu: muss man nicht nur im Einzelhandel arbeiten. Ich arbeite in einer Bäckerei wo viel verlangt wird auch Überstunden. Obwohl die Firma noch einen Zuschlag zahlt, kommen bei Überstunden nur ca. 3,50 € die Stunde raus. Der Staat sollte sich mal Gedanken machen, was er mit der arbeitenden Bevölkerung treibt. Denn bei 200 Std. und das in der Nacht kommen nur 1200 € raus. Da ist es ja besser Hartz4 empfänger zu sein. Als Alleinerziehende/r bekommt man da mit 2 Kindern mehr ohne den Arsch in der NAcht zu erheben. 400 € Kräfte haben da oft mehr Stundenlohn, als die anderen, da soviele Abzüge da sind.
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30.06.2008 01:05 Uhr von meisterthomas
 
+6 | -0
 
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Werteverschiebung: Worum es in unserer Republik geht, ist die Abwertung von Mensch und Bürger, nebst Aufwertung von Besitz und Eigentum.
Obwohl wir daran alle Schuld tragen, so bleibt es doch allein die Todsünde unserer Mittelschicht.
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30.06.2008 09:45 Uhr von zenix
 
+1 | -3
 
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Berichtigt mich wenn ich falsch liege. Aber stimmt doch das man bei 400€ Jobs maximal 15 Stunden die Woche Arbeiten darf ?? Alles darüber ist doch schon Lohnsteuerpflichtiges Bruttoendgeld ?
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01.07.2008 01:18 Uhr von _-BigMac-_
 
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Kenn ich sehr gut So wirds gemacht .. die teilzeit und vollzeitkräfte machen ihre Stunden bis Nachmittags, danach kommen die Schüler bzw. Studentin. Habe selber bei ED*KA nur für 5,11€ gearbeitet. Gottseidank nicht mehr. Aber so wird gespart .. lieber unqualifiziertes Personal, anstatt mehr Kosten ..
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01.07.2008 23:26 Uhr von 102033
 
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Wird mal wieder zeit für eine Diätenerhöhung: im Jahr 2000 -> glatte verdoppelung

und nun + 30%

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