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Gazprom-Chef Miller: OPEC hat keine Kontrolle über Preisentwicklung

Nachdem die Börsen in Asien ins Minus rutschten und der Verlust des Dax bei bis zu 1,4 Prozent lag, sorgt eine Erklärung des Gazprom-Chefs Miller für Wirbel. Er glaubt, dass die OPEC nur wenig auf die Entwicklung des Ölpreises Einfluss nehmen kann.

Die OPEC habe zuletzt "keine einzige Entscheidung getroffen, die den weltweiten Ölmarkt wirklich beeinflusst hätte", so Miller im Interview zur "Financial Times". Chakib Khelilm, OPEC-Chef, warnte vor denkbaren Ölpreissteigerungen "auf 200, 300 oder 400 Dollar".

Der Konflikt um das Atomgramm des Iran und der eventuelle Ausfall der dortigen Ölproduktion könnte das bewirken. Einen Anstieg bis auf 400 Dollar könnte das Zusammenbrechen der Weltwirtschaft zur Folge haben, so die Energiespezialistin Claudia Kemfert (Institut DIW).


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WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Preis, Chef, Kontrolle, Gazprom
Quelle: www.bild.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.06.2008 16:18 Uhr von Sir.Locke
 
+6 | -1
 
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diese meinung wird durch die standhaften öl-preise an den märkten unterstützt, die trotz der opec-entscheidung, mehr öl zu fördern, auf sehr hohem nivau blieben.
daher kann ich nur wiederholen was ich bei einer anderen news vor ein paar tagen schrieb: man muss schauen, das der öl-markt, vielleicht auch der komplette energie-markt von den börsen abgetrennt wird, und der verkauf über eine institution, zb. von der un abgewickelt wird. nur so kann man gegen die spekulanten vorgehen, die - inzwischen meine neue meinung - zwischen vierzig und fünfzig prozent des ölpreises ausmachen.
dieses ist übrigens kein comment gegen die marktwirtschaft, sondern der schutz der märkte gegen eine rezession die die komplette wirtschaft auf der erde niederringen könnte.
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29.06.2008 16:28 Uhr von Kaputtschino
 
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hehe: wir können doch nichts dafür. Wir werden immer reicher, aber wir können doch nichts dafür.
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29.06.2008 16:49 Uhr von Sir.Locke
 
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@Kaputtschino: nungut, die ölmultis verdienen natürlich wie jedes andere unternehmen geld mit ihren produkten. aber wenn allein durch den 5 sekunden-besitz der preis um fast 50 prozent steigt, muss man schauen ob das umgangen werden kann...
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29.06.2008 18:06 Uhr von Borgir
 
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es dauert nicht: mehr lange, und der ölpreis wird für einen krieg sorgen. es wird keine zehn jahre mehr dauern.
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29.06.2008 18:51 Uhr von Kaputtschino
 
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zitat: "keine einzige Entscheidung getroffen, die den weltweiten Ölmarkt wirklich beeinflusst hätte" Wenn russland sagt: wir sind am zenit angekommen, eine weitere steigerung der ölförderung sei ausgeschlossen, ist das nun nicht gerade eine entscheidung, die den ölmarkt kalt gelassen hat. Dabei gibt es in sibirien noch unvorstellbar große mengen an öl, was man nur fördern müsste. Aber so wie es aussieht wollen sie ja nicht mehr fördern, denn "wir können ja nichts dafür", dass wir so tun als wenn wir nicht mehr fördern könnten. Wir sind halt nicht dumm
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29.06.2008 18:57 Uhr von E-Woman
 
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@Borgir: Der Ölkrieg ist doch schon lange im Gange. Oder was wollen die Amis im Irak?
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29.06.2008 19:07 Uhr von uhlenkoeper
 
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@Kaputtschino: Tja, nur ganz so einfach ist es technisch nun einmal nicht, im Permafrostboden Sibiriens Öl zu bohren. Auch wenn der Boden die meiste Zeit gefroren ist, so gibt es Zeiten, in denen er auftaut und dann anfängt, regelrecht zu schwimmen. Er verhält sich dann wie ein Moor ...
Die Produktion in solchen Gebieten (ebenso für die Lagerstätten unter der Arktis und in der Tiefsee) ist mit immensen Kosten verbunden (wenn es technisch dauerhaft überhaupt möglich ist, dort zu produzieren), die erst rentabel werden, wenn der weltweite Ölpreis bestimmte Werte überschreitet.

Ich möchte nun wirklich nicht den Ölmultis das lauwarme Händchen halten. Aber es ist eben technisch wirklich nicht so easy.

Andererseits muß man aber auch berücksichtigen, dass die meisten Ölimporteure gleichzeitig auch Gasimporteure sind. Und dessen Preis ist nun einmal an den Ölpreis gekoppelt. Je höher der Ölpreis steigt, desto höher klettert (bei nicht adäquat mitsteigenden Produktionskosten) auch der Preis für Gas, was die Gewinnmargen erheblich erhöht.

Schelm, der Böses dabei denkt.
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29.06.2008 21:19 Uhr von jsbach
 
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Ich sehe da nur langfristig: die Möglichkeit Alternativ-Energie weiter zu erforchen und auszubauen. Denn das mal die fossilen Brennstoffe ausgehen, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
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30.06.2008 00:23 Uhr von ElChefo
 
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Tja wenn es denn so sein soll, soll es halt so sein. Wird langsam vielleicht doch Zeit für ein Umdenken. Lasst die Weltwirtschaft dann doch halt zusammenbrechen. Bei der Preisentwicklung und der Denke in den Köpfen der Öl- bzw Energieversorger, das der Cashflow in die eigene Tasche der einzig sinnvolle ist, wird es unumgänglich sein, das die Wirtschaft, wie sie jetzt ist, nicht weitermachen kann wie gewohnt. Finden wir uns damit ab, orientieren wir uns neu, früher oder später wird es unumgänglich für die da oben, es zu akzeptieren, das eine Kuh, die gemolken werden will, auch gefüttert werden muss. Wenn das der Preis ist, der zu zahlen ist, bitte.
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30.06.2008 01:43 Uhr von Mario1985
 
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also: ne ganz einfache Rechnung wrum die russen nicht mehr Öl fördern können/wollen, denn der Ölpreis wird weiter steigen und dann kann man doch noch mehr verdienen insofern sind die russen nicht doof, aber damit kann man auch die weltwirtschaft gefährden, da heutzutage verdammt viel aus rohöl hergestellt wird, z.b die dinger auf denen ihr buchstaben drückt. denn Kunststoff wird aus Rohöl gemacht....
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30.06.2008 07:10 Uhr von ottmar01
 
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Spekulantenpack kurzfristiger Gewinn ist seit jeher verlockend. Bei der Gier die sich hier entwickelt, leidet bei diesen Leuten der Weitblick... Aber ein Crash ab und zu (wie 1929) hilft die Dinge wieder in die richige Lage zu ruecken.

Ich bin schon sehr gespannt.

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