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USA: Millionenentschädigung nach falscher Verdächtigung für Wissenschaftler

Ein früherer Bio-Wissenschaftler bekommt von US-Behörden eine Entschädigungszahlung von 2,8 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro). Der Mann war als Hauptverdächtiger namentlich genannt worden, nachdem im Herbst 2001 einige Anthrax-Anschläge ausgeführt waren.

Dabei starben fünf Menschen, es gab viele Verletzte. Es gab keine Anklage gegen den ehemaligen Hauptverdächtigen und daher auch keine Verurteilung. Der Mann verwehrte jede Mitschuld an den Anschlägen. Er erhob Anklage weil seine Privatsphäre verletzt worden war.

Außergerichtlich wurde vereinbart, dass er in den nächsten 20 Jahren 150.000 Dollar (95.000 Euro) pro Jahr bekommt. Ein Schuldanerkenntnis wies das Justizministerium zurück. Von Unbekannten wurden nach dem 11. September 2001 Milzbrand-Erreger per Post an US-Behörden sowie Politiker geschickt.


WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Million, Wissenschaft, Wissen, Verdächtig
Quelle: www.oe24.at

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.06.2008 21:21 Uhr von jsbach
 
+0 | -3
 
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Man, man, warum: habe ich keinen Hochschulabschluss und bin in die USA ausgewandert?
Mit dem Geld würde es looocker bis zum Lebensende reichen. Jaja, die Amerikaner. mit ihren immensen Entschädigungszahlungen.
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29.06.2008 02:02 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -1
 
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Staatshaftung ist Bürgerrecht: Unser Grundgesetz hat nur wenige grundsätzliche Mängel.
Einer davon ist die fehlende Staatshaftung.

Zwar hatte der Bundestag noch unter Helmut Schmidt eine Änderung des Grundgesetzes und die Einführung der Staatshaftung beschlossen.
Aber deren einführung scheiterte dann an der fehlenden Zustimmung der Länder.
Später hat man gar noch das Grundgesetz geändert und dieses Veto der Länder im Grundgesetz ausdrücklich verankert. Die Staatshaftung letztlich also nahezu unmöglich gemacht.

Praktisch heißt das, unser Staat gewährt den Firmen und Reichen Schadensersatz, versagt diese aber dem normalen Bürger. Eine antidemokratische Regression in die Aristokratie des Geldadels.

So wie man Jugendliche nicht völlig aus ihrer strafrechtlichen Verantwortung entlassen darf, darf man den Staat zumindest nicht aus seiner Schadensersatzpflicht entlassen.

Über die Summen im amerikanischen Schadensersatzrecht entscheiden Geschworene. Über diese Entscheidungen zu lästern, erscheint mir bei unseren Verhältnissen eine selbstverneindende Dummheit.

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