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USA: Nationale Werte sollen an Schulen durch Kunst vermittelt werden

Das National Endowment for the Humanities (NEH) hat auf Anregung des Autoren John Updike hin eine Initiative gestartet, in deren Rahmen jeweils 40 Reproduktionen von amerikanischen Kunstwerken an Schulen in den USA verteilt werden sollen; mehr als 26.000 Schulen nehmen an dem Programm teil.

Auf Kritik ist diese Aktion aufgrund der Auswahl der Bilder gestoßen, da weniger die aus Amerika stammende "Weltkunst", etwa Werke von Pollock oder Warhol, sondern vielmehr patriotisch-historische Motive weniger bedeutender Künstler wie etwa Winslow Homers in den Kanon aufgenommen wurden.

Besonders Werke, die die "Väter" der Vereinigten Staaten wie Washington oder Lincoln darstellen, sind in der Auswahl vertreten. Bemängelt wird indes, dass der Blick auf die außeramerikanische (und speziell die europäische Kunst) verwehrt bleibt.


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WebReporter: OscarWilde
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: USA, Schule, Kunst, Nation, National
Quelle: www.sueddeutsche.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.06.2008 16:03 Uhr von OscarWilde
 
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Auch wenn die Auswahl der Kunstwerke diskutiert wird, finde ich die Idee an sich reizvoll - schließlich geht es nicht um einen Basiskurs Kunstgeschichte, sondern darum, einen Diskurs anzustoßen. Inwiefern die USA eine Stärkung des vaterländischen Patriotismus nötig haben, sei dahingestellt.
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27.06.2008 17:47 Uhr von artefaktum
 
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Patriotisch-historische Motive? Ich muss da spontan an die Propagandakunst der ehemaligen sozialistischen Republiken denken: Heroische Bilder von Volkshelden, Bauern und Soldaten (hat Homers oft gemalt), also ich hab da zumindest ein flaues Gefühl im Magen.
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28.06.2008 15:33 Uhr von funeraldiner
 
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Europäisches Kunst: und Europa an sich (bzw. die einzelnen Staaten) sind doch ebenso auf sich zentriert. Da ist es durchaus legitim, dass die USA das ebenso machen. Darüberhinaus, bringen Gemälde historischer Personen und Begebenheiten den Vorteil mit sich, dass sie einen historischen Wert haben und somit auch zu einem Diskurs führen können. Die Bilder WInslow Homers sind auch keineswegs schlechte Werke, sondern sinnbildlich für eine amerikanische Kunst, die sich von anderen Zeitgenossen abhob und das nicht nur durch die Bürgerkriegsszenen. Außerdem sind Unabhängigkeitskrieg, Bürgerkrieg oder eben auch Abe Lincoln bzw George Washington zentrale Figuren des Amerikanischen Selbstverständnisses.
In meinen Augen absolut legitim, aber welcher Kunst- oder Literaturkanon ist unumstritten?

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