26.06.08 15:12 Uhr
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Forscher suchen Wurmlöcher

Obwohl noch nie ein Wurmloch gesichtet wurde, und selbst ihre Existenz nicht sicher ist, sei man in der Lage, sie eindeutig von schwarzen Löchern zu unterscheiden, wenn man welche fände. So zumindest Alexander Shatskiy, Forscher am Lebedev Physical Institute in Moskau.

Wurmlöcher sollen dabei anhand von Licht, das eben diese durchquert hat, identifiziert werden. Shatskiy hat nämlich das Verhalten von Licht während der Durchquerung berechnet, und während bei einem schwarzen Loch das Licht aufgrund der Gravitation gebündelt wird, wird es beim Wurmloch zerstreut.

Erwähnenswert ist noch, dass die Existenz von Wurmlöchern der Quelle zufolge auch die Existenz von negativer Energie im Universum voraussetzt. Ohne diese könnten Wurmlöcher nicht einmal lang genug aufrecht erhalten werden, so dass ein Lichtstrahl sie durchqueren könnte.


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WebReporter: Belua
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher
Quelle: www.wissenschaft.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2008 14:50 Uhr von Belua
 
+0 | -0
 
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Ich habe nur eine Frage zu dem ganzen:
Nicht einmal die Existenz von Wurmlöchern ist bestätigt, und beobachtet wurde erst recht noch keines. Wie kann man das Verhalten von Licht in einem völlig unbekannten, möglicherweise nicht existenten Objekt zuverlässig berechnen?
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26.06.2008 15:36 Uhr von Leftfield
 
+5 | -37
 
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26.06.2008 15:36 Uhr von MetalTribal
 
+3 | -2
 
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Oh man sehr witzig.... -.-
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26.06.2008 15:39 Uhr von Leftfield
 
+5 | -37
 
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26.06.2008 15:54 Uhr von Mistbratze
 
+4 | -2
 
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Wurmlöcher werden im Allgemeinen: auch Einstein-Rosen-Brücken genannt.
Laut John Wheeler können Wurmlöcher entstehen aber leider nur in Größenordnungen von 10 hoch 32 Zentimetern, also in Größenordungen des so genannten Quantenschaums. Im Vergleich dazu ein Atomkern ist 10 hoch minus 13 Zentimeter groß. Das heißt ein Photon ist so groß das gar nicht durchpassen würde. Also schon allein deswegen ist es eher Unwahrscheinlich so ein Wurmloch oder Einstein-Rosen-Brücke zu finden oder nachzuweisen.

Ich empfehle dazu das Buch Gekrümmter Raum und verbogene Zeit von Kip S. Thorne
ISBN 3-426-77240-X

Im übrigen gibt es auch ein Alpha Centauri Sendung von Prof. Harald Lesch dazu.
Für die es wirklich interessiert.

http://www.br-online.de/...
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26.06.2008 15:55 Uhr von Mistbratze
 
+1 | -1
 
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Oh sorry Fehler: Muss im ersten Satz 10 hoch minus 32 Zentimeter heissen.
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26.06.2008 15:58 Uhr von Leftfield
 
+4 | -23
 
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26.06.2008 16:03 Uhr von Leftfield
 
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26.06.2008 16:14 Uhr von uhrknall
 
+2 | -1
 
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Auch wenn ich mich nicht mit dem Thema auskenne In der Quelle wird das Wurmloch verglichen mit einem Loch quer durch den Apfel, sodass der Weg zur anderen Seite kürzer wird. Unser Universum wird mit der Oberfläche des Apfels verglichen, und man kann nur der Oberfläche folgen.
Da wäre man aber den ganzen Weg über ausserhalb des Universums...

Ich kann mir eher vorstellen, einen Apfel direkt daneben zu legen, so dass beide Äpfel einen Punkt oder eine Fläche gemeinsam haben. So kann man ohne einen Weg zurückzulegen, auch in ein anderes Universum gelangen. So könnte ich mir ein Wurmloch vorstellen. Der "Eingang" des Wurmlochs ist mit dem "Ausgang" deckungsgleich.
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26.06.2008 16:38 Uhr von Belua
 
+2 | -1
 
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@uhrknall: Es ist schwer, ein anschauliches Beispiel zu finden, weil dieses reale Wurmloch sich durch eine andere als die von uns wahrgenommenen 3 räumlichen Dimensionen graben müsste, damit die Verbindung zweier Punkte kürzer wird als die "normale", direkte Linie.

Es wird extra gesagt, dass die Oberfläche des Apfels bei diesem Beispiel unser Universum darstellt, man befindet sich nicht außerhalb.
Man könnte sagen, dass die Oberfläche des Apfels zweidimensional ist, wenn man darauf existiert. Man kann nur vor, zurück, nach rechts und nach links, von der Krümmung bekommt man nichts mit (zumindest in diesem Beispiel). Ein Wurmloch allerdings entflieht diesen üblichen 2 Dimensionen und führt über die dritte durch den Boden auf die andere Seite des Apfels. Ein Weg, der wesentlich länger ist, wenn man die Oberfläche entlang dorthin will.
Dieses Prinzip musst du jetzt auf den dreidimensionalen Raum übertragen, mit einer Abkürzung zwischen zwei Punkten über eine weitere Dimension. Das ist schwer vorstellbar, weil es nicht unserer normalen, räumlichen Wahrnehmung entspricht, aber so in etwa funktioniert es, wenn ich das richtig verstanden habe.

Reisen in ein anderes Universum (oder einen anderen Apfel) sind da nochmal ganz andere Geschichten.
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26.06.2008 17:12 Uhr von uhrknall
 
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@Belua: So ungefähr meine ich es. Die Oberfläche des Apfels ist zweidimensional, das Lebewesen darauf auch. Um die Krümmung zu erkennen, müsste das Lebewesen zusätzlich oben und unten kennen.

Das Wurmloch durch den Apfel geht aber nach unten. Vielleicht kann man das Wurmloch als eigenes Universum sehen. Aber um da hineinzugelangen, müsste sich das Lebewesen in eine "verbotene" Richtung drehen. Ich denke aber, dass es in dem 2-dimensionalen Universum nichts gibt, was ihm dabei helfen kann.
So werden wir auch nie die 4. Dimension bereisen können, ganz gleich wie weit sich unsere Technik entwickelt.
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26.06.2008 17:23 Uhr von Belua
 
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@uhrknall: Diese Dimension kann man vielleicht nicht wahrnehmen, aber ich denke, dass das bereisen schon möglich sein könnte. Wenn jetzt so ein Apfelwesen munter spaziert und eins dieser Löcher im Weg ist, wird er sozusagen rein fallen können, bzw. einfach weiterlaufen, wenn es nicht senkrecht nach unten geht sondern in einem sanften Winkel. In diesem Fall würde er es vielleicht nichtmal merken, weil er einfach weitergehen kann. Nur die Wände, die plötzlich da sind, könnten ihm spanisch vorkommen ;)

Mir ist schon klar, dass sich das vielleicht nicht 1:1 auf die Realität übertragen lässt, aber ich würde nicht prinzipiell ausschließen, dass diese vierte Dimension genutzt werden kann. Ob es wirklich zum reisen taugt, ist eine andere Sache. Ich weiß nicht, wie ein Lebewesen darauf reagieren würde.
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26.06.2008 18:19 Uhr von uhrknall
 
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Naja Nun wissen wir nicht, ob das Wurmloch eine Fläche ist und nur eine Linie als Schnittpunkt mit unserer Apfeloberfläche hat, oder ob es ein Raum ist und ein Teil davon von unserem 2D-Männchen sichtbar ist. Beim ersten Fall suchen die Forscher dann vergeblich nach einem Wurmloch.

Noch eine lustige Idee: Das Apfelwesen durchquert das Wurmloch und kommt "verkehrt herum" wieder raus. Oben und unten sind vertauscht. Dann müsste das Universum plötzlich spiegelverkehrt sein.
Grosse Frage für mich: Wie würde ein 3D-Universum spiegelverkehrt aussehen?
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26.06.2008 18:55 Uhr von west89
 
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@Mistbratze: danke für den Link , ich find den Typ aber trotzdem voll unsympatisch ^^.
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27.06.2008 02:38 Uhr von Kain-AbraXas
 
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Einfache Mathematik: Das mit den Wurmlöchern ist wie 8. Klasse Mathe. Einfach nach X auflösen =)
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27.06.2008 10:29 Uhr von Borgir
 
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wohl zu viel: stargate geschaut und dann den überblick verloren..... :o)
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27.06.2008 12:14 Uhr von sub__zero
 
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@uhrknall: "So werden wir auch nie die 4. Dimension bereisen können, ganz gleich wie weit sich unsere Technik entwickelt."

Ich dachte, Zeit wäre die 4.Dimension.
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27.06.2008 13:31 Uhr von Belua
 
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@sub_zero: Normalerweise hast du recht, aber zu uhrknalls Verteidigung haben wir von einer vierten _räumlichen_ Dimension gesprochen.
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27.06.2008 13:55 Uhr von Mistbratze
 
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@ sub_zero: Nun ja, wir in unserer heutigen Zeit werden wohl nicht durch oder mittels der 4ten Raumdimension reisen können, das heißt aber noch nicht das es eventuell zukünftige Generationen [oder von mir aus auch Bewohner anderer Galaxien] nicht könnten.

Schließlich hat vor 5 oder 600 Jahren auch niemand an Geschichten wie Auto, U-Boote, Luftfahrt, Computer oder Internet gedacht, obwohl die Naturgesetze damals die gleichen waren wie heute. Nichts ist Unmöglich solange es nicht den Naturgesetzen widerspricht.

Bedenke das Quantenmechaniker auch mit 11 Dimensionen und teilweise mehr rechnen. Es gibt sogar Theorien die über 100 Dimensionen zur Grundlage haben. Vorstellen kann man sich das ganze natürlich nicht.

Wenn ein Gegenstand aus der 4ten Dimension vor dir erscheinen würde, so würde aus dem nichts heraus, für dich ein 3 Dimensionales Gebilde entstehen, da du als Wesen mit 3 Raumdimensionen nicht mehr erfassen könntest.


Ganz unten im Link siehst du wie ein 4 Dimensionaler Würfel, 3 Dimensional dargstellt aussieht.
http://www.pythagoras-institut.de/...
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23.07.2008 17:47 Uhr von Il_Ducatista
 
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frage: wie sieht eigentlich der gute , alte satz von der energieerhaltung im bild des 4 oder 5 dim raumes aus ?
energie prop masse entsprechend raumkrümmung, also energie entsprechend raumkrümmung.
dh:
es gescheiht eine enrgieumwandlung + somit wird der 4 oder 5 dim raum ausgelenkt. da muss doch eine art harmonischer oszillation mit einer starken reibungsdämpfung stattfinden. wie finden in diesem bild die reibungskräfte des 4 dim raumgefüges statt ?
was anderes: moderne kosmolgiebilder legen die existenz eines hyperraumes nahe. kann man sagen dass zeit eigentlich ein dimensionales element dieses hyperraumes sit welches auf unserer hyperfläche othogonal steht. somit ist die von uns beobachtete zeit eine komponente dieses höheren raumes. damit erklärt sich eigentlich die sonderstellung der zeit. was würde R Gott dazu sagen?

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