23.06.08 12:47 Uhr
 774
 

Reich-Ranicki: Sprache als Indiz für "große" Literatur

Im Interview mit der "FAZ" sprach der deutsche "Literaturpapst" Marcel Reich-Ranicki über die Unterschiede von Trivial- und gehobener Literatur und über die Frage, ob Philip Roth den Literaturnobelpreis bekommen sollte.

Reich-Ranicki ist nach eigener Aussage durchaus der Meinung, dass Roth für sein Werk mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden sollte; ebenso vehement verteidigt er das Werk John Updikes - er verweist aber auch darauf, dass er auf die Entscheidung der Jury keinerlei Einfluss habe.

Als wichtigstes Unterscheidungskriterium zwischen "flacher" und "gehobener" Literatur verweist der Kritiker dabei auf den Novellisten Theodor Storm, den insbesondere sein sprachlicher Stil von den Trivialschriftstellern seiner Zeit unterschieden habe.


WebReporter: OscarWilde
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Liter, Sprache, Literatur, Reich, Literat
Quelle: www.faz.net

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Nicenstein", "I bims" & Co.: Jugendwort 2017 wird gesucht
Russland: Religiöse Nationalisten wüten gegen Film über Zar Nikolaus II.
New York: New Museum setzt sich in Ausstellung mit Sexualität auseinander

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
23.06.2008 12:45 Uhr von OscarWilde
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Leider ist der Platz hier viel zu knapp, um Reich-Ranickis Ansichten ausführlich darzulegen. Die Quelle ist sehr aufschlussreich, da viel Grundsätzliches zum Thema Literatur angesprochen wird.
Kommentar ansehen
23.06.2008 14:19 Uhr von halloei
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
der Schule hieß es immer: Die Qualität des Inhalts zählt mehr als die der Sprache :-)
Kommentar ansehen
23.06.2008 16:32 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Tja: so ist das nunmal. Allerdings würde ich die Meinung von Reich-Ranickis immer über die jedes Lehrers stellen.
Seinen Empfehlungen konnte man immer blind vertrauen. Seinetwegen habe ich mir seinerzeit "Sabbaths Theater" von Philip Roth gekauft und war von dem Buch ebenso angetan, wie er.
Betrachte ich hingegen, dass die größten Luschen unter meinen Mitschülern allesamt auf Lehramt studiert haben, dann ist schon klar, warum Lehrer und Schulwesen offenkundig falsche Prioritäten setzen.
Kommentar ansehen
23.06.2008 20:41 Uhr von Ralf1234567
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
usw: Ob Storm oder Roth, ist zweierlei oder egal. Es gibt und gab bessere als diese beiden. Man denke an Strindberg, Hamsun usw.
Demnächst wird ein Herr Ranicki noch für Walser plädieren, weil die Literatur-Landschaft sehr dünn oder arm ist!
Kommentar ansehen
23.06.2008 21:04 Uhr von Ralf1234567
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Jummy: Um einen doofen Kommentar abzugeben: Mein Schwager ...
37 ... Müllfahrer ... schreibt Liebesgedichte ... Neulich fand er eine Rose im Müll .. Die Rose war geknickt ...
Kommentar ansehen
23.06.2008 22:50 Uhr von jsbach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Tun wir mal nichts weg. Der Kulturpapst R. ist und bleibt ein Maßtab für die Kulturkritiker. Zwar in seiner Art manchmal derb aber pointiert.
Kommentar ansehen
24.06.2008 13:23 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Da hat der Mann ja mal wieder völlig Recht: Wobei die Ausnahmen, die der ein oder andere dabei vielleicht im Kopf haben mag, nur die Regel bestätigen.

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Internetseite gegen Schleuserlügen geht an den Start
Po Grapscher nach Tat verprügelt
Bonn: Hochzeitsgäste geben Freudenschüsse in der Innenstadt ab


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?