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Nach Öl-Krisengipfel - Ölpreis legt kräftig zu

Am Wochenende fand in Saudi-Arabien ein Öl-Krisengipfel statt, auf dem die Öl-Förderländer signalisierten, weiteres Öl zu fördern (SN berichtete). Allerdings tragen laut den Öl-Förderländern Spekulationen, hohe Steuern und die hohe Nachfrage Schuld an dem hohen Ölpreis.

Im frühen Handel stieg der US-Ölpreis am heutigen Montag deutlich an.

Im Vergleich zum Freitag kletterte der Preis für ein Barrel der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) um 1,12 Dollar auf 136,48 US-Dollar.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Krise, Ölpreis, Öl
Quelle: de.news.yahoo.com

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.06.2008 10:20 Uhr von christi244
 
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Sir: Hast Du etwas anderes erwartet?

Die wirklichen Gewinner sind in jedem Fall die Spekulanten.

Von daher würde ich dafür plädieren, dass alle Öl- und Energiekonzerne verstaatlicht werden. Ansonsten hat dies nämlich überhaupt kein Ende.
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23.06.2008 10:29 Uhr von Luzifers Hammer
 
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Alter Sponti Spruch: Der grösste Lump im ganzen Land das ist und bleibt der Spekulant.*g*
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23.06.2008 10:32 Uhr von christi244
 
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Luzi: Mit anderen Worten also die hohe Politik ... ;-), und zwar weltweit.
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23.06.2008 10:44 Uhr von christi244
 
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Sir: Was Du schreibst, hatte ich im Sinn, und zwar nicht NUR für Öl, sondern sämtliche Energiekonzerne.
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23.06.2008 11:23 Uhr von raku
 
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@Sir: glaubst du, dass diese riesigen Finanzströme, die sich da seit einigen Jahren andocken, aus den Energiefirmen selber kommen? Ich weiß nicht so recht - jeder vorwärtsintegrierte Konzern rechnet mit ´Verrechnungspreisen´ das Basismaterial für die nachfolgende Stufe ab - und orientiert sich dabei mehr oder weniger an den Preisen im freien Markt. Allein die Tatsache, dass hier die Börse dazwischen ist, dürfte m.E. noch nicht genügen, diesen Hebel bei der Preissteigerung zu erklären. Die Frage ist doch: woher stammt das Geld, das da dazwischen gesteckt wird?
Apropos Spekulantenaufschlag:
Wenn ich mich nicht irre, haben die Saudis die - spekulantenfreie - Ölpreise auf ca 70-80 Dollar geschätzt -das wären dann schon beinahe 100% Aufschlag. Scheint mir irgendwie näher an der Realität, da im letzten Jahr der Verbrauch/Bevölkerung nicht um 100% zugenommen hat, der Preis aber schon.
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23.06.2008 13:14 Uhr von meisterthomas
 
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Spekulanten, Steuern und Nachfrage ist Schuld: Nun daß der Ölpreis mit geringen Kapitaleinsatz an der Warenterminbörsen spekulativ gemacht wird, ist großenteils richtig als auch bekannt.

Was aber würde passieren, wenn der Ölpreis rapide sinkt?
Die Steuern würden erhöht werden.
Das System der Preisstabilität durch Steuern wirkt hauptsächlich nur in eine Richtung, nehmlich gegen den Preisverfall.
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23.06.2008 13:38 Uhr von christi244
 
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Sir: Wir sind es, die unserer Politik NOCH Beine machen könnten ... . Nur, solange es keine vernünftige Protestwahl in diesem Lande gibt, wird sich auch nichts ändern.

Ich glaube kaum, dass die in der Regierung sitzenden Lobbyisten freiwillig irgendwas ändern werden.
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23.06.2008 14:23 Uhr von Mac-the-Matchmaster
 
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Hach ja: vor ein paar Jahren kostete ein Barrel gerade mal 50 (!) $.
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23.06.2008 14:51 Uhr von Kandis2
 
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Die Regierung: hat es doch in der Hand, die Steuern für Treibstoff zu senken, dann wäre Ruhe im Karton.

Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer haben die so viel eingefahren, dass es möglich wäre, hier ein paar Prozentpunkte wieder runterzugehen.

Eine kleine Änderung, große Wirkung.

Aber immer sind die bösen Saudis oder Spekulanten schuld ...
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23.06.2008 16:00 Uhr von GLOTIS2006
 
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zwei dinge, die mal klar gemacht werden sollten: 1. spekulation ist im grunde nichts unmoralisches, wie es hier ja offenbar die verbreitete meinung darstellt. ALLE unternehmen, die stark vom rohölpreis abhängen oder von rohölderivaten wie Diesel, Benzin usw. (Logistikunternehmen, Airlines etc. ) MÜSSEN mit terminkontrakten (so heißen diese "bösen bösen" dinger nämlich) spekulieren dürfen, damit sie innerhalb eines bestimmten zeitraumes (halten des kontraktes) über eine stabile kalkulationsbasis für ihr operatives geschäft verfügen (wer an dieser stelle nicht mehr mitkommt, aber weiterhin linksradikales anti-liberales geschwafel loslassen will ohne fundiert darüber sprechen zu können, sollte sich ersteinmal die grundkenntnisse aneignen).

dieses spekulieren nennt man auch "hedging", was soviel bedeutet wie "absichern". Man sichert sich einen festen bezugspreis für ein gut ab, damit man weiß, dass man bspw. auch in einem jahr genau zu dem im kontraktpapier festgelegten kurs das gut, hier zB Rohöl, einkaufen kann.

der begriff des hedgings ist besonders in den letzten jahren negativ konotiert. wer mehr darüber erfahren möchte, sollte pressearchive lesen.punkt.

2. bei der "böswilligen" spekulation, über die man übrigens keinen quantitativen beweis führen kann (wer es hier im forum doch kann oder der meinung ist, er könnte ist, bitte vortreten, der nobelpreis wartet hier auf meinem kaffeetisch), gibt es zwei formen (der theorie nach). einerseits die preisstabilsierende spekulation, die dafür sorgt, dass die standardabweichung zum mittel der preise möglichst niedrig ist, mit anderen worten schwankt der preis weniger, da zu einem niedrigen preis gekauft und zu einem hohen preis verkauft wird. zweitens gibt es die sog. destabilsierende spekulation, die genau das gegenteil tut, also pro-tyklisch wirkt und die preise stärker schwanken lässt. diese wirkt aber nur, wenn es sehr viele "spekulanten" (und nochmal: man kann nicht sagen, wer spekuliert und wer nicht) im markt gibt.

nun schauen wir uns mal den ölmarkt an. schaut euch mal an wie die summe aller gehandelten terminkontrakte gemessen am aktuellen ölpreis ist und dann vergleicht das man mit den 5 größten hedge-fonds (die größten investoren (institutionell) an den kapital und rohstoffmärkten)...ihr werdet zu dem ergebnis kommen, dass auch wenn man sogar alle hedge-fonds und das handelsvolumen kumuliert der letzten jahre mit der gehandelten kontraktmenge vergleicht, der spekulationsanteil (und da gehen wir hier unrealistischer weise davon aus, dass ALLE spekulieren,die überhaupt damit zu tun haben) so marginal ist, dass er schlichtweg eine bedeutung im einstelligen bereich hat. also nix mit den bösen spekulanten, auch wenn sie eigentlich nicht böse sind.

und dass die saudis behaupten der preis wäre zu einem großen teil spekulationsbedingt ist jawohl trivial. wenn ich was verkaufe und alle einen niedrigen preis zahlen wollen, würde ich auch sagen alle anderen erhöhren den preis...ich würde das ja billiger verkaufen, aber die bösen bösen anderen.
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23.06.2008 16:28 Uhr von derSchmu
 
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Naja unter Spekulation versteh ich was anderes im Grunde war das mit den Aktien etc ja so gedacht, dass Kreditgeber Firmen unterstuetzen, damit diese expandieren koennen...spaeter wurde dann einem das geliehene Geld zurueckgezahlt und noch n Honorar oben drauf...heute macht man das mit Aktien, beim Kauf der Aktie leiht man der Firma Geld und wenn man die Aktie verkauft, holt man sich die Kohle wieder + eventueller Bonus.
Im Grunde is das nich verwerflich, aber moralisch bedenklich.
So wie mit den Abmahnanwaelten, die rechtlich gesehen korrekt vorgehen, die Moral aber hinter sich lassen. Es wird quasi ein bestehendes System nach seinen eigenen Vorteilen ausgenutzt.
Wenn ich einer Firma Geld leihe, dann nicht fuer ein paar Tage, um dann wieder den Gewinn abgzugraben. Eine Firma nimmt sich nen Kredit, investiert, expandiert und zahlt Geld+Bonus zurueck, so haben beide was davon. Bei Spekulationen hat eigentlich immer nur der Spekulant was von, er kann den Wert des Unternehmens bestimmen...ob das Unternehmen durch die Spekulationen wirklich investieren kann, wage ich zu bezweifeln

...anders ist es beim Sprit auch nicht, zumal die Nachfrage wohl nur in gewissen Bereichen steigt, schliesslich zumindest was die Kraftstoffe angeht, doch immer mehr gespart...

korrigiert mich, wenn ich falsch liege...
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23.06.2008 16:50 Uhr von MonxXx
 
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ALLES: nur Spekulation die lachen sich doch alle ins Fäustchen man müsste in saudi arabien leben da kostet der liter 10Cent
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23.06.2008 16:53 Uhr von raku
 
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@Professor Glotis06: 1. Was heißt hier unmoralisch? Wetten sind an sich nichts Moralisches oder Unmoralisches - der Begriff ist hier fehl am Platz. Die Frage ist hier vielmehr, ob alles, was betriebswirtschaftlich Sinn macht auch volkswirtschaftlich erlaubt sein darf. Hier wird immerhin mit einem ´Lebensmittel !!´ spekuliert - und es darf schlicht und einfach nicht sein, dass es so vielen Menschen viel schlechter geht, dadurch, dass große Finanzspekulanten nen schnellen Dollar machen wollen und können.
Wenn es so ist, wie die Frankfurter Allgemeine behauptet, dass der Wert der gehandelten Terminkontrakte denjenigen der unterliegenden physisch verschifften Güter um ein X-faches übersteigt, kann man natürlich sagen, da haben sich aber viele Leute absichern wollen. Wo da noch der volkswirtschaftliche Mehrwert liegt bzw. wie blauäugig das ist, wirst du wohl selber wissen.
2. Freilich kann die Bemerkung von den Saudis eine ´bias´ aufweisen. Klar. Nur - immerhin waren es ja gerade diese, die n i c h t wollen, dass der Preis weiter steigt.
3. Noch was Unsachliches: ich ´wette´, du machst für den Preisanstieg bei Lebensmitteln entweder den plötzlich überwältigenden Hunger der Inder/Chinesen oder aber irgendwelche anonyme Faktoren verantwortlich.
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23.06.2008 17:07 Uhr von netrunner82
 
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Hoffentlich: können wir uns möglichst weit von diesem versiedenden Rohstoff entfernen.

Ich bewundere Länder wie Schweden, Australien, Neuseeland... die zumindest kleine Ziele setzen, wie z.B. die (ausgediente) Glühlampe durch Energiesparlampen / Led zu ersetzen oder vom Rohöl als Kraftstoff wegzukommen und solche Ziele auch gesetzlich zu verankern.

Unsere Forscher und Wissenschaftler müssten mit viel mehr Dynamik an echten Alternativen forschen können. Doch dazu müssen langsam auch mal unsere Volksvertreter viel mehr hinter diesem Thema stehen und es mehr fördern.

Aber leider haben die Lobbyisten in der Welt viel Macht und irgendwie ist ja alles andere scheinbar wichtiger.

Dabei würden bestimmt viele Menschen auf der Welt auch ein Elektroauto oder sonstiges fahren aber es gibt keine richtig guten Alternativen, höchstens Autos die noch in den Kinderschuhen stecken, doch etwas für den breiten Markt ist doch überhaupt nicht auffindbar.

Ich als kleiner Mann von der Straße kann nicht forschen oder ähnliches aber ich setzen mich für Alternativen ein und wenn das alle machen würden dann können wir alles in die richtige Richtung lenken.
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23.06.2008 17:11 Uhr von raku
 
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@ Professor Glotis2006 - (2): vielleicht noch ein Hintergrundartikel, der immerhin belegt, dass noch ein paar Leute den Kerlen auf der Spur sind. Mal schauen, ob´s was nützt.

http://www.sueddeutsche.de/...

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