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Die "Third Reich Tour" in München zeigt Touristen, wo Hitler die Zeche prellte

Eric Loerke arbeitet in München für die Agentur "Munichwalktours". Auf der "Third Reich Tour" zeigt er Touristen aus der ganzen Welt, wo die Nazis ihre Spuren in München hinterlassen haben. Der Amerikaner Loerke vermittelt auf der Tour Dinge, die nicht mal die meisten Münchner wissen.

So hat Adolf Hitler in der Gastwirtschaft "Schellingsalon" öfters Mal die Zeche geprellt. Auch nicht viele wissen, dass Hitler 1919 im Hofbräuhaus, genauer im Festsaal, seine allererste Rede hielt. Den Ausländern ist es meistens auch nicht bekannt, dass Hitler in Österreich geboren ist.

Der amerikanische Student Bo Williams, der diese Tour mitmacht, sagt: "Ich finde es interessant, all die Orte zu sehen, wo Hitler war." Loerke meint, dass viele dieser Touristen deutsche Wurzeln hätten und sich deshalb so intensiv für die damalige dunkle Zeit interessieren würden.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: München, Tour, Adolf Hitler, Tourist, Reich, Zeche
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2008 20:28 Uhr von GermanCrap
 
+12 | -6
 
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Ob die Münchener das mögen? Das liegt wohl ganz im Sinne der Österreicher zu verschweigen, dass Hitler Österreicher war. Auch geben die Bayern nicht gern zu, dass die Nazibewegung nicht nur in München begann, sondern auch dort viel Unterstützung bekam. Wenn das Thema Hitler aufkommt, dann wird noch heute ganz schnell auf Berlin verwiesen und irgendwas von "Saupreis" gebrabbelt.
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22.06.2008 20:41 Uhr von Eisi
 
+28 | -10
 
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...in München begann aber auch (gottseidank) der Widerstand!
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22.06.2008 20:45 Uhr von Eisi
 
+16 | -5
 
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Ergänzung. Ein "Saupreis" ist eine Auszeichnung für das schönste Schwein.
Das was du meinst, ist ein Saupreiß! Das sind alle deutschen überhalb der Weißwurstgrenze. ;)
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22.06.2008 20:47 Uhr von Eisi
 
+12 | -11
 
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oha: Oha! Negative Bewertungen in Kommentar 2?
Ihr seit wohl gegen den Widerstand? Unabhängig wo er begonnen hat? Ich schäme mich für euch....
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22.06.2008 21:02 Uhr von Danieldm
 
+11 | -8
 
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Nazis? Ich denke ich rede im Sinne des gesunden Menschenverstandes wenn ich sage das Hitler einer der schlimmsten Menschen war die es je gegeben hat!(Politisch korrekt)

Ich persöhnlich würde ihn als Missgeburt bezeichnen!

Ich habe nix gegen Leute die Rechts sind wenn sie keine Gewalt anwenden. aber dieser Mann war nunmal eine Missgeburt und alle die mir ein Negativ geben sind wohl auch nicht ganz richtig im Kopf!
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22.06.2008 21:50 Uhr von artefaktum
 
+6 | -2
 
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@ PortaWestfalica: "Denn Rest denke ich mir."

Die Aussage von Danieldm hat´s wirklich in sich.

Wenn man mal bedenkt, dass die Haupttäter des Dritten Reiches ja in erster Linie Schreibtischtäter waren, und persönlich (da gibt es Ausnahmen in den Anfangstagen der NSDAP) keine körperliche Gewalt angewandt haben. Ich glaube, weiß es aber nicht genau vielleicht weiss es keiner, auch Hitler hat nie körperliche Gewalt angewandt. (Ausnahme, ich glaube er hat Eva Braun vor dem eigenen Selbstmord erschossen, aber wohl auf ihre Bitte).
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23.06.2008 01:30 Uhr von Schnupfenfarben
 
+1 | -2
 
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Hey PortaWestfalica: warum haste diesen Einwurf gebracht ???Nun fangen sie an nach-zudenken und sind sich IHRER Sache nicht mehr sicher.
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23.06.2008 04:20 Uhr von stephanB1978
 
+3 | -3
 
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@eisi: nach hitlers biografie und machwerk "mein kampf" begann der wiederstand gegen ihn eigentlich schon zu seiner wienerzeit. er hatte schon in wien anscheinend eine besondere art sich beliebt zu machen ;-)

@artefaktum
ich finde es immer wieder faszinierend, wie manche es schaffen rechts=nazi zu propagieren. dabei bedeutet eigentlich nur rechts, sitzt rechts im bundestag. sowuerde zwar jeder nazi unter rechts fallen, aber sie sind nur einen kleine minderheit in dieser seite des spektrums. vergleichbar mit maoisten bzw stalinisten im linkenspektrum
und vielleicht erklaer ich mal irgendwann noch den unterschied zwischen einem nazi und einen hitleristen ;-)

zur meldung selbst:
wen es interessiert warum nicht. fuer so manch einen kann es schon sehr interessant sein
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23.06.2008 08:32 Uhr von Iokaste
 
+1 | -1
 
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Also feststeht das wenn ein Deutscher diese Führung machen würde, es negativer ausgelegt werden würde, als wenn ein Amerikaner sie macht.

Ich finde diese Art der Aufklärung bestimmt nicht falsch, denn bei sehr vielen herrscht noch der Gedanke vor, dass Hitler ein Deutscher war. Genauso wenig bekannt dürfte sein, weshalb Reichspräsident Hindenburgh ihn immer nur als gewöhnlichen Gefreiten bezeichnet hat. Denn Hitler kam zu seiner extremen Ansicht, weil er an die "Dolchstoßlegende" glaubte, hatte er doch als einfacher Gefreiter im ersten Weltkrieg gedient. Vieles aus Hitlers Vergangenheit ist, obwohl es mittlerweile sogar in modernen Medien aufgearbeitet worden ist mehr als unbekannt. Eigentlich bedauerlich - denn nur so kann man alles um dieses Thema wesentlich differenzierter betrachten.

Wie dem auch sei, von mir bekommt diese Führung einen Daumen nach oben.
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23.06.2008 12:29 Uhr von foxymail
 
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interessant ist auch, daß die NSDAP anfangs in Süddeutschland und im äußersten Nordwesten Dtls bei den Wahlen keine Mehrheit bekam.
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23.06.2008 16:27 Uhr von sis60
 
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Da könnnen: die ausländischen Touristen ihre Klischees richtig schön pflegen! Hitler, Bayern, Lederhosen (ja, es gibt ein Foto vom Führer in Lederhosen!) - Österreich wird dann bestenfalls als Vorort von München wahrgenommen - man hat es ja eilig!
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23.06.2008 17:51 Uhr von sis60
 
+0 | -0
 
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Dass es: nicht nur ein Foto, sondern ganze Filme mit Adolf in Lederhosen gibt, ist mir bekannt. Sie standen ihm übrigens nicht besonders. Allerdings hatten die Leute auch noch andere Hosen als Lederhosen! (Allein schon die Vorstellung: Die Führer der Münchner Räterebublik alle in Lederhosen - zum Schießen!/Bitte nicht wörtlich nehmen!)
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23.06.2008 18:28 Uhr von CHR.BEST
 
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1919 war für Bayern ein recht turbolentes Jahr. Kurz nach dem 1. Weltkrieg herrschte quasi Anarchie in München. Es gab kurzzeitig auch eine Räterepublik. Kurt Eisener (Mitglied der unabhängigen SPD) wurde damals von einem nationalistischen Studenten aus dem Umfeld der Thule-Gesellschaft (dem geistigen Unterbau des Nationalsozialismus) sowie einem Adeligen auf Urlaub ermordet.
Zu jener Zeit buhlten linke wie rechte Gruppierungen um die Gunst der Bürger. Eine rechte Partei setzte sich am Ende bekanntlich durch, nicht nur in Bayern, auch im Rest Deutschlands.
Natürlich konnten sie nicht alle Menschen durch Zuckerbrot und Peitsche auf ihre Seite ziehen aber dennoch genügend um die übrigen weitestgehend mundtot zu machen. Und irgendwo sehnte man sich in der Zeit des Chaos nach dem 1. Weltkrieg und der Schwäche der Weimarer Republik nach einer starken, politischen Figur - einem Ersatzkaiser, wenn man so will.

Ich denke es liegt dem Deutschen nicht im Blut, gegen die Obrigkeit massiv aufzubegehren während z. B. in Frankreich schon mal die Autos brennen, wenn Ungemach herrscht.

Aber was solls. Das Olympia-Stadion in Berlin wurde auch 2006 zur Fußball-WM verwendet. Das Kindergeld, einst von Nazis eingeführt um möglichst schnell neue Soldaten zu bekommen, gibt es heute noch. Den Fackellauf, der heutzutage für soviel Streß wegen China/Tibet sorgt, hatten die Nazis ins Leben gerufen, usw.

Vielleicht wird es auch einmal so sein, daß Guantanamo Bay genauso wie heute Alcatraz, von Touristen heimgesucht wird und der Fremdenführer ausführlich erklärt wie "damals" die Gefangenen gefoltert wurden.
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23.06.2008 20:35 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
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Ich denke diese Tour ist eine vernünftige Art den Menschen heute zu zeigen, dass der Führer auch nur mit Wasser gekocht hat und kein Übermensch oder Menschenfresser war - sondern so ein Depp wie du und ich. Wenn man dann bei der Tour auch noch die Stellen zeigt wo der GröFaZ nach einem Besäufnis hingereihert hat - fällt auch das letzte Mythische von ihm ab.
Vor allem sowas kommt bei ausländischen Touristen gut an und die heimische Kasse klingelt.

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