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USA: Im Gerichtssaal soll Strafverteidigern das Weinen verboten werden

Seitdem der Anwalt Greg Howard in einem Gerichtsprozess versucht, die Todesstrafe von dem Angeklagten Harvey "Shawn" Johnson, der seine Freundin entführt und umgebracht haben soll, abzuwenden, ist eine Diskussion um die Emotionen vor Gericht entbrannt.

Howard hat bei seinem Plädoyer geweint, was die Staatsanwälte Jason Phillabaum und Robin Piper als "Show" ansehen. Der Anwalt verteidigt sich nun, dass er nicht auf Kommando weinen könnte. Johnson muss nun lebenlang in Haft.

Staatsanwälte wollen nun erreichen, dass den Strafverteidigern in US-Gerichten untersagt wird, zu weinen. Mit dem Emotionsausbruch versuchten die Anwälte, laut der Staatsanwälte, die Todesstrafe von dem Angeklagten abzuwenden.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Gericht, Gerichtssaal
Quelle: www.krone.at

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.06.2008 14:25 Uhr von Seelenkrank
 
+3 | -3
 
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also: ich bin jetzt auf gar keinen fall für die angeklagten oder will den typ in schutz nehmen (was eh nichts bringt)

aber: wenn man weinen muss, dann muss mans halt, es gibt menschen, die sich dass weinen schlecht unterdrücken können und wenn sie aufhören wollen, gar nicht aufhören können (so wie ich)
klar kann dass alles show sein, aber ein richter etc. hat soviele menschen jeden tag um sich herum... daher vermute ich mal dass er gute menschenkentnisse hat und schon sehen könnte, wenn einer irgendne show abzieht.
außerdem: wenn beweise da sind (fingerabdrücke, blut an den klamotten und was-weiß-ich), dann bringt selbst gutes lügen oder irgendwelche shows nichts, weil die dna nie lügt...

(mal so nebenbei, egal ob massenmörder, vergewaltiger, raubkopierer: wer würde nicht heulen, wenn er in den knast müsste? (außer ihnen machts nichts aus und denen ist es egal...?)

hab ich irgendwas jetzt falsch verstanden oder so ? o_O
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21.06.2008 14:26 Uhr von Seelenkrank
 
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ach: sorry oO der anwalt hat geweint oO ich hab den text nich verstanden sry ^^
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21.06.2008 15:02 Uhr von SdS-Donnergott
 
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Tränen sind mit Vorsicht zu genießen: Weinen ist immer noch eine der effizientesten Arten der Manipulation, es gibt etliche Frauen und Kinder die das optimiert haben. Tränen sind ein SEHR gutes Mittel das Umfeld das tun zu lassen was man gerne hätte und zusätzlich noch ein schlechtes Gewissen bei selbigem hervorzurrufen - mit dem Nebeneffekt, dass es nicht einmal negativ auffällt, dass man den anderen den Willen aufgezwungen hat.

Es ist ganz klar, dass Tränen in einem Amerikanischen Strafprozess - wo vieles von der Überzeugungskraft des Anwalts abhängt - ausschließlich auf Manipulation abzielen. Ein Anwalt sollte professionell genug sein seine Emotionen unter Kontrolle zu halten - oder hald andere Fälle bearbeiten - aber derart offensichtliche Manipulationsversuche wie Tränen haben da echt nichts verloren.

Das Problem ist, dass die amerikanischen Geschwohrenen ein Laiengremium sind - ein Richter wäre hiervon aufgrund seiner - von mir unterstellten - Intellektuellen Fähgikeiten durchaus in der Lage das Spiel zu durchschauen. Auch gute Pädagogen und Psychologen lassen sich nicht von Tränen täuschen - viele Laien leider schon.

Grundsätzlich gilt: Tut nie was eine Person von euch will nur weil diese weint, das ist in den meisten Fällen pure Manipulation.
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21.06.2008 17:33 Uhr von StYxXx
 
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Schauspiel: Gerade in den USA geht es gar nicht um Fakten sondern viel mehr um schauspielerisches Talent. Die geschworen werden versucht mit irgendwelchen tragischen Geschichten betroffen zu machen, damit sie entsprechend urteilen. Beweise? Fakten? Unnötig.
Ich dachte, das in den Filmen und Serien wäre maßlos übertrieben. Bis ich echte Verhandlungen gesehen habe. Die haben das sogar übertroffen. Daher verständlich, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn sich Geschworene auf Beweise ("CSI-Effekt" - müsste was in der englischsprachigen Wikipedia zu stehen) versteifen.
Aber ok, wenn auch Hinrichtungen zu als Spektakel wie im Mittelalter inszeniert werden...
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22.06.2008 01:01 Uhr von CHR.BEST
 
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Hoffentlich isst der Verteidiger zwischendurch kein belegtes Brötchen mit Zwiebelringen drauf *g*

Aber im Ernst, bei den Amis ist fast immer viel Show dabei. Hollywood und seine Schauspieler werden dort vergöttert. Happy End und Love Story sind usus.
Warum sollte es dann in Gerichtssälen mit Geschworenen sachlicher zugehen.
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22.06.2008 06:05 Uhr von Artemis500
 
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Das ist albern Wenn man weinen muss, dann muss man halt weinen. Hat mit "Professionell" nichts zu tun.
Man könnte den Strafverteidigern vorschreiben, den Raum zu verlassen wenn sie weinen müssen. Ich schätze mal, wer wirklich weinen muss wird sich freuen, wenn er dabei nicht gesehen wird, und wer es nur tut um zu manipulieren, der wird es bleiben lassen wenn er dann rausgehen muss.

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