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Jugendliche können nun auch lebenslange Haftstrafen erhalten

Schwerkriminelle Jugendliche sollen in Zukunft härter bestraft werden. Dies hat die Bundesregierung beschlossen. Es sollen sogar lebenslange Strafen ausgesprochen werden können. Dies soll dann auch minderjährige Straftäter treffen.

Grund für die Verschärfung sind Taten wie die der "U-Bahn-Schläger" von München. Diese hatten einen Rentner fast totgeschlagen. Einer der Täter, Spyridon L., könnte für zehn Jahre ins Gefängnis gehen. Bei Serkan A. könnte die Strafe sogar lebenslänglich lauten.

Sollten die Strafen für die Beiden mindestens sieben Jahre betragen könnten sie im Anschluss an die Haftstrafe sogar noch in Sicherheitsverwahrung genommen werden. Diese muss von zwei Gutachten als notwendig ausgewiesen werden. Danach wird jährlich entschieden, ob die Verwahrung bestehen bleibt.


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WebReporter: borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jugend, Jugendliche, Haftstrafe
Quelle: www.express.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2008 22:27 Uhr von borgir
 
+0 | -0
 
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Richtig so. In solch krassen Fällen hätte man schon viel früher auf die Idee kommen müssen, dass es nur auf härtere Strafen rauslaufen kann. Dieses "die-jugendlichen-müssen-noch-erzogen-werden"-Geschwafel war ja nicht mehr zu ertragen. Jetzt müssen die Richter das nur noch anwenden.
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21.06.2008 11:30 Uhr von weedalicious
 
+37 | -12
 
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woa endlich es wurde wirklich zeit, dass sowas kommt !
in eins-zwei jahren hat sich das dann bei den ganzen gangstern rumgesprochen und die kommen mal klar auf ihre umwelt ! sehr gut
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21.06.2008 11:33 Uhr von Zu_Doll
 
+48 | -7
 
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Versteh ich nich Härtete Strafen waren doch gar nich nötig, man sollte nur mal die Bestehenden Strafen ausschöpfen, was bringt es, wenn es möglich ist, dass Jugendliche Lebenslang in den Knast kommen können, wenn se am Ende doch wieder nur ein Anti-Aggressions-Training erhalten.
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21.06.2008 11:43 Uhr von MonxXx
 
+10 | -7
 
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Ist schon Gut so! ich gebe Zu_Doll aber auch recht manchmal kann ich gar nicht glauben wie die Richter entscheiden die glauben bei den Jugendlichen einfach noch zu sehr an das gute im Menschen bei Intensiv Straftätern (Jugendliche)...
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21.06.2008 11:44 Uhr von fiver0904
 
+15 | -36
 
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21.06.2008 11:51 Uhr von Realist82
 
+9 | -4
 
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FALSCHMELDUNG: Lebenslange Freiheitsstrafe und Sicherungsverwahrung sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Lebenslange Haft ist eine STRAFE, die wegen der konkret begangenen und angeklagten Tat verhängt wird. Bisher und auch weiterhin ist es NICHT möglich, zum Tatzeitpunkt Jugendliche zu dieser Strafe zu verurteilen.

Sicherungsverwahrung ist KEINE Strafe, sondern eine Maßregel. Sie wird auch nicht in erster Linie wegen der konkret begangenen und angeklagten Tat verhängt sondern dann, wenn zu erwarten ist dass der Täter auch nach Verbüßung der Strafe (zB lebenslange Freiheitsstrafe) weiterhin schwere Straftaten begehen wird. Im Vordergrund steht hier also nicht Strafe, Resozialisierung usw. sondern der Schutz der Allgemeinheit vor Straftätern.
Diese Sicherungsverwahrung kann nun auch bei zum Tatzeitpunkt Jugendlichen verhängt werden, hat aber überhaupt nichts mit dem Terminus "lebenslange Haft" zu tun.
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21.06.2008 11:55 Uhr von Hier kommt die M...
 
+14 | -10
 
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fiver0904: Blödsinn, Neunjährige sind und bleiben Kinder, das Strafalter wurde ja nicht heruntergesetzt und alle unter 14 sind wie bisher strafunmündig.

Ansonsten muss ich zu _doll recht geben.
Was nützt die Erhöhung möglicher Höchststrafen, wenn die nie vergeben werden?

Die Richter sollten besser mal dazu angehalten werden, dass Täter ab 18 nicht mehr wie Teenies abgeurteilt werden, sondern auch da ihre Volljährigkeit beweisen dürfen und zu ihrem Mist wie Erwachsenen stehen müssen.

Und bei echten Jugendlichen zwischen 14 und 18 sollte der Weichspül-Kuschelkurs endlich mal abgeschafft werden, zumindest bei bekannten und unbelehrbaren Mehrfachtätern.

Vielleicht sollte man das Gewicht der bisherigen Strafakten mit einbeziehen..so ab 250 Gramm keine Bewährung mehr..lol
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21.06.2008 12:08 Uhr von Heartless
 
+10 | -6
 
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Ein erforderlicher Schritt: würde ich mal sagen, schließlich wurde das bis jetzt doch oft viel zu lasch gehandhabt, als Beispiel mal den U-Bahn-Schläger...
Aber man muss das dann jetzt auch richtig zur Geltung lassen kommen und nicht trotzdem bei Taten, die Erwachsene Jahrelang ins Gefängnis bringen würden nur ein paar Sozialstunden plus ne psychiatische Beratung anordnen...
Ich mein, jeder Jugendliche muss eigentlich wissen was passiert wenn man jemanden mit Alkohol übergießt und anzündet, oder wenn man ihm ein Messer in den Bauch rammt...das sind keine Streiche, das ist eiskalte Berechnung und nur weil sie unter 18 sind dürfen sie deshalb nicht mit weniger wegkommen als Erwachsene...
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21.06.2008 12:08 Uhr von hossler
 
+7 | -1
 
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Ich bin mir nicht sicher, aber nach internationalem Recht sind lebenslange Freiheitsstrafen für Minderjährige verboten.
Ich bin mir wirklich nicht sicher, aber meine das mal gelesen zu haben.
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21.06.2008 12:15 Uhr von Midas_W.
 
+7 | -3
 
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1ßß% Zustimmung @ fiver: Bezgl. Amerika:

x http://thegatheringforjustice.org/...
x http://thegatheringforjustice.org/...

Das hier ist in Deutschland nur der Vorbote.
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21.06.2008 12:25 Uhr von csu-mitglied
 
+3 | -3
 
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ENDLICH!!!!!!!!!!!!!! Nun hat die Bundesregierung gemerkt, dass mittlerweile auch Jugendliche schwere Straftaten begehen können. Schade dass diese Optionen erst nach einer Mindesthaftstrafe von 7 Jahren greift. Vielleicht begreifen jetzt einige Jugendliche, dass man Konflikte eher verbal austragen sollte.
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21.06.2008 12:25 Uhr von fridaynight
 
+4 | -0
 
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Hemmschwelle: Egal wer daran Schuld ist, dass Jugendliche so werden... das ändert rein gar nichts daran, dass die Hemmschwelle anderen körperlich zu Schaden nicht mehr vorhanden ist.

Jugendliche die Rentner halb totschlagen soll man ermahnen und wieder auf die Menschheit loslassen? Nein danke ... volles Programm. Man muss bei bald 7 Milliarden Menschen nicht Mitleid für alles und jeden haben und schon gar nicht für Leute die anderen bewusst Leid antun.

Ich konnte sehr wohl schon in jungen Jahren unterscheiden was man tun darf und nicht und die wussten genauso, dass dies nicht erlaubt ist. Selbst Schuld, interessiert mich überhaupt nicht ob die dann vor dem Richter heulen, die Opfer hat ja auch keine gefragt.
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21.06.2008 12:26 Uhr von meisterthomas
 
+4 | -0
 
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Sicherheitsverwahrung ist keine Strafe: das hat @Realist82 schon dagelegt.

Die Möglichkeit auch strafunmündige Jugendliche bis zu ihrer Mündigkeit in Sicherheitsverfahrung zu nehmen gabt es in der Bundesarepublik noch in den 70-er Jahren. Was aber nichts mit der jetzt eingeführten Sicherheitsverwahrung von Schwehrverbrechern zu tun hat.

Gar nicht neu aber über Jahrzehnte total verdrängt ist der Gedanke auch mit dem Jugendstrafrecht nicht nur den Jugendlichen sondern auch die Allgemeinheit zu schützen.
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21.06.2008 13:05 Uhr von Powerline86
 
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Die Frage ist nur ob die Richter das auch nutzen!
Ich erinnere mich da nur an den Typen der in Köln einen ins Koma geschlagen hat,und "als Strafe" nur ein Anti-Aggressions-Training bekommen hat.
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21.06.2008 13:28 Uhr von cookies
 
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Ausschöpfen des Strafrahmens prüfen: Da ich keine Juristin bin, muss ich auf andere Quellen zurückgreifen:
!Das Höchststrafmaß liegt jedoch bei 10 Jahren, wenn der Jugendliche/Heranwachsende eines Verbrechens schuldig ist, welches nach dem allgemeinen Strafrecht mit Freiheitsstrafe von über 10 Jahren bedroht ist, § 18 Abs. 1 SS. 1 JGG." aus wikipedia.

10 Jahre sind das Maximum für Jugendliche bei Taten, bei denen Erwachsene mehr als 10 Jahre , also auch lebenslänglich, als Strafe erhalten. Somit kann kein Jugendlicher lebenslänglich bekommen, sondern allenfalls die sicherheitsverwahrung, wenn weitere Straftaten zu befürchten sind.

Bevor man diesen möglichen Strafrahmen ausdehnt, sollte man diesen erst einmal ausschöpfen. Die derzeit öffentlich bekannten Straffälligkeiten, die die Skandale hervorrufen, sind meistens unter den strafrechtlichen Möglichkeiten geblieben. Im Hinblick auf das Höchstmaäß müssten die U-Bahntäter doch eigentlich 7 Jahre Strafe bekommen.

Noch heftiger finde ich dann auch, dass 20-Jährige, die in der Lage sind, ein Kind in die Welt zu setzen, wie Jugendliche eingeschätzt werden. Diejenigen berufen sich dann auch noch darauf, wegen des Kindes Verantwortung zu tragen, wenn es darum geht, nicht aus Deutschland ausgewiesen zu werden.
Ganz oder gar nicht: entweder Jungendlicher oder Erwachsener!
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21.06.2008 13:34 Uhr von pmaeuschen
 
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ich würde: mal darüber nachdenken ob es nicht auch die möglichkeit gibt bei den ausländern die deutsche staatsbürgerschaft wieder abzuerkennen und dann kriminelle jugendliche dann abschieben ...... in den meisten Vater/Mutterländern würden sie vor dem Gesetz nicht so lächerlich milde bei wegkommen.. Und die Straftäter aus unsern eignen Landen sollte man auch langsam mal mit anderen Augen betrachten , das sind nicht immer die süßen kleinen engel die keiner fliege was zu leide tun können die werden immer brutaler und wissen sehr genau was sie tun
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21.06.2008 13:35 Uhr von Realist82
 
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cookies: <<<Bevor man diesen möglichen Strafrahmen ausdehnt, sollte man diesen erst einmal ausschöpfen. Die derzeit öffentlich bekannten Straffälligkeiten, die die Skandale hervorrufen, sind meistens unter den strafrechtlichen Möglichkeiten geblieben. Im Hinblick auf das Höchstmaäß müssten die U-Bahntäter doch eigentlich 7 Jahre Strafe bekommen.>>>


*gähhhhn* ... Der Strafrahmen wurde NICHT ausgedehnt. Wer vor 3 Monaten wegen einer Straftat zu 4 Jahren Jugendstrafe verurteilt wurde wird auch in 3 Monaten noch zu 4 Jahren Jugendstrafe verurteilt werden, daran wurde nix geändert.

Die Sicherungsverwahrung für Jugendliche stellt auch gar nicht auf die Strafe ab. Im Gegenteil: Wenn die STRAFE bereits verbüßt ist, das Unrecht also gesühnt ist und man annehmen sollte dass die Resozialisierung abgeschlossen ist (sehr idealistisch gedacht ...) ERST DANN kommt die Sicherungsverwahrung ins Spiel. Die STRAFE ist beendet, aber der Täter ist offenkundig nach wie vor gefährlich. Dann kommt er in die Sicherungsverwahrung.
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21.06.2008 13:50 Uhr von Satanist
 
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Lebenslänglich?! Also ich kann verstehen dass man so mancher 14-jähriger hinter Gittern gehört. Jedoch nur für (relativ) kurze Zeit. Aber lebenslänglich find ich übertireben. So frei nach dem Motto 14 Jahre Freiheit und 80 Jahre im Knast oder wie?!

Ausserdem sollte man dem Grund für diese Taten suchen und die Leute nicht einfach immer wegstecken, etwa aus den Augen aus dem Sinn?! Therapien können beim jungen Geiste sicher noch was ausrichten, ein guter Psychologe natürlich vorausgesetzt.
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21.06.2008 14:27 Uhr von Kulle78
 
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Überschrift falsch und reißerisch denn Sicherungsverwahrung ist keine Haftstrafe im eigentlichen Sinne des StGB bzw Jugenstrafrechts. Denn eine Haftstrafe muss und ist auch immer zeitlich begrenzt und die Sicherungsverwahrung kann bis zum Lebensende gelten.
Davon abgesehen heißt es nicht Sicherheitsverwahrung, das Gesetz spricht eindeutig von Sicherungsverwahrung!
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21.06.2008 14:28 Uhr von Jorka
 
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@Midas_W. Wollen wir hoffen das es in diesem Land NIEMALS soweit kommen wird.

Einfach abscheuliche Bilder....
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21.06.2008 14:40 Uhr von gatita
 
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bin total dafür: nur weil jemand noch nicht volljährig ist wird er milder bestraft

ob es manche glauben wollen oder nicht, aber es gibt auch schon 12-jährige die straftaten verüben.....deshalb wär ich auch dafür das man das -hmm wie heißt das nochmal- mindestalter für straftaten, oder strafunfähigkeit oder so ähnlich runter setzt
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21.06.2008 14:43 Uhr von gatita
 
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soll jetzt aber nicht heißen das ich 12-jährige in den knast stecken würde.... :s
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21.06.2008 15:30 Uhr von ThePunisher89
 
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Find ich absolut richtig! Nur sollte man das halt auch umsetzen!
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21.06.2008 16:32 Uhr von h1pe
 
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ja sicher matthias1979: ,...weil ja auch jeder soviel zeit haette sich den personen anzuvertrauen und selbst wenn die zeit vorhanden waere wuerde sich niemand drum scheren!

die sind reif genug um zu wissen was getrieben wird...
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21.06.2008 19:36 Uhr von Lord Kraligor
 
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Dummfug: Natürlich, stecken wir unsere Problemfälle einfach ins Gefängnis. Haben ja genug Platz, ne? Löst auch alle Probleme. Wegsperren. Wie wärs denn mit der Wiedereinführung der Schutzhaft? Dann könnte man sogar schon vorsorglich potentiell Auffällige wegsperren.
Dass das Prinzip Abschreckung unwirksam ist, ist hinreichend belegt.
Dass eine Verschärfung der Strafen nicht zu einem Rückgang der Straftaten führt ebenso.
Also, warum verdammt nochmal werden dann immer weitere Schritte in diese Richtung getan? Hilflosigkeit? Wählerwille? Kompetenz kann es auf jeden Fall nicht sein.

- Kraligor

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