20.06.08 11:18 Uhr
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Finanzkrise in deutschen Krankenhäusern

Entgegen der Meinung der Krankenkassen gibt es nach Aussagen des Präsidenten einer regionalen Ärztekammer an deutschen Krankenhäusern eine erhebliche Finanznot.

Nach den Feststellungen eines Wirtschaftsforschungsinstitutes gibt es an den Kliniken aktuell ein Finanzierungsloch von 1,3 bis deutlich über zwei Milliarden Euro.

Weiter sagt das Institut voraus, dass mehr als die Hälfte der Krankenhäuser in diesem Jahr negative Zahlen schreiben werde. Die Ärztekammer fordert deshalb von Bund und Ländern ein sofortiges Programm um die Situation zu verbessern.


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WebReporter: obbiwahn
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Deutsch, Krank, Finanz, Finanzkrise
Quelle: www.focus.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2008 11:40 Uhr von eldschi
 
+4 | -6
 
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Abschaffung der gesetzlichen KK: und Einführung einer entsprechenden privaten Pflichtversicherung würde sofort helfen. Dann würden nämlich nicht 20% oder mehr der Beiträge in den diversen "Gesundheitsgremien" landen, die in Wirklichkeit nur Selbstbedienungsläden der Politiker sowie der Politik nahestehenden Personen sind. Da aber jede im Bundestag vertretene politische Partei (auch die Linken) von diesem System profitiert, wird es sich auch niemals ändern.
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20.06.2008 12:10 Uhr von Mr. Nice_Guy
 
+3 | -0
 
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tja ich sage immer wenn du den dritten weltkrieg überleben willst, dann werde politiker^^
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20.06.2008 12:11 Uhr von einfachzen
 
+2 | -0
 
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Wohl doch komplizierter: einfache Lösungen gibt es glaube ich keine.

Ein Punkt ist mE, daß in den Kliniken häufig nur aus rechtlichen Haftungsgründen alle möglichen Untersuchungen gemacht werden - ohne Sinn und Zweck. Tiefere Ursache ist aber dabei auch, daß die viele Menschen bei Krankheit total die Eigenverantwortung an der Kliniktüre abgeben - nach dem Motto, nun macht mal! Wenn unter diesem Aspekt, dann z.B. bestimmte Untersuchungen als unsinnig oder unnütz abgetan werden, gibt es Ärger. Wenn aber jeder, der im Krankenhaus liegt, meint es müsse schon wenigstens ein CT oder Kernspin sein, darunter gehts nichts....ja dann explodieren die Kosten eben.

Die andere Seite sind absolut hirnrissige Verwaltungsstrukturen: nur mal als Beispiel: jemand hat eine massive Augenentzündung, der behandelnde AA hat aber Urlaub, also muß er zur Vertretung. Dort muß der Patient 10,- Praxisgebühr zahlen, bekommt diese zwar zurück - aber erst nach einem Gang durch die halbe Stadt zum Hausarzt um die Überweisung zum AA zu bringen (sowas wäre doch mit einem Fax wesentlich einfacher, warum müssen kranke Leute durch die halbe Stadt geschickt werden??)
So, nach 4 Tagen ist die Entzündung schlimmer geworden, trotz (oder gerade wegen den Medis, war noch eine zusätzliche Allergie auf die Antibiotik-Augentropfen dazu gekommen) nun geht der patient zu seinem normalerweise behandelnden AA - und MUSS SCHON WIEDER 10,- Praxisgebühr abdrücken, die er zwar wieder bekommt wenn er wieder durch die ganze Stadt juckelt um den Überweisungsschein ein zweites mal, nun für diesen Arzt vom Hausarzt zu holen.....auch hier wieder keine andere Lösung!
Das klingt doch schwer nach Spießbürgertum, ist aber erst kürzlich in D exakt so geschehen. Das beste war der Kommentar, den die Patientin dann zum Schluß bekam (nachdem das Auge durch die Allergie komplett zugeschwollen war und sie große Schmerzen und Juckreiz litt) - Zitat: na da müssen Sie eben Geduld haben (bei einer Allergie durch die Behandlung mit Augentropfen?? aha) und bitte kommen Sie nicht schon wieder in 5 Tagen, bitte erst wieder in 3 Wochen kommen - egal was ist! Das hat die AA wirklich so gesagt.
Die Allergie ist zwar jetzt halbwegs abgeklungen, die Frau hat aber nachwievor eine ständig erweiterte Pupille, zusätzlich jetzt ein hängendes Augenlid - alles Zustände die sie vor der "Behandlung" durch zwei(!) Augenärzte NICHT hatte!
Die Frau "darf" aber erst in 2 Wochen wieder zum AA gehen, um dort nachzufragen warum die Pupille immer noch erweitert ist und das Auge hängt, die Entzündung besteht übrigens immer noch!
Ja, das ist Deutschland einig Spießbürgerland. Und in den Kliniken geht es keinen Deut besser zu - sinnlose, kostenintensive "Therapien" wohin das Auge reicht.

Dort muß man ansetzen, an der Effizienz von Behandlungen, auch daran die Eigenverantwortung der Menschen zu stärken und nicht zuletzt an dem Punkt, das dieser übermäßig aufgeblähte Verwaltungsappart eingekürzt wird.
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20.06.2008 12:39 Uhr von mueppl
 
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Tja, wenn sich der Staat aus allem zurückzieht Die Krankenhäuser müssen jetzt Gewinn erwirtschaften und viele waren der Meinung, durch Privatisierungen könne man sich eine goldene Nase verdienen. Diese Einstellung rächt sich nun.
Ich kann mich an kein Staats-Unternehmen erinnern, welches nach Privatisierung servicefreundlicher und wirtschaftlicher geworden wäre.
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20.06.2008 14:25 Uhr von eldschi
 
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@mueppl: Komisch, ich kenne nur solche, die servicefreundlicher, kundenorientierter und wirtschaftlicher geworden sind...
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20.06.2008 22:05 Uhr von politikerhasser
 
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Ich hatte in den letzten 14 Tagen das zweifelhafte Vergnügen, in der Helios-Klinik, Lutherplatz, Krefeld, stationär behandelt zu werden.

Es fehlt an Ärzten, PflegerInnen und Zeit für die notwendigsten Dienstleistungen am Patienten!

Dieses Gesundheitssystem ist eine einzige Katastrophe und fordert von Allen Beteiligten nahezu Unmögliches!
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23.06.2008 00:47 Uhr von Cela_C
 
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@politikerhasser: da kann ich dir nur zustimmen. es fehlt an ärzten und krankenschwestern. auch arztpraxen werden rar. durch die privatisierung werden ärzte krankenschwestern und andere entlassen um geld zu sparen. meiner meinung hatte der staat mit der privatisierung hier am falschen ende gespart!

@einfachzen
ist ja auch logisch. ärzte müssen aus kostengründen entlassen werden. diese werden so immer weniger. aber die "kranken" werden nicht weniger. somit kann es nicht mehr gewährleistet werden, dass eine gute "heilung" statt finden kann.

ärzte arbeiten teilweise in 12 stunden schichten (und mehr) 7 tage die woche. meine schwester ist krankenschwester (meine doppelschwester *grins*) und hat schon öfters doppelschichten machen müssen, weil keine krankenschwestern als "puffer" da waren. wohin soll das noch führen???
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23.06.2008 19:36 Uhr von ArrowTiger
 
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@eldschi: Du bist entweder Lobbyist, hast keine Ahnung, oder hattest einfach Glück bei deinen Krankenhauserfahrungen.

GKVen sind definitiv wesentlich kostengünstiger und effektiver in der Verwaltung, als PKVen. Auch die Entnahmen durch die Gesellschafter (nicht Politiker) halten sich bei den GKVen im Vergleich in Grenzen. Da gibt es auch nichts zu diskutieren oder zu spekulieren - das ist belegbar und belegt.

Da ich zufällig mit einer Ärztin verheiratet bin, und daher das medizinische Umfeld ganz gut kenne, kann ich die Erfahrung von *politikerhasser definitiv als Quasi-Standard der privaten Krankenhausbetreiber bestätigen. Gute Qualität ist hier eher die Ausnahme. Am deutlichsten wurde dies in Hamburg nach der Übernahme des LBK durch Asklepios. In den meisten Häusern ist es inzwischen katastrophal...
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23.06.2008 19:44 Uhr von ArrowTiger
 
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Es ist ohnehin schwachsinnig Aufgaben des Gemeinwohls oder sog. "Unteilbarkeiten", aus betreibswirtschaftlicher Sicht betrachten zu wollen. Gemeinwohl ist doch kein Basar!

Und das Problem ausufernder Verwaltung ist beileibe kein alleiniges Problem öffentlicher Verwaltungen, sondern trifft selbstverständlich auch in der Privatwirtschaft zu. Nur daß man in öffentlichen Verwaltungen immerhin noch staatliche Kontrollmechanismen hat, derer sich die Privatwirtschaft größtenteils entziehen kann.

Nun könnte man argumentieren, dann geht ein Unternehmen mit schlechtem Kostencontrolling eben insolvent. Tja, wenn da nicht die staatlichen Subventionen oder Ausfallbürgschaften für diese Gesundheitsunternehmen wären. Man könnte dies auch einfach Wettbewerbsverzerrung nennen...

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