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Bis zur Rente im Führungsamt? Für Beamte kein Problem

Ein neuer Richterspruch der Verfassungsrichter in Karlsruhe dürfte bei den Beamten für gute Stimmung sorgen. So erklärte das Bundesverfassungsgericht jetzt eine Vergabe von Führungsämtern auf Zeit des Landes Nordrhein-Westfalen für nichtig.

Eigentlich werden die Beamten dort nach zehn Jahren wieder in ein normales Beamtenverhältnis zurückgestuft. Es handelt sich dabei um eine sogenannte "Führungsposition auf Zeit". Neutralität und Stabilität sei aber auf diese Weise nicht gesichert, so die Karlsruher Richter.

Das sogenannte "Lebenszeitprinzip" fand nun für diesen Richterspruch Anwendung. Peter Heesen, Chef des Deutschen Beamtenbundes, begrüßt das Urteil. Eine negative Beeinflussung der Karriere sei nicht auszuschließen, wenn Führungsbeamte eine vermeintlich unliebsame Entscheidung fällten, so Heesen.


WebReporter: NetZero
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Problem, Rente, Beamte, Führung
Quelle: www.ftd.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.06.2008 18:16 Uhr von NetZero
 
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Hehe. :-) Ich wäre ja schon froh, wenn ich überhaupt irgendeine Führungsaufgabe in einem deutschen Unternehmen hätte. Stattdessen gehe ich als gut ausgebildeter, junger Mensch Tag für Tag in einer Fabrikationseinrichtung für einen Hungerlohn schuften. Tatsächlich stimme ich dem Gericht aber zu - es ist wichtig, dass Beamte in ihren Entscheidungen unbeeinflusst und frei sind. Ich glaube, in Karlsruhe sitzen die letzten vernünftigen Menschen dieser Republik.
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19.06.2008 18:54 Uhr von Noseman
 
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Thread kann geschlossen werden: Der Autor hat selbst schon alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt. ;-)
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19.06.2008 19:00 Uhr von NetZero
 
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@Noseman: *lach* Danke für die Blumen, Noseman.
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19.06.2008 19:27 Uhr von christi244
 
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Net: >es ist wichtig, dass Beamte in ihren Entscheidungen unbeeinflusst und frei sind<

Und das glaubst Du? *lol*
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19.06.2008 19:37 Uhr von NetZero
 
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@christi244: Ja, definitiv. Man muß im Prinzip dafür sorgen, dass die Beamten den korrupten Einflüssen nicht ausgeliefert sind. Wie aber entsteht so ein korrupter Einfluß? Nimm z.B. den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er hat vermutlich schon während seiner Karriere als Kanzler mit Gazprom angebändelt. Somit war er in seinen Entscheidungen auf diesem Feld nicht mehr frei.

Wenn ein Beamter nun versprochen bekommt: "Also, hör´ mal, wenn Du irgendwann hier keine Karriere mehr machst, kannst Du gern zu uns kommen", dann ist seine freie Willensgebung ebenfalls nicht mehr garantiert.
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19.06.2008 19:46 Uhr von christi244
 
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NET: Das wäre schön, wäre es so ... aber ... ab einer bestimmten Position blüht unter Deutschlands Beamten die Korruption wie der Garten Eden!

Das ist leider Fakt.

Von daher, für mich gibt es nur drei Berufsgruppen, die überhaupt noch verbeamtet werden dürfen: Feuerwehr, Polizei und Militär. Ende!
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20.06.2008 11:59 Uhr von Timido
 
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@sunshine: Ist das deine wirkliche Meinung? Wenn ja - Gehirn einschalten.

Beispiel Lehrer: Wie sollen diese an Leistung und Können bezahlt werden? Nach der Quote der Wiederholer oder dem Notendurchschnitt der Klasse oder der "Wissenschaftlichkeit der Inhalte?" Erhält dann ein Lehrer an einer Schule für Lernschwache kaum noch Geld? Sollen Lehrer für mehr Lohn streiken (denn das dürfen sie ja dann)? Am besten wären wohl noch Zeitverträge für jeweils ein Jahr und dann sich neu bewerben.
Und hast du Zahlen, wie viele Beamte derzeit in den Verwaltung tätig sind? Angestellte zählen da nicht mit!

Und vergiss die Polizisten nicht! Warum sollten die Beamte sein? Lass sie uns nach Leistung bezahlen - Je mehr Strafzettel, umso mehr Kohle. Blutige Nase geholt und deswegen Verdienstausfall - selbst schuld und was weg vom Lohn.

Es mag Beamte geben, die auf ihren Stühlen kleben - aber bitte nicht immer Pauschalurteile.

PS: Wie immer gilt: Es hätte (fast) jeder ein Beamter werden können.
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20.06.2008 19:28 Uhr von christi244
 
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Timido: Das Problem der Lehrer ist, dass sie ihre Jobs gar nicht ernstnehmen, teilweise gar nicht dazu geeignet sind und das Studium zum Lehramt nur als "Ausweichstudium" betrachten. Wieso muss sowas verbeamtet werden?

Und Leistung, Leistung kannst Du sehr wohl messen, nämlich am Ende des Schuljahres, wenn es um Versetzung und Benotung geht.

Dann streiken sie eben ... so würde Platz für Lehrkräfte, die bereit sind, Engagement und Einsatz zu zeigen.
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21.06.2008 17:51 Uhr von Realist82
 
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christi244: <<<Dann streiken sie eben ... so würde Platz für Lehrkräfte, die bereit sind, Engagement und Einsatz zu zeigen>>>

lol ... dadurch dass jemand streikt wird Platz für jemand anderen!? Versuch mal jemanden in Deutschland zu feuern weil er gestreikt hat, diese Kündigung bekommst du vom zuständigen Arbeitsgericht um die Ohren gehauen. Und zwar zu Recht.
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21.06.2008 20:32 Uhr von christi244
 
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Nein, das nicht aber mangelhafte Leistung sollte hier schon hilfreich sein.

Lies mal Untersuchungen, was Studis veranlasst, ins Lehrfach zu gehen ... und solche akademischen Tiefflieger noch auch Kids loszulassen und dies auch noch zu verbeamten ist ja wohl sicherlich zu viel des Guten.

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