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Altötting: Erdrutsch bringt Mammutzahn im Kieswerk zum Vorschein

Nach einem Erdrutsch im Emmertinger Kieswerk Bergmann (Lkr. Altötting), schien in 22 Metern Tiefe ein Stück Holz aus dem Kies zu ragen. Mitarbeiter Günter Bergmann sah sich das genauer an: Das "Stück Holz" erwies sich als der Stoßzahn eines Wollmammuts aus der Eiszeit.

Dr. Robert Darga, Mammut-Experte und Leiter des Mammut-Museums in Siegsdorf, schätzt den Stoßzahn auf etwa 40.000 bis 60.000 Jahre. Er glaubt, dass der leider schon stark verfaulte Zahn sich dennoch rekonstruieren lässt. Der Kies hat den Stoßzahn nicht konserviert, die Spitze des Zahn ist zerbröckelt.

Der Zahn soll der Gemeinde Emmerting überlassen werden. Deren Bürgermeister Josef Meier möchte diesen einmaligen Fund erhalten. Nun muss jemand gefunden werden, der den Zahn konservieren kann.


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WebReporter: Miem
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Erdrutsch, Mammut
Quelle: www.pnp.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.06.2008 12:25 Uhr von Miem
 
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Schade, dass vermutlich nur der eine Zahn erhalten blieb. In Siegsdorf, das ja ziemlich in der Nähe ist, fand man ein fast vollständiges Mammutskelett, das war auch der Anlass für die Museumsgründung. Offenbar war die Gegend bei Mammuts beliebt, vielleicht folgen ja noch weitere Funde.
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18.06.2008 21:32 Uhr von jsbach
 
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Da werden heute noch: Mammutzähne oder auch Skelette in Dauerfrostgebieten wie Sibirien gefunden.
Naja, wie die Erde vor rund 60.000 Jahren aussah, sind auch nur Vermutungen.
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19.06.2008 00:05 Uhr von Schwertträger
 
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@Terrorstorm: Trotzdem noch Sauerstoff an die Meteoriten gekommen, oder hat die Acrylglasreaktion den Meteoriten direkt geschädigt?


Zur News: Sicher nicht unaufregend, aber da man an verschiedenen Stellen ja schon gut erhaltene Zähne gefunden hat, vielleicht nicht mehr jeden Aufwand wert.
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19.06.2008 12:19 Uhr von Schwertträger
 
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So hatte ich mir das schon gedacht: Wenn es sich um Oberflächenrost handelt, kommt man mit der Versiegelungsmethode weiter, aber Tiefenreaktionen hält man damit nicht auf, das stimmt.

Es gibt ja schliesslich noch mehr Stoffe, die Sauerstoff freisetzen in Reaktionen. Also ist, wenn genügend dieser Stoffe im Meteoriten sind, auch genügend Sauerstoff zum Rosten vorhanden.


Evtl. hilft künstliche Kühlung, damit die molekularen Bewegungen aufhören. Teuer, aber mit mehr Wirkungsaussicht. ;-)
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19.06.2008 16:31 Uhr von Schwertträger
 
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Interessanter kleiner Fachausflug: Thanx für den Aufwand.

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