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Bausparvertrag: Abschlussgebühren rechtlich nicht zulässig?

Seit vielen Jahren sind beim Abschluss von Bausparverträgen, Abschlussgebühren in Höhe von ein bis 1,5 % der Bausparsumme fällig. Hartmut Strube, von der Verbraucherzentrale NRW will jetzt dafür sorgen, dass diese "rechtlich unzulässigen" Gebühren abgeschafft werden.

Durch die Vielzahl der Abschlüsse, insbesondere bei Bauvorhaben, nehmen die Bausparkassen jährlich, allein mit diesen Gebühren, rund sieben Milliarden Euro ein. Laut Strube gibt es bereits Gerichtsurteile hierzu, welche zu Gunsten des Kunden ausgefallen sind.

Die Bausparkassen sind aber der Meinung im Recht zu sein, da derartige Gebühren vom Bundeskartellamt und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt wurden. Laut Strube haben diese Institutionen den Bausparkassen einen "Freifahrtschein zum Abkassieren" gegeben.


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WebReporter: Martin83
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Abschluss
Quelle: frontal21.zdf.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2008 15:05 Uhr von sub__zero
 
+2 | -2
 
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warum sind Bausparverträge: überhaupt rechtlich zulässig?

http://de.youtube.com/...


Abzocke, sonst nichts
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15.06.2008 17:52 Uhr von -Spica-
 
+1 | -0
 
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@sub_zero: Das verlinkte YouTube Video ist weeeeiiittt an heutigen Bausparverträgen vorbei und damit völlig veraltet.

Bausparverträge lohnen sich wenn man wirklich bauen will und wenn man seine Arbeitnehmersparzulage nutzen will, da diese nur in 100%ige Aktienfonds oder Bausparverträge fließen können. z.B. man will ein Haus kaufen für 100.000€ und vergleicht mal: man schließt ein Bausparvertrag über 100.000€ ab (z.B. LBS Tarif "Classic-TopFinanz" mit 3,22% effektiven Darlehenszinsen und 1% Abschlussgebühr. Ansparung von 40% bei 60% Darlehen.
Besparung mit von ca. 500€.
Dann wäre der Vertrag ca. 2015 zuteilungsreif. und man würde 60000€ Darlehen bekommen und hat 40000€ angespart. Was bedeutet das?
für die 40000€ bekommt man eine Verzinsung von 0,5% p.a. das sind nach 7 Jahren 42.750€. dazu kommt die Wohnungsbauprämie (8,8%) welche nach den 7 Jahren ca. 720€ betragen ---> 43.470€ insgesamt. abgezogen werden 1000€ Abschlussgebühr = 42.470€ angespart. Bei der klassischen Anlage kann man von ca. 4% derzeitig ausgehen die man bekommt. man hätte also nach 7 Jahren nette 48.416€.
Zinskosten: bei dem Bausparvertrag brauch man also noch 57.530€ als Darlehen zu einem Zinssatz von 3,22%. Die Kosten für dieses Darlehen betragen bei einer Rückzahlungszeit von 10 Jahren 9.685€.
Bei der klassischen Anlage benötigen wir nur noch 51584€ als Darlehen. Diese bekommen wir von der Hausbank zu 5,5% eff. Jahreszins und zahlen auch 10 Jahre zurück. Die Kosten für dieses Darlehen betragen 15.184,49 Euro.

Also: Man bekommt bei der klassischen Anlage in den 7 Jahren Ansparung rund 5000€ mehr am Ende raus, hat aber durch die höhere Verzinsung bei dem benötigtem Darlehen rund 5500€ mehr Kosten. Diese Ersparnis von 500€ insgesamt scheint marginal zu sein, aber man muss bedenken, dass man sich den Darlehenszins sichert. d.h. man bekommt in 7 Jahren die 3,22% GARANTIERT.
Anfang der 90iger waren Darlehenszinsen von 8-10% für Hausfinanzierungen keine Seltenheit. Wenn man vom schlimmsten Fall ausgeht, benötigt der "Nicht-Bausparer" die 51000€ Darlehen zu solchen Konditionen. Bei 9% Zinsen sind das 25.657,59 Euro an reinen Zinskosten. Die Ersparnis des Bausparers ist sehr hoch. bei Beträgen um die 300.000€ steigert sich der Gewinn des Bausparers potenzial.

---> Bausparen lohnt sich, wenn man sich die günstigen Darlehenszinsen sichern möchte, die momentan am Markt vorherschen.

Für alle berechnungen übernehme ich natürlich keine Garantie, aber sollte eigentlich so passen!
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15.06.2008 18:17 Uhr von denksport
 
+1 | -1
 
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ist mir noch nie untergekommen: Man stelle sich vor: Man schließt einen Bausparvertrag ab, dass heiss man zahlt regelmäßig Geld an dei Bausparkasse. Und derjenige der mich überreden soll käme dann auf einmal an: Bausparsumme 50.000 Euro, sie haben unterschrieben und müssen jetzt 1 Prozent (=500 Euro) zahlen.

Dem würde ich meinen Hund (wenn ich denn einen häötte) auf den Hals hetzen: Hasso, Fass! Guter Hund.

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