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Südwestmetall: Lehrlinge werden über ihre Freizeit befragt

Die Spionageaffäre weitet sich aus. Nach Lidl und Telekom ist nun auch der Arbeitgeberverband Südwestmetall betroffen. Dabei geht das Unternehmen sehr viel offensichtlicher vor: An Lehrlingen werden Fragenkataloge mit rund 40 Fragen versandt.

Die Fragen greifen direkt ins Privatleben ein. So will der Verband wissen, was für einen Bildungsstand die Eltern haben oder ob Zigaretten konsumiert werden. Selbst wie oft die Kirche in den letzten zwölf Monaten besucht wurde scheint von Interesse zu sein.

Südwestmetall gibt an, dass die Fragen zu einem größeren Forschungsprojekt gehören. Alle Befragten könnten sich sicher sein, dass die Daten anonym ausgewertet werden.


WebReporter: pannock
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Freizeit, Lehrling
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2008 19:43 Uhr von DasBauM
 
+1 | -11
 
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14.06.2008 20:04 Uhr von artefaktum
 
+7 | -1
 
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Finde ich überhaupt nicht okay Privatleben ist Privatsache, da hat sich kein Arbeitgeber einzumischen oder Informationen zu bekommen. (Ausnahme: Sicherheitsrelevante Arbeiten, wo beispielsweise durch gesundheitliche Einschränkungen Gefahren bestehen können, dann aber auch nur soweit, wie das für den Beruf von Belang ist).

Wir sollen immer mehr zum gläsernen Bürger werden, erst für den Staat und jetzt auch noch für die Wirtschaft. Solche Vorgehensweisen bedrohen die Freiheit des einzelnen Bürgers. Wir sind hier schließlich nicht in der DDR.
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14.06.2008 21:55 Uhr von HBLuke
 
+4 | -0
 
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aber: müssen die denn alle Fragen beantworten?

Denn wenn es keine Pflicht ist, würd ich da einfach nix ankreuzen/eintragen usw.
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14.06.2008 22:47 Uhr von ika
 
+2 | -8
 
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LOOOOOOOOOOOOL: Wo ist da der skandal?


Ich frag morgen meine Mitmenschen mal:

"ficken sie eigentlich kinder?" "klauen sie hier manchmal?"


ich meine.. wenn man überwacht wird, ist das eine sache.. wenn man antwortet... glaubt man den grund das es nur für studien is oder lässt es bleiben!! Mein Gott, wir können die leute doch nich vor sich selbst schützen. Und umfragen sind doch immer interessant, auch für firmen.. Nicht jeder ist böse ,)
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14.06.2008 22:52 Uhr von CHR.BEST
 
+7 | -0
 
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Kein Wunder: Das Resultat dieser unheiligen Allianz zwischen Großkonzernen und Politik bewirkt unter anderem auch, daß sich beide beim Ausspionieren der Bürger gegenseitig überbieten wollen. Schäuble läßt grüßen.

Man sollte auch mal darüber nachdenken, daß nirgendwo mehr persönliche Daten stehen als im Lebenslauf einer typisch deutschen Bewerbermappe. Glücklicherweise zeichnet sich hier aber (bedingt durch EU-Recht) eine Verbesserung ab hin zum amerikanischen System (kein Foto nötig, nur letzter Job braucht im Lebenslauf zu stehen, nur berufliche Leistungsnachweise zählen, Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt).

Ich halte es bereits für eine Unverschämtheit, solche Fragebögen überhaupt drucken zu lassen. Um mal ein wirklich einprägsames Zeichen zu setzen sollte man diese Bögen allesamt den Verantwortlichen in den Mund stopfen - unausgefüllt versteht sich.
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15.06.2008 00:54 Uhr von DasBauM
 
+0 | -3
 
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ist doch völlig egal auf der straße fragen se mich doch auch nach allem möglichen scheiss und solchee umfragen sind wenigstens halbwegs sinvoll da sie sich auf eine bestimmte bevölkerungsgruppe kontzentrieren...
wenn ich glück hab bekomm ich auch noch sonn schreiben da ich auch in der branche als lehrling abreite... und wenn mir die fragen zu doof sind wird das kästchen halt leer gelassen, punkt fertig aus.
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15.06.2008 06:29 Uhr von Universum22
 
+2 | -0
 
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So einen Fragebogen hatte unser Arbeitgeber auch: mal herum gereicht.
Niemand musste Ihn ausfüllen und es sei total anonym aber die Personalabteilung hat nach dem Abgabetermin bei allen Leuten die diesen Fragebogen nicht bgegeben haben nachgefragt, wann der Fragebogen abgegeben wird.

Da bei uns in der Firma noch ne Menge Leute arbeiten die halt auch der Meinung sind, dass die Firma nichts im Privatleben zu suchen hat, wurde Offensichtlicher Quatsch in die Fragebögen eingetragen.

Habe noch drunter geschrieben: "Ist das hier ein Bewerbungsbogen für BigBrother?"
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15.06.2008 10:17 Uhr von Gloi
 
+1 | -0
 
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Wo war der Datenschutzbeauftragte? Unglaublich was in letzter Zeit alles an Datenschutzverletzung ans Licht kommt.
Ich sehe da auch als eine Ursache, wie "CHR.BEST", die unverantwortliche Datensammelwut der Politiker. Dabei wird der Datenschutz nicht selten als Übel hingestellt, der nur den "Kampf gegen den Terror" behindert.

Danke "CHR.BEST" das du etwas positives über die EU schreibst. Wird aber vermutlich keiner wahrnehmen. Schließlich wird in Brüssel nur an einem "schwarzen Zeitalter" gebastelt.

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