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"Wirtschaftswunder" - Farbfotos zeigen die schönen Seiten der biederen 50er

Der Fotograf Jupp Darchinger zeigt in seinem Buch "Wirtschaftswunder" Fotos der 50er Jahre in Farbe. Dabei zeigt er, dass die verrufenen spießigen Wirtschaftswunder-Jahre gar nicht so bieder sein mussten.

Das Buch bietet dem Leser eine andere Sichtweise auf die damalige Zeit. Außerdem kann man auf den Fotos erkennen, welche Dinge der Gesellschaft seit damals verloren gegangen sind.

Eine signierte Auflage des Buches ist auf 1.000 Stück limitiert. Im September gibt es das Buch als kostengünstige unlimitierte Auflage.


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WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Wirtschaft, Seite
Quelle: www.welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2008 15:51 Uhr von PortaWestfalica
 
+0 | -0
 
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In der Quelle gibt es eine Fotostrecke mit 13 Fotos. Ich ehrlich gesagt konnte durch die Bilder keine bessere Sichtweise auf die 50er Jahre bekommen.
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14.06.2008 17:34 Uhr von kathrinchen
 
+5 | -1
 
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naja: ich bin Jahrgang 63, kann den Bildern aber doch schon einige positive Erinnerungen entnehmen. So´ne Lederhose trugen wir auch später noch fast alle. Und zusammen gespielt auf der Straße haben wir Nachbarskinder auch immer. Da hat noch keiner danach geschaut, ob die Klamotten auch dem Zeitgeist entsprechen. Auch an das mit dem Bungalo kann ich mich gut erinern, mein Onkel hatte so einben. Und meine ersten Fahrversuche hab ich im Käfer meines Onkels gemacht. Alles schöne Erinnerungen, von daher werd ich das Buch wohl kaufen^^
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15.06.2008 16:29 Uhr von moosbart
 
+3 | -0
 
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Schaukel hin .... Schaukel her: Was ist denn so schlimm daran, eine Schaukel aus Ast und Seilen gehabt zu haben? Ich bin auch in den Siebzigern aufgewachsen und wir hatten auch alle nur selbstgebaute Schaukeln.

Ich kann der Fotostrecke auch durchaus Schönes abgewinnen. Man muss ja "schön" nicht immer gleich mit dem Blick bzw. der Optik verbinden. Klar möchte man nicht in so einer Bruchbude wie im Bild 1 aufwachsen, aber das schöne dahinter war vielleicht der größere Zusammenhalt der Menschen. Nachbarschaft wurde noch groß geschrieben. Kinder konnten noch auf den Straßen spielen. Man passte mehr aufeinander auf. Heutzutage macht doch jeder nur noch Seins. Zumindest in vielen Regionen.
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15.06.2008 22:15 Uhr von LuckyBull
 
+2 | -0
 
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Es war eine richtig: herrliche Zeit, als wir (meine Bruder und ich) in den 50-ziger Jahren aufwuchsen. Das zweite Foto im Originalbericht erinnerte mich an uns acht und neunjährige Jungs am Bordstein der nahen Durchgangsstraße sitzend, in einer kleinen Stadt in Oberbayern.

Da wetteten wir, welches Fabrikat das nächste Auto ist, das von rechts kommt. Und in der Nebenstraße, wo wir wohnten, spielten wir mit den Nachbarkindern auf der Straße, eine Kommunikation, die heutzutage nur mehr selten vorkommt.

Ochs am Berg, so hieß eines der Spiele, und viele andere Straßenspiele, die es heute nicht mehr gibt.

Da steigt bei mir schon Nostalgie hoch, wenn ich an diese romantische Zeit erinnert werde. Immerhin bin ich Jahrgang ´46. Es gab damals viel mehr Zusammenhalten zwischen den bürgerlichen Familien.

Jetzt tritt oftmals Neid und Überheblichkeit in unserer Gesellschaft auf, das ein friedliches Miteinander nachhaltig zu Störungen und sogar manchmal zum Erliegen bringt. Oft frage ich mich, ob ein geregelter Kommunismus in unseren Ländern nicht doch die bessere aller Staatsformen wäre...
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16.06.2008 08:20 Uhr von Jakmaster
 
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Gute alte Zeit: sagte schon mein Vater,Jahrgang 1915,und mein Opa Jahrgang 1884.Wie schön es DAMALS war.
Wer gerät nicht in´s schwärmen,wenn er von seiner Jugend erzählt.Ich bin 1951 geboren in einem kleinen niedersächsischen Dorf aufgewachsen,mit 5 Geschwistern!
Wenn du nicht Fußball spielen konntest wars du nichts wert.
Was haben wir auf der Strasse gespielt!"Hahn auf dem Miste"
"Hinke Pinke"Völkerball""Räuber und Gendarm"und geknickert haben wir, bis die Knie durchgescheuert waren.
Übergewicht gab es nicht ,bei einmal Fleisch in der Woche.
Kartoffeln in allen Variationen und Hülsenfrüchte waren unsere Hauptgerichte,die man auch mit Gewalt in uns reindrückte.Um die Wette furzen war auch ein lustiges Spiel.
Mit heute darf man das nicht vergleichen,aber es ist schön, in Erinnerungen zu schwelgen.Ich finde diese Fotoserie interessant und lesenswert auch für unsere jungen Leute.Dadurch werden sie einige Gewohnheiten an uns "Alten" verstehen lernen.
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16.06.2008 08:45 Uhr von wezman
 
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Naja man kann mich ja jetzt als Mäkelfritzen bezeichnen. Aber ich reagiere immer etwas verschnupft wenn groß von der Geschichte Deutschlands berichtet wird, dabei aber immer die ehemalige DDR außen vor gelassen wurde. Warum eigentlich????
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16.06.2008 11:27 Uhr von wezman
 
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@MIlano: Aha, sehr interessant. Wie bei Bildern über das "kleine" Volk auf die Politik geschlossen wird. Auch interessant, dass du die ehemalige DDR mit Hitler-Deutschland gleichsetzt. Das lässt tief blicken. *kopfschüttel*

Ironiemodus an:

Da muss ich als Bürger der ehem. DDR wohl noch ein Entnazifizierungsprogramm absolvieren?! *schockiert schaut*

Ironiemodus aus
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16.06.2008 12:26 Uhr von Schwertträger
 
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@Milano: Das ist blanke Unsinn: Das sage ich als Wessi.
Der Normalbürger auf der Strasse (selbst der untere StaSi"mitarbeiter") kann ebensolches Normalleben vorweisen wie die Westdeutschen um 1950 auch.

Und da Du Hitler-Deutschland erwähnst:
Auch dort wirst Du im Bürgerniveau ganz normale Familien- und Nachbarschaftsidylle finden. Das werden Dir, falls Du solcher noch habhaft wirst, selbst damals verfolgte Personen erzählen.



Ich weiss nicht, was Du für Verständnis von Politik und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart hast, aber auch jetzt ist ein Großteil des Volkes bis auf ein grosses Maul unpolitisch und lebt sein privates Glück, so gut es geht.

Man kann Politik und gesellschaftliches Leben nicht trennen, aber man kann es auch nicht gleichsetzen. Es ist schwer zu erklären, wenn man das nicht selber schon sieht.
Aber lass es mich mal ein wenig provokativ so sagen. Bevor der Spiess in die Kaserne geht, ist er ein ganz normaler Familienvater. Und als solcher wird er von einem damals kleinen Jungen erinnert werden, wenn Du den heute befragst nach der Vergangenheit.
Man darf einfach das Bild von innen nicht mit dem Wissenskonzentrat vergleichen, welches wir heute über die Zeit konsumieren.
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16.06.2008 12:41 Uhr von Schwertträger
 
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@Chief-Thunder: Ist das Leben nur etwas wert, wenn alles, zwar nicht vom Feinsten, aber vom Feinen ist?

"Wir hatten nicht mal ´ne Schaukel, die haben unsere Eltern...."
Dann hattet Ihr doch eine!
Ich habe mit meinem Vater zusammen eine zu bauen begonnen, aber wir hätten sie nicht aufhängen können, weil wir keine ausreichend hohe Leiter hatten, um sie an dem Ast zu befestigen. also wurde das Projekt verschoben, bis ich zu alt dafür war.
Dafür liebte ich dann einen Spielplatz im Urlaub, wo ich dann stundenlang das nachholte, was ich zuhause nicht hatte. In der Zeit lernte ich zu geniessen und Dinge wertzuschätzen.

Aber auch sonst: Selbst wenn vieles noch nicht so perfekt und bunt war wie heute, war es auf seine Weise doch schön.
Das das so ist, sieht man ja am Kulterfolg solcher Spiele wie MonkeyIsland in den 90igern. Pixelig und allereinfachst, hat es doch Millionen Kinder begeistert und in den Bann gezogen.

Ich denke, das ist mit sehr vielen, sehr einfachen, sehr "pixeligen" Dingen in den 50igern nicht anders gewesen. (Bin selber erst knapp 1970 geboren).

Kann es nicht eher sein, dass Du JETZT mit einigen Dingen unzufrieden bist? :-)
Sicher spornt eine Bruchbude einen ab ca. dem 15. Lebensjahr an, sich selber mehr und eigenen Raum zu suchen, aber als Kind bemerkt man eigentlich wenig davon, wie bruchbudig oder nicht das eigene Heim ist. Das kommt eigentlich (zumindest damals kam es) erst später.
Das ist ja genau der Punkt, der im Laufe der letzten Jahre immer stärker wurde: Die Vergleicherei. Man begann, sich nicht mehr daran zu erfreuen, wenn der "Direktor" mit seinem grossen Wagen vorbeifuhr und konnte sich mehr nur am schönen Glanz und der Form erfreuen sowie an der eleganten Kleidung der Insassen, nein, man begann zu vergleichen, wer aus dem Bekanntenkreis dem "Direktor" näher war und der "Direktor" wurde ein Ziel, während man vorher noch länger mit seiner Position zufrieden war.

Ungefähr da begannen die Handwerkerberufe Stück für Stück im Auge der Gesellschaft weniger erstrebenswert zu werden. Das Ergebnis sehen wir heute.

Insofern, um den Bogen zurückzuschlagen, sind solche Bilder vielleicht gar nicht schlecht, um jüngeren Menschen Denkanstösse zu geben und älteren die Chance, sich an die positiven DInge damals zu erinnern und ein paar davon wieder zu kultivieren, wenn möglich.
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16.06.2008 22:10 Uhr von Schwertträger
 
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@Milano: Was hat das damit zu tun? Du hast irgendwie nicht verstanden, was ich geschrieben habe.

Schon der Soldat, der eben noch einen Flüchtigen erschossen hat, kerht am Wochenende zu seiner Familie zurück, und sein Sohn erlebt ihn im Rahmen eines Besuchs im Volkspark beim Grillen als einen ganz normalen Papa.

Trotz allen Grauens gibt es mittendrin immer noch das normale Leben. Selbst in den Konzentrationslagern haben noch Kinder gespielt. Wäre dem nicht noch Schlimmeres gefolgt, hätten die Kinder an jene Zeit sogar noch angenehme Erinnerungen gehabt, einfach weil sie alles andere ausgeblendet oder gar nicht so wahrgenommen hätten.

Sicher gab es all die schlimmen Dinge in der Zeit der Dreissiger und Vierziger, aber die Kinder von damals dürften sich überwiegend an die schönen Dinge erinnern.

Und für jemand, der in den 50igern geboren wurde, waren eben auch Kriegsruinen normal und damit nicht weiter besonders.
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16.06.2008 22:20 Uhr von Schwertträger
 
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Nachtrag: In den 60igern gab es ja Studenten- unruhen und ähnliches, später dann die RAF.

Aber glaubst Du, dass ich und Leute, die in der Zeit geboren wurden oder zu der Zeit Kind waren, sich DARAN erinner, wenn sie sich erinnern?
Von all diesen Dingen habe ich erst später erfahren bzw. sie erst später in meine Weltbild eingebaut. erstmal interessierte mich damals mein Bonanza-Fahrrad und die Schangelmünzen, sowie die täglichen Streifzüge in den Wald.
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17.06.2008 13:12 Uhr von maki
 
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Wieso nur muss ich bei: "Wirtschaftswunder" + BRD immer an Herrn "Biedermeier" (mit Zipfelmütze) denken? :-D
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18.06.2008 20:16 Uhr von kathrinchen
 
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@milano: um schwertträgers gute kommentare mal etwas für dich zu kürzen.
glaubst du wirklich, das sich jemand, der in der zeit AUFGEWACHSEN ist, schon um politik gescheert hat?

man war seines lebens froh und hat jeden neuen tag begrüßt, man war kind, man spielte noch mit den nachbarskindern, vor denen man heute evtl angst hat.
und zum glück kann einem niemand mehr diese positiven erinnerungen nehmen. man wuchs meist auf in familien, wo dann auch noch die urgroßmutter mit am tisch saß. heutzutage werden ja leider schon die großmütter ins altenheim abgeschoben weil sie unbequem sein könnten und evtl die freizeit dezimieren
sicher, irgendwann kam dann auch die zeit, wo man über seinen tellerrand geblickt und sich politisch interessiert hat.
der normale deutsche hatte zu dieser zeit aber her einen blick auf den wiederaufbau, als das er sich um politische konsequnzen sorgen gemacht hätte^^

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