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Japaner entdeckt Öl produzierenden Algenstamm

Der japanische Wissenschaftler Makoto Watanabe hat nach jahrelanger Forschung Algen entdeckt, deren Ausscheidungen zu Diesel raffiniert werden können. Die besondere Eigenschaft der Spezies Botryococcus braunii ist im Allgemeinen bekannt, bislang jedoch bei allen entdeckten Unterarten zu ineffektiv.

Aus dem Ertrag einer Anbaufläche von einem Hektar Raps lassen sich etwa 1,2 Tonnen Biodiesel gewinnen. Kultiviert man diese spezielle Unterfamilie der Botryococcus braunii auf derselben Fläche, sind Erträge möglich die um das 41- bis 116-Fache größer sind.

Bis Maschinen damit betreiben können, sind allerdings noch ein paar Hürden zu nehmen. So liegen die Kosten zum Bau einer Anlage zur Algenzucht im Milliardenbereich, was dazu führen wird, dass Algentreibstoff zunächst etwa das Dreifache der normalen Treibstoffe auf dem Markt kosten würde.


WebReporter: slice123
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Japan, Entdeckung, Öl
Quelle: www.timesonline.co.uk

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2008 12:13 Uhr von slice123
 
+0 | -0
 
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Bitte die Quelle lesen, die ist um EINIGES ausführlicher!
---
Eine fantastische Entdeckung finde ich, genau solche Dinge brauchen wir um die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das Problem dabei wird nur sein, dass der kleine Erdenbürger davon nicht profitieren wird.
In wessen Schublade das Projekt verschwindet, werden wir wohl nie erfahren.
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14.06.2008 15:53 Uhr von Via-Chez
 
+24 | -1
 
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Also: ein Versuch ist es wert!
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14.06.2008 16:04 Uhr von s8R
 
+12 | -33
 
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14.06.2008 16:05 Uhr von maxfaxx
 
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Super: Super Entdeckung, ein hoch auf die Natur!
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14.06.2008 16:08 Uhr von slice123
 
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Autor @ Newschecker Ich habe das L in "WissenschaftLer" absichtlich weggelassen.
http://de.wikipedia.org/...

Und den 1. Satz im 3. Absatz hab ich bestimmt nicht so geschrieben, incl. diverser anderer Beistrichfehler und grammatikalischer Ungereimtheiten.
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14.06.2008 16:37 Uhr von s8R
 
+6 | -23
 
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14.06.2008 17:24 Uhr von west89
 
+5 | -2
 
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Vor Japan vor ! Die Leute haben was im Kopf. Hoffentlich entwickeln die das einbisschen kostengünstiger. Japan wird irgendwann noch die Welt retten.
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14.06.2008 18:00 Uhr von El Indifferente
 
+14 | -0
 
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@s8R: Hast du die Quelle durchgelesen?

Es gibt einige gravierende Unterschied zum Biodiesel.

Zum einen scheiden diese Algen Öl aus und tuen dies kontinuierlich nicht wie Biodiesel, der aus Pflanzen gewonnen wird und wenn die Pflanzen umgewandelt wurden sind sie weg und müssen neu angepflanzt werden.

Zum zweiten scheiden die Öl aus, dass nicht mehr gewonnen werden muss, was bei Biodiesel ja einen Grossteil der Energie verbraucht, die du mit 4 Litern für einen Liter angibst.

Zum dritten benötigen dies Algen Licht und, das ist der Brüller, CO² und sonst nichts. (Naja, OK Wasser um drin zu leben.)

Zum vierten sind sie anscheinend bei Selber Anbaufläche 41 - 116 fach effektiver als Pflanzen aus dennen Biodiesel gewonnen wird. Also nach deiner Rechnung benötigt man 4 Liter für einen Liter Biodiesel (was zu einem grossen Teil am Verbrauch der Landwirtschaftsgeräte liegt, die nötig sind um die Pflanzen zu säen und zu ernten). Also könnte man davon ausgehen, dass man hier bei vorsichtiger Schätzung für einen Liter Sprit nur 100ml Sprit einsetzen muss. Sollte es gelingen, die Algenfarm und die Erntemaschienen noch per Solarenergie zu betreiben (die Algen benötigen ja sowieso Sonne), dann sinkt der Verbrauch noch weiter und dann bleiben zum Schluss evtl. nur noch die Spritkosten für die Tankwägen über um das zum Verbraucher zu bringen plus die kosten um aus Öl Benzin zu machen.

Zu deinem zweiten Kommentar.
Der geht ja total am Thema vorbei. Der Entdecker dieser Algen will ja Sprit erzeugen und keine Nahrungsmittel. Klar, ist das nicht die Lösung des Welthungerproblems.
Allerdings könnte es helfen, wenn dadurch weniger bis kein Biodiesel mehr produziert wird, denn diese Anbaufläche könnte dann wieder zur Nahrungsproduktion verwendet werden.

Mann, mann, mann
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14.06.2008 18:02 Uhr von DerBibliothekar
 
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Es wäre: Co2-Neutral.....
Wo sind die Gentechniker?
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14.06.2008 19:14 Uhr von dont_ask_me
 
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na ganz so ist das nicht: Ich arbeite in einer Firma, die schon lange an der Verölung von kohlenwasserstoffhaltigen Biomassen zu Diesel arbeitet. Diesel aus Müll ist relativ einfach aber bei den Algen gibt es tausende von Problemen. Zunächst einmal sind die Flächenerträge erheblich geringer als bei Rohstoffen wie Raps, Soja oder Jathropha. Dann benötigen die Algen Unmengen an -reinem- CO2 was auch immer teurer wird. Und schließlich erzielt reines Algenöl einen hohen Preis im Kosmetikmarkt, was es für die Treibstoffproduktion fast unbezahlbar macht. Hier handelt es sich mal wieder um eine Nachricht die nicht alle Seiten abbildet.
Gogglet malk nach Bioking in Holland da macht man sowas schon lange professionell.
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14.06.2008 19:21 Uhr von slice123
 
+6 | -0
 
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@dont_ask_me: Du wirst wahrscheinlich recht haben, aber ich darf leider nur das wiedergeben, was in der Quelle steht.
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14.06.2008 20:12 Uhr von Slaydom
 
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naja: es wäre ein anfang, irgendwas muss man machen und jetzt fangen die FOrscher endlich an, weiterzuforschen...
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14.06.2008 20:51 Uhr von Totalimmortal
 
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haltet mich für blöd, aber ich versteh die regelrechte Euphorie hier nicht ganz. Würde mir mal bitte jemand ein Problem nennen, das durch diese Entdeckung gelöst wird?
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14.06.2008 20:58 Uhr von NiGakki
 
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Wirds nicht geben: Da macht der Staat kein Geld mit. Und eine Milliarde für eine Anlage? Scheint mir ein wenig hochgegriffen. Aber trotzdem, selbst wenn es eine Millarde kostet: Kein Vergleich zu den 1.500 Millarden die Deutschland in der Kreide steht. Nur leider wird das Geld für die falschen Sachen ausgegeben.

Meiner Meinung nach eine feine Sache das mit den Algen, aber wird sich leider nicht durchsetzen.
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14.06.2008 23:10 Uhr von CHR.BEST
 
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Ich muß dabei immer an die Algenteppiche in der Adria denken. Könnte man die nicht abernten und zu Sprit verarbeiten?

Bei dieser ganzen Biosprit-Diskussion geht es ja häufig nur darum, daß auf den begrenzten Ackerflächen die Treibstoff- mit der Nahrungsmittelproduktion konkuriert. Dabei wäre unser Planet zu etwa 4/5 mit Wasser bedeckt. Das ist mehr als genug Platz um selbst bei langsamer wachsenden Algen die Energieversorgung zu sichern - das Wort "Ölplattform" bekäme dann eine ganz neue Bedeutung.
Selbstverständlich darf dabei aber kein bestehendes Ökosystem gefährdet werden.
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15.06.2008 07:56 Uhr von mmslulu
 
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Und die Natur: ist in ein paar Jahren wieder um ein Teil ärmer.
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15.06.2008 12:19 Uhr von Zaltaal
 
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@CHR.BEST: Ahja. Und wie soll dann Licht und Sauerstoff ins Wasser kommen? Was machen dann die Fische, der Plankton und der Rest der Lebewesen?
Sicherlich kann man das anwenden, aber wenn dann auch nur begrenzt, so wie auf dem Land auch.

Bis das eine echte Alternative darstellt werden wohl noch ein paar Jahrzehnte und Kriege ins Land gehen...
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15.06.2008 13:55 Uhr von CHR.BEST
 
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@Zaltaal: Der meiste Sauerstoff wird in den Urwäldern wie z. B. im Amazonas produziert. Aus dem Meer stammen nur ein paar Prozent.
Man könnte den Gasaustausch künstlich erhöhen wie man es in Klärwerken heutzutage schon macht und somit eine relative geringe Fläche intensiv nutzen. Wasser wäre auch genug da.

Freilich, bestenfalls wäre diese Technik CO2-neutral. Viel besser wäre es dort Strom zu gewinnen, wo kein oder kaum Leben ist wie z. B. in der Wüste. Aber das wiederum wäre mit einem viel größeren technischen Aufwand verbunden.
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15.06.2008 14:22 Uhr von Zaltaal
 
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Ich mein ja nur das für die Meeresbewohner unter so einer "Algen-Farm" es ziemlich düster aussieht (im wahrsten Sinne des Wortes) denn solche brauchen eben Licht und Sauerstoff. Was das mit der Sauerstoffproduktion der Atmosphäre zu tun hat wäre mir ja auch schnuppe, ob wirs jetzt statt Raps anbauen oder aufm Meer - meine Güte, aber die armen Fische :)

Ich find auch veralgte Seen oder Teiche etcpp ganz schlimm, das kommt grösstenteils von Nährstoffen die der Mensch mit oder ohne Absicht da reinbringt (Sonnencreme, Müll, Abwasser, Essensreste usw.).
Dort lebt meist (ausser den Algen und ein paar Insekten) nicht mehr viel.

Aber selbstverständlich hast du Recht. Ich weiss aber übrigens nicht welche Art von Wasser die Algen denn gerne hätten, denn vertragen die überhaupt kein Salzwasser, dann hätten wir uns die Diskussion sparen können ;)

Im Prinzip stimm ich dir ja zu.

mfg
Zaltaal
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18.06.2008 19:17 Uhr von DerBibliothekar
 
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Sauerstoff Kommt zu ca. 80% aus dem Meer, nur so nebenbei.
Und wer produzierts? ALGEN!
Und mal nebenbei, wir reden nicht von richtigen Vielzelligen Algen, soweit ich verstanden habe sind das Einzellige Algen (Phytoplankton)
Und wie schon gesagt: steck die "Diesel-produzier" Gene in ein E.Coli BAkterium, umrühren, fertig, keine Algen mehr nötig.
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21.06.2008 11:57 Uhr von pokerfrosch3
 
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Oel aus Botryococcus brauni: Schon mal gut zu wissen welche Moeglichkeiten die Zukunft hat um OEL auf natuerliche Weise herzustellen kann man diese Algen nicht in Ihre natuerlichen Umgebung zuechten?

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