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Online-Sperre für ARD & ZDF: Panorama, Monitor & Co bald nur noch sieben Tage im Netz?

In Berlin treffen sich heute die Ministerpräsidenten der Länder, um über Einschränkungen bei der Online-Präsenz der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunksender zu konferieren. Geplant sind Änderungen des Rundfunkstaatsvertrages, um das Internetangebot von ARD und ZDF auf einen gesetzlich vorgegebenen Rahmen zu begrenzen.

Grund sind Interessenkonflikte zwischen privater Medienwirtschaft, Politikern und dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, da private Verlage die Konkurrenz durch ARD und ZDF ablehnen. Brüssel verlangt von der Bundesrepublik eine klare Definition des Programmauftrags der Öffentlich-Rechtlichen.

Ministerpräsident Oettinger (CDU), Medienpolitik-Koordinator der unionsgeführten Bundesländer, setzt sich für klare "Schranken" ein. Ein neuer Gesetzentwurf sieht unter anderem Einschränkungen bei den Mediatheken von ARD und ZDF vor, so sollen z.B. gesendete TV- und Radiosendungen künftig nur noch sieben Tage online abrufbar sein.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Online, Netz, ARD, ZDF, Sperre
Quelle: www.tagesspiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.06.2008 18:21 Uhr von Noseman
 
+12 | -2
 
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Grundversorgungsauftrag: ist damit nicht mehr erfüllt mE.

Ein guter Grund mehr gegen GEZ zu klagen.
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12.06.2008 18:58 Uhr von Mais89
 
+12 | -4
 
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Eingriff in die Pressefreiheit: Das stellt für mich einen deutlichen eingriff in die Pressefreiheit dar.
Abgesehen von der aktuellen Formulierung des Rundfunkstaatsvertrags, die ich leider nicht kenne, würde mich aber mal interessieren wie die anderen Parteien hierüber denken.
Dass obige Aussage von einem CDU-Mann kommen muss, war mir fast schon von vorne herein klar. Arbeitet doch die CDU in den letzten Jahren schon gründlichst daran sämtliche Freiheiten für die in Dtl. lange gekämpft wurden nach und nach abzuschaffen.
Neoliberale Politik eben. Undzwar ekelhaftester Sorte.
Von solchen Politikern möchte ich keine Mockierungen mehr über die Handhabe von Berlusconi oder Putin in Pressedingen hören.
Was hier geschieht ist noch viel viel hinterfotziger.
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12.06.2008 18:58 Uhr von grosnik
 
+1 | -7
 
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Macht Sinn In erster Linie geht es nur darum, dass die von uns bezahlten gebühren nicht wilkürlich ausgegeben werden sollen. Eine Reglementierung für das Onlineangebot ist also sinnvoll.

Zu der 7 tägigen Verfügbarkeit: Bei gro0em öffentlichen Interesse werden die Artikel und Sendungen nicht nach 7 Tagen aus dem Netz genommen.
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12.06.2008 19:03 Uhr von Mais89
 
+5 | -1
 
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vielleicht: Aber entschieden wird das (also was von "größerem öffentlichen Interesse" zu sein hat) Intern und die Tatsache dass in den Rundfunkräten und anderen entscheidungsinstanzen
mehr als genug Parteileute abgeladen sind lässt doch wieder sehr an der "nützlichkeit" der Sache zweifeln.
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12.06.2008 19:21 Uhr von MeisterH
 
+7 | -0
 
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Was will dieser Haufen in Brüssel von uns? Raus aus dieser schwachsinnigen EU, und gut!!
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12.06.2008 19:33 Uhr von Mais89
 
+1 | -1
 
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die brüsseler wollten doch nichts als ne eindeutige regelung zum programmauftrag und nicht mehr.
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12.06.2008 20:26 Uhr von Philippba
 
+1 | -3
 
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Ich habe eine viel bessere Lösung: Web mit den Internetseiten der öffentlichen Sender, keine teuren Sportlizenzen mehr zeigen und runter mit den Gebühren. Die Webseiten nutzen nur 5% und Fussball kann man auch auf den anderen Sendern dann schauen.
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12.06.2008 21:02 Uhr von rolf.w
 
+2 | -0
 
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unsinnig und dennoch lösbar: Unsinnig, da die Inhalte ja bereits produziert sind und Webspace nicht teuer ist. Leicht lösbar, indem man eine "Schein-" Firma gründet die die "Vermarktungsrechte" für den Content hat und die
nicht direkt zu den ÖR gehört. Auch Outsourcing genannt.
Also doch wieder mal viel Sturm im Wasserglass, als ob es keine wichtigeren Dinge gibt.
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12.06.2008 21:24 Uhr von newsBee
 
+5 | -0
 
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bin ja mal gespannt ob die dann die GEZ-Gebühren für PC´s mit Internetanschluss wieder abschaffen.
Ich habe weder Fernseher noch Radio und empfinde diese Gebühren als reine Abzocke.
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12.06.2008 21:43 Uhr von TheDent
 
+0 | -0
 
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Ein Schwachsinn: Das die ÖR keine subventionierte Konkurrenz zu gewissen Medien werden soll, z.B durch Online-Zeitungen, ist ja verständlich schliesslich unterliegen sie nicht marktwirtschaftlichen Gesetzen. Das aber Gebührenfinanzierte Sendungen nicht im Netz zu sehen seien sollen, ist doch ausgemachter Schwachsinn - typisch fauler Kompromiss
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12.06.2008 22:59 Uhr von maflodder
 
+5 | -0
 
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Genau deswegen will SSchäuble sich das Internet untertan machen, zuviel "freie" Information !!!
Das kommt noch soweit, dass die Deutschen aufwachen, erkennen welche Verbrecher da in den Parteien sitzen.
Und auf einmal hängen die Plebs auch noch genau die Politmafia an die Laternen.

Und deswegen...

Es sagte der König zum Bischof :" Halt du sie dumm, ich halt sie arm !!! "
Die "Chefetage" braucht gleichgeschlatete Verdummungsmedien, so erhält man sich die Macht.
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12.06.2008 23:22 Uhr von meisterthomas
 
+3 | -0
 
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Hier geht es um die Macht der Medien: und ihr Netz. Da will man die Öffentlichen gern ausgrenzen.
Mit Brüssel hat das nun wirklich nichts zu tun.
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13.06.2008 10:26 Uhr von breaky
 
+1 | -0
 
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unglaublich sollen wir also demnächst unsere informationen nur noch aus privatwirtschaftlich finanzierten medien bekommen? wer liest denn schon noch zeitungen heutzutage?!
ich finde es schon schlimm, das sämtliche polit-magazine bzw. evtl. gesellschaftskritischen magazine nur noch zu so später stunde laufen, das man als normal sterblicher, der morgens ums 6 oder noch früher aufstehen muss die nur noch online schauen kann?! jetzt wollen die das auch ncoh einschränken... was soll das? schleichende zensur durch die wirtschaft?!
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13.06.2008 12:06 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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@breaky ich denke, dass Radio und Fernsehen eine ausreichende "Grund"-Versorgung bieten.
Eine darüber hinausgehende Versorgung auf Kosten von Zwangsgebühren in Form von Media-Theken im Zeitalter von digitalen und ebenso noch analogen Videorecordern ist absoluter Unfug. Das hat nichts mit der Grundversorgung von Information zu tun.
Spontan sehe ich auf der ARD-Seite Tipps zum Heizkosten-Sparen. Dafür werden jährlich viele Millionen an Gebühren verbrannt.
Auf der anderen Seite haben ARD und ZDF Informationssendungen - ihr eigentlicher Auftrag - nahezu komplett aus ihrem Sender verbannt.
Für mich sind auch Sendungen mit Frank Elstner keine absolut notwendige Grundversorgung ohne die ich in Deutschland nicht informiert wäre. Die muss man auch nicht 6 Monate abrufen - wer will kann sie am Videorecorder aufnehmen oder das (günstige) T-Com Entertainment-Paket abschliessen und kann alle Sendungen rund um die Uhr aufnehmen.

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