12.06.08 15:35 Uhr
 5.797
 

EM/Schweiz: Erste Entlassungen in der Gastronomie

Um 25.000 Euro Standmiete pro Tag wieder reinzuholen, müssen schon einige Würstchen verkauft werden. Davon kann "Migros", der größte schweizer Lebensmittelhändler, ein trauriges Lied singen. Wenn dann auch noch Warenpreise und Löhne oben drauf kommen, wird es ganz schnell eng.

Und so entließ "Migros" von 300 Teilzeitarbeitern bereits 80. Auch Wirte beklagen schlechte Umsätze und daraus folgende Kündigungen. Die Gründe für das Minusgeschäft liegen auf der Hand. Die Schweiz steht schon jetzt als ausgeschieden fest, die Vorrunde ist die erste und letzte Station.

Das Wetter tut sein Übriges, es lädt nicht gerade dazu ein, mit Speisen und Getränken über die Fanmeile zu flanieren. Aber es gibt auch andere Kritikpunkte für "Migros". So seien die Sicherheitsleute zu unfreundlich, so ein Unternehmenssprecher. Und auch das Begleitprogramm sei wenig ansprechend.


WebReporter: tomeck
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweiz, EM, Entlassung, Gastronomie, Gastronom
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Höhle der Löwen"-Star Frank Thelen über Bitcoin-Hype: "Das ist geisteskrank"
Bitcoin: Größter Broker möchte Wetten auf fallende Kurse zulassen
Bundesbank: 12,67 Milliarden D-Mark noch im Umlauf

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.06.2008 16:20 Uhr von Sandkastengeneral
 
+11 | -0
 
ANZEIGEN
traurig da ist man vielleicht lange arbeitslos und braucht dringend das geld als teilzeitmitarbeiter, freut sich das es losgeht und schon steht man wieder als kleiner fisch auf der straße. warum muss so ein stand auch 25000,- tacken am tag kosten?
Kommentar ansehen
12.06.2008 16:59 Uhr von bauernkasten
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
In Wien: ist es so ähnlich. Überhöhte Getränkepreise, kein Programm untertags, lästige Kontrollen. Die Leute gehen lieber in Gast- und Kaffeehäuser, wo mit einem ordentlichen Flatscreen Stimmung ist, und man trinken darf, was einem nicht die UEFA vorschreibt. Die Preise in den Fan-Zonen wurden untertags sogar schon gesenkt, da oft die Standmiete den Umsatz übersteigt, wie deren Betreiber beklagen.
Kommentar ansehen
12.06.2008 17:03 Uhr von RupertBieber
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
ich lebe in Basel und das mit der Unfreundlichkeit muss ich leider ein wenig bejahen...
man kommt sich ein bisschen wie dauernd beobachtet vor...und wenn man sie so durch die Stadt patroulieren sieht mit ihren Uniformen und Sprechfunk dann sieht das schon etwas bedrohlich aus. Auch das Militär ist da. manchmal kam es uns so vor, als würde man nur drauf warten um endlich eingreifen zu können...

;-/
Kommentar ansehen
12.06.2008 20:24 Uhr von Philippba
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
Die wollen Euer Geld nicht: versteht es endlich. Die wollen nicht das Ihr euer Geld da lässt. Wo ist das Problem dabei? Der Staat hat es nicht nötig Einnahmen zu generieren.
Kommentar ansehen
12.06.2008 21:19 Uhr von Ixxion
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
oh gott: 25 000 Euro/Tag, das sind 700 000 für die gesamte Turnierdauer, dafür das man Würste und Bier ausschenken DARF.

Das kann doch echt nicht sein!
Kommentar ansehen
13.06.2008 00:28 Uhr von Borgir
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
wer soll das denn kaufen? wenn man sich die bilder von schweizer publiv-viewing-plätzen ansieht...da ist ja mal echt niemand....tolle em dort
Kommentar ansehen
13.06.2008 09:31 Uhr von DirkKa
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
25.000 Euro pro Tag ????? Meine Güte, wer hat sich denn diese realitätsfremden Standmieten einfallen lassen ???

Selbst wenn die Fanmeilen voll wären, wie soll man mit Würstchen und Bier so viel Geld verdienen ?

Selbst wenn man utopische 10 Euro für eine Wurst mit Brötchen und 5 Euro für 0,5 Liter Bier verlangen würde bräuchte man mindestens 2000 Gäste um die Standmiete, laufende Unkosten wie Personal, Strom und natürlich die Kosten fürs Bier, Würstchen, Brötche etc. herein zu bekommen.

Und wenn man sich die Aufnahmen im TV anschaut steht dort eine Bude nach der anderen.

Ein Ding der Unmöglichkeit, diese Kosten selbst bei vielen Besuchern hereinzubekommen.
Kommentar ansehen
13.06.2008 10:23 Uhr von Carry-
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
25.000 für "EM-Stände": migros bezahlt 25.000 für alle ihre stände. die werden bestimmt ein paar mehr haben.
Kommentar ansehen
13.06.2008 11:24 Uhr von Iokaste
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Da merkt man das man die EM nicht mit der WM in Deutschland vergleichen darf.

Bestimmt haben die Gastländer der EM aufgrund ihrer doch recht zentralen Lage in Europa mit wesentlich mehr Gästen gerechnet, doch wenn man bedenkt, dass deren Stadien eigentlich nicht den Anforderungen entsprechen, wundert es mich nicht, dass die Fanmeilen etc. leer bleiben. Allein die Deutschen feiern doch lieber hier beim Public Viewing, als dafür in die Schweiz/Österreich zu fahren.
Kommentar ansehen
13.06.2008 21:05 Uhr von zudumm
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
nie mehr: Genf und fanmeile, waren am mittwoch im Stadion und haben das spiel tschechei-Portugal gesehen, nach 700km fahrt nur Chaos.
scheiss Beschilderung, teuer, und vor allem das ganze viel zuweit auseinander gezogen. Stimmung so lala und von Begleitprogramm war nix zu sehen.
jetzt weiß ich wieder warum in Deutschland das ein echtes fanfest war..
Kommentar ansehen
13.06.2008 22:22 Uhr von shorty0
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Eintritt: Migros hätte Eintritt nehmen sollen
Kommentar ansehen
15.06.2008 16:35 Uhr von zone
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Bern: Ich lebe in Bern (Hauptstadt der Schweiz) bei uns wurde extra eine 3 Fanzone eingerichtet! Die Fanzonen sind gut besucht auch bei nicht Holland-Matchen! Die oranije Invasion hat Bern voll im Griff! Jeden Abend gibt es Partys bis in die frühen Morgenstunden! Wer echte EM-Stimmung erleben will muss Bern besuchen!
Kommentar ansehen
16.06.2008 11:10 Uhr von kdm1
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
ich arbeite in der Fanzone Basel: Die Sicherheitsleute sind durchweg nett und freundlich. Das mit dem Militär stimmt nicht. Es gibt aber trinationale Streifen mit deutschen/französischen/schweizer Polizisten. Die meisten Sicherheitsleute haben auch nur eine gelbe Sicherheitswesten an und keine Uniformen.

An Spieltagen sind die Fanzonen auch gut gefüllt. Wie in allen anderen Städten der EM sind die Fanzonen an Nichtspieltagen relativ leer.

Es gibt jeden Tag ein kostenloses Live-Konzert mit guten Gruppen aus der Region. Das reicht an Basler Spieltage aus. Nur es hat halt keine 40.000 Schweden und Griechen in der Region um bei dem Spiel zwischen diesen Ländern Fanzonen zu füllen. Für diese Tage und später auch für die komplett spielfreien Tage sollte man sich ein richtiges Tagesprogramm einfallen lassen.

Das sage ich sicher nicht, weil ich da arbeite. Das Problem mit den Fanzonen liegt bei der UEFA, die einheitliches Aussehen verordnet hat und so fehlt es am Lokalcolorit. Die Migros hat lauter weiße Plastikzelte hingestellt. Wo sind die lokalen Cliquen? Warum kommt der Kebab aus der Marie Bain und nicht vom Spieß? Warum hat das nicht mehr Volksfestcharacter?

Die Migros hat wohl mit täglich 42500 Besuchern (das ist das Maximum) gerechnet. Wenn nur jeder eine Wurst oder ein Bier konsumieren würde, wären dies 300.000 pro Tag gewesen. Übrigens wurde in Basler Zeitungen berichtet, dass umsatzabhängige Mieten an die Veranstalter zu zahlen sein sollen.

Am Donnerstag/Freitag werden mindestens 60.000 Holländer eintreffen und dann wird die Migros jammern, dass Sie so viele Stände aufgegeben hat ...

Das Problem ist die Uefa und es sind nicht die Städte. Die haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und würden gerne mehr machen, aber die UEFA läßt sie nicht

Refresh |<-- <-   1-13/13   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

US-Wort des Jahres ist "Feminismus"
Papst Franziskus warnt Gläubige davor, mit dem Teufel zu sprechen
Großbritannien: Student in T-Shirt erfriert auf Heimweg aus Nachtclub


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?